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Der ehemalige Chefredakteur der NETZEITUNG ist sich sicher: Das Ende der Netzeitung ist auch ein Menetekel für die Branche.

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Stefan Enderle: In den Giftschränken der Medien verschwinden Themen, die zu heikel sind (1)

19. Juli 2010, 15:30
M E D I E N G E S P R Ä C H
Wie entstehen eigentlich Nachrichten? [Ursula Pidun] Medien klären bestenfalls authentisch auf und formulieren komplexe Zusammenhänge verständlich. So werden mündige Leser in die Lage versetzt, eigene Schlüsse zu ziehen. Doch nicht selten ist die Welt der Medien geheimnisvoll, mysteriös und nebulös. Schlimmstenfalls verlieren sich in dieser Welt Fakten, Wesentliches wird bewusst verschwiegen und Brisantes regelrecht unterschlagen. Sie glauben, das kann nicht sein?

Dieser Frage ist auch Stefan Enderle nachgegangen. Der frisch gebackene Dipl.-Ing. Audiovisuelle Medien (FH) stolperte über immer mehr Themen, die in den traditionellen Massenmedien entweder keinerlei Erwähnung fanden oder relativ bedeutungslos und nur am Rande Notiz fanden. Als Enderle diese Problematik bei Freunden und Bekannten ansprechen wollte, war das Erstaunen groß. Denn überwiegend traf er auf die Meinung, dass nicht sein kann, was nicht sein darf. Sind also Meldungen nicht in den etablierten Medien aufgetaucht, dann ist scheinbar auch nichts dran, glaubt der überwiegende Teil der Befragten. So kam es zu der Idee, einen Film zu produzieren, der einen fundierten Einblick in die Welt der Medien gibt und eindringlich auf den direkten Einfluss der Medien auf das Weltbild und damit die Realität der Konsumenten hinweist. Denn letztendlich üben Medien einen erheblichen Einfluss auf unsere Demokratie aus. Enderles Anspruch: Der Film, der im Rahmen der Diplomarbeit zum Abschluss des Studiums „Audiovisuelle Medien“ an der Hochschule der Medien in Stuttgart Vaihingen entstand, soll zu mehr Skepsis ALLEN Medien gegenüber und zu mehr Eigeninitiative in der Informationsbeschaffung motivieren.

SPREERAUSCHEN.net möchte den Film, der von namhaften Persönlichkeiten aus der Medienwelt durch Anmerkungen, kritische Statements und überraschend offen dargelegte Fehlentwicklungen unterfüttert wurde, ausdrücklich empfehlen. Im 98-minütigen Film (zu sehen am Ende des zweiten Teils des Interviews) kommen Hans Leyendecker - Journalist und Leitender Redakteur der Süddeutschen, Dr. Siegfried Weischenberg - Professor für Journalistik und Kommunikationswissenschaft, Regine Naeckel - Leitende Redakteurin "Hintergrund", Bernd Malzanini - Leiter der Geschäftsstelle KEK Potsdam, Dr. Hans Mathias Kepplinger - Professor für empirische Kommunikationsforschung und Dr. Dr. h. c. Bernd Hamm - Professor emeritus Siedlungs- Umwelt- und Planungsosziologie ausführlich zu Wort. Vor dem Startschuss "Film ab", haben wir den Regisseur dieses Projekts getroffen. Ursula Pidun im Mediengespräch mit Stefan Enderle.

Stefan EnderleStefan Enderle, auf Ihrem Blog "kannnichtsein" schreiben Sie als Kommentar zu Ihrem Film unter anderem, dass die viel zu bunte Medienwelt Überraschungen bereithält. Und zwar jener Art, die wir zwar immer befürchtet haben, aber nie glaubten, sie könnten Realität sein. Was hat Sie bei den Recherchen hinsichtlich der Wirklichkeit unserer etablierten Medien am meisten erschreckt?

Ich denke die erschreckendste, obwohl wie bereits erwähnt, lange befürchtete Aussage war sicher die, dass es innerhalb der großen deutschen Medien tatsächlich so etwas wie "Giftschränke" gibt. In diesen Giftschränken verschwinden die Themen die den Verlegern und/oder Chefredaktionen zu heikel sind. Und das, obwohl es dabei oft genug um wichtige Themen geht, die uns alle betreffen und die Einstufung als "zu heikel" nicht selten sehr bizarr anmutet.
Das Vorenthalten solcher Informationen hinterlässt bei einem kritischen, politisch interessierten Bürger den Beigeschmack, dass man in wichtige entscheidungsbildende Prozesse nicht eingebunden wird. Getreu dem Motto "Was der Bürger (Wähler) nicht weiß, macht ihn nicht heiß."
Durch die Verstrickungen und Wechselbeziehungen zwischen den Medien und der Politik entsteht dann eben genau diese Wirklichkeit der etablierten Medien: Über gewisse Themen berichten die Medien nicht (oder nur sehr am Rande). Dadurch entsteht über diese Themen auch kein öffentlicher Diskurs. Dadurch wiederum wird jeder, der privat versucht mit seinen Mitbürgern über diese Themen zu sprechen, schief angeschaut... Denn wenn es wahr wäre, was derjenige einem da erzählt, dann hätte in den Medien ja schon darüber berichtet werden müssen. Ein Teufelskreis.

