Aktuell

View from Liberty's crown

Frank Schäffler (FDP)

Der Bundestags-
abgeordnete und "Euro-Rebell" erklärt im Interview, dass die Schulden-
schirmpolitik den Euro zerstört, Europa spalten wird und schließlich das Sparvermögen aller vernichtet.

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Prof. Dr. Franz Hörmann

Der Univ.Prof. im Institut für Unterneh-
mensrechnung an der Wirtschafts-
universität Wien glaubt, dass es ein "systemisches Betrugsmodell einer Institution gebe, der in unserem Wirtschaftssystem das Monopol zur Geldschöpfung über Kredite eingeräumt wird".

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Sebastian Nerz (Piraten)

Die Piraten sind klar zum Ändern. Der Bundes-
vorsitzende der Piratenpartei Sebastian Nerz spricht in unserem Interview über Zukunftspläne, Ideologien und Visionen dieser noch sehr jungen Partei.

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Wolfgang Bosbach (CDU)

Der Bundestags
abgeordnete und Vorsit-
zende des Innen-
ausschusses des Deutschen Bundestages wird im Parla-
ment gegen die Erweiterung des EU-Rettungs-
schirms stimmen. Wir haben ihn nach den Gründen befragt.

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Prof. Dr. Uwe Kamenz

Früher oder später fliegt jedes Plagiat auf, glaubt Professor Kamenz von der FH-Dortmund. Unter Einsatz eines Fujitsu Scanners will er helfen, die Wahrheit schneller ans Licht zu bringen. Politiker zeigen sich wenig begeistert.

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Uwe Schummer (CDU)

Der Bundestags-
abgeordnete möchte "Hartz IV" abschaffen. Die Agenda 2010 sei abgearbeitet, glaubt er und verrät im Interview, was er stattdessen für richtig hält: Eine Agenda 2015 soll es nun richten!

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Michael Martens

Der FAZ-Redak-
teur spricht in unserem Inter-
view über das breite mediale Interesse zu der seltsamen Publi-
kation der Daniela Matijevic, die im Kosovo "knietief in Leichen stand". Dies, obwohl dort seit 1995 bis heute kein einziger deutscher Soldat bei Gefechten ums Leben gekommen ist.

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Dominic Schwickert

Der Politik-
berater spricht in unserem politischen Gespräch über "Strategiebera-
tung im Zen-
trum der Macht" und stellt seine diesbezüglich gerade erschienene Publikation vor.

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Dr. Jakob Sierig

Der Tübinger Geologe spricht im Interview über Sicherheit und Kosten-Nutzen zum Jahrhundert-
projekt "Stutt-
gart 21" und warnt vor nicht überschaubaren Folgekosten.

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Sebastian Knauer

Der SPIEGEL-Redakteur und Herausgeber der Publikation "Barschel - Die Akte" geriet 1987 auf dem Höhepunkt des Barschel-Skandals selbst in den Sumpf des Polit-Thrillers, als er den toten Politiker auffand.

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Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin (SPD)

Die SPD-
Politikerin und Rechtsanwältin ist Mitglied des Deutschen Bundestags und spricht in unserem Interview über Leiharbeit, Dumpinglöhne und weitere Schieflagen auf dem deutschen Arbeitsmarkt.

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Dieter Reicherter

Der ehemalige Richter war viele Jahre als Vorsitzender am Landge-
richt Stuttgart tätig und berichtet als Augenzeuge von gewalttätigen Übergriffen der Polizei bei einer Demo zum Projekt "Stuttgart 21".

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Dr. Gregor Gysi (PDL)

Der Fraktions-
vorsitzende im Deutschen Bundestag spricht über die Gründe der weiter um sich greifenden Politikverdrossenheit und erklärt, was er sich für seine Partei in der Zukunft wünscht.

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Wolfgang Grupp, Trigema

Der schwäbische Unternehmer spricht über Globalisierung, Exportwelt-
meister, Hoch-
lohnland Deutschland, Ethik, persönliche Haftungen und erfolgreiche Unternehmensführung.

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Omid Nouripour (Grüne)

Der Verteidi-
gungssexperte von Bündis 90/Die Grünen erklärt, warum ein schneller Abzug aus Afghanistan nicht möglich ist und was es mit den von General McChrystal angekündigten Groß-Offensiven auf sich hat.

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Prof. Dr. M. Hartmann

Sind Hartz IV-Empfänger Deutschlands Sozialschma-
rotzer oder verschleiern lautstarke populistische Parolen den Blick auf ganz andere Tatsachen?

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Omid Nouripour (Grüne)

Der Verteidungs-
Experte sieht viel Klärungsbedarf hinsichtlich des Luftangriffs im afghanischen Kundus. Ein Untersuchungs-
ausschuss soll nun klären, ob der Öffentlichkeit bewusst die Wahrheit vorenthalten wird.

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GEN - DEBATTE:
Gibt es ein Recht auf Dummheit?


SARRAZIN - Debakel


AFGHANISTAN - EINSATZ

HARTZ IV
Artikelsammlung zur größten Sozialreform in der Geschichte der Bundesrepublik

Arbeitsmarkt Deutschland:
Bankrotterklärung in einem der reichsten Länder der Welt

Prof. Dr. Ch. Broelsch

Die Staatsan-
waltschaft wirft dem Transplan-
tationschirurgen Betrug, Nötigung und Vorteilsge-
währung vor. Broelsch soll Patienten systematisch zu Spendenzahlungen erpresst haben. Wir haben nachgefragt.

Zum Interview    



Graf von Faber-Castell

Der Top-
manager und Vorstands-
vorsitzende der Faber-Castell AG in Stein äußert sich im Interview zu Tradition und Fortschritt, unternehmerische Verantwortung und Nachwuchsförderung.

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Domenika Ahlrichs

Im Gespräch mit der derzeitigen Chefredakteurin der NETZEITUNG, die zum Jahres-
ende 2009 den redaktionellen Betrieb einstellt. Damit soll der Weg für ein automatisiertes Nachrichtenportal geebnet werden.

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Dr. Michael Maier

Der ehemalige Chefredakteur der NETZEITUNG ist sich sicher: Das Ende der Netzeitung ist auch ein Menetekel für die Branche.

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Dr. Hermann Otto Solms

Der Vizepräsi-
dent des Deut-
schen Bundes-
tages hat in den vergangenen Jahren ein Gesamtkonzept zur Reform der direkten Steuern entwickelt. Wir haben mit ihm darüber gesprochen.

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Parlamentsfernsehen



DER MADOFF-SKANDAL

Banken-FLOP des Jahrzehnts:

Hypo Alpe Adria und
der Fall BayernLB

Prozess im Fokus:

Prof. Dr. Christian Broelsch
Ein Star-Chirurg auf der Anklagebank

DIE FINANZKRISE

Jens Seipenbusch

Der Vorstands-
vorsitzende der schnell wachsen-
den Piratenpartei in Deutschland spricht über Bürgerrechte im digitalen Zeitalter und mehr Transparenz in Politik und Behörden.

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Gerd Heidemann

Mehrteiliges Interview mit dem Ex-"Stern"-
Reporter und ehemaligen Kriegsbericht-
erstatter Gerd Heidemann, dessen Karriere mit dem Medien-Flop um die gefäl-
schten Hitler-Tagebücher ein jähes Ende fand.

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Prof. Dr. C. Pestalozza
Prof. Dr. C. G. Paulus

FU Berlin und Humboldt-Universität zu Berlin beantworten Fragen zum Finanzmarktstabili-
sierungsgesetz

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Arbeitsmarkt Deutschland: Bankrotterklärung in einem der reichsten Länder der Welt

28. Februar 2010, 16:35
arge1[Ursula Pidun] Es kommt einer Bankrotterklärung in einem der reichsten Länder der Welt gleich, wenn Menschen arbeiten und das erbärmlich niedrige Einkommen am Ende des Monats noch zu einem Einkommen auf unterstem Niveau aufgestockt werden muss. Ebenfalls eine Bankrotterklärung ist es, wenn Arbeitssuchenden anständige Arbeit mit angemessener Bezahlung gezielt vorenthalten wird. Zu Gunsten prekärer Arbeitsverhältnisse im Dumpinglohnbereich oder entwertet als "Ein-Euro-Jobber" ohne ordentlichen Arbeitsvertrag stehen sie wie Schuldige am Pranger der Gesellschaft. Einer, der es derzeit besonders auf die Spitze treibt, ist der Populist und CDU-Politiker Roland Koch. Als "Element der Abschreckung" will er nun die Arbeitspflicht durchsetzen. Eine Maßnahme, die es schon lange gibt.

