Umstrittene Persönlichkeiten: Im Gespräch mit Prof. Dr. Michael Vogt
15. Juni 2009, 10:00
[ Ursula Pidun] November 2007: Studentenvertreter der Universität Leipzig ordnen Prof. Dr. Michael Vogt, Honorarprofessor für Medien- und Kommunikationswissenschaften, nach Recherchen dem rechtsextremen Lager zu und fordern seine sofortige Suspendierung. Es sei unerträglich, dass ein Rechtsaußen in Leipzig lehrt, äußerte damals Henrike Böhm, Antirassismus-Referentin des Leipziger Studentenrats. Die Gründe: Vogt sei im September 2007 als Teilnehmer auf einer Einladungsliste einer im europäischen Parlament vertretenen rechten Fraktion "Identität, Tradition, Souveränität" (ITS) in Straßbourg aufgetaucht und soll an dieser Tagung auch in persona teilgenommen haben. Zudem wurden Vorwürfe laut, Vogt habe mit geschichtsrevisionistischen Videoprojekten und Filmen, wie etwa über die Nürnberger Prozesse und alliierten Kriegsverbrechen, insbesondere aber auch mit der zweiteiligen Dokumentation "Geheimakte Heß" seine politische Rechtslastigkeit unter Beweis gestellt. Vogt habe - so die Kritiker - damit auch in besonderem Maße die rechte Szene sowohl angelockt als auch inhaltlich bedient. Zwar bestritt Vogt die Anschuldigungen stets vehement. Dies konnte allerdings seinen Rücktritt aus dem Lehrauftrag an der Uni Leipzig ebenso wenig verhindern, wie den sich daraus verfestigten Verruf. Der hält sich hartnäckig – bis heute! SPREERRAUSCHEN hat nachgefragt. Im Gespräch mit: Prof. Dr. Michael Vogt, Historiker, Kommunikationswissenschaftler, TV-Journalist und Filmemacher.
Prof. Vogt, einigen Äußerungen und Publikationen im Internet zufolge, könnte man Sie – milde formuliert - als politisch rechtslastig einordnen. Ist das korrekt und falls nein, wie definieren Sie selbst denn Ihre persönlich ausgerichtete, politische Richtung?
Mit der Antwort auf die Frage, ob man politisch rechtslastig sei oder nicht, ist es so wie mit der Frage "Verprügeln Sie immer noch Ihre Frau?": Jede Antwort ist falsch und bringt einen in Schwierigkeiten.
Die Frage orientiert sich an der politischen Gesäßgeographie, welche einzig dem Zweck dient, das Denken einzustellen und der politische Auseinandersetzung enthoben zu sein, wenn der Gesprächspartner auf der falschen Seite sitzt. In der Tat würde ich mich am ehesten bei der politischen Position des ersten Nachkriegs-SPD-Vorsitzenden Kurt Schumacher wiedersehen – neutralistisch, sozialistisch, patriotisch. Und da ich nun einmal meine politischen Überzeugungen unabhängig vom Zeitgeist und politischen Moden habe, gibt es auch Inhalte, die ich vertrete, die man landläufig als "rechts" einstuft – ebenso wie solche, die als "links" bezeichnet werden. In Wahrheit bin ich als ein denkender Mensch und nicht als bloßer "Schubladeninhalt" ein Eklektiker und suche mir von daher aus den unterschiedlichsten Gedankengebäuden meine eigene Positionen heraus, um daraus mein Gedanken-, Ideen- und Wertegebäude zu bauen.
Ebenfalls nachlesen lässt sich, Sie seien Mitglied der extrem rechten Münchner Burschenschaft Danubia gewesen. Das spiegelt ja durchaus eine bestimmte, politische Einstellung – zumindest in jungen Jahren - wieder. Immerhin stand diese Burschenschaft von 2001 bis 2006 auch unter Beobachtung durch den Verfassungsschutz.
Während die deutschen Burschenschaften im 19. Jahrhundert die politischen Vorkämpfer von Demokratie, Freiheitsrechten und Deutscher Einheit waren, 50 Prozent der Abgeordneten des ersten demokratischen Parlaments in der Paulskirche waren und z. B. in Österreich auch heute noch eine erhebliche Rolle im politischen Leben spielen, gelten sie in der BRD als reaktionär, rechts oder rechtsextrem. Für die Danubia, die in der Deutschen Burschenschaft eine besondere Rolle als intellektuelle Speerspitze spielt, gilt das in besonderer Weise. Dass die Danubia den unterschiedlichsten Menschen aus allen politischen Lagern sowohl eine politische Heimat als auch eine geistige Plattform des Disputs bot und bietet, gilt dann schon als verdächtig. Diese Burschenschaft ist sich seit 1848 ihren Prinzipien treu geblieben (was man von unseren Politikern für ihr politisches Wirken nur in ganz wenigen Ausnahmen behaupten kann) – und insofern bin ich als junger Student gern Burschenschafter bei der Danubia geworden und bis heute geblieben.