Zwischen Politik und Medien besteht eine wechselseitige, tiefe Abhängigkeit, die eigenartigerweise in weiten Teilen abgestritten wird. Für viele Politiker steht das persönliche Presse-Echo auf Rang 1 der Prioritätenliste, während nicht wenige Journalisten wenigstens am Katzentisch der Politik Platz nehmen möchten. Glauben Sie, diese Schleimspuren sind eher breiter und glitschiger geworden, so dass es immer schwieriger wird, authentischen Journalismus durchzusetzen?

Nun, dass diese Abhängigkeit abgestritten wird liegt in der Natur der Sache. Journalismus muss unabhängig sein, sonst kann ihm aufdoktriniert werden worüber er berichten darf und worüber nicht. Nur, heutzutage begnügt sich der Durchschnitts-Rezipient offensichtlich auch schon mit dem Schein der Unabhängigkeit und zumindest der muss gewahrt werden.
Solange dieser Schein also gewahrt werden kann und sich die Medienkonsumenten in diesem Lande, also wir alle, sich über die Zusammenhänge zwischen den Verbindungen von Politik, Medien und dem Funktionieren unserer demokratischen Gesellschaft keine Gedanken machen, solange wird diese "Schleimspur" wohl tatsächlich noch breiter und glitschiger werden als sie ohnehin schon ist.
Die Folgen für investigativen, authentischen Journalismus liegen auf der Hand: Ein Journalist der einmal einen Politiker für Verfehlungen "an den Pranger gestellt hat", an dessen Katzentisch er noch vor kurzem saß, wird nicht mehr allzu schnell erneut in diesen (zweifelhaften) Genuss bei einem anderen Politiker kommen. "Man beißt nicht in die Hand die einen (mit Informationen) füttert." Begibt sich ein Journalist in eine solche Abhängigkeit, beispielsweise Vorab-Informationen oder Hintergrundgespräche im Gegenzug für eine freundliche Berichterstattung zu erhalten, wird er sich wohl zweimal überlegen, ob er eine negative Geschichte über diesen Politiker bringt. Gleiches gilt natürlich für Absprachen mit Konzernchefs, Vorständen, sprich alle anderen Berufsgruppen mit Macht und Einfluss.

Der Leser wird aktuell deutlich mehr gefordert, als es zu Zeiten ohne Informationstechnologien der Fall war. Er bekommt zwar nach wie vor Vorgekautes, aber auch Informationen neuer Medien, die viel kritischer agieren und die Schlussfolgerungen deutlicher dem Leser überlassen. Hier in der BRD sind das bisher oftmals "nur" Nischenangebote. Doch stimmen Sie zu, wenn ich behaupte, dass sich "etablierte" Medien, aber auch die Politik noch gar nicht im Klaren darüber sind, welche Kraft da auf sie zukommt?

Dem würde ich nicht nur zustimmen, das würde ich sogar dreimal dick unterstreichen und unterschreiben. Es wird sicher noch eine Weile dauern bis das auf wirklich hohem, effektivem Niveau passiert, dürfte den Verantwortlichen in den "alten Medien" aber sicher schon heute einen unterbewussten Schauer über den Rücken jagen. Und nicht nur denen. Auch die Damen und Herren der Politik werden es dann sicher nicht mehr ganz so einfach haben unliebsame Wahrheiten unter den Teppich zu kehren..Es passiert schon jetzt sehr, sehr viel in den neuen Medien, es muss nur noch in das öffentliche Bewusstsein, den öffentlichen Diskurs hinüberschwappen.

Das Internet wurde ja nicht erfunden, damit einzelne Medien dominant das Sagen haben. Ganz im Gegenteil...