Medien schüren einen Klassenkampf
Vor fünf Jahren trat die Agenda 2010 in Kraft, eine bis heute stark umstrittene Sozialreform, die vor allem auch den deutschen Arbeitsmarkt komplett umkrempelte. Eine Flut populistischer Artikel und Kommentare vermeintlich sachkundiger Politiker, Journalisten und jede Menge anderweitiger "Experten" begleiten uns seither unaufhörlich und singen Loblieder auf eine Agenda der Armut, die ihresgleichen sucht. Innerhalb der Medien betätigt sich besonders das auflagenstärkste Boulevardblatt Deutschlands mit medienwirksamen Schlagzeilen und analysiert Betroffene dieser größten Sozialreform seit dem Zweiten Weltkrieg messerscharf und mit markigen Worten. Auch andere Medien gehen nicht gerade zimperlich vor, wenn es darum geht, den Finger in die tiefe Wunde "Hartz IV" zu legen. Doch ganz gleich, ob Helden oder Faulenzer Opfer dieser Reformen werden, angezweifelt oder zumindest sachlich kritisiert wird dieses sozialpolitische Monster des 21. Jahrhunderts von solchen Medien nur äußerst selten. Im Gegenteil, viele Journallien und Zeitungen heizen seit Jahr und Tag eine brandgefährliche Stimmung gegen ALGII-Bezieher an und schüren damit bewusst ein unerträgliches Klima der Schuldzuweisungen im Lande.

Betroffene werden dabei nicht selten als Sozialschmarotzer, Dummköpfe und ungebildete Schichten betitelt und als abgehängtes Prekariat in eine neue Unterschicht entlassen, von der vor Jahren niemand ahnte, dass sie sich hierzulande so schnell bilden könnte. Entgegen anderslautender Bekundungen der Hartz IV-Architekten und deren treue Anhängerschaft macht die Abwärtspirale allerdings keineswegs vor den Qualifizierten und Bildungsbürgern halt. Akademiker aus vielen Fachbereichen dümpeln inzwischen im Niedriglohnbereich vor sich hin und der Wissenschaftsnachwuchs hüpft von einem unbezahlten Praktikum zum nächsten. Auch Verlage nutzen inzwischen alle Möglichkeiten der allzu leichtfertig und hastig zur Verfügung gestellten Instrumente, die dann auch hier zu desaströsen Arbeitsmarktbedingungen führen. So wurden Journalisten und Redakteure bereits rudelweise entlassen und einzelne "Glückspilze " unter ihnen dürfen sich glücklich schätzen, wenn sie sich – dann jedoch weit unter Tarif entlohnt - als Zeitarbeiter auf gleichem Posten wiederfinden. Eigene Verlags-Zeitarbeitsunternehmen sorgen für solche Zustände am Arbeitsmarkt und beschäftigen ihre Mitarbeiter zu miserablen Konditionen. Eine geradezu perverse Entwicklung in einer Branche, die einst als vierte Macht und Säule der Demokratie unerlässlich darauf achtete, Missstände und Fehlentwicklungen deutlich beim Namen zu nennen.

Angst vor Imageverlust blockiert Kehrtwendung
Dankbar gehen so manche Medienvertreter, die schnell die eigenen Vorteile aus den Arbeitsmarktreformen ausmachten, auf Schmusekurs und die wenigen hochbezahlten Vertreter de einstmals kritischen Zunft betätigen sich nicht selten als direktes Sprachrohr der politisch Verantwortlichen. Jenen Volksvertretern also, die bisher keinerlei Zusammenhang zwischen falsch gestellten politischen Weichen, unseriösen und einseitig lobbyistisch geprägten Rahmenbedingungen sowie den katastrophalen Folgen sowohl für den Arbeitsmarkt selbst, als auch für Millionen Betroffene sehen. Sie stellen seit Jahr und Tag einen eklatanten Mangel an Neutralität in der politischen Arbeit unter Beweis. Zudem hängen viele Volksvertreter allein deshalb an der in weiten Teilen völlig desolaten Arbeitsmarktreform mit ihren weitreichenden, volkswirtschaftlich äußerst schädlichen und gefährlichen Auswirkungen, weil sie ein Eingeständnis des eigenen Versagens nicht gegenüber treten wollen. Es könnte der politischen Karriere und dem vermeintlich guten Ruf zum Schaden gereichen und den Eintrag im Geschichtsbuch verdüstern. Wohl wahr, das könnte es! Doch an die vielen Schicksale jener Menschen, die in den vergangenen Jahren unter dem Deckmantel der Schlagwörter "Globalisierung", "mangelnde Bildung" und "Faulheit" in die Armut reformiert wurden, wird dabei in diesen Kreisen wohl kaum gedacht. Deren Erspartes inklusive Altersversorgung gingen bereits den Bach herunter. Sie stehen vor dem Scherbenhaufen ihres Lebens und sehen sich zusätzlich vielfältigen Schuldzuweisungen ausgesetzt. Eine dringend erforderliche Lobby, die dieser Klientel zur Seite steht, gibt es nicht oder nur sehr unzulänglich. Solidarität und gesellschaftlichen Zusammenhalt suchen Betroffene oftmals vergebens.

Zynisch, abwertend und diskriminierend
Dabei ist jedermann inzwischen klar, dass nicht nur vermeintlich Ungebildete in die Mühlen der Arbeitsmarktreformen geraten können. Denn ein gesunder, den Regeln einer sozialen Marktwirtschaft folgender Arbeitsmarkt, wurde in den vergangen Jahren angesichts vielfältiger Instrumente, die in die Reformen eingebaut wurden, systematisch zu Grunde gerichtet. Um einen Weg aus den daraus resultierenden immensen Schäden für unsere Volkswirtschaft und Sozialkassen zu finden, müsste es zu einer schonungslosen Bilanz besonders jener kommen, die wider aller Vernunft noch immer glauben, mit den Hartz-Gesetzen umfassend Gutes getan zu haben. Sie aber verteidigen das Desaster nach wie vor mit Händen und Füßen. Und sie präsentieren sich auf jeder medialen Plattform, die ihnen gewährt wird, um auch weiterhin die in weiten Teilen zynischen und diskriminierenden Werturteile unter das Volk zu bringen. Einer dieser „Hardliner“ ist Hessens Koch. Erst am Wochenende setzte er sich erneut in Szene und fordert für Menschen, die händeringend nach Arbeit suchen, einen Arbeitsdienst. "Es könne kein funktionierendes Arbeitslosenhilfesystem geben, das nicht auch ein Element von Abschreckung enthält" glaubt Koch und outet sich damit als einer der vielen Politiker, die von der eigenen Schuld der Betroffenen zutiefst überzeugt sind.

Unangemessene Politiker-Show
Allerdings wollte sich hier ein Politiker, der das Glück hatte, von seiner Partei in gut bezahlte Ämter gehievt zu werden, eher erneut ins Gedächtnis der Menschen zurückrufen und gleichzeitig ordentlich profilieren. Immerhin ist die Annahme gemeinnütziger Arbeit im Sinne der unsäglichen Ein-Euro-Jobs seit Beginn der Reformen Bestandteil der Gesetze und wurde so massenhaft praktiziert, dass sich daraus ein eigenständiger Wirtschaftszweig in Sachen Armut bilden konnte. Zusammen mit den unzähligen Firmen, die Arbeitslose angeblich qualifiziert weiterbilden, schossen Unternehmen wie Pilze aus dem Boden, deren Umsätze allein aus Geschäften mit der Armut generiert werden. Die Segnungen der Arbeitsagentur inbegriffen. Das weiß natürlich auch ein Roland Koch und so ging es ihm wohl lediglich darum, die inzwischen tiefen gesellschaftlichen Gräben noch weiter zu verstärken und eine bestimmte Klientel kräftig weiter zu bedienen, die von solchen primitiven Abläufen erheblich profitiert. Offensichtlich neigen Politiker hierzulande dazu, vor dem Hintergrund des Themas Hartz IV zu philosophieren, ohne sich über die Konsequenzen ihrer oftmals unqualifizierten Aussagen auch nur annähernd bewusst zu sein. Halb- und Unwissen werden hier zu sozialen Sprengsätzen. Dieser Entwicklung muss dringend Einhalt geboten werden.