Was nun den Verfassungsschutz betrifft, so ist dieser heute eher ein (missbrauchtes) Instrument des politischen Kampfes als eines wirksamen Schutzes unserer Verfassung. Insbesondere dient er in der – wie man an der Frage sieht – wirksamen und dauerhaften Diskreditierung und Diffamierung politisch Unliebsamer auf der einen und deren wirtschaftlichen Strangulierung auf der anderen Seite. Man hat dies besonders schon an einem fast zehn Jahre währenden Kampf der Zeitschrift "Junge Freiheit" gegen der "Verfassungsschutz" von NRW gesehen, bei dem das Innenministerium schließlich kleinbeigeben musste, als nach dem Regierungswechsel den neuen CDU-Herren klar wurde, dass der vormals SPD-geführte Verfassungsschutz selbst die neue CDU-Spitze in Verbindung zu Rechtsextremisten gebracht hatte. Das alles hat mit der Überwachung von Staatsfeinden nichts und mit politischer Diffamierung alles zu tun.
Ebenso war es mit dem bayerischen Verfassungsschutz in Sachen Danubia: Nach Ablösung des damaligen bayerischen Innenministers Beckstein, der sich im "Kampf gegen Rechts" ganz besondere Meriten erwerben wollte (und vielleicht auch damit die Nationalzeitungsvergangenheit seines Vaters zu kompensieren meinte), hat der neue Innenminister die "Überwachung" sang– und klanglos eingestellt. Einen Grund für eine solche Überwachung der Danubia hatte es ohnehin nie gegeben – nur die Instrumentalisierung des Verfassungsschutzes und die Diskreditierung der Danubia als "auffällig geworden" insbesondere gegenüber dem bürgerlichen Lager funktioniert bis heute prächtig.
Nachforschungen jener Studentenvertreter, die Sie ins Visier genommen hatten, fanden unter anderem Grußworte auf dem Programm anlässlich einer Mobilmachung gegen den Nürnberger Prozess. War das Grußwort tatsächlich von Ihnen oder fühlen Sie sich benutzt?
Die Bezeichnung "Studentenvertreter" muss ich als Etikettenschwindel bezeichnen: Wer 18 Jahre an einer Uni lehrt, Tausende von Studenten in Seminaren unterrichtete, unzählige Hausarbeiten betreute und als Gutachter von ca. 100 Magister-, Diplom- und Bachelorarbeiten tätig war, ohne dass es auch nur ein einziges Mal den geringsten Anlass seitens der Studenten, der Dozentenkollegen oder der Uni zu Kritik gab, hat offenkundig nichts falsch gemacht. Richtig ist, dass es – trotz meiner ja politisch bekannten Einstellung und meiner Filmographie – 2007 gerade einmal zwei Studenten waren (u. a. die mit dem so wesentlichen Job an einer Uni versehene "Antirassismusbeauftragte"), die, in wessen Auftrag auch immer, eine Kampagne mit dem Ziel, mich von der Uni zu entfernen, erfolgreich umsetzten. Interessen von Studenten war dabei das Allerletzte, was eine Rolle spielte. Es ging – und das wurde Klartext in den die Kampagne begleitenden und wahrscheinlich auslösenden Antifa-Internetseiten geschrieben – darum, mir die Professur zu nehmen, weil diese mir als vermeintliches Entré z. B. bei n-tv gedient habe. Es ging also ganz eindeutig darum, mittels einer solchen Kampagne, einen unliebsamen Zeitgenossen seines beruflichen Aktionsraumes zu berauben.
Natürlich hat es seitens solcher "Studentenvertreter" nie eine Befragung oder eine inhaltliche Auseinandersetzung mit mir gegeben. Und daher wurde natürlich viel Unsinn behauptet.
Ich will daher nicht ausschließen, dass mein Nürnbergfilm von irgend jemand gezeigt wurde. Ob es dabei um eine "Mobilmachung" gegen den Nürnberger Prozess ging, weiß ich nicht. Mir ist eine solche "Mobilmachung" nicht bekannt und auch die zitierte Veranstaltung nicht. Grußworte gebe ich grundsätzlich keine ab – und von daher auch nicht bei einer solchen Präsentation meines Filmes. Entweder zeige ich den Film selbst, dann braucht es kein Grußwort, oder wer auch immer zeigt meinen Film, dann hat eine solche Veranstaltung mit mir nichts zu tun. Das, was also hier "gefunden" wurde, hätte bei kurzer Nachfrage bei mir als kompletter Unsinn zu den Akten gelegt werden können.
