Aktuell

Aktuelles Video

Omid Nouripour (Grüne)

Der Verteidungs-
Experte sieht viel Klärungsbedarf hinsichtlich des Luftangriffs im afghanischen Kundus. Ein Untersuchungs-
ausschuss soll nun klären, ob der Öffentlichkeit bewusst die Wahrheit vorenthalten wird.

Zum Interview    

Prof. Dr. Ch. Broelsch

Der Transplanta-
tionschirurg äußert sich in unserem aus-
führlichen Inter-
view über die schwerwiegenden Vorwürfe und das derzeit anhängige Gerichts-
verfahren. Es habe ihn ziemlich aus der Bahn geworfen, offenbart Broelsch.

Zum Interview    

Domenika Ahlrichs

Im Gespräch mit der derzeitigen Chefredakteurin der NETZEITUNG, die zum Jahres-
ende 2009 den redaktionellen Betrieb einstellt. Damit soll der Weg für ein automatisiertes Nachrichtenportal geebnet werden.

Zum Interview    

Dr. Michael Maier

Der ehemalige Chefredakteur der NETZEITUNG ist sich sicher: Das Ende der Netzeitung ist auch ein Menetekel für die Branche.

Zum Interview    

Sebastian Knauer

Der SPIEGEL-Redakteur und Herausgeber der Publikation "Barschel - Die Akte" geriet 1987 auf dem Höhepunkt des Barschel-Skandals selbst in den Sumpf des Polit-Thrillers, als er den toten Politiker auffand.

Zum Interview    

Dr. Hermann Otto Solms

Der Vizepräsi-
dent des Deut-
schen Bundes-
tages hat in den vergangenen Jahren ein Gesamtkonzept zur Reform der direkten Steuern entwickelt. Wir hatten Gelegenheit, mit ihm darüber zu sprechen.

Zum Interview

Parlamentsfernsehen



Jens Seipenbusch

Der Vorstands-
vorsitzende der schnell wachsen-
den Piratenpartei in Deutschland spricht über Bürgerrechte im digitalen Zeitalter und mehr Transparenz in Politik und Behörden.

Zum Interview

Gerd Heidemann

Mehrteiliges Interview mit dem Ex-"Stern"-
Reporter und einstiegem Kriegsbericht-
erstatter Gerd Heidemann, dessen Karriere mit dem Medien-Flop um die gefäl-
schten Hitler-Tagebücher ein jähes Ende fand.

Zum Interview

Hans Wall (Wall AG)

Die außer-
gewöhnliche Erfolgsge-
schichte des einstigen Mechanikers, der zu einem der bekann-
testen Werbegiganten Deutsch-
lands aufstieg, begann Ende der 70er Jahre mit einer cleveren und gleichsam ungewöhnlichen Idee.

Zum Interview

Dr. Volker Wissing (FDP)

MdB und Mitglied des FDP-Bundes-
vorstandes spricht über das Desaster HRE, Enteigungen, Versäumnisse, Intransparenz und einen Untersuchungsausschuss

Zum Interview

Graf von Faber-Castell

Der Top-
manager und Vorstands-
vorsitzende der Faber-Castell AG in Stein äußert sich im Interview zu Tradition und Fortschritt, unternehmerische Verantwortung und Nachwuchsförderung

Zum Interview

Dr. Hermann Bühlbecker

Der Top-Unter-
nehmer steht seit 1977 an der Spitze des Unternehmens Lambertz in Aachen. Im Interview spricht er über Standorte, Verantwortung und den Wert guter Beziehungen.

Zum Interview

Prof. Dr. C. Pestalozza
Prof. Dr. C. G. Paulus

FU Berlin und Humboldt-Universität zu Berlin beantworten Fragen zum Finanzmarktstabili-
sierungsgesetz

Zum Interview





Wolfgang Grupp, Trigema

Der schwäbische Unternehmer spricht über Globalisierung, Exportwelt-
meister, Hoch-
lohnland Deutschland, Ethik, persönliche Haftungen und erfolgreiche Unternehmensführung.

Zum Interview

Dr. Michael Meister (CDU)

Dr. Michael Meister, Stellver-
tretender Vorsitz-
ender der CDU/
CSU-Bundestags-
fraktion über Wirtschafts- und Sozialkompetenz, staatliche Eingriffe und die Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft.

Zum Interview

Dirk Niebel (FDP)

Generalsekretär der FDP-Bundes-
partei über Ankerplätze, Krisen, Politik-
verdrossenheit und einer bedenklichen Entwicklung zu einer sozialistischen Marktwirtschaft.

Zum Interview

Prof. Markus Heintzen

Dekan des Fachbereichs Rechtswissen-
schaft der Freien Universität Berlin über die umstrittene Pendlerpauschale und Verfassungskonformität.