Angstmacher Hartz IV
Fakt ist, dass wir es - wie schon seit Jahrzehnten - mit etwa 200.000 Arbeitslosen zu tun haben, die tatsächlich nichts an ihrer Lage verändern wollen. Jenseits dieses harten Kerns suchen Menschen nach einer Perspektive und bemühen sich mit zumeist großen Kraftanstrengungen und viel Einsatz, auf diesem durchaus als windig zu bezeichnenden Arbeitsmarkt irgendein Auskommen zu finden. Die Menschen wollen einen halbwegs funktionsfähigen Arbeitsmarkt mit seriösen Konditionen vorfinden. Doch allenfalls stoßen sie auf Leiharbeitsfirmen, die mit der Ware Mensch gerne und keinesfalls nur in seltenen Fällen unverdiente Profite einfahren. Politisch abgesegnet wurde dies schon vor Jahren. Geändert wurde bis heute nichts. Stattdessen werden Betroffene unter dem beschönigenden Ausdruck der "Betreuung" fremdbestimmt, bevormundet und wie Schulkinder sanktioniert. Schließlich sollen Schuldzuweisungen von den schwerwiegenden politischen Fehlleistungen ablenken und mit populistischen Sprüchen à la Koch die Existenzängste der Menschen noch gesteigert werden. Angst macht ohnmächtig und hat in einer Demokratie so wenig zu suchen, wie Volksvertreter als Angstmacher in der Politik.

Geistige und moralische Brandstifter des Landes
Unser Land benötigt Politiker, die Ideen haben und zu Lösungsstrategien befähigt sind und keinesfalls geistige, moralische und emotionale Brandstifter, die Fleiß und Einsatzbereitschaft der Mitmenschen diskreditieren und in Zweifel ziehen. Deutschland wurde sicher nicht deshalb zu einem der reichsten Länder der Welt, weil die Bevölkerung quer Beet dumm und ungebildet ist. Insofern ist auch die Penetranz zu beklagen, mit der Politiker den Menschen suggerieren, Arbeitslosigkeit sei vor allem die Folge ihrer mangelnden Bildung. Einkommensschwach ist nicht gleich sozial schwach. Doch beinahe jeder Politiker nutzt in Hinblick auf Hartz IV-Betroffene die Formulierung "sozial schwach" als deutliches Zeichen mangelnder Kompetenz oder als Hilfsmittel zur Schuldverschiebung. Dabei grenzt es bereits an Volksverhetzung, wenn durch äußerst miserable Rahmenbedingungen, Profitgier und Unfähigkeit vieler Manager in Hartz IV getriebene Menschen derart verunglimpft, beschämt und in die Postion des Selbstverschulders verbracht werden.

Ohne Charakter keine Bildung
Bildung und Fortbildung sind zweifelsfrei wichtige Bereiche. Doch in der derzeit völlig überzogen kommunizierten Form handelt es sich um ausgesprochen dumme Thesen. Ein Blick über den Tellerrand könnte uneinsichtigen Politikern dahingehend durchaus weiterhelfen. Einige skandinavische Länder müssen beispielsweise inzwischen Handwerker "importieren", weil sich die eigene Bevölkerung angesichts der Bildungsmaßnahmen der Vergangenheit nur noch zu höheren, geistigen Aufgaben berufen fühlt. Ohnedies ist es unsinnig zu glauben, vermeintlich einfache Tätigkeiten wären überflüssig. Der Dienstleistungsmarkt ist in der BRD ein Stiefkind und deren Erschließung könnte ungeahnte Ressourcen zutage fördern. Vorausgesetzt, solche Arbeiten finden endlich gebührende Anerkennung und werden nicht zum Ramsch-Angebot unter Mitwirkung von kommunalen Zwangsarbeitern. Schließlich hat Bildung nicht nur mit Quantität des Wissens zu tun. Fehlen Bildungseigenschaften wie etwa Anstand, Ehrlichkeit, Respekt und Fairness, dann nutzen auch keine Ausbildungs- und Fortbildungsmaßnahmen. Jene Banker und andere Unternehmer, die mit ihrem Fehlverhalten unser Land erst kürzlich in die schwerste Finanz- und Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg verbracht haben, stellen das eindeutig unter Beweis.

Spirale der Armut und Entzug der Freiheit
Während sich Wirtschaftsexperten, aber auch die neue Arbeitsministerin Ursula von der Leyen hinsichtlich der neuen Arbeitslosen-Propaganda noch etwas vorsichtig mit Worten wie etwa: "Menschen härter in die Pflicht nehmen" winden, tönt Unions-Fraktionschef Volker Kauder in das Kochsche Horn und verschleiert mit seiner favorisierten These eines verpflichtenden, kommunalen Arbeitseinsatzes die dahinterstehenden vielfältigen Fehlentscheidungen der Politik. Sie führten und führen dazu, dass Städte und Gemeinden sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse reduzieren und diese Lücken mit durch Druck und Zwang zu dieser Arbeit verpflichteten Harz IV- Empfängern stopfen. Der sächsische Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) äußert deutliche Worte zu Kochs Plänen zur Zwangsarbeit. "Nur weil die öffentliche Hand nicht bereit ist, diese Arbeitsleistung entsprechend zu bezahlen, können wir nicht Menschen zur Arbeit zwingen, die auf unsere Solidarität angewiesen sind. Das ist eine Frage des Anstands", kritisiert er und trifft damit mitten ins Schwarze.

Solche Arbeitseinsätze sind es auch, die zu Dumpinlöhnen führten und Leih- und Zeitarbeit erst zum äußerst beliebten - weil unterbezahlten - Ersatz für ansonsten legale und legitime Arbeitsverhältnisse erlauben konnten. Ein solches Prozedere ist unsozial und schädlich für die Volkswirtschaft, denn sie raubt der Bevölkerung im wahren Wortsinn Kaufkraft und den Arbeitnehmern und Bediensteten soziale Sicherheit. Beides führt am Ende zum Verlust der Freiheit der einzelnen Menschen, die aber ist unabdingbar in einer Demokratie. Solche Fehlentwicklungen führen in der Folge auf dem Arbeitsmarkt zu einem massiven Ausbau des Niedriglohnsektors und mangels definierter Lohnuntergrenze werden jegliche Mindestanforderungen umgangen. Deutschland benötigt daher keinesfalls eine verfassungswidrige Arbeitspflicht für Harz IV- Empfänger, sondern jenseits der unabdingbaren Lohnverhandlungen der Gewerkschaften eine untere Mindestgrenze für Einkommen, ab der verhandelt werden kann. Deutschland zählt zu den ganz wenigen Ländern der EU, in denen solche Mindestanforderungen auf dem Arbeitsmarkt gänzlich fehlen.

Gefährliches Spiel mit der Demokratie
Solange es derartige Defizite in unserem Land zu beklagen gibt und Politiker nicht mehr das Volk und die soziale Marktwirtschaft prioritär vertreten, wird der massive Arbeitsplatzabbau weitergehen. Vollzeitstellen werden - wenn überhaupt - durch Teilzeitstellen und Minijobs ersetzt und in Deutschland erwirtschaftete Gewinne am Ende im Ausland investiert. Der Binnenmarkt kommt immer weiter zum Erliegen, denn mehr als inzwischen 30 Millionen Armutsrentner, Geringverdiener, Minijobber, Arbeitslose und Hartz IV-Empfänger können jenseits des Grundbedarfs nicht konsumieren und fallen als Verbraucher weitgehend weg. Die Armutsspirale wird sich weiter und schneller drehen. Wirtschaft und Politik geben sich in den Medien die Klinke in die Hand, um den Raubbau über die ausgebeuteten und überwachten, ausgeforschten und weitgehend entmündigten Bürgern und deren weiteren sozialen Abstieg auch noch zu rechtfertigen.

Sachliche Kommunikation zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern mit ordentlichen Gehaltsverhandlungen auf Augenhöhe wird es kaum noch geben, denn nach "unten" herrscht keine Gleichberechtigung, wie sie in einer Demokratie zwingend notwendig ist. "Unten" finden sich nach den Koch/Kauder-Theorien Menschen zweiter Klasse wieder, denn hier herrschen Zwang und Druck. Dies wiederum sorgt für Minimaleinkommen und diese werden niemals dazu ausreichen, ohne Aufstockung überleben zu können. Armut, Abhängigkeit und Druck werden zur ausweglosen Spirale und findige Gruppen der Gesellschaft nutzen diese Abhängigkeit gnadenlos aus. Eine gefährliches Spiel mit der Demokratie und eine Machtprobe mit unserer Verfassung. Die aber klärt in Artikel 12 eindeutig, was auch für Volksvertreter verbindlich sein sollte:

Auszug aus Artikel 12 des Grundgesetzes:
  • (1) Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen. . .
  • (2) Niemand darf zu einer bestimmten Arbeit gezwungen werden, außer im Rahmen einer herkömmlichen allgemeinen, für alle gleichen öffentlichen Dienstleistungspflicht.
  • (3) Zwangsarbeit ist nur bei einer gerichtlich angeordneten Freiheitsentziehung zulässig.
Wer hätte gedacht, dass wir unsere Verfassung einmal so vehement verteidigen müssen. Verteidigen gegen jene, die mit großem Vertrauensvorschuss aus unserer Mitte heraus gewählt wurden, um die Interessen des Volkes zu vertreten. Ausgerechnet sie aber missbrauchen immer wieder unser Vertrauen und tragen großen Anteil daran, dass der Arbeitsmarkt in unserem reichen Deutschland zu einer Bankrotterklärung wurde. Dieser Prozess muss gestoppt werden. Entweder durch Einsicht der Verantwortlichen mit anschließender klarer Korrektur oder aber durch die rigorose Abwahl jener politischen Kräfte, die sich konsistent zeigen gegenüber Entwicklungen in unserer Demokratie, die eindeutig unerwünscht sind und das Wohl der Menschen torpedieren. Politiker müssen wesentlich stärker in die Pflicht genommen und an die Tragweite ihres Handels erinnert werden. Wer sich als Volksvertreter vom Volk abwendet, hat in diesen Ämtern absolut nichts mehr zu suchen.

Foto: © Dr. Klaus-Uwe Gerhardt/Pixelio.de
Verweise: bupPidun, Ursula
Koloss ohne Zukunft

Die Bundesagentur für Arbeit:
Ein deprimierendes Auslaufmodell

2005/120 Seiten

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Wir freuen uns über sachliche Kommentierungen. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren, insbesondere wenn sie ehrverletzende, beleidigende, rassistische sowie anderweitig strafrechtlich relevante Inhalte enthalten. Eine Korrespondenz hierzu seitens der Redaktion entfällt.

Die Wahrheit hat einen Namen.

E. Schlüter (Gast) - 18. Jan, 18:59
danke für den Artikel. Trifft komplett zu. Koch sollte zurücktreten. Er fällt oft auf, diesmal hat er es übertrieben.

schämen

Cyberspace001 (Gast) - 18. Jan, 19:07
so mancher Politiker, der in der Partei mit dem C für christlich die großen Reden schwingt, sollte sich schämen. Es macht schon tief betroffen, wenn man sich umschaut, was aus unserem Land geworden ist. Und Koch, der gehört vom Hof gejagt.

Koch

Becker, I. (Gast) - 18. Jan, 19:24
was macht der jetzt noch in der Politik? klar, er freut sich über den sicheren Arbeitsplatz und die dicken Zahlungen. Da lässt sich prima auf dem Volk rumtrampeln. Mir fehlen die Worte für das, was ich empfinde. Aber die Politik hat uns insgesamt verraten und verkauft.

es gibt sie noch

A. Meister/Bonn (Gast) - 18. Jan, 20:29
Jedenfalls gibt es sie noch, die Journalisten die mal Tacheles reden. Danke dafür, auch wenn es die Zustände nicht ad hoc ändern kann. Hoffentlich könnt ihr noch von irgendwas überleben, ihr arbeitet hier kostenfrei? Umso ehrlicher mein Respekt für euch und weiter so.

Was den Koch betrifft, da bleibt mir die Spucke weg. Eben sah ich einen neuen Artikel im Spiegel. Demnach schürt er weiter Gift und Galle gegen Hartz-IV-Leute. Er müsste normalerweise sofort abtreten, von allen Ämtern.

Gutsherrenart

waldmeister (Gast) - 18. Jan, 20:43
Diese Koch-Gutsherrenart sprengt alles. Was glaubt dieser Mensch denn? Kauder, auch ein Fall der Selbstüberschätzung. Wäre mal interessant, einen Psychologen zu befragen, wie es zu einer solche Selbstüberschätzung kommt. Manche Politiker wollen wohl auch bewusst zurück ins 19. Jahrhundert und favorisieren das Unter- und Obermenschen-Prinzip. Mit solchen Leuten die Zukunft gestalten zu wollen, wird natürlich abenteuerlich um nicht zu sagen: Das wird nix!

Wir müssen die Ursache der Arbeitslosigkeit angehen

packen wir an (Gast) - 18. Jan, 20:47
Wir müssen die Ursache der Arbeitslosigkeit angehen !
Das Problem der Arbeitslosigkeit wird uns in Zukunft immer stärker treffen. Spätestens in der nächste Krise werden wieder Arbeitsplätze wegfallen die nicht wieder aufgebaut werden können.

Das Problem wird nicht durch Änderungen in der Geldverteilung und Erhöhung des Drucks auf Arbeitslose gelöst (z.B. Agenda 2010, HarzIV)! Auch ist die massive Ausweitung des Billiglohnsektors und Stützung durch die Grundsicherung nicht der richtige Weg! Uns brechen die Einnahmen weg!
Also verschuldet uns die Regierung immer weiter. Die nächste große Kriese wird folgen. Irgendwann wird die massive Geldausweitung den Wert des EURO zusammenbrechen lassen. Spätestens dann ist auch die private Altersvorsorge und die geplante private Pflegeversicherung Bankrott.

Wir müssen jetzt handeln bevor unsere Wirtschaft und unser Sozialsystem zusammenbricht.

Die einzigste Lösung ist es die Ursache anzugehen.
Mehr dazu unter

http://www.arbeitslosigkeit-besiegen.de

Wir können die Arbeitslosigkeit besiegen, wenn wir die Ursache endlich angehen !

Weberknecht (Gast) - 18. Jan, 21:32
kann ich zu 100 % unterschreiben. Es sollte doch möglich sein, einen solchen Politiker in die Schranken zu weisen. Wegen der gehäuften Äußerungen in der Öffentlichkeit, die Menschen diskriminieren, sollte er aus dem Amt. Ob Ausländer oder Hartz IV, seine seltsamen Angriffe verschonen niemanden. So einer muss weg, ob er will oder nicht. Er schadet definitiv und wird auch aus Schaden nicht klug.

Schmied (Gast) - 18. Jan, 23:23
Es ist ja nichts dagegen einzuwenden, dass man eine Gegenleistung einfordert für Transferleistung. Das kann aber nicht über Zwangsarbeit geregelt werden. Wer arbeitet, hat ein recht auf anständige Konditionen, also einen angemessenen Stundenlohn oder ein ordentliches Monatsgehalt. Es müssen ausreichend Rentenbeiträge hierzu eingezahlt werden und einmal jährlich muss ein Urlaub möglich sein. 1 Euro-Jobber haben das alles nicht, obwohl sie arbeiten. Im Grunde weiß jeder, dass das nicht in Ordnung ist. Also beschuldigt man die Leute, sie wären schwer oder nicht vermittelbar. Wenn so etwas nicht verfassungswidrig ist, was dann? Das geht so nicht, denn allein die Anwesenheit ist ein gewisses Grundgeld wert, denn derjenige stellt seine Lebenszeit zur Verfügung. Das ganze System ist nicht koscher.

Beim Hessen-Koch

Wundertuete (Gast) - 19. Jan, 00:19
ist die Sicherung endgültig durchgebrannt. Wenn Merkel ihr Amt noch was wert ist, legt sie ihn spätestens jetzt auf Eis.

Rote Karte

Baumeister (Gast) - 19. Jan, 00:34
Rote Karte für Koch und alle die sich diesbezüglich unfair ihren Mitmenschen gegenüber verhalten. Kann man nicht durchgehen lassen, was Koch da sagt. Er ist unfähig für ein politisches Amt.

verspielt

Hamburger_Hafen (Gast) - 19. Jan, 10:34
Koch hat schon lange verspielt aber immer wider taucht er auf. Gehätschelt von seiner Partei ist das in der BRD nun mal möglich sonst wäre er längst vom Hof gejagt worden. Irgendwie muss das Wahlsystem mal reformiert werden damit des Volkes Wille auch wirklich zum Tragen kommt. Momentan wählen wir und wählen wir und wählen und am Ende kommt immer das Gegenteil von dem heraus,was wir wollten.

ist ja okay

der_auch_noch (Gast) - 19. Jan, 10:39
eine Gegenleistung einzufordern. Aber wohl nicht in Form von Zwangsarbeit. Es wäre schon gut, wenn wir erst einmal auf den gemeinsamen Nenner kommen, dass Arbeit gleich welcher Art bezahlt werden muss. Punkt!