Genau, denn welche Auswirkungen hat es denn bisher noch, dass der moderne Medienkonsument sich heutzutage aus einer so großen Fülle an Informationsquellen bedienen kann. Wie Prof. Dr. Kepplinger im Film schon erklärt, nutzen die meisten Menschen das Internet heute noch nicht so intensiv zur politischen Informationsbeschaffung wie man es vielleicht vermuten könnte, wenn man sich selbst sehr viel mit diesem Medium beschäftigt. Laut einer Allensbach-Studie aus dem Jahr 2009 *(1) mit dem Titel "Wie häufig informieren Sie sich im Internet über aktuelle Nachrichten zur Politik?" sagten 36 Prozent der befragten "nie" und nur 17 Prozent "häufiger/regelmäßig". Laut einer Statistik aus dem selben Jahr *(2), mit dem Titel "Zeitungen, Magazine und Internetseiten, die als glaubwürdig eingeschätzt werden" (Quelle: MHMK), finden sich auf den ersten drei Plätzen der Internetseiten die Webauftritte von "Spiegel Online", "Focus Online" und "Zeit Online", in dieser Reihenfolge. Also die Internetpräsenzen gerade der Printmedien die ohnehin schon als etabliert gelten.

Die Akzeptanz neuer Medien im Gesamtangebot geht linear einher mit einer wesentlich stärker ausgeprägten Medienkomptenz der Leser?

Für viele ist das Internet bisher ja noch eher ein tolles "neues" Medium, mit dem man Produkte ersteigern oder eventuell billiger einkaufen kann. Man kann alte und neue Freunde finden, chatten, emails schreiben, twittern, Buchrezensionen durchstöbern und was nicht noch alles. Aber wenn es um politische Informationen geht, verlässt sich ein Großteil der Gesellschaft noch auf die traditionellen Medien oder deren Seiten im Internet. Und das liegt zu einem nicht unerheblichen Teil sicher auch an der bösen Vorahnung, die die etablierten Medien langsam aber sicher beschleichen muss. Schließlich ist es bestimmt kein Zufall, dass es in eben diesen Medien, wenn es um das Thema "Internet" geht, plötzlich überall von Pädophilen, Abzockern, "Verschwörungstheoretikern" und Terroristen nur so wimmelt. Nur auf den eigenen Seiten, dort bekommt der Zuschauer/Leser noch wirklich seriöse Nachrichten und Informationen.
Wie lange sie sich mit dieser paranoiden Rhetorik jedoch noch halbwegs über Wasser halten können, ist allerdings eine andere Frage. Schon heute herrscht im Internet der allgemeine Konsens, dass man sich digital weitaus tiefgehender und akribischer informieren und Zusammenhänge verstehen kann, als es über die traditionellen Medien je möglich wäre.

Medienkompetenz bedeutet für den Leser vor allem ja auch, wesentlich kritischer zu sein. Das ist aber bekanntlich unbequem.

Besonders auch für das Internet gilt es, lieber einmal zuviel skeptisch zu sein und sich mehrerer Quellen zu bedienen als einmal zu wenig. Aber hier ist das immerhin auch wesentlich einfacher machbar. Denn das Thema "Medienkonzentration" ist auch kein besonders heiß diskutiertes. Wer weiß denn schon wem welche Zeitung, welcher Fernseh- und/oder welcher Radiosender gehört und inwieweit auch hier die Verstrickungen und Überlagerungen ausgewuchert sind? Auch darüber kann man sich im Internet schlau machen, aber wer macht das schon? Mittlerweile immer mehr, denn das Interesse an diesem Thema nimmt in der Bevölkerung scheinbar stetig zu, zumindest ist das der Eindruck den man gewinnen kann, verfolgt man die Diskussionen in manchen Foren und Kommentarlisten. Und das ist genau die Kraft die Sie vorhin angesprochen haben die da auf die etablierten Medien zukommt. Die Kraft der Masse. Die Kraft der kritischen Masse um genau zu sein. Noch hält sich diese Kraft im Rahmen, wobei man sagen muss, dass der Erfolg der "Piratenpartei" bei den Bundestagswahlen im vergangenen Jahr bereits einen deutlichen Eindruck von dem vermittelt hat, was mit dem Medium Internet -schon jetzt- machbar ist. Diese Kraft wird mit steigender Zahl der Medienkonsumenten, die sich von den traditionellen Medien abwenden, stärker und stärker und letztendlich auch kreativer werden. Erst heute fand eine Art "digitaler Flashmob" statt. Der Effekt war noch recht mäßig. Aber er bietet einen Ausblick auf die Zukunft: wenn die "neuen Medien" sich gemeinsam beispielsweise um die Aufklärung bezüglich der Themen, die für den traditionellen Mediennutzer noch in den bereits genannten Giftschränken lagern, bemühen und diese Themen in konzertierten Aktionen an die digitale Öffentlichkeit bringen werden.

Es gibt eine Vielzahl, wunderbarer Beispiele neuer Medien, die jetzt schon Erfolgsgeschichte schreiben. Dazu zählt beispielsweise auch das BildBlog, damals von Stefan Niggemeier gegründet, jetzt weitergeführt von Lukas Heinser & Co. oder auch Albrecht Müllers Nachdenkseiten.