Dann wieder soll Ihr Name auch auf einer Teilnehmerliste der im europäischen Parlament vertretenen Fraktion "Identität, Tradition, Souveränität" (ITS) aufgetaucht sein, an deren Tagung Sie schließlich – laut Aussagen von Zeugen – auch leibhaftig teilgenommen haben sollen. Sie dementieren dies bis heute, doch wer soll sich aus welchem Grund Ihre Teilnahme ausdenken?
Auch hier ist die Recherche falsch: Ich tauche für ca. eine Stunde auf einer Internetpresseerklärung einer von der ITS veranstalteten Tagung auf. Diese Presseerklärung habe ich nie unterschrieben, mein Name dort war falsch, ein Versehen und wurde sofort, als ich darauf hinwies, gestrichen. Das war alles, ist aber nie zur Kenntnis genommen worden, sondern stets der Umstand betont worden, dass ich diese Presseerklärung unterschrieben hätte, was falsch ist.
Es gibt viele Menschen mit rechtsextremistischen Gedankengut, die öffentlich allerdings nicht dazu stehen. So, wie es damals im Zweiten Weltkrieg viele Bürger gab, die das damalige Nazi-Regime befürworteten, sich im späteren Leben aber nicht mehr daran erinnern wollten und konnten. Sie gehören garantiert nicht zu einer Klientel, die anders denkt, als lenkt?
Im Unterschied zu vielen anderen stehe ich zu meinen Positionen – egal, ob sie jemandem passen oder nicht. Im übrigen ist es als Filmemacher und TV-Journalist, der zahlreiche heiße Eisen anpackt und dabei nie mit seiner Meinung hinter dem Berg hält, schwierig, seine Meinung zu verstecken. Das ist es ja, was mir die Probleme macht.
Im Übrigen bin ich ein klarer Gegner der politisch verordneten und im Übrigen historisch falschen Kollektivschuldthese. Ich gehöre zu den wenigen Historikern, die sich im Rahmen einer zweiteiligen ARD-Dokumentation mit den Gründen der NSDAP-Wähler befasst hat, 1933 bei der Reichstagswahl und 1938 beim Anschluss Österreichs entsprechend gewählt zu haben. Dabei haben wir nicht über diese Menschen, sondern mit ihnen geredet, sie selbst befragt und so einen Einblick bekommen, warum sich die politische Landschaft am Ende der Weimarer Republik nach Links- und Rechtsaußen verschob und 1938 dann die NS-Politik eine politische Bestätigung per Volksabstimmung erfuhr. Es lohnt sich in der Tat, genauer hinzusehen, bevor man eine komplette Generation verurteilt.
Auf der anderen Seite wünsche ich mir heute, da wir im Unterschied zu damals – zumindest der Theorie nach – keine gleichgeschalteten Medien haben, dass die Bürger heute einer Politik der Kriegsführung der BRD, einer Unterstützung der US-Kriegsverbrechen z. B. im Irak und einer Politik der Abschaffung unseres Grundgesetzes durch den Lissabonner Vertrag, einer durch diesen Vertrag bedingten Militarisierung der EU und dem sich abzeichnenden Weg in einen Überwachungsstaat Widerstand entgegen brächten. Wir alle nämlich könnten von der nächsten Generation einmal gefragt werden, warum wir diesem Trend einer neuerlichen Machtergreifung keinen Einhalt geboten haben. Und dann können wir uns keinesfalls mit dem "Das haben wir nicht gewusst" herausreden. Ich für mich bin jedenfalls froh, dass ich meinen Mund zu all diesen Fragen nicht gehalten habe.
Sie haben zusammen mit dem Historiker Olaf Rose, der Vorstandsmitglied der rechtsextremen "Gesellschaft für freie Publizistik" ist und inzwischen als "Parlamentarischer Berater" der sächsischen NPD-Landtagsfraktion agiert, die "Geheimakte Heß" gedreht. Dass sich da so mancher Gedanken macht, ist doch verständlich, oder etwa nicht?
Ich habe die "Geheimakte Heß" bzw. die zwei n-tv-Kurzfassungen mit Olaf Rose 2004 gedreht. Da war er weder Vorstand der „Gesellschaft für freie Publizistik" noch "Parlamentarischer Berater" der sächsischen NPD-Landtagsfraktion, was er 2007 wurde. Eigentlich müsste das an sich schon reichen, da man mir ja wohl keine präkognitiven Fähigkeiten abverlangen kann, etwas zu wissen, was selbst Olaf Rose 2004 nicht wusste und erst gut zwei Jahre später eintrat. Das Einfordern eines „Sich-Gedanken-machen“ ist also alles andere als redlich, da niemand von mir erwarten kann, dass ich 2004 hätte wissen können, was 2007 eintreten würde.
Die Geheimakte Heß, die vermeintliche frühzeitige Friedensangebote der Deutschen historisch beleuchtet und inzwischen aus dem Programm des Senders n-tv herausgenommen wurde, sollte die Gesamtheit der Schuld des Nazi-Regimes relativieren? Oder welche Botschaft wollten Sie und Rose damit vermitteln?