Koch ist in jeder Beziehung ein untragbarer Politiker. Er kennt sich nicht einmal fachlich aus. In seiner letzten Attacke bezieht er sich auf Dänemark, wo angeblich alle Arbeitslosen Zwangsarbeiter sein sollen. Völliger Blödsinn, denn in DK gibt es eine tolle professionelle Beratung und den Einbezug der persönlichen Wünsche. Vor allem aber gibt es 100 Prozent des letzten Lohns als Arbeitslosengeld. Das verschluckt dieser Witzbold natürlich. Zwangsarbeit hingegen gibt es in Dänemark überhaupt nicht.

Ein toller, weil richtiger und wichtiger Artikel

Andreas (Gast) - 19. Jan, 11:33
Dieser Artikel bringt das Grundübel der "Reformen" der letzten Jahre treffsicher auf den Punkt. Die erschreckende Essenz findet sich im letzten Absatz:

"Wer hätte gedacht, dass wir unsere Verfassung einmal so vehement verteidigen müssen. Verteidigen gegen jene, die mit großem Vertrauensvorschuss aus unserer Mitte heraus gewählt wurden, um die Interessen des Volkes zu vertreten."

Die wahren Feinde unserer Demokratie und Verfassung sind keine Terroristen und keine Taliban. Es sind Teile unserer politischen und wirtschaftlichen "Elite", die längst zur propagandistischen Hatz geblasen haben gegen die angeblich Dummen und Faulen. Mal sehen, wie lange sich Mio. von Menschen noch erniedrigen, denunzieren und verleumden lassen.

Hartzog von Hartzegowina (Gast) - 19. Jan, 13:00

Nur Theaterdonner

Leute, das ist doch ein abgekartetes Spiel, das nach folgenden Regeln funktioniert:

Runde 1: Man schicke einen als reaktionären Volldeppen bekannten Strohmann vor, der gezielt alle Grenzen des Anstandes überschreiten kann, weil er das Zumutbarkeitsdatum schon lange überschritten hat und man von ihm sowieso nichts besseres erwartet. Man gebe ihm grünes Licht, seinen primitiv gestrickten Ansichten mal so richtig freien Lauf zu lassen.

Runde 2: Die dümmsten 10% Gesinnungsprekariat klatschen ihm offen Beifall, diejenigen, die ihre Nazigesinnung noch hinter einer bürgerlichen Fassade verstecken, tun scheinheilig entrüstet und merken subtil an, daß der Pionier der gesellschaftlichen Rebarbarisierung sich sicherlich zu weit vorgewagt und die falschen Worte benutzt habe, es die von ihm angepolterten Mißbrauchsfälle aber durchaus gäbe. (Daß seriöse Studien die reale Mißbrauchsquote, inklusive geschätzter Dunkelziffer auf ca. 2% beziffern, verschweige man dabei ebenso tunlichst, wie daß die Mitnahmementalität und Korruption unter der Politik/Wirtschaftsmischpoke weit höher als unter Arbeitslosen liegt und volkswirtschaftlich weitaus mehr Schaden anrichtet.)

Runde 3: Man warte, bis die erste Empörung über den vorgeschickten Trampel sich etwas gesetzt hat, halte das angesprochene Thema aber weiterhin am köcheln, und vertraue auf die Einfältigkeit und Obrigkeitshörigkeit des deutschen Michels („wenn ein Ministerpräsident so etwas sagt, wird wohl schon etwas dran sein...übrigens kennt der Freund meines Nachbarn einen Arbeitslosen, der einen Porsche fährt...“)

Runde 4: Nach einer gewissen Zeit erarbeite man ein Gesetz, das selbstverständlich nur „die wirklich bedürftigen Arbeitslosen vor den Parasiten schützen“ soll und zur besseren Unterscheidung erstmal alle Arbeitslosen pauschal in die Parasitenecke stellt... wer sich nicht dazu gehörig fühlt, soll sich halt durch besondere Untertänigkeit hervortun, schön devot vor den Hartzamtsschergen buckeln und vor allem ja nicht wagen, seine verfassungsrechtlich zugesicherten Grundrechte einzufordern... und verweise stets darauf, daß dieses Gesetz noch viel gemäßigter sei, als die völlig überzogenen Rüpeleien des Strohmannes es eigentlich vorsahen. (Also eine Übertragung des "Guter Bulle-Böser Bulle"- Psychotricks der Polizei auf die Politik).

Dieses Spiel wurde schon einmal nach diesen Regeln erfolgreich durchgezogen. Damals hieß der Strohmann Wolfgang Clement und kurze Zeit später folgte das Hartz IV-„Optimierungsgesetz“...

Koch`s Problem

Multimillionär (Gast) - 19. Jan, 12:11
Koch`s Probleme sind gewaltig. Sein größtes hat er mit sich selbst. In immer gleichen Abständen lässt er die unglaublichsten Diffamierungen veröffentlichen. Opfer sind immer die Gleichen: Imigranten und Arbeitssuchende. Dahinter ist Hass zu vermuten. Was allerdings wirklich wundert ist ja dass es nie zu Konsequenzen kommt. So ein Mann in den eigenen Reihen müsste doch sofort zurückgepfiffen werden. Das geschieht nicht, eher wird so jemand noch befördert. Ist das vielleicht sogar erwünscht um zu testen, wie weit man insgesamt gehen kann?

Spekulieren hilft nicht weiter, Konsequenzen schon. Weg mit Koch & Co und vor allem endlich Hand anlegen an die unsozialste Sozialreform, die je auf den Weg gebracht wurde.

hartz IV

adrenalin222 (Gast) - 19. Jan, 12:48
der Artikel beschreibt in der Tat das Grundproblem punktgenau. In dieser logisch zusammenfassenden Form habe ich es auch noch nirgendwo lesen können. Außerdem ist der Artikel ein Beispiel für mutigen Einsatz. Immer höflich und korrekt in den Formulierungen aber dennoch knallhart und ohne Wenn und Aber geht es an den Kern der Aussagen: Millionen Menschen werden zu Unrecht zutiefst diskriminiert und müssen für die Fehler anderer herhalten, die eigentlich an den Weichen stehen. Gefördert dagegen werden die Raffzähne der Nation. Abgesehen von den ethischen Einwänden gegen eine solche Politik: Keine Volkswirtschaft hält so etwas lange durch.

SO KANN UND DARF ES NICHT WEITERGEHEN!!!

Die Agenda 2010 wir sich in weiten Teilen

blau-auge (Gast) - 19. Jan, 12:52
als schlimmster politischer Fehler überhaupt herausstellen. das problem ist nur dass bis dahin schon unendlich viele leute komplett auf der Strecke geblieben sind. Das ganze war ein Versuch am lebenden objekt mit ungewissem Ausgang. Es ist ins Auge gegangen, haften muss dafür natürlich niemand sondern es gibt noch dicke Renten für die lieben Mitmenschen, die das auf auf Weg gebracht oder befürwotet haben.

es reicht schon lange (Gast) - 19. Jan, 15:15

Agenda 2010

wir benötigen einen Anwalt, der mit Hartz IV Empfängern diese Art Politiker verklagt!

1. - Verletzung perönlicher Grundrechte
2. - versuchte Entmündigung und Erpressung durch Drohungen
3. - Diskriminierung

zu 1.)
Politiker ermöglichen aus Eigennutz für Macht und Ansehen, event. auch Geld die Zerstörung von Arbeitsplätzen; ja sie fördern diese!

zu 2 und 3.)
durch diverse "Spezialisten" bei Ämtern entmündigt man die Menschen, spricht Ihnen den Verstand ab.
Durch Erpressung und Androhungen sowei Leistungskürzungen betreibt man Nötigung im großen Stil sowie die Verletzung der Menschenrechte. Der Diskiminierung durch viele Politiker muß endlich einhalt geboren werden.

Ferdy222 (Gast) - 19. Jan, 18:21
kürzlich las ich darüber, man wolle nun nach 5 jahren mal schauen, was bei den reformen vielleicht nicht so gelungen sei. daran erkennt jeder wie realtiätsfern unsere eigenen volksvertreter sind. abgesichert in ihrer ganz eigenen welt lassen sie ein solches projekt 5 ganze jahre einfach laufen. die vielen opfer an den straßenränder spielen keine groartige rolle. das ist nicht nur ein skandal es sind einfach katastrophale zustände.

ABSCHRECKUNG

rheinelbe (Gast) - 19. Jan, 22:55
Kochs Vorschläge sind grundgesetzwidrig und widersprechen dem Völkerrecht (Verbot der Zwangsarbeit). Sein Menschenbild ist abschreckend. Niemand kann sich mit Hartz IV ein angenehmes Leben machen. Vielleicht hängen wir zur Abschreckung riesige Roland Koch Plakate in allen Jobcentern auf, damit niemand mehr wagt, sich arbeitslos zu melden. Das könnte allerdings klappen ...