Oh ja, es gibt mittlerweile jede Menge wirklich ernstzunehmender neue Medien, die sich mit allen möglichen Bereichen des täglichen Lebens sowohl national, aber auch international sehr intensiv und fundiert auseinandersetzen. Und es werden immer mehr.
Viele dieser Seiten, wie auch der von Ihnen genannte Bildblog und die Nachdenkseiten, beschäftigen sich auch ausgiebig mit den Auswüchsen und Verfehlungen der traditionellen Medien und brauchen sich dabei um neues Themenmaterial sicherlich keine Sorgen zu machen. Denn bisher ist bei diesen ja noch kein Sinneswandel festzustellen. Die Grundidee der neuen Medien basiert auf freiem Informationsaustausch und gegenseitiger Unterstützung, quasi der Vernetzung von Wissen und Ideen.

Während das Beispiel BildBlog auf die einzigartige Mischung von Schlagzeilenaufbereitung, Aufklärung und Kritik gepaart mit Unterhaltung der Abteilung Realsatire setzt, zieht Albrecht Müller mit den Nachdenkseiten inhaltlich mittels oftmals schwerer Geschütze massenhaft User an. Hinter solchen Blogs steckt extrem viel Engagement, das irgendwann einmal auch entsprechend honoriert werden muss.

Es steckt in der Tat jede Menge "Fleißarbeit" dahinter, denn diese Artikel schreiben sich ja nicht "von allein" respektive "kommen bei uns ja nicht aus dem Ticker" und werden dann leicht abgeändert und doch nahezu 1:1 weiterverbreitet. Das ist ja das schöne an den neuen Medien: Da wird nicht nur von Nachrichtenagenturen eine Story gekauft, sondern durch das Netzwerk an Nutzern werden diese Storys analysiert, mit anderen, oft internationalen Nachrichten verglichen, überprüft –nicht selten korrigiert- und erst dann an den Leser weitergegeben und zur Diskussion gestellt. Daraufhin entwickeln sich dann meist sehr interessante Dialoge in der Kommentarliste oder in Foren, in denen wiederum jeder Nutzer noch weiterführende Links angeben, Artikel empfehlen und auf themenverwandte Dokumentationen verweisen kann.

Aber das Zusammentragen dieser Informationen, das Untertiteln von Videos oder das Übersetzen von Artikeln die es bisher nur im englischen Original gibt, das Suchen, Finden, durch andere Quellen bestätigen, Editieren, Konvertieren, Schreiben und letztlich das Online stellen kostet oft viel Zeit. Da stellt sich zwangsläufig die Frage nach dem Nutzen beziehungsweise wie diese Arbeit honoriert werden soll.

Teil II:
Die Verflechtungen zwischen großen Medienkonzernen und der Politik haben überhand genommen (2)
(Kommentierung unter Teil II möglich!)

Quellenangaben Statistiken:
*(1): „Wie häufig informieren Sie sich im Internet über aktuelle Nachrichten zur Politik?“
(Nicht mehr abrufbar. Die Quelle liegt der Redaktion jedoch vor)

*(2): "Zeitungen, Magazine und Internetseiten, die als glaubwürdig eingeschätzt werden"
(Quelle ist mittlerweile kostenpflichtig, liegt der Redaktion jedoch vor)

*(4): Teil einer Prophezeiung des kanadischen Stammes der Cree:
"Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werden die Menschen feststellen, dass man Geld nicht essen kann."

Verweise: Ackermann-Renditen für Verlage, Hartz IV für Journalisten und Redakteure
Zukunft der Medien: Zurück zum "Sturmgeschütz der Demokratie"
Montgomery und das Wolkensystem der Netzeitung
Montgomerys neue Schäfchen im System
Rupert Murdoch – Der Retter des unabhängigen Qualitätsjournalismus?
Rupert Murdoch – Citizen Kane in der Ära der Globalisierung
Die ZEIT und das Jammern über das Sterben der Printmedien
Bürgerjournalismus als Totengräber der Tageszeitungen?
Dr. Malte Olschewski: Die modernen Medien sind Manichäer
Jörges Kritik zum Bürgerjournalismus: Ich mach's mal wie "Post von Wagner"
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Der frisch ge-
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Dr. Rüdiger Frank

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Der Botschafter a. D. war zu Beginn seiner diplomatischen Karriere drei Jahre in Afghani-
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Dirk Niebel (FDP)

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Dr. Hermann Bühlbecker

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nehmer steht seit 1977 an der Spitze des Unternehmens Lambertz in Aachen. Im Interview spricht er über Standorte, Verantwortung und den Wert guter Beziehungen.

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