Hier sind gleich mehrfache inhaltliche Aussagen falsch: Die beiden Filme zum Englandflug 1941 von Rudolf Heß und seinem Tod in Spandau sind nie "aus dem Programm des Senders n-tv herausgenommen" worden. Sie sind insgesamt sieben Mal ausgestrahlt worden, und was anderes war auch nicht geplant. Dass der Sender im engen Kontakt mir Olaf Rose und mir eine redaktionelle Betreuung vorgenommen hat und dabei auch konkrete inhaltliche Wünsche äußerte, dass z. B. weitere (u. a. internationale) Experten zu Rate gezogen werden sollen, macht deutlich, dass n-tv sehr journalistisch und sachlich orientiert an dieses schwierige Thema herangegangen ist – und sich schließlich zu einer gleich mehrfachen Ausstrahlung entschloss. Insofern ist es falsch, die Filme seien aus dem Programm genommen. Sie werden – wie zigtausend andere Filme in allen Sendern auch – nicht weiter wiederholt, was völlig normal ist.
Da diese Frage überdies aber deutlich macht, dass die "Geheimakte Heß" unbekannt ist, muss ich zu dieser filmischen Dokumentation klarstellen, was der Gegenstand und was vor allem nicht der Gegenstand des Filmes war: In der Dokumentation berichten wir anhand neuster, im britischen National Archive (ehemals Public Record Office) vom britischen Junghistoriker Martin Allen gefundenen diversen deutschen Friedensvorschlägen an England, wonach Deutschland bereit war, u.a. alle besetzten Länder zu räumen, Reparationszahlungen für entstandene Beschädigungen an diese Länder zu zahlen, sowie einen polnischen Staat wiederherzustellen. Dadurch wären mit einem Schlag all die Gründe weggefallen, die am 3. September 1939 den britischen Kriegseintritt rechtfertigten. Die zum Durchkämpfen des Krieges entschlossene britische Regierung hätte aber ihrem Volk und der Öffentlichkeit nicht verständlich machen können, dass, während alle Kriegsziele durch Verhandlungen zu erreichen gewesen wären, man trotzdem weiterkämpfen sollte.
Heß wurde – das zeigen die im Film erstmals gezeigten Dokumente – vom britischen Gehheimdienst SO1 in eine Falle gelockt: Die komplette Korrespondenz, die Heß über seinen Vertrauten, Prof. Haushofer, mit dem Duke of Hamliton zu führen glaubte, führten sie in Wirklichkeit mit dem SO1. In der Tat gab es eine ganze Reihe von Friedensinitiativen in Richtung England von ganz unterschiedlichen Adressaten in und außerhalb des deutschen Reiches. So gibt es z. B. ein eigenes Dossier des Foreign Office, in dem auf ca. 20 Seiten ein ganzes Bündel von Friedensvorschlägen zusammengefasst wird. Ein Exemplar der Dosssiers, das nur einem ganz kleinen Kreis zur Verfügung gestellt wurde, liegt im Public Record Office und wird im Film gezeigt.
Der Film erwähnt einen konkreten Mehrpunktefriedensplan eines Dr. Weissauer, den dieser dem britischen Botschafter in Schweden, Mallet, unterbreitet. Auch dieser Plan sieht neben dem kompletten Rückzug aller deutscher Truppen aus den westlichen Kriegsschauplätzen, dem Angebot, für die entstanden Kriegsschäden Entschädigungen zu leisten auch den Punkt "Wiederherstellung des polnischen Staates" vor. Dieser Friedensvorschlag stammte direkt von Hitler: Dr. Weissauer war eine Art persönlicher Rechtsanwalt Hitlers. Insofern liegt es durchaus nahe, dass Hitler auch von den Plänen von Heß wusste bzw. diesen perssönlich nach England geschickt hat. Inzwischen ist der Bericht eines Augenzeugen aufgetaucht, der von einer Sitzung unmittelbar von dem Englandflug bei Hitler berichtet, bei der sämtliche Details der Heß-Mission im Fall eines Erfolgs und im Fall eines Mißerfolgs von Hitler persönlich festgelegt wurden.
Sämtliche dieser Friedensinitiativen wurden von Churchill und seinem Außenamtsstaatssekretär Vansittart kategorisch abgelehnt. Churchill erklärte, England könne den europäischen Krieg nicht gewinnen, sondern nur einen Weltkrieg. Daher ging es ihm um eine Politik der unbedingten Kriegsausweitung. Im übrigen sei es ihm egal, ob Deutschland von den Nazis oder einem Jesuitenpater regiert werde. Und Vansittart, sein Chefdenker und Chefstratege, machte in einer Notiz an den Außenminister Eden deutlich, dass es um die "Vernnichtung Deutschlands, nicht um Nazi-Deutschlands" ginge und von daher sämtliche Friedensangebote abzulehnen seien. Man habe – so Vansittart weiter – "genug von Angeboten von Weissauer, Dahlerus, Goerdeler und Konsorten" (siehe Dokument unten). Damit scheiterten an der antideutschen Haltung der britischen Regierung auch die Chancen, gemeinsam mit Vertretern des Deutschen Widerstandes eine politische Veränderung im Deutschen Reich und ein Ende der NS-Herrschaft zu erreichen.
Daß Heß sehr wahrscheinlich mit einem konkreten Friedensvorschlag nach England flog, sollte (und soll bis heute) nicht bekannt werden. Daher durfte im Nürnberger Prozess Prof. Karl Haushofer, der die Pläne Heß’ kannte, in seinem Auftrag den Flug plante und die komplette Korrespondenz von Heß mit dem Duke of Hamilton führte, auf keinen Fall zugunsten von Heß aussagen. Und so erhielten Haushofer und seine Frau vor seiner geplanten Zeugenaussage Besuch von zwei britischen Geheimdienstagenten. Die Herren müssen so überzeugend gewesen sein, dass Haushofer sich selbigen Tages zusammen mit seiner Frau im Wald erhängte. Die beiden Geheimagenten konnten ihrem Auftraggeber, dem späteren britischen Hochkommissar in der BRD, anschließend erleichtert nach England melden, dass „das Problem diesen Mann und den Nürnberger Prozeß betreffend beseitigt“ wurde (siehe Dokument unten). Auch dieses Dokument zeige ich in meinem Film, und es berechtigt, wie man es juristische formulieren würde, einen "berechtigten Anfangsverdacht", dass es bei dem "Selbstmord" vielleicht nicht ganz mit rechten Dingen zuging. In jedem Fall starb Haushofer für das IMT zur rechten Zeit und konnte für Heß und über den Englandflug keine Aussage mehr machen.
Aus all dem Gesagten wird nun aber auch deutlich, dass es mit dem Heßfilm nie darum ging „die Gesamtheit der Schuld des Nazi-Regimes“ zu bestreiten bzw. diese Schuld überhaupt nur anzusprechen. Thema sind nicht unbestreitbare NS-Verbrechen, sondern der Englandflug 1941, das Handling dieser und anderer Friedensangebote an England und deren Ablehnung aus einer letztlich chauvinistischen und rassistischen Position Churchills Deutschland gegenüber heraus. Wer damit deutsche Verbrechen rechtfertigen will, ist kein Wissenschaftler, und wer mir das unterstellt, hat den Film nicht gesehen.
Rassismus, Antisemitismus & Co beginnen bereits mit der Diffamierung, Ausgrenzung, Diskriminierung und schlimmstenfalls auch Tötung eines Einzelnen. Auch hier hätte man die Geschichte – auch nach der "Geheimakte Heß" - nicht umschreiben müssen und können.
Welche wahren Worte – aber die Gerechtigkeit ist unteilbar. Verbrechen sind – wie wir nun wahrlich ab 1945 tagtäglich erleben – keine deutsche Erfindung und keine deutsche Spezialität. Insofern wäre es wichtig, angesichts der verübten Verbrechen auf allen Seiten, diese auch beim Namen zu nennen. In der Tat hat die Herausnahme der alliierten Verbrechen z. B. aus dem Nürnberger Prozess genau dazu geführt, dass sich die Alliierten als von keiner Schuld getrübt betrachten – eine Haltung, die z. B. seitens der USA bis heute gilt und trotz zahlreicher Angriffskriege, zahlreicher, millionenfacher Kriegsverbrechen von 1945 bis heute wegen der Nichtanerkennung des Internationalen Gerichtshof US-Amerikaner aus jeder internationalen Strafverfolgung ausnimmt.
Die Botschaft wegen des Siegerrassismus’ à la Nürnberg an die Welt ist: Kriegsverbrechen kann man gefahrlos begehen, wenn man nur den Krieg gewinnt. Verurteilt und verfolgt werden nur die Verlierer. Und so wird eben Saddam gehenkt, Milosevic vor Gericht gezerrt aber Bush und Blair gehen straffrei aus.
Insofern will die Geheimakte Heß die Geschichte nicht umschreiben, sondern nur auf den Umstand hinweisen, daß es vielleicht 1941 die Chance zum Frieden gegeben hat. Und angesichts der Opfer, die nach 1941 noch dem Krieg zum Opfer fielen, darf dieser Punkt durchaus Erwähnung finden – ohne in irgendeiner Form deutsche Schuld und deutsche Verbrechen zu bagatellisieren. Nur die Feststellung, dass an Churchills Händen eben auch millionenfach Blut klebt, sollte zu einer Standarterkenntnis der Historiographie werden.
Und schließlich gibt es den Opferrassismus als einen ebenfalls verwerflichen Aspekt des Rassismus’: Da in der Tat „jede Tötung eines Einzelnen“ Mord ist, sollten wir endlich aufhören, zwischen wertvollen und weniger wertvollen, ja wertlosen Opfern zu unterscheiden. Die Verlogenheit von Nürnberg regiert nämlich mit grausamsten Auswirkungen bis in unsere Tage hinein. Wenn nämlich in einem Land Rohstoffe (insbesondere Öl) oder geostrategische Gründe vorliegen, müssen wirkliche oder vermeintliche Völkerrechtsverletzungen sofort geahndet werden. Da wird eben wie in Afghanistan ein ganzes Land mit Krieg überzogen, weil angeblich in irgendeiner Höhle ein Terrorist vermutet wird. (Niemand wäre auf die Idee gekommen, z. B. London zu bombardieren, hätte sich Bin Laden in der britischen Hauptstadt versteckt.) Doch wenn in Afrika in einem wirtschaftlich oder strategisch uninteressanten Land ein Genozid stattfindet, ist das allenfalls eine Fußnote Wert, und das weitere Engagement wird humanitären NGOs überlassen.
Die reine Mitwisserschaft ist ebenfalls eine Schuld, wenngleich dies auch von den meisten Menschen nicht so gesehen wird. Insofern könnte auch die "Geheimakte Heß" - so sie denn historisch, authentisch und substantiell hätte Bestand haben können, am katastrophalen Tatbestand nichts geändert.
Natürlich ist Mitwisserschaft Schuld. Habe ich das in meinem Film bestritten? Ist das überhaupt Gegenstand des Films? Die Frage geht am Filmthema komplett vorbei. Es muss wissenschaftlich möglich sein, einen Aspekt der Zeitgeschichte zu behandeln, ohne erst einmal tausend andere Themen aufzugreifen. Das ist wissenschaftlich Usus und normal – wird lediglich bei politisch unbequemen Forschungsergebnissen dann zu einem Problem. Was an Verbrechen wer in Deutschland zu welchem Zeitpunkt wusste oder nicht, ist nicht Gegenstand des Films, hat also im Film nichts zu suchen und kann resp. des "Fehlens" nicht zum Vorwort gemacht werden. Im Gegenteil, das Insistieren auf komplett anderen Themen macht deutlich, dass der Film entweder gar nicht gesehen wurde oder dass eine inhaltliche Auseinandersetzung nicht gewollt, ja nicht möglich ist, weil die Darstellung korrekt bzw. zumindest eine fachlich zulässige ist, was dann aber aus Gründen der Political Correctness nicht sein darf. Mit einer solchen Messlatte wird Wissenschaft zur Hure der Politik und fachlich wertlos.
Zurück zu Ihnen und Ihrem Werdegang nach November 2007. Es kam nach den massiven Vorwürfen der Studentenvertretung zu einem Gespräch zwischen Prof. Bentele und Ihnen. Das Ergebnis war die unverzügliche Abbestellung als Professor an dieser Universität. Warum konnten Sie die Vorwürfe nicht sofort entkräften?
Es gab keine "massiven Vorwürfe der Studentenvertretung", sondern eine Kampagne von zwei, den Job der Antifa betreibenden Studenten, eine Kampagne, die Eingang in die Medien fand. Eine Auseinandersetzung mit mir zum Thema meiner Filme hat es nie gegeben – im Gegenteil: Alle haben diese Auseinandersetzung gescheut, die ich – gerne mit den Historikern der Uni – geführt hätte.
Und: Was bitte war passiert? Ich habe zahlreiche zeitgeschichtliche Dokumentationen u. a. für das Fernsehen gemacht. Man muss diese Filme nicht mögen und ihre Schlüsse nicht teilen – aber kann mir ernsthaft aus journalistisch-wissenschaftlichen Arbeiten einen Vorwurf gemacht werden? Wir haben Presse-, Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit – zumindest ging ich bislang davon aus. Und von daher ist es eigentlich schon eine Zumutung, dass ich mich wegen Filmdokumentationen überhaupt rechtfertigen muss, nur weil die Filme bestimmten Kreisen nicht passen.
Da allen Beteiligten die Fragwürdigkeit der Vorgehensweise zumindest, wenn sie sich gegenüber ehrlich sind, klar war, aber wegen des Mediendrucks Presse-, Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit geopfert werden musste, hatte ich nie eine Chance. In einem angesetzten Hearing war – wie in jedem Schauprozess – das Urteil von Anfang an klar: Die Uni musste mein Lehrangebot beenden, weil sie sonst selbst zum Opfer einer medialen Hinrichtung geworden wäre. Daher konnte ich gegenüber den Kollegen die „Vorwürfe“ nicht entkräften, weil ich sie nie entkräften durfte, weil sie eine Entkräftung nicht medial durchzustehen glaubten.
Damals hieß es in einer Erklärung der Uni, sie seien abbestellt, bis mehr Klarheit herrscht. Lediglich von einer Pause war die Rede. Warum konnte bis heute eine solche Klarheit nicht hergestellt werden?
Was erwartet man von einer Institution, die dem Mediendruck nachgeben musste, weil es um die Meinungsfreiheit in unserem Land schlecht bestellt ist? Dass sie das zugibt, nachgibt und feststellt, dass jene „Studentenvertreter“ die Studenten nicht vertraten, weil die Studenten die einzigen sind, die wirklich Nachteile aus dem Ende meiner Lehrtätigkeit haben, da die ohnehin knappe Besetzung der Dozenten dadurch noch knapper wurde? Dass es Medien, Studenten und Uni nichts angeht, was ich für Filme mache? Dass meine journalistische Tätigkeit durch die Presse- und Wissenschaftsfreiheit abgedeckt ist und dass man gegenüber einer Presse- und Hetzkampagne eingeknickt ist? Natürlich fand und findet das alles nicht statt. Da niemand an einer solchen Klarstellung interessiert ist, findet sie nicht statt und wird sie auch künftig nicht stattfinden.
Summa summarum beklagen Sie in Ihrer Erklärung, die Sie nach diesem Desaster abgegeben haben, vor allem eine eklatante "Verletzung der Wissenschaftsfreiheit" Warum haben Sie nicht gegen Ihre Abberufung und insgesamt gegen die Vorwürfe der Studentenvertretung geklagt, wenn Sie die Vorwürfe für völlig unberechtigt halten?
Die Uni hat bei Honorarprofessoren jederzeit das Recht, auf die ja ursprünglich einmal gewollte (und insgesamt 18 Jahre durchgeführte) Lehrtätigkeit zu verzichten. Da gibt es keine rechtlichen Möglichkeiten – insbesondere, da es sich ja um eine ehrenamtliche, unbezahlte Tätigkeit handelt, keine arbeitsrechtlichen. Insofern erübrigt sich die Frage einer Klage.
Und da es sich um eine Medienkampagne handelt, hätte mir nur in der und durch die Presse Gerechtigkeit widerfahren können. Da die komplette Kampagne in den Medien aber ohne auch nur die geringste Auseinandersetzung mit mir und meinen Filmen stattfand, es also nur um Diffamierung und nie um einen Disput ging, kann ich auf eine Klärung der Vorwürfe durch die Medien bis ad calendam Graecas warten.
In der Tat waren es drei unabhängige Onlinedienste wie z. B. der Muslim-Markt (ebenfalls des, diesmal islamischen Extremismus’ verdächtig), die mir die Gelegenheit zu einem kritischen Interview gaben, also einen Journalismus lebten, wie er sonst nur noch in den Lehrbüchern stattfindet, während von der Leipziger Volkszeitung über spiegel online bis zur Frankfurter Rundschau eine mediale Hinrichtung stattfand, ohne den Delinquenten zu Wort kommen zu lassen.
Sie mussten sich beruflich neu orientieren. Das heißt, wer solchen Vorwürfen unterliegt, bekommt dann auch nirgendwo anders eine Professur, bzw. kaum noch ein Bein an die Erde?
Das ist richtig, und das ist das Ziel der Antifa gewesen – und unsere Medien machen bei so etwas mit. Dass das mit der beruflichen Vernichtung nicht geklappt hat, hängt damit zusammen, dass es immer noch berufliche Umfelder gibt, bei denen inhaltliches Stehvermögen gefragt ist und nicht stört.
Unter anderem arbeiten Sie heute für den Internet-Sender secret.tv. Zumindest einige Inhalte dort scheinen grenzwertig. Die Süddeutsche äußert sich in einem Artikel "Arier im Mikrowellen-Krieg"
Das ist in Ihrer Sicht überhaupt nicht, oder - bei kritischer Betrachtung – in Teilen gerechtfertigt?
Auch jener Beitrag in der Süddeutschen ist ein solches Beispiel eines platten Meinungsjournalismus. Der Beitrag wurde geschrieben, ohne auch nur einen Verantwortlichen zu Wort kommen zu lassen bzw. überhaupt nur zu kontaktieren. Auch hier ging es um politische Diffamierung und nicht eine einzige Auseinandersetzung mit auch nur einer einzigen Sendung von secret.TV. Und als ich im Gegenzug den Verfasser des SZ-Artikels in meine Sendung einlud und ein Gespräch über das ach so schlimme Programm von secret.TV zu unterhalten, hat dieser natürlich gekniffen, ja nicht einmal geantwortet. Feigheit und Diffamierung sind eben zwei Seiten einer Medaille.
Wie "gut" der SZ-Beitrag "recherchiert" ist, da mag ein Beispiel reichen, das im Übrigen auch die ganze Stoßrichtung des heute üblichen Gesinnungsjournalismus’ deutlich macht: Die SZ berichtet, dass der secret.TV-Gründer an seinem Gartentor ein heidisches (= rechtsradikales Sonnenrad) habe. Und damit sei die verwerfliche Gesinnung von secret.TV ausreichend belegt. Abgesehen davon, dass dies an sich schon völliger Unsinn ist und mit dem Programm von secret.TV natürlich nichts zu tun hat, handelt es sich in Wirklichkeit bei jenem vermeintlichen und im Photo abgebildeten „Sonnenrad“ des secret.TV-Gründers um ein altes bäuerliches Wagenrad (Speichenrad) – und zwar am Gartentor des Nachbarn! Soviel zur Qualität der Recherche der SZ.
Meine Sendung "Gegen den Strom" und mein Auslandsmagazin „Hinterm Horizont“ greifen spannende Themen mit kritischen und vor allem nonkonformen Geistern auf, bietet Alternativ- und Korrektivinformation und stellt damit ein kritisches Stück Journalismus jenseits des Mainstreams dar. Und deswegen mögen unsere Zuschauer den Sender und die Sendeformate, weil sie bei uns Hintergründe, Meinungen und Fakten geboten bekommen, die sonst unterdrückt werden – zur Zeitgeschichte ebenso wie zur Gentechnik, alternativer Medizin, Kritik an der EU, den Hintergründen zum 11. September, zur Uranmunition oder der Lage der Palästinenser, dem Krieg in Afghanistan, echtem Umweltschutz, die Gefahren durch RFID-Chips oder zur Wirtschafts- und Finanzkrise etc., etc..
Pressefreiheit macht nur Sinn, wenn es kritische Journalisten gibt. Erlauben Sie mir daher die Frage, ob die Neigung zur Grenzwertigkeit linear mit der Ablehnung nonkonformer gesellschaftlicher Aspekte einhergeht?
Ob ein Inhalt "grenzwertig" ist, ist mir egal. Ich bewerte nicht, sondern höre mir erst einmal die Argumente meiner Gesprächspartner an. Ich betreibe keinen Meinungs- und Gesinnungsjournalismus, sondern nehme meine Gäste ernst. Sie können bei mir unzensiert ihre oft unbequemen Positionen vortragen. Das ist selten geworden in unserem Land, und das schätzen meine Interviewpartner an meinen Sendungen.
Und Nonkonformität ist letztlich Ausdruck geistiger Freiheit. Wissenschaft ist stets durch Außenseiter und Querdenker vorangetrieben worden. Das ist es, was mir an meinen Sendungen Spaß macht – auch wenn ich nicht sämtliche Positionen meiner Interviewpartner teile. Das muss ich auch nicht, nur respektieren sollte ich sie. Und das tue ich.
Publizieren birgt immer auch die Gefahr der Manipulation. Das war und ist keinesfalls Ihr Ziel?
Nicht-Publizieren birgt die Garantie der Manipulation. Und das ist es, was die PC-Meinungswächter gerne hätten, dass kritische Geister mundtot gemacht werden. Ich verstehe unter Meinungsfreiheit den offenen, kritischen Diskurs, bei dem auch nonkonforme und nicht dem Mainstream verhaftete Positionen zur Geltung kommen. Information und Aufklärung – das sind meine Ziele, die Dank der (noch) vorhandenen Unabhängigkeit im Internet umsetzbar sind. secret.TV steht da neben inzwischen einer Reihe anderer kritischer, nonkonformer Websites und leistet angesichts sonst fast gleichgeschalteter Medien eine wertvolle alternative Informationsarbeit. Und dazu will ich meinen Beitrag zu leisten.
Was wünschen Sie sich an Veränderungen im journalistischen Bereich?
Ich wünsche mir eine Rückkehr zu den eigentlichen journalistischen Grundsätzen und der journalistischen Ethik von Objektivität, sauberer Recherche, audite ad altera pars, Unvoreingenommenheit und geistige Offenheit – und jenes auch und gerade für die Geistesfreiheit geltenden Grundsatzes von Rosa Luxemburg, dass die Freiheit stets die Freiheit des anderen ist.
Ich wünsche mir das wohl wissend, dass dies angesichts des Macht-, Finanz- und Filzkartells von Medien und Parteien in der BRD ein Wunsch bleiben wird. Querdenker und Querköpfe verträgt dieses Land nicht. Und daran wird sich wohl auch in Zukunft nichts ändern.
Das Gespräch führte Ursula Pidun
Weitere Interviews





























Institut für Staats-































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