Mal im Ernst: Koch möchte sich nur in den medialen Vordergrund drängen.

props555 (Gast) - 19. Jan, 23:35

Koch wird es so ergehen wie Hartz

er muss sich irgendwann verstecken.

Wie sieht die Lösung aus?

Boris (Gast) - 20. Jan, 03:27
Dass der Koch polarisiert schein ja klar zu sein. Das das System im Argen liegt und die Ursachen beseitigt werden müssen, auch. Aber wie sieht den die Lösung aus, wenn wir heute etwas ändern wollen? Der Karren steckt schon sehr weit im Dreck. Wir können nicht nur wünschen wir wären auf einem anderen Weg unterwegs, sondern müssen uns Gedanken machen wie wir ganz praktisch dorthin kommen.

Lohnabstand

Brambauer (Gast) - 20. Jan, 10:45
ein Witz sind auch die ständigen Hinweise darauf, es würde ein Abstand von Hartz zum Lohn benötigt. Mit angemessenen Löhnen wäre das ja überhaupt kein Problem. Doch wird inzwischen Hartz IV insgesamt als angemessener und respektabler Lohn betrachtet. Wir sollten aber festhalten, dass es sich um ein absolutes Existenzminimum am untersten Einkommensrand handeln. Und nur, weil Millionen Menschen an diesen unerträglichen Rand gedrückt wurden, kann das ja nicht zum Normalzustand erklärt werden.

Arbeit

irmi_009 (Gast) - 20. Jan, 11:57
muss generell neu bewertet werden. Eine Mutter als arbeitslos oder faul zu bezeichnen oder auch Menschen, die Verwandte pflegen, ist abstrus. Selbst der, der um eine Arbeitsstelle kämpft, ist nicht arbeitslos. Wenn allerdings eine Klientelpolitik Arbeit immer weiter entwertet, damit Unternehmen möglichst billig wegkommen, dann ändert sich nie was. Außer die Regierungen, die ständig abgewählt werden bis es irgendwann endlich mal eine begreift, wo genau der Wurm drin sitzt und sich erinnert, dass Politik dem Volk verpflichtet ist.

wundern

morchel_inn (Gast) - 20. Jan, 19:58
wunderlich, dass erst jetzt jemand den Mumm in den Knochen hat und deutlichste Worte zu Hartz IV und der seit Jahren betriebenen Hetzkampagne ausspricht. Wenigstens gibt es noch solche mutigen Journalisten die sich trauen, auch mal gegen den Mainstream zu schreiben. Danke und Kompliment und weiter so!

gegenleistung nicht ohne seriöse verträge

desdrudelskern (Gast) - 20. Jan, 23:47
die heute im bundestag deutlich geforderte gegenleistung für hartzIV-empfänger müsste aber zumindest erst einmal auf eine solide und vor allem seriöse plattform gestellt werden.

es muss ein mindestlohn her, der gilt dann auch für die arbeitslosen,die egal welche arbeit sie aufnehmen dannals entlohnung dient.

jeder hartzIV-empfänger, der egal was arbeit, muss einen arbeitsvertrag mit mindeststandards sowie urlaubsanspruch erhalten.

arbeit muss grundsätzlich als arbeit gewertet werden. es gibt nur den ersten arbeitsmarkt, alle künstlich konstruierten weiteren arbeitsmärkte dienen nur der geschäftemacherei findiger dritter.

die betroffenen müssen sich aber auch selbst rühren und wehren. wer alles hinnimmt, muss sich nicht wundern, wenn er verheizt wird. bei arbeitsaufnahme - sei es auch 1euro-job - lohnt eine klage um einen arbeitsvertrag durchzusetzen. in der jetzigen form ist es verfassungswidrig weil zwangsarbeit ohne rechte aber erforderlich, um überleben zu können.

kuether (Gast) - 24. Jan, 00:35

auf den punkt gebracht

danke für diesen Beitrag. Ohne Mindestlohn geht nichts mehr!

Vetorecht

pippi-langstrumpf (Gast) - 21. Jan, 11:22
Wenn wir (das Volk) Politiker schon nicht selbst wählen könnnen, sollte es zumindest ein Vetorecht geben. So kann Druck gegen unerwünschte Politiker aufgebaut werden, die als Konsequenz ihres unrühmlichen Handels dann auch gehen müssen. Das sind Sanktionen, die auch Sinn machen.

koch legt nach

sekundarstufe123 (Gast) - 21. Jan, 23:39
unverschämt, was sich der Mann rausnimmt. Glaubt er sich siegessicher im Amt? Aus Hessen hört man nichts Gutes, seitdem er es sich wieder im Ministersessel bequem gemacht hat. Seine Uhr läuft ab, nur er merkt es als Einziger wohl noch nicht. Noch hält Merkel die Hand über ihn. Noch...!

Blauauge (Gast) - 22. Jan, 11:25
Zitat: "Unser Land benötigt Politiker, die Ideen haben und zu Lösungsstrategien befähigt sind und keinesfalls geistige, moralische und emotionale Brandstifter, die Fleiß und Einsatzbereitschaft der Mitmenschen diskreditieren und in Zweifel ziehen."

Exakt! Da nix anderes zu erwarten ist, wird die Schuld an der Misere den Betroffenen zugeschoben. Dabei ist die Formel ganz einfach: Arbeit ja, aber gegen Vertrag und seriöse Bezahlung! Ausnahmslos. In der Folge lösen sich auch alle weiteren Arbeitsmarktprobleme. Ohne diese Formel wird die Lage von Jahr zu Jahr schlimmer und er Soziale Friede steht ebenfalls auf dem Spiel.

Scheinwelt

Aspasia (Gast) - 22. Jan, 11:25
Was bedeutet Arbeit denn heutzutage? Arbeit bedeutet: Aufrechterhaltung eines Systems das sowieso dem Untergang geweiht ist! Viele Jobs die es heutzutage gibt, sind "ScheinJobs"... Sie wurden nur erfunden, um diese Scheinwelt in der wir leben noch eine Zeitlang länger zu erhalten. Wenn wird von heute auf morgen mal alle Jobs streichen würden, die in Wahrheit total überflüssig sind, dann wäre wahrscheinlich fast ganz Deutschland arbeitslos. Ein Beispiel: Menschen, die einen Sinn für Moral haben und in ihrer geistigen Entwicklung nicht stehengeblieben sind, essen kein Fleisch. Natürlich werden diese Menschen auch niemals in einer Fleischfabrik arbeiten, denn sie wissen: Wenn die ganze Bevölkerung eines von einem Moment zum anderen die Augen und Seelen öffnen würden, gäbe es keine Schlachthäuser mehr wo Tiere auf grausamste Weise hingerichtet werden und sehr viele "Arbeitsplätze" würden wegfallen...
Anderes Beispiel: Eine Firma kann nur bestehen, wenn sie Arbeiter hat, die die Arbeit in dieser Firma für sie erledigen. Auf deutsch: Ohne Arbeiter geht die Firma pleite... Die Firma ist abhängig von uns! Aber wir werden dazu erzogen, all diese Firmen mit "Sehr geehrte Damen und Herren" anzuschreiben und unser Leben diesen Firmen zu verschenken indem man uns weis macht, dass wir besonders "erfolgreich" sind, wenn wir 80 Stunden die Woche arbeiten, uns den Arsch aufreissen für Geld, das wir nicht ausgeben können, weil wir einfach keine Zeit dafür haben...
Kurz gesagt: Wir leben in einer Scheinwelt Leute und ein paar Politiker lenken das und wir sind so beschränkt und lassen uns alles gefallen und sind sogar noch stolz auf uns........... Denkt mal drüber nach. Ich freue mich schon, wenn dieses System von Macht und Gier und Ausbeutung endlich auseinanderfällt und wir endlich damit beginnen können, unser wertvolles Leben in Würde zu leben und zu geniessen anstatt nur ausgenutzt zu werden. DANN ERST FÄNGT UNSER LEBEN AN!

Forderung

McPomm (Gast) - 22. Jan, 17:59
Die Forderung aller , die aufgrund falscher Rahmenbedingungen und massiver Klientelbedienung sowie einer miserablen Wirtschaftspolitik am Rand der Gesellschaft stehen und gezwungen sind, Hartz IV zu beziehen muss heißen: Arbeit ja, aber nur mit Mindestlohn und normalen Arbeitsvertrag. Nur so verschwindet der Geruch der Ausbeutung, Diskriminierung und Entwürdigung und nur so ist es auch verfassungskonform. Anders kommen wir auch nicht aus der volskwirtschaftlichen Schieflage mit der wir seit ca. 10 Jahren bis hin zum existenziellen Bankrott zu kämpfen haben.