Zum Interview

Sir Quett K. J. Masire

Masire war von 1980 bis 1998 Präsident von Botswana. In einem ausführ-
lichen Interview mit uns äußert sich Masire zur schwierigen Lage im Kongo.

Zum Interview

DER MADOFF-SKANDAL

FLOP des Jahres:

CDU und SPD schmettern Volksentscheide ab

TOP des Jahres:

Vorgänge um Hypo Real
Estate unter der Lupe

DIE FINANZKRISE

AMERIKA, wer bist Du?

Ulrich Müller

Wer regiert in Berlin? Vor allem auch Lobbyisten! Ulrich Müller, Vor-
standsmitglied von LobbyControl auf den Spuren der Lobbyisten in Berlin.

Zum Interview

Dr. Timo Grunden

Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Politikwissenschaft der Universität Duisburg-Essen über die Studie: "Politikberatung im Innenhof der Macht".

Zum Interview



Andrea Titz/Richterbund

Staatsanwältin und Mitglied des Präsidiums des Deutschen Richterbundes über Weisungs-
gebundenheit der Staatsanwälte.

Zum Interview

Dr. Werner Hoyer (FDP)

Stellvertretender Vorsitzender und außenpolitischer Sprecher der FDP-Bundes-
tagsfraktion zur aktuellen Situa-
tion in Georgien.

Zum Interview


Prof. Dr. H. J. Selenz

Der Wirtschafts-
ethiker und Gründer des Vereins "CLEANSTATE e.V." über Moral, Ethik, Brandstifter und Defizite im Rechtssystem.

Zum Interview

Im Gespräch mit:

Prof. Dr. C. Pestalozza
Institut für Staats-
lehre, Staats- und Verwaltungsrecht, Freie Universität Berlin zur Vorrats-
datenspeicherung.

Zum Interview

Rainer Brüderle

Stellvertretender Fraktionsvor- sitzender der FDP über Mindestlöhne, Investivlohn und Fachkärftemangel.


Zum Interview

Wetter

Aktuelles Wetter in Berlin:


Temperatur: 4 C
UV Index: 0
Luftfeuchte: 93 %
Sichtweite: 4.0 km
Luftdruck: 1017.9 mb
Windstärke: 19 km/h

Weather data provided by weather.com

Counter

senden

Schlupfloch Sicherheitszaun: Palästinensische Arbeiter in Israel (1)

21. Oktober 2009, 18:01
Gastbeitrag aus TEL AVIV:
i1[Nirit Sommerfeld] Allmorgendlich um sieben – pünktlich wie Maurer eben sind – beginnt der Tag in unserer ansonsten beschaulichen kleinen Straße im alten Norden Tel Avivs mit Hammerschlägen, Maschinenlärm und lauten Zurufen. Aus einer engen Baulücke heraus wächst Woche für Woche ein weiteres Stockwerk eines modernen Mehrfamilienhauses im eleganten Post-Bauhaus-Stil. Natürlich ist keiner der Anwohner begeistert angesichts von Baulärm, Schmutz, Betonstaub, Dieselabgasen. Die Aussicht auf eine hydraulikbetriebene Tiefgarage, die vermutlich besonders an den Wochenenden ganze Nächte lang frequentiert werden wird, lässt auch keine Freude aufkommen.

Einen der Nachbarn, einen pensionierten Polizisten, scheint die Situation derart zu ärgern, dass er mit allen möglich Mitteln den Bau zu behindern versucht. Dummerweise richtet sich sein Ärger jedoch nicht gegen die Verantwortlichen, nämlich Bauherren, Architekten oder Bauunternehmer, sondern gegen die, die unter härtesten Bedingungen den Traum vom israelischen Luxusappartment Wirklichkeit werden lassen: die palästinensischen Arbeiter. Sie werden aus den sogenannten 'Gebieten', dem von Israel besetzten Westjordanland, illegal nach Israel gebracht, wo sie für geringe Löhne unter schwierigen und nicht selten gefährlichen Bedingungen israelische Häuser bauen.

Als Mitte November einige 'unserer' Arbeiter bei einer Polizeirazzia verhaftet werden, will ich mehr über ihr Schicksal erfahren. Zusammen mit unserem befreundeten Nachbarn Amos wohne ich der Verhandlung beim Friedensgericht bei. Die Arbeiter, von denen nur einer Hebräisch spricht, werden in Handschellen und Fußketten in den Gerichtssaal geführt und von zwei arabisch-israelischen Pflichtverteidigern vertreten. Ein moderater Richter lässt sich den Sachverhalt kurz schildern und verurteilt drei von ihnen mit der Mindeststrafe, so dass sie zum muslimischen Opferfest wieder zu Hause sein können. Der vierte wird zu fünf Monaten verdonnert, warum – das weiß keiner so genau.

Einige Abende später sitzen wir mit zwei Arbeitern in Amos' Wohnung zusammen, den Brüdern Djibril*, 26, und Hassan*, 28, aus Hebron. Djibril hat sich am Finger verletzt, weil er im Halbdunkel noch gehämmert hat, um eine Verschalung fertig zu stellen. Ich versorge ihn mit Jod, Salbe und Pflaster – und verstoße damit gegen das Gesetz: 'Illegale' Palästinenser dürfen weder versorgt, chauffiert noch beherbergt werden. Amos hat also illegalen Tee gekocht und Datteln und Halva auf den Tisch gestellt; wir möchten mehr über die Lebens- und Arbeitsbedingungen der beiden erfahren und bitten sie um dieses Gespräch.

Wer hat Euch engagiert, um auf diesem Bau zu arbeiten?
Farid, einer aus unserem Dorf in der Nähe von Hebron, er ist der Mittelsmann. Er hat eine blaue ID (Anm. d. Red.: israelischer Personalausweis). Die hat er vermutlich bekommen, weil er mit dem Shabak, dem israelischen Innen-Geheimdienst, zusammen arbeitet.

Wie seid Ihr hierher gekommen? Ihr könnt ja nicht einfach in den Bus steigen und die Mauer passieren.
Farid hat einen Lieferwagen, einen Ford Transit. Wir stehen, sitzen oder liegen die ganze Fahrt über zusammengepfercht in dem Wagen, bis zu 14 Mann. Die Fenster sind geschwärzt, vor uns her fährt ein PKW, der ständig mit unserem Fahrer in Funkkontakt ist. Er hält Ausschau nach Polizeikontrollen oder anderen Gefahrenquellen.

Und wie kommt Ihr über die Grenze?
Es gibt da einige Möglichkeiten, Feld- und Schleichwege, die an den großen Checkpoints vorbei führen. Das ist eigentlich kein Problem. Wir steigen in einem Dorf in der Nähe von Jerusalem ein, von da aus gibt es einen regen Grenzverkehr.

Zahlt Ihr für den Transport?
Natürlich. Farid verlangt pro Fahrt und Mann 150 Shekel. (Anm. d. Red.: entspricht ca. 30 Euro. Mit dem Service-Taxi fahrt man die Strecke Jerusalem – Tel Aviv für 20 Shekel, also 4 Euro)

Fahrt Ihr deswegen an den Wochenenden nicht nach Hause?
Ja, zum einen wegen der Kosten, aber auch, weil das Risiko, unterwegs erwischt zu werden, viel höher ist. Ansonsten würden wir jedes Wochenende zu unserer Familie nach Hause fahren.

Djibril: Wenn sie mich erwischen, komme ich sofort ins Gefängnis, weil ich vorbestraft bin, wegen illegaler Arbeit und weil ich auch sonst Mist gebaut hab. Ich bin schon mal sechs Monate gesessen, drei davon in Einzelhaft. Die israelischen Gefängnisse gehen ja noch, da hat mich noch keiner geschlagen. Schlimmer ist es, wenn unsere eigenen Leute uns erwischen. Einmal haben sie mich in Bethlehem einfach aus dem Auto gezerrt und wollten mich verhören, wollten wissen, ob ich Waffen habe. Ich habe aber keine Waffen, das hab ich ihnen gesagt. Daraufhin haben sie mich in eine kleine Zelle gesteckt, ich musste barfuß auf einem Bein stehen und sie haben kaltes Wasser auf den Boden geschüttet. Sechs Stunden haben sie mich so auf einem Bein stehen lassen, ohne essen und trinken, ich durfte mich nicht einmal an die Wand lehnen.

Hassan: Mich würden sie nur nach Hause schicken, aber das wäre schlimm, wenn ich nicht arbeiten könnte. Ich habe eine Frau und zwei kleine Söhne, und jetzt sind Zwillinge unterwegs. Ich muss einfach Geld verdienen.

Wie viel verdient Ihr denn?
Je nachdem, welche Position Du hast, ob Du Hilfsarbeiter oder Polier bist. Wir schreiben die Stunden auf. Für acht Stunden bekommen wir Arbeiter 150 Shekel, das sind etwa 19 Shekel pro Stunde. (Anm. d. Red.: knapp 4 Euro; der offizielle Mindeststundenlohn in Israel beträgt 25 Shekel)

Offiziell darf man in Israel nur acht Stunden am Tag arbeiten, Ihr arbeitet aber oft zehn und im Sommer auch mal 12 Stunden täglich. Werden die Überstunden, so wie es gesetzlich verlangt wird, besser bezahlt?
Nein, für jede zusätzliche Stunde bekommen wir auch 19 Shekel.

Bekommt Ihr Euren Lohn regelmäßig ausbezahlt?
Nein, das hängt davon ab, wann Farid, der für uns Arbeiter verantwortlich ist, Geld vom Bauunternehmer bekommt.

Wem gehört denn der Bau?
Es gibt eine Eigentümergemeinschaft von mehreren Israelis, aber die kennen wir nicht. Sie haben den Bau an Maeheer, einen Araber aus Kalansua, übertragen, damit der ihn schlüsselfertig abgibt. Das ist der Dicke, der hier ab und zu auftaucht. Von dem kommt das Geld, er hat unserem Vorarbeiter, Rashid, 80.000 Shekel gegeben, die er an uns hätte verteilen sollen. Aber ihn hat man verhaftet; er sitzt jetzt im Gefängnis und keiner weiß, wo das Geld geblieben ist.

Djibril: Wir halten uns jetzt an Farid, er ist für uns verantwortlich. Wir haben mit ihm ausgemacht, dass er uns morgen für über 350 Arbeitsstunden ausbezahlt, sonst arbeiten wir nicht weiter. Da sind wir sechs Arbeiter alle solidarisch.

Was hat Rashid wohl mit dem Geld gemacht?
Vermutlich hat er es seinem Sohn in Ramallah übergeben; das wird nicht wieder auftauchen.

Was passiert, wenn einer mal krank wird oder sich verletzt? Seid Ihr versichert?
Djibril: Krank sein gibt's nicht. Wenn Du nicht arbeitest, bekommst Du auch kein Geld.

Hassan: Einer von uns, Salah, war mal verletzt, er musste sogar genäht werden. Er hat alle Arbeitsstunden gezahlt bekommen, die ihm zustanden, und hat dann trotz der Verletzung weiter gearbeitet. Versichert ist niemand, außer er hat eine Genehmigung vom israelischen Militär, hierher einzureisen.

Wer bekommt denn eine Genehmigung?
Das ist willkürlich. Jüngere Männer unter 30 bekommen meist keine. Unser Vater hatte eine, aber jetzt hat man sie ihm weggenommen. Er hat lange Zeit für eine Baufirma in Beer Sheva gearbeitet, dann hat er wegen der schlechten Arbeitsbedingungen gekündigt. Man hat ihm kein Zeugnis und keine Entlassungspapiere gegeben, jetzt sitzt er zu Hause und kann nichts machen.

Wie sieht es denn mit der Sicherheit auf dem Bau aus? Es gibt in Israel Vorschriften...
Auf unserem Bau ist es sehr gefährlich. Rashid hat kein richtiges Gerüst gebaut, ohne Geländer. Wir wissen, dass das gegen das Gesetz ist. Es gibt kein Gerüst, keine Schutzbrillen, keine Helme, keine Schuhe mit Metallkappen.
Einmal haben wir auf einem richtig ordentlichen Bau gearbeitet, da hat man uns nach wenigen Stunden nach Hause geschickt, weil wir Turnschuhe anhatten. Aber hier kümmert sich keiner, es interessiert hier keinen. Der Ingenieur wird dafür bezahlt, nicht zum Bau zu kommen, um die Missstände nicht zu sehen.

Ihr habt keine sanitären Einrichtungen, keinen Wohncontainer, Ihr verbringt Eure Freizeit auf der Baustelle.
Ja, wir dürfen uns ja nicht draußen erwischen lassen. Jeden Abend waschen wir uns und unsere Kleidung, dann kochen wir gemeinsam, manchmal holt einer was aus dem Supermarkt gegenüber.

Djibril: Ich bin von Anfang an auf dem Bau, und als ich es gar nicht mehr ausgehalten habe, bin ich schon mal im Park am Fluss entlang spazieren gegangen. Am besten ist es, wenn man mit Leuten ins Gespräch kommt, dann hält einen kein Polizist auf.

Nachts wird es schon empfindlich kalt. Wie schützt Ihr Euch?
Wir schlafen in den mittleren Stockwerken, wir haben genügend Matratzen vom Sperrmüll, außerdem einen israelischen Militär- und einen Polizeischlafsack, die halten gut warm! (beide lachen)

Könntet Ihr denn nicht auch in Hebron arbeiten?
Es gibt dort kaum Arbeit, und wenn, dann arbeitet man mindestens 10 Stunden und bekommt weniger Geld, vielleicht 50 Shekel am Tag.
Djibril: Ich würde am liebsten wieder als Gärtner arbeiten, aber auch hier in Israel. Ich habe die meiste Zeit meines Lebens in Israel gelebt und gearbeitet, ich bin in Ost-Jerusalem zur Schule gegangen und habe da mein Abitur gