Aequatorial Guinea begnadigt Simon Mann und weitere britische Söldner
1. November 2009, 18:30[Dr. Alexander Frhr. von Paleske] Der Chefarchitekt des fehlgeschlagenen Putsches in Aequatorial Guinea im Jahre 2004, Simon Mann, sowie weitere Söldner aus Südafrika wurden heute begnadigt und aus der Haft in Malabo entlassen. Dies verkündete der Generalstaatsanwalt des ölreichen afrikanischen Landes, Olo Obono, am heutigen Vormittag. Aus humanitären Gründen habe sich die Regierung des westafrikanischen Landes zu einer vollständigen Amnesie entschlossen, hieß es in einem Dekret.
Simon Mann und Nick du Toit wurden im Juli 2008 wegen des Putschversuchs zu mehr als 34 Jahren Haft verurteilt. Erst im vergangenen Februar wurde Mann von Simbabwe an Äquatorialguinea ausgeliefert.
In den Putsch war auch der Deutsche Gerhard Eugen Merz sowie eine Offenbacher Luftfrachtfirma verwickelt, wir berichteten mehrfach darüber. Merz starb am 17. März 2004 im berüchtigten Black Beach Gefängnis von Malabo, vermutlich als Folge dort erlittener Folter. Ebenfalls in den Putschversuch verwickelt war Sir Mark Thatcher, der missratene Sohn der ehemaligen britischen Premierministerin Margaret Thatcher. Bereits im Jahre 2005 wurde er in Südafrika zu einer Freiheitsstrafe auf Bewährung und einer saftigen Geldstrafe verurteilt.
Die Staatsanwaltschaft Darmstadt und ihr folgend die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt stellten sämtliche Ermittlungen gegen die Verantwortlichen der Luftfrachtfirma in Offenbach ein - trotz erdrückender Beweise.
Verweise:
Wonga Coup und der Prozess in Malabo
Britischer Chefsöldner Simon Mann ausgeliefert
Giftgas und Milliardenbetrug
Weitere Artikel von Dr. Alexander Freiherr von Paleske
Foto: Podknox/Flickr.com
Simon Mann und Nick du Toit wurden im Juli 2008 wegen des Putschversuchs zu mehr als 34 Jahren Haft verurteilt. Erst im vergangenen Februar wurde Mann von Simbabwe an Äquatorialguinea ausgeliefert.
In den Putsch war auch der Deutsche Gerhard Eugen Merz sowie eine Offenbacher Luftfrachtfirma verwickelt, wir berichteten mehrfach darüber. Merz starb am 17. März 2004 im berüchtigten Black Beach Gefängnis von Malabo, vermutlich als Folge dort erlittener Folter. Ebenfalls in den Putschversuch verwickelt war Sir Mark Thatcher, der missratene Sohn der ehemaligen britischen Premierministerin Margaret Thatcher. Bereits im Jahre 2005 wurde er in Südafrika zu einer Freiheitsstrafe auf Bewährung und einer saftigen Geldstrafe verurteilt.
Die Staatsanwaltschaft Darmstadt und ihr folgend die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt stellten sämtliche Ermittlungen gegen die Verantwortlichen der Luftfrachtfirma in Offenbach ein - trotz erdrückender Beweise.
Verweise:
Wonga Coup und der Prozess in Malabo
Britischer Chefsöldner Simon Mann ausgeliefert
Giftgas und Milliardenbetrug
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Foto: Podknox/Flickr.com































