Koch kann nur polemisieren. zu ernsthaften politischen Lösungen ist er nicht fähig. Warum er als brillanter Denker gehandelt wird, muss noch näher erklärt werden.

Leistung muß sich lohnen

der Ossi (Gast) - 22. Jan, 18:30
es ist eine Bankrotterklärung an den staat wenn
arbeitslose nebenbei schwarz arbeiten oder vermeindlich unterbezahlte kollegen ihre wirklich erzielten einnahmen nicht angeben um zu hohe abgaben zu verhindern. es gibt genug die einen offiziellen stundenlohn von 3,50€ angeben aber in wirklichkeit 7 € oder mehr kassieren.diese "sittenwiedrigen"Löhne gehen dann natürlich in die statistiken ein...Merkt es denn keiner??Arbeitgeber und arbeitnehmer sparen da in schönster einigkeit abgaben und letztere kassieren dazu noch Harz 4.Klassenkämpfer,Gewerkschaftsmillionäre und andere fuzzis usw. sehen natürlich da den sozialen frieden gefährdet.das die leute die jeden tag arbeiten das ganze rad am drehen halten und trotzdem nur unwesentlich mehr raushaben als clevere arbeitslose...das ist natürlich kein skandal.diese ganzen geschichten gehen doch an der lebenswirklichkeit vieler leute vorbei.das ist eine bankrotterklärung und nichts anderes.

McPomm (Gast) - 22. Jan, 18:47

lohnen?

Sie sind ganz schön realitätsfremd. Das mag es geben, aber nicht in der Überzahl.

Die Diskussion kann man abkürzen. Wie ich oben schon geschrieben habe: Mindestlohn her und anständige Arbeitsverträge für jeden, der arbeitet, egal was. Es gibt nur einen Arbeitsmarkt, nämlich den ersten. Alle weiteren sind Tricksereien auf Kosten von Menschen, die ausgebeutet werden und sich nicht wehren können. Sogar Kirchen und Wohlfahrtsverbände beteiligen sich an diesem üblen Geschäftemachereien und tragen mit Heiligenschein vor, sie würden Gutes tun. Das ist unerträglich!

Wenn da sverboten wird, muss niemand trixen und alles geht wieder seinen normalen Gang. Aber Leute quasi in Haft nehmen ohne Verrtag und Urlaub beschäftigen und noch 500 Euro Kopfprämie kassieren - das schlägt dem Fass den Boden der Gier aus und geht in einer Demokratie nicht.

Arbeit muß sich lohnen

der Ossi (Gast) - 22. Jan, 19:11
Ich realitätsfremd?Ich denke das Sie realitätsfremd sind.Schwarzarbeit und Leistungsmissbrauch ist kein einzelfall.Die deutsche wirtschaft boomt aber sie boomt nur in der Schattenwirtschaft.Klar nach Ihnen sollten wir überall Mindestlöhne machen...Löhne rauf auf Kosten der Unternehmer und auf Kosten der Kunden quasie von uns allen...sprich alle deutschen Produkte werden teurer.Das hilft bestimmt.(-:was passiert?Jobauslagerung,noch mehr Produkte Made in Germany werden zu teuer...Cool.Gibt es eigentlich noch deutsche Produkte die in Germany gefertigt werden...Hifi,Computer,Auto,Merzedes,textilproduktion,Buchdruck, u.s.w.Wo sind eigentlich die Jobs vom Exportweltmeister deutschland---in tschechien,polen und in den anderen billiglohnländern werden die produziert und dann bekommen die in Germany den stempel "made in germany"...Cool.Löhne rauf-- wird also alle unsere Probleme lösen.Nicht der markt bestimmt die preise sondern die regierung.Hört sich verdammt nach Sozialismus an.Irgendwie hatten wir das schon mal... aber Leute wie Sie endecken gerade das Ei wieder neu.mir wird angst und bange wenn ich solche meinungen wie die Ihre höre.

McPomm (Gast) - 22. Jan, 21:21

Um Menschen auszupressen wie Zitronen

lassen sich immer Gründe finden. Die Menschen wollen Arbeiten, um Geld zu verdienen. Nur die Wenigsten sind sozial schwach und benötigen Ratschläge, wie sie ihren Alltag zu strukturieren haben. Was haben Sie denn für ein Menschenbild?

Die Politik trägt große Mitschuld daran, dass wir derartige Dumpinglöhne haben und auch eine solche hohe Arbeitslosigkeit. Dafür jetzt die Betroffenen zu bestrafen und zu diskriminieren, das geht wohl kaum. Politik muss Rahmenbedingungen schaffen, die auch für Arbeitnehmer erträglich sind. Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung diente einmal dazu, den Menschen, die ihre Arbeitskraft längerfristig und damit überschaubar zur Verfügung stellen, ausreichend und angemessen zu bezahlen, damit eine soziale Sicherung gegeben ist. Planbarkeit auf beiden Seiten. Nur so können in der Folge auch Familien begründet und Lebensplanungen in Angriff genommen werden. Heute werden Arbeitnehmer nicht selten skrupellos und auf das Abscheulichste ausgebeutet.

Lohnabstand kann nur gewonnen werden, wenn die Löhne endlich steigen. Das ist lange überfällig. Hartz IV ist schon ganz unten. Dass es Löhne, wie bei Hartz IV gibt, das ist der eigentliche Skandal. Inzwischen nehmen Unternehmer Hartz schon als Maßstab für ihre Löhne. Unfassbare Zustände!

Wenn Unternehmen keinen gesellschaftlichen Sinn mehr machen, müssen sie gehen. So einfach ist das. Die Skandinavier haben das lange erkannt und schicken solche Unternehmen zum Teufel.

menschenverachtend

rosalinde (Gast) - 23. Jan, 11:55
ist der richtige ausdruck für das, was koch betreibt. wir müssen in der brd eine einspruchsmöglichkeit einführen für politiker, die vom volk unerwünscht sind. kann nicht sein, dass allein parteien entscheiden, wer in politischen ämtern so ein unwesen treiben darf.

Grosse Gefahr

Auslaender (Gast) - 24. Jan, 06:07
Die große Gefahr an dieser Geschichte ist, das am Ende, wenn genug Leute am Abgrund stehen, die Herde dem Grössten Schreihals folgt, hatten wir schon einmal 60Jahre zuvor.
Unsere Politiker sollten dies nicht Unterschätzen.Vielleicht steckt ja ein grösserer Plan dahinter, den wir im Moment nicht Erkennen.

Ich habe Deutschland vor 4 Jahren Verlassen, schön weit weg, hier werde ich gut Bezahlt, und die Lebenshaltungs Kosten sind Vernünftig.
Ich kann singele nur raten, wandert aus.

Bemerkenswerter Artikel,

E. Lambert (Gast) - 24. Jan, 10:34
bemerkenswerte Courage, deutliche Worte zu sprechen. Hoffen wir, dass sie bei vielen hängen bleiben, die in beängstigender Form an der Weiterentwicklung einer Zweiklassengesellschaft stricken. Es sind in der BRD schon wieder Tendenzen zu beobachten Richtung Gut-Menschen. Ist der Zweite Weltkrieg schon in vielen Köpfen so weit entfernt, dass er als Mahnung nicht mehr ausreicht?

Danksagung

uwe lübke (Gast) - 24. Jan, 12:39
ich habe selten einen so klaren und sauber definierten beitrag gelesen und möchte an dieser stelle einfach nur der autorin ein großes kompliment aussprechen und mich im namen aller betroffenen bedanken-
dennoch bin persönlich der meinung, das demokratie an dieser problematik scheitert und weiterhin scheitern wird.
die menschen glauben und vergessen all zu schnell.
erwachsene menschen sind immer wieder bereit an wunder zu glauben und realisieren nicht, das sie selbst es sind,die das Chaos weiter voran treiben.
ich kann nicht an wunder glauben , trotzdem noch einmal- danke !

a. feldmann (Gast) - 24. Jan, 14:56

Treffend

der Beurteilung schließe ich mich gerne an. Top-Artikel, danke!

zutreffender Artikel

Andreas Rose (Gast) - 24. Jan, 13:09
Die in diesem Artikel aufgezeigten Missstände in der Arbeitsmarktpolitik treffen voll zu. Zeitarbeit war ursprünglich gedacht um kurzzeitige Produktionsspitzen zu kompensieren. Heute verdienen diese Unternehmen Milliarden auf Kosten der Leiharbeiter. Bekommen diese doch "nur" den eigens für die Zeitarbeit eilig geschusterten Tariflohn der IGZ, im Schnitt < 10,-€ , aber das Unternehmen bekommt vom Auftraggeber > 18,-€ .
Das verwerfliche ist dass die Politik diesen Weg massiv unterstützt hat und auch Grundsätze zum Ungunsten der Arbeitnehmer geändert haben, wie die maximale Entleihfrist, die lange Probezeit von 6 Monaten in der eine Kündigung ohne Gründe und ohne Rechte eines AG Verfahrens ermöglichen.

Großartiger Artikel

L. Faustel (Gast) - 25. Jan, 10:56
Die Abwärtspirale der Löhne wird weitergehen weil den Akteuren viel zu lange frei Hand gegeben wurde. Wer gestern Abend bei Anne Will die hanebüschenden Argumente des ehemaligen Leiters des Arbeitsamtes Florian zwangsläufig folgen konnte, weiß, worum es in Wahrheit geht. Die Enteignung der Menschen geht ungestört weiter, auch, weil solchen Lobbyisten immer wieder eine mediale Plattform geboten wird.

Allein der Werdegang - vom Leiter des Arbeitsamtes Deutschland zum Funktionär der Zeitarbeitsbranche im Post-Lohndumping sollte doch jedermann zu denken geben. Was läuft hier in der BRD eigentlich ab? Warum handelt niemand dagegen?

L. Faustel (Gast) - 25. Jan, 23:37

Nachtrag zu Anne Will sendung

Florian Gerster war gemeint. Der Nachname war mir versehentlich weggeflutscht.
Der_Eisenschmyd - 26. Jan, 11:33

Zu erst einmal....ein guter Artikel ohne Wenn und Aber.

Zum anderen:

"L.Faustel" schreibt:"Was läuft hier in der BRD eigentlich ab? Warum handelt niemand dagegen?"

Die Frage ist ja WER soll dagegen handeln? Das deutsche Volk? Die Politiker? Die Wirtschaftsbosse? Die Kirchenchefs?
Es ist allgemein bekannt, das ein großteil der Deutschen nicht unbedingt zum Aufstand gegen soziale Ungerechtigkeiten motiviert werden kann, nein es ist doch eher so, das in vielen Deutschen doch dieses Untertanen Denken verankert ist und sie sich sagen das "Die da Oben" schon das richtige machen.

L.Faustel schreibt weiterhin: "weil solchen Lobbyisten immer wieder eine mediale Plattform geboten wird. "

Nunja, in den diversen Regierungs/Wirtschaftspropaganda Sendungen werden ja ab und zu auch mal "Quotensozialschwache" plaziert damit wenigstens der Anschein gewahrt wird, meistens ist es aber doch so, das diese Leute den Profis aus Wirtschaft/Politik rhetorisch völlig unterlegen sind, es ist doch eher so, das die Profis es immer wieder schaffen, den "Sozialschwachen" immer als den Unwissenden darzustellen.

Und dann kommt wieder das Untertanen Denken vieler Deutscher zu tragen, die sich vom Rhetorik Profi blenden lassen und sagen "Recht hat er".......da liegen die Probleme
L. Faustel (Gast) - 26. Jan, 16:07

Fünf vor zwölf

ist aber schon fünf vor zwölf und allerhöchste Zeit dass die Untertanen mal wach werden und ein Geräusch machen. Das letzte Mal, dass das Obrigkeitsdenken zu katastrophalen Folgen führte, war der Zweite Weltkrieg. Es gibt im übrigen schon parallele Verläufe. Damals wurde auch besonders das Arbeitsamt involviert und man schürte flächendeckend Hetze gegen Parasiten. Also obacht leute! Wir sind näher dran, als gedacht.

Kann das gutgehen?

M. Kusener (Gast) - 25. Jan, 23:42
Das Verhalten gegenüber den Ärmsten im Land ist nicht nur diskriminierend sondern zeugt von einem schlechten Charakter und falschen Menschenbild. Die am meisten kassieren, schreien und wettern am lautesten gegen Hartz Leute.

Wo ist eigentlich Sarazin?

Maurer/Marienfelde (Gast) - 26. Jan, 21:59
Wo ist eigentlich Thilo Sarazin? Hat er sich bei diesen arktischen Temerarturen etwa hinter den Ofen verkrochen? Der Gute hat Hartz IV-Empfängern empfohlen, im Winter statt Heizung lieber ein paar Pullover übereinander anzuziehen. In diesem Winter wären da sicher einige auf der Strecke geblieben. Solange nur die Heizöfen der vielen Sarazin wohlig blubbern, ist das wohl eher Nebensache.

Dieser Artikel

W. Möbius (Gast) - 28. Jan, 12:29
müsste zur Zwangslektüre für Politiker werden. Besser lässt sich die Situation nicht beschreiben. Umso wichtiger, endlich etwas dagegen zu unternehmen.

Politik

L. Burscheidt (Gast) - 30. Jan, 00:51
Die Politik stellt sich auf stur und lässt sich weiter kaufen. Die Frage nach der Verfassungskonformität ihres Handelns stellt sie erst gar nicht. Niemals zuvor hatten wir so schlechte Politiker wie seit 1998. Dabei spielt die Partei schon keine Rolle mehr, es ist flächendeckend ein Niveau-Rutsch zu verzeichnen, der extrem ist.

Danke für den Artikel, der so manches zurechtrückt.

Niedriglohn-Problem

Brambauer, E. (Gast) - 2. Feb, 23:58
Eine Politikergeneration hat zerstört, was zig andere aufgebaut hat.

zu Niedriglohn

E. Schlüter (Gast) - 3. Feb, 00:27
Politik gleicht heute einem Kartell und die Bürger sind ohnmächtig. Sie sitzen in den gut abgesicherten Positionen, es lacht schon der Super-Job der Lobby. Da kann nichts gutes bei rumkommen. Eigentlich müssen wir wieder von vorne beginnen.

freut mich,

Möhrchen222 (Gast) - 3. Feb, 14:28
dass es glaubwürdige Medien gibt und Journalisten, die sich auch einmal trauen, nicht dem Mainstream zu folgen. Das Problem Niedriglohnsektor tangiert Millionen Menschen, die sich inzwischen in schwerer Seenot befinden. Sie wurden einfach an den Rand gedrängt, während es sich andere gut gehen lassen und Maß und Ziel völlig aus den Augen verloren haben.

Toller Einsatz

CH. Meisner (Gast) - 3. Feb, 20:54
für mehr Gerechtigkeit. Hoffentlich gibt es noch mehr Journalisten, die helfen, das System wieder auf die Beine zu bekommen. Mich wundert, dass Politiker glauben, ein solches Leben könnte so weitergehen mit immer mehr Armen und Benachteiligten. Das hat nur noch was mit Rückschritt zu tun. Vieles liegt am falschen Personal in Berlin, allen voran die letzten beiden Kanzler. Das verträgt kein Land auf Dauer.

Dietmar (Gast) - 7. Jul, 23:43
Die armen politiker haben doch keine schuld das es den kleinen Bürger ob Er arbeit hat oder nicht so schlecht geht,denn sie haben ja doch nichts zusagen.Sie sind nur Marionetten der Grossunternehmer.Außerdem gibt es keine Arbeitslosen dann gäbe es auch keine Dampinglöhne,aber von den leben unsere Politiker sehr gut.Denn ihre Steuerfreien Einkünpfte aus dem Einnahmen als Aufsichtsräte wären nicht so hoch wenn die Löhne höher werden.Außerdem wenn sie alles bezahlen müsten wie das normale Volk,wirde es Deutschland woll auch schon besser gehen.Aber die armen Politiker sind doch auch blos Aufstocker,sie stocken regelmäßig ihre Diäten auf und dann noch Rückwirckend.

Keine Pauschalaussagen

Tobey (Gast) - 15. Aug, 16:57
Naja, es gibt auch andere Beispiele als unser schönes Deutschland. Ein Blick über die Grenze genügt: http://www.lohncheck.ch
In der Schweiz sieht, ist die Welt einmal mehr noch in Ordnung...

... und ist trotzdem eines der Reichsten Länder. Dazu kommt, dass einem dort auch nicht der gesamte Lohn vom Staat abgezwackt wird.

Markus (Gast) - 10. Feb, 00:51

Die Schweizer...

Naja, der Tobey hat schon Recht. Die Schweizer sind ja auch berühmt für ihre Banken ;-) Hier übrigens alle auf einmal: http://www.assetinum.com/de/schweizer-banken-uvv.page.html
Na dann viel Spass beim Arbeiten und Sparen...

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