Skandalpe: BayernLB-Tochter Hypo-Alpe-Adria macht weiter von sich reden
6. Juni 2009, 13:45
[Dr. Frhr. Alexander Frhr. von Paleske] Die "kostbare" Tochter der Verlustbank Bayern LB, die austrische Hypo-Alpe-Adria, macht weiter von sich reden. Im negativen Sinne. Diesmal geht es um faule Kredite in Osteuropa. Die austrischen Banken sind mit rund 300 Milliarden Euro an Krediten in Osteuropa engagiert. Bisher sollen etwa 40 Milliarden Euro an faulen Krediten, also Kredite die seit mehr als 90 Tagen nicht mehr vom Kreditnehmer bedient wurden, aufgelaufen sein. Die Banken bestreiten jedoch diese Zahl und sprechen von "nur" 20 Milliarden Euro. Vermutlich werden nun Milliarden Euro abgeschrieben werden müssen. Und das dürfte noch nicht einmal das Ende sein. Denn mit dem Fortbestehen der Finanzkrise werden weitere Kredite notleidend. Auf der Hitliste der Eigner fauler Kredite besetzt die Hypo-Alpe einen Spitzenplatz. Demnach sollen knapp acht Prozent aller faulen "Osteuropa-Eier" auf das Konto der Hypo Alpe gehen. Auch daheim schaut es trübe aus
Die Kärntner Bank Hypo Alpe befand sich einst im Mehrheitsbesitz des Landes Kärnten, bevor der seinerzeitige Landeshauptmann Haider sie an die BayernLB losschlagen konnte. Sie gehört nun nur noch mit einem recht kleinen Anteil von weniger als zehn Prozent dem Land Kärnten. Das hat den Verkäufer und Kleinaktionär - also die Landesregierung Kärnten - jedoch nicht gehindert, nunmehr die Gründung einer Landesbank ins Auge zu fassen, die Klein- und Mittelbetriebe mit Krediten versorgen soll. Sozusagen eine Konkurrenz für die Hypo-Alpe auf dem Heimatmarkt. Im Juristenjargon würde ein solches Verhalten wohl als "grober Undank" abqualifiziert. Offenbar hatte die BayernLB vor der Bankenhochzeit vergessen, eine entsprechende Konkurrenzverbotsklausel in den Heiratsvertrag aufzunehmen. Für die BayernLB sind dies alles in allem trübe Aussichten am Wörthersee. Doch der bayerische Steuerzahler wird es schon richten.
Verweise:
Hypo Alpe Adria: Neuer Vorstand Pinkl hüpft von einem Milliardengrab zum nächsten
Skandalbank in Österreich: Die Hypo Alpe Adria
Die Finanzkrise (Artikelsammlung)
Photo: Pressefoto Hypo Alpe Adria


























Institut für Staats-






























