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Frank Schäffler (FDP)

Der Bundestags-
abgeordnete und "Euro-Rebell" erklärt im Interview, dass die Schulden-
schirmpolitik den Euro zerstört, Europa spalten wird und schließlich das Sparvermögen aller vernichtet.

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Prof. Dr. Franz Hörmann

Der Univ.Prof. im Institut für Unterneh-
mensrechnung an der Wirtschafts-
universität Wien glaubt, dass es ein "systemisches Betrugsmodell einer Institution gebe, der in unserem Wirtschaftssystem das Monopol zur Geldschöpfung über Kredite eingeräumt wird".

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Sebastian Nerz (Piraten)

Die Piraten sind klar zum Ändern. Der Bundes-
vorsitzende der Piratenpartei Sebastian Nerz spricht in unserem Interview über Zukunftspläne, Ideologien und Visionen dieser noch sehr jungen Partei.

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Wolfgang Bosbach (CDU)

Der Bundestags
abgeordnete und Vorsit-
zende des Innen-
ausschusses des Deutschen Bundestages wird im Parla-
ment gegen die Erweiterung des EU-Rettungs-
schirms stimmen. Wir haben ihn nach den Gründen befragt.

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Prof. Dr. Uwe Kamenz

Früher oder später fliegt jedes Plagiat auf, glaubt Professor Kamenz von der FH-Dortmund. Unter Einsatz eines Fujitsu Scanners will er helfen, die Wahrheit schneller ans Licht zu bringen. Politiker zeigen sich wenig begeistert.

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Uwe Schummer (CDU)

Der Bundestags-
abgeordnete möchte "Hartz IV" abschaffen. Die Agenda 2010 sei abgearbeitet, glaubt er und verrät im Interview, was er stattdessen für richtig hält: Eine Agenda 2015 soll es nun richten!

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Michael Martens

Der FAZ-Redak-
teur spricht in unserem Inter-
view über das breite mediale Interesse zu der seltsamen Publi-
kation der Daniela Matijevic, die im Kosovo "knietief in Leichen stand". Dies, obwohl dort seit 1995 bis heute kein einziger deutscher Soldat bei Gefechten ums Leben gekommen ist.

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Dominic Schwickert

Der Politik-
berater spricht in unserem politischen Gespräch über "Strategiebera-
tung im Zen-
trum der Macht" und stellt seine diesbezüglich gerade erschienene Publikation vor.

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Dr. Jakob Sierig

Der Tübinger Geologe spricht im Interview über Sicherheit und Kosten-Nutzen zum Jahrhundert-
projekt "Stutt-
gart 21" und warnt vor nicht überschaubaren Folgekosten.

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Sebastian Knauer

Der SPIEGEL-Redakteur und Herausgeber der Publikation "Barschel - Die Akte" geriet 1987 auf dem Höhepunkt des Barschel-Skandals selbst in den Sumpf des Polit-Thrillers, als er den toten Politiker auffand.

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Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin (SPD)

Die SPD-
Politikerin und Rechtsanwältin ist Mitglied des Deutschen Bundestags und spricht in unserem Interview über Leiharbeit, Dumpinglöhne und weitere Schieflagen auf dem deutschen Arbeitsmarkt.

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Dieter Reicherter

Der ehemalige Richter war viele Jahre als Vorsitzender am Landge-
richt Stuttgart tätig und berichtet als Augenzeuge von gewalttätigen Übergriffen der Polizei bei einer Demo zum Projekt "Stuttgart 21".

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Dr. Gregor Gysi (PDL)

Der Fraktions-
vorsitzende im Deutschen Bundestag spricht über die Gründe der weiter um sich greifenden Politikverdrossenheit und erklärt, was er sich für seine Partei in der Zukunft wünscht.

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Wolfgang Grupp, Trigema

Der schwäbische Unternehmer spricht über Globalisierung, Exportwelt-
meister, Hoch-
lohnland Deutschland, Ethik, persönliche Haftungen und erfolgreiche Unternehmensführung.

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Omid Nouripour (Grüne)

Der Verteidi-
gungssexperte von Bündis 90/Die Grünen erklärt, warum ein schneller Abzug aus Afghanistan nicht möglich ist und was es mit den von General McChrystal angekündigten Groß-Offensiven auf sich hat.

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Prof. Dr. M. Hartmann

Sind Hartz IV-Empfänger Deutschlands Sozialschma-
rotzer oder verschleiern lautstarke populistische Parolen den Blick auf ganz andere Tatsachen?

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Omid Nouripour (Grüne)

Der Verteidungs-
Experte sieht viel Klärungsbedarf hinsichtlich des Luftangriffs im afghanischen Kundus. Ein Untersuchungs-
ausschuss soll nun klären, ob der Öffentlichkeit bewusst die Wahrheit vorenthalten wird.

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GEN - DEBATTE:
Gibt es ein Recht auf Dummheit?


SARRAZIN - Debakel


AFGHANISTAN - EINSATZ

HARTZ IV
Artikelsammlung zur größten Sozialreform in der Geschichte der Bundesrepublik

Arbeitsmarkt Deutschland:
Bankrotterklärung in einem der reichsten Länder der Welt

Prof. Dr. Ch. Broelsch

Die Staatsan-
waltschaft wirft dem Transplan-
tationschirurgen Betrug, Nötigung und Vorteilsge-
währung vor. Broelsch soll Patienten systematisch zu Spendenzahlungen erpresst haben. Wir haben nachgefragt.

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Graf von Faber-Castell

Der Top-
manager und Vorstands-
vorsitzende der Faber-Castell AG in Stein äußert sich im Interview zu Tradition und Fortschritt, unternehmerische Verantwortung und Nachwuchsförderung.

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Domenika Ahlrichs

Im Gespräch mit der derzeitigen Chefredakteurin der NETZEITUNG, die zum Jahres-
ende 2009 den redaktionellen Betrieb einstellt. Damit soll der Weg für ein automatisiertes Nachrichtenportal geebnet werden.

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Dr. Michael Maier

Der ehemalige Chefredakteur der NETZEITUNG ist sich sicher: Das Ende der Netzeitung ist auch ein Menetekel für die Branche.

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Dr. Hermann Otto Solms

Der Vizepräsi-
dent des Deut-
schen Bundes-
tages hat in den vergangenen Jahren ein Gesamtkonzept zur Reform der direkten Steuern entwickelt. Wir haben mit ihm darüber gesprochen.

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DER MADOFF-SKANDAL

Banken-FLOP des Jahrzehnts:

Hypo Alpe Adria und
der Fall BayernLB

Prozess im Fokus:

Prof. Dr. Christian Broelsch
Ein Star-Chirurg auf der Anklagebank

DIE FINANZKRISE

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Der Vorstands-
vorsitzende der schnell wachsen-
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Gerd Heidemann

Mehrteiliges Interview mit dem Ex-"Stern"-
Reporter und ehemaligen Kriegsbericht-
erstatter Gerd Heidemann, dessen Karriere mit dem Medien-Flop um die gefäl-
schten Hitler-Tagebücher ein jähes Ende fand.

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Prof. Dr. C. Pestalozza
Prof. Dr. C. G. Paulus

FU Berlin und Humboldt-Universität zu Berlin beantworten Fragen zum Finanzmarktstabili-
sierungsgesetz

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Dr. Michael Maier: "Das Ende der Netzeitung ist auch ein Menetekel für die Branche"

11. November 2009, 06:00
I N T E R V I E W
Dr. Michael Maier[Ursula Pidun] Die "Netzeitung", erste deutsche Internet-Tageszeitung seit dem Jahre 2000, stellt zum 31. Dezember 2009 den Dienst in dieser Form ein. Im Jahre 2003 übernahm Dr. Michael Maier zusammen mit Ralf Dieter Brunowsky das Portal. Maier, der damals bereits verantwortlicher Chefredakteur war, brachte die "Netzeitung" schnell auf Erfolgskurs. Unter seiner Leitung entwickelte sich die Online-Plattform zu einem anerkannten und erfolgreichen Nachrichtenportal.

Neben Tätigkeiten als Chefredakteur der Zeitung "Die Presse" (Wien), der Berliner Zeitung (Berlin) sowie des Nachrichtenmagazins STERN (Hamburg), engagierte sich Maier von 2007 bis 2009 als Fellow an der Kennedy School/Harvard University. Darüber hinaus ist er Gründer der READERS EDITION, der ersten Plattform im Bereich Bürgerjournalismus in Deutschland und befasst sich heute äußerst aktiv mit dem Bereich Social Media. Eine im August 2008 erschienene Publikation "Die ersten Tage der Zukunft. Wie wir mit dem Internet unser Denken verändern und die Welt retten können" befasst sich mit dem Internet als Revolution, gesellschaftlichen Quantensprung und Echoraum. Nachgefragt: Im Gespräch mit Dr. Michael Maier, Geschäftsführer der "Blogform Social Media".

Michael Maier, die "Netzeitung", die im Jahre 2000 gegründet wurde und von 2003 bis 2005 in Ihren Händen lag, geht zum Jahresende vom Netz. Hat Sie diese Meldung überrascht?

Ja schon, vor allem tut es mir sehr leid um die Mitarbeiter, die sich wirklich unglaublich reingehängt haben und nun auf der Straße stehen. Und natürlich bedaure ich, dass das einstmals meistzitierte Online-Medium Deutschlands auf der Strecke bleibt. Andererseits: Man kann sogar mit wenigen Menschen ein gutes Produkt machen – mit null Menschen dagegen gar nichts.

Das Alleinstellungsmerkmal einer Internetzeitung mit dem Vorteil der Echtzeitnachrichten rund um die Uhr fiel weg, als Printmedien - nach einer relativ langen Zeit des Zögerns – mit ihren jeweiligen Online-Auftritten nachzogen. Hat es die "Netzeitung" versäumt, den Lesern eine neue Spezialität zu präsentieren, um attraktiv zu bleiben?

Das ganze Nachrichtengeschäft verändert sich dramatisch. Der Begriff der Öffentlichkeit wird neu definiert. Noch hat niemand eine klare Antwort, wie Medien in einem interaktiven Umfeld aussehen. Und noch weniger hat jemand eine Antwort, wie man damit Geld verdienen kann. Ich glaube aber, dass Journalisten immer gebraucht werden. Denn je mehr Information allgemein verfügbar ist, desto mehr braucht eine Gesellschaft Menschen, die diese Informationen auch verstehen und einordnen können.

Laut Ankündigung soll die Zukunft der "Netzeitung" darin liegen, sich als automatisiertes Nachrichtenportal zu präsentieren. Auch da wartet die Konkurrenz, denn solche Portale gibt es schon. Was könnte Werbekunden dazu bringen, dann bei der vollautomatisierten "Netzeitung" zu ankern?

Ich kenne dieses Konzept nicht und kann daher dazu auch nichts sagen.

Halten Sie persönlich das Modell "Vollautomatisiertes Nachrichtenportal" tatsächlich für eine Möglichkeit, Erfolgsgeschichte zu schreiben?

Das gibt es ja schon: Google News, und das ist eine zumindest interessante Geschichte.

Die "Netzeitung" steht nicht allein da mit dem Problem einer adäquaten Vermarktung. Viele Nachrichtenportale mühen sich um Finanzierungsmodelle. Im Gespräch sind derzeit vor allem auch Bezahldienste. Eine gute oder eher eine fixe Idee? Lassen sich damit ausreichend User binden oder schreckt das im Web nicht noch besonders ab?

In gewisser Hinsicht ist das Ende der Netzeitung auch ein Menetekel für die Branche: Für beliebige Inhalte zahlen die Leser nicht, und auch die Werbekunden entscheiden sich im Fall von mangelnder Einzigartigkeit für die Reichweite. Erfolgreiche Finanzierungsmodelle wird es nur dort geben, wo die Verlage den Journalismus ins Zentrum ihrer Aktivitäten rücken.

Wenn Inhalte so attraktiv sind, dass sie ausreichend User anziehen und damit genügend visits erzielen, wäre das Modell "Bezahldienst" also möglicherweise gar nicht erforderlich? Werbekunden würden bei einer solchen Attraktivität und Nutzerquantität in ausreichender Zahl auf den Zug aufspringen?

Es gibt zwei grundlegende Herausforderungen für jedes Verleger-Modell: Google, die sich 70 Prozent der Werbeerlöse holen; und die Tendenz der Werbetreibenden, sich selbst im Internet zu positionieren und auf den Vermittler zu verzichten. Vor diesem Hintergrund muss man fragen: Was ist attraktiv, und welche Reichweite ist notwendig? Vielleicht werden wir hier einiges ganz neu definieren müssen.

Dann aber sind wir wieder bei einer erstklassigen Redaktionsmannschaft, die dazu völlig unverzichtbar ist?

Ja, das glaube ich auch. Wobei auch der Begriff des "Redakteurs" neu definiert werden muss. Das ist, kulturell gesehen, meiner Meinung nach die schwierigste Aufgabe.

Die Akquise von Werbekunden wird ebenfalls nicht selten völlig unterschätzt. Mancherorts macht das eine Redaktion quasi nebenher. Abgesehen von einem möglichen Neutraltätsverlust fehlt es an entsprechendem Know-How. Auch darin liegen Ursachen des Scheiterns?

Bei der Netzeitung haben wir in den guten Zeiten ausreichend Werbung mit einem eigenen Team akquiriert, um auch ordentlichen Journalismus zu machen. Aber in Zeiten von social media wird auch Werbung neu definiert, und da stehen wir erst ganz am Anfang.

Stichwort social media: Sie persönlich sind ein großer Verfechter von Netzwerken und Netzgemeinschaften. social media setzt auf Dialog und aktive Beteiligung der Nutzer und unterstützt demokratische Prozesse. Langfristig müssen sich Portale im Bereich social media aber ebenfalls rechnen. Sind die Schwierigkeiten der Vermarktung hier ähnlich oder ggf. noch größer?

Ich bin ein großer Anhänger der Partizipation. Auch die klassischen Medien leben von der Mitwirkung der Rezipienten. Als Chefredakteur habe ich auch in den traditionellen Medien die spannendsten Geschichten immer über Leser-Tipps erfahren. Die sozialen Netzwerke werden am Ende selbst entscheiden, inwieweit sie kommerzialisierbar sind. Wikipedia zum Beispiel kann nur ohne Werbung leben. Die community wird darüber bestimmen, wann Informationen "Lebensmittel" sind, also ein so wichtiges Allgemeingut, welches nicht dem unwägbaren Meer der Werbezyklen ausgesetzt werden darf. Ich glaube, wir werden hier auch das Entstehen von neuen non-profits sehen.

Die sogenannten Massenmedien haben hierzulande oftmals noch große Probleme mit dem Phänomen social media und grenzen sich gerne deutlich davon ab. Begründet wird dies mit fraglicher Authentizität und Glaubwürdigkeitsproblemen – obwohl sich durchaus auch etablierteste Verlagen nicht davon freisprechen können, unfehlbar zu sein.

Was authentisch ist, bestimmt die Gemeinschaft und nicht der Markt. Es ist doch heute schon so, dass bestimmte Blogger glaubwürdiger sind als manche Medienmarke. Ich glaube, dass die größte Schwierigkeit für alle darin besteht, dass wir uns in einem Prozess befinden. Es gibt keine abgeschlossenen Systeme, in denen wir uns alle auf lange Zeit sicher bewegen. So gesehen sind neun Jahre Lebenszeit für die Netzeitung eigentlich auch eine wirklich bemerkenswerte Leistung.

Die Rolle der Medienmacher hat sich ebenso verändert, wie die Rolle der Leser. Journalisten werfen den jeweiligen Beitrag quasi in den Ring der Leserschaft und stoßen damit Userbeteilung und Debatte an. Der Leser lässt nicht mehr denken, er denkt selbst. Bühne frei für Diskussionen. Damit müssen Journalisten allerdings auch mit Kritik rechnen. Viele kommen damit immer noch nicht so gut zurecht. Macht es dies so schwer, Massenmedien und social media adäquat miteinander zu verbinden?

Es geht noch weiter: Ein Leser setzt den Gedanken eines anderen fort, auch das Denken ist ein interaktiver Prozess. Das finde ich den größten Fortschritt des Internet, weil es jede Art von Fehlbarkeit in Sekundenschnelle korrigieren kann. Für manchen Meinungs-Papst ist das natürlich ein schmerzhafter Vorgang.

Zu einem Ihrer Projekte im Bereich social media zählt die READERS EDITION, die schon Jahre besteht. Solche Portale im Bereich Bürgerjournalismus gibt es in den Vereinigten Staaten ganz selbstverständlich in einer Vielzahl. Worin liegen die Gründe, dass Amerikaner den Bürgerjournalismus viel höher schätzen, als es hier der Fall ist?

In Amerika ist "free speech" eines der wichtigsten Güter der Gesellschaft. In Deutschland haben wir ein unvergleichlich breites Netz des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Information wird also von Natur aus als etwas eher Offiziöses gesehen und nicht als die Pflicht des einzelnen. Das ist ein gewaltiger Unterschied, der sich nachhaltig auf die Gestaltung des Mediensystems auswirkt. Readers Edition ist vor diesem Hintergrund ein nachhaltiges Projekt, und ich bin sehr stolz auf die Resonanz und die exzellenten Beiträge unserer Leser, die sich erfrischend vom Mainstream abheben.

Sie haben anlässlich der zurückliegenden Bundestagswahlen ein weiteres Projekt initiiert. Es nennt sich "BÜRGERINFO09" und soll künftig weitergeführt werden. Welche Klientel sprechen Sie damit an und wohin führt der Weg?

Wir haben ein ähnliches Projekt schon in den USA umgesetzt, damals zu den Präsidentschaftswahlen, gemeinsam mit fünf amerikanischen Journalistenschulen. Wie damals wollen wir einen Service für die politischen Entscheider liefern und Transparenz schaffen – auch im Sinne der Reflexion einer neuen politischen Realität, in der die Stimmen der einzelnen mehr Gewicht erhält. Wir haben erstmals alle wichtigen Stimmen aus dem Internet zusammengefasst und das Echo war überwältigend. Wohin der Weg führt, kann man noch nicht sagen. Auch hier haben wir es mit einem dynamischen Prozess zu tun.

Sie sind heute Geschäftsführer der "BLOGFORMGROUP". Wie kam dieses Kooperationsprojekt zustande und welche Ziele verfolgt das Unternehmen?

Wir versuchen, neue Modelle des Journalismus auszuprobieren. Zugleich sind wir stark im Corporate Publishing tätig, weil auch dort die Expertise gebraucht wird, die wir durch unser Engagement im Internet erworben haben.

Herzlichen Dank für das Interview und viel Erfolg bei den künftigen Herausforderungen.

Das Interview führte Ursula Pidun

Verweise:
"Netzeitung" vom Netz: Bankrotterklärung der ersten deutschen Internet-Tageszeitung
Montgomery und das Wolkensystem der Netzeitung
Montgomerys neue Schäfchen im System
Rupert Murdoch – Der Retter des unabhängigen Qualitätsjournalismus?
Rupert Murdoch – Citizen Kane in der Ära der Globalisierung
Die ZEIT und das Jammern über das Sterben der Printmedien
Bürgerjournalismus als Totengräber der Tageszeitungen?
Zukunft der Medien: Zurück zum "Sturmgeschütz der Demokratie"
Dr. Malte Olschewski: Die modernen Medien sind Manichäer

Weitere Interviews:
Dr. Hermann Otto Solms: "Die FDP hält Wort, das hat sie oft genug bewiesen."
Jens Seipenbusch (Piratenpartei): "Es geht um Bürgerrechte im digitalen Zeitalter"
Dr. Volker Wissing (FDP): Die HRE-Enteigung kann auch zum Super-GAU werden
Dr. Michael Meister (CDU/CSU): "Nichtstun würde uns am Ende teurer zu stehen kommen"
Volker Beck (Grüne): "Unser Ziel ist Platz 3 in der Parteienlandschaft"
Dirk Niebel (FDP): "Wir lehnen eine staatliche Bad Bank ab"
Sir Quett Ketumile Joni Masire: "The solution could be in dialogue"

Hans Wall:"Wir müssen in diesen schweren Zeiten mehr zusammenrücken"
Anton Wolfgang Graf von Faber-Castell.: "Tradition und Fortschritt schließen sich gegenseitig nicht aus"
Dr. Hermann Bühlbecker: "Wir werden auch den Geschmack von Barack Obama treffen"
Wolfgang Grupp: Die Verantwortung muss auf allen Ebenen wieder zurückkommen

"Barschel – Die Akte": Im Gespräch mit SPIEGEL-Redakteur Sebastian Knauer

Teil I: Ex-"Stern"-Reporter Gerd Heidemann: Jenseits der Hitler-Tagebücher
Tel II: Ex-"Stern"-Reporter Gerd Heidemann: Kriege werden am Schreibtisch geplant
Teil III: Ex-"Stern"-Reporter Gerd Heidemann: NS-Recherchen führten zu Konsequenzen
Teil IV: Ex-"Stern"-Reporter Gerd Heidemann: "Journalisten sind immer nur so gut wie ihre letzte Geschichte"

Dschungelbuch: Auf den Spuren der Lobbyisten in Berlin
Prof. Dr. Hans-Joachim Selenz, Wirtschaftsethiker
Dr. Timo Grunden, Universität Duisburg-Essen
Andrea Titz, Staatsanwältin Staatsanwaltschaft München II
Prof. Dr. Joachim Bohnert, Freie Universität Berlin
Dieter Mörlein, Bürgermeister Eppelheim/Baden-Württemberg
Stephan Braun, MdL der SPD in Baden-Württemberg, Journalist
Prof. Dr. Perry Reisewitz, Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation (München)
Prof. Dr. Friedrich Thießen, Technische Universität Chemnitz
Dr. Werner Hoyer, Stellvertretender Vorsitzender und außenpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion
Univ.-Prof. Dr. Markus Heintzen, Dekan der Freien Universität Berlin
Dr. Hermann Otto Solms, FDP, Vizepräsident des Deutschen Bundestages
Prof. Dr. iur. Christian Pestalozza, Freie Universität Berlin
Dr. Heinrich Leonhard Kolb (MdB), Abgeordneter der FDP-Bundestagsfraktion
Prof. Dr. Dr. h.c. Gerhart von Graevenitz, Rektor der Universität Konstanz
Stefan Collet, Vorstandsvorsitzender Studentisches Magazin 360 Grad
Hans-Christian Ströbele, Bündnis 90/Die Grünen
Dr. Gregor Gysi, "Die Linke"
Rainer Brüderle, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FDP
Dr. Alexander Freiherr von Paleske, Jurist und Mediziner, Südafrika
Bernhard Docke, Anwalt von Murat Kurnaz
Dr. Michael Philipp, Historiker und Publizist
Dr. Malte Olschewski, Journalist und Publizist in Wien


Foto: Blogform Social Media
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Maier, übernehmen Sie

Börsencrash (Gast) - 9. Nov, 19:51
wäre doch die beste Lösung, wenn einer übernimmt, der es kann. Wer will denn die Nachrichtenmaschine google news noch übertreffen?

Mompe5 (Gast) - 9. Nov, 23:55

gute Idee

denn eine Schrumpfkopie von Google News braucht sicher keiner.
mummel222 (Gast) - 10. Nov, 00:03

Nööö

bloß nicht der hat schon mit seine redersedtion genug zu tun.

Ein Herz

andy09 (Gast) - 9. Nov, 19:56
Spreerauschen hat ein Herz für die netzeitung;-). Schon der zweite Beitrag zu dessen Ende. Aber gut, wenigstens sagt mal einer was und fragt mal einer was.

Mitarbeiter

E. Schlüter (Gast) - 9. Nov, 20:42
Mir tun die Mitarbeiter leid, die allesamt auf der Straße stehen. Irgendwie werden Zeiten angebetet, die keinem wirklich gut tun. Oder nur wenigen - denen aber geht es besonders gut, weil es den anderen schlecht geht. Schöne neue (Medien)Welt.

wohl wahr

Earth2020 (Gast) - 9. Nov, 23:52
mit Null Menschen lässt sich im Medienbereich nicht viel erreichen. Mögen das so einige Medienmacher überdenken bei allem was sie entscheiden.

Sehr interessant

Grünspan (Gast) - 10. Nov, 08:50
und schade um die Netzeitung die als Pionier gelten kann. Vielleicht erbarmt sich doch noch einer, sie anständig und im journalistischen Sinne weiterzuführen.

konkurrenz

Rohrkrepierer (Gast) - 10. Nov, 11:21
die konkurrenz wird`s freuen, einer weniger,der dem anderen die augen auskratzen kann. für den journalismus ein trauerspiel. mensch macht mal wieder maschine platz. schade,schade..

Zukunft

MonaLisa (Gast) - 11. Nov, 11:30
Die Zukunft begraben: Ob das eine gute Idee ist?

Ein gutes Interview

Baumeister (Gast) - 12. Nov, 08:41
Journalisten haben zur Zeit unverdientermaßen einen sehr schweren Stand. Die Mär, man könne alles automatisieren und rationalisieren und dann kommt der Erfolg schon selbst, ist doch hirnverbrannt. Jeder kann sich ausrechnen, dass das schiefgehen muss. Leser wollen Qualität. Mit zum zigsten Mal wiederholten Meldungen, die von Werbung umrahmt werden, verdient niemand auch nur einen Blumentopf.

Frank (Gast) - 12. Nov, 13:52
Ich habe vor kurzem in meiner Stadt einen Internet Terminal entdeckt und da ich Langeweile hatte, wollte ich mal schauen, was aus der Netzeitung geworden ist. Und nachdem ich die Seite früher mehrfach täglich besucht habe, ist das mittlerweile ein Trauerbild geworden. Unübersichtlich, meinungslos, bäh. Das war`s.

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Zitat:

Es geht um Wahrheit.
Quote ist was für Loser


- Rainald Götz -


















Dr. Michael Meister (CDU)

Dr. Michael Meister, Stellver-
tretender Vorsitz-
ender der CDU/
CSU-Bundestags-
fraktion über Wirtschafts- und Sozialkompetenz, staatliche Eingriffe und die Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft.

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Ottmar Schreiner (SPD)

Der Vorsitzende der Arbeits-
gemeinschaft für Arbeitneh-
merfragen und Bundestags-
abgeordnete spricht über Fehlentwicklungen innerhalb der Hartz IV-Gesetzgebung.

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Stefan Enderle

Der frisch ge-
backene Dipl.-
Ing. "Audiovisu-
elle Medien (FH)" stellt in unserem ausführlichen Interview seinen Film "Kann nicht sein, was nicht sein darf!?" vor und äußerst sich kritisch zu den "alten Medien".

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Dr. Rüdiger Frank

ist Professor für Wirtschaft und Gesellschaft Ostasiens und lehrt an der Universität Wien. Frank zählt zum Kreis der renommiertesten Ostasien-Experten.

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Dr. Werner Kilian

Der Botschafter a. D. war zu Beginn seiner diplomatischen Karriere drei Jahre in Afghani-
stan und spricht im Interview über den deutschen Einsatz und die aktuelle, problematische Situation in dieser Region.

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Ingrid Nestle (GRÜNE)

Die Bundes-
tagsabge-
ordnete und Sprecherin für Energiewirt-
schaft spricht im Interview über den Atomkompro-
miss der Bundesregierung, der keiner ist.

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Dirk Niebel (FDP)

Generalsekretär der FDP-Bundes-
partei über Ankerplätze, Krisen, Politik-
verdrossenheit und einer bedenklichen Entwicklung zu einer sozialistischen Marktwirtschaft.

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Dr. Hermann Bühlbecker

Der Top-Unter-
nehmer steht seit 1977 an der Spitze des Unternehmens Lambertz in Aachen. Im Interview spricht er über Standorte, Verantwortung und den Wert guter Beziehungen.

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Dr. Volker Wissing (FDP)

MdB und Mitglied des FDP-Bundes-
vorstandes spricht über das Desaster HRE, Enteigungen, Versäumnisse, Intransparenz und einen Untersuchungsausschuss

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Sir Quett K. J. Masire

Masire war von 1980 bis 1998 Präsident von Botswana. In einem ausführ-
lichen Interview mit uns äußert sich Masire zur schwierigen Lage im Kongo.

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Anna Maria Gadebusch

Spurensuche im Fall Marilyn Monroe:
Im Gespräch mit Anna Maria Gadebusch, Journalistin und Autorin des Radio-Features "Gute Nacht, Doktor!". Zum Interview


Volker Beck (Grüne)

Der Abgeordnete Bündnis 90/ Die Grünen spricht über Klimaschutz, Pseudoreformen und soziale Schieflagen.

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Ulrich Maurer (PDL)

Ulrich Maurer (MdB), Parlamen-
tarischer Geschäfts-
führer der Links-
fraktion im Bundestag, spricht über einen Politik-
wechsel und die Lasten der Krise.

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Rainer Brüderle

Der stellvertretender Fraktionsvor-
sitzende der FDP spricht über Mindestlöhne, Investivlohn und Fachkräftemangel

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Hans-Christian Ströbele

Stellvertretender Fraktionsvor- sitzender Bündnis 90/Die Grünen über Geheimdienste und Mindestlöhne.

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Dr. Heinrich L. Kolb

Unternehmer und Abgeordneter der FDP-Bundestags-
fraktion

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Prof. Dr. P. Reisewitz

Im Gespräch mit dem Autor der Publikation "Pressefreiheit unter Druck – Gefahren, Fälle, Hintergründe"
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Hans Wall (Wall AG)

Die außer-
gewöhnliche Erfolgsge-
schichte des einstigen Mechanikers, der zu einem der bekann-
testen Werbegiganten Deutsch-
lands aufstieg, begann Ende der 70er Jahre mit einer cleveren und gleichsam ungewöhnlichen Idee.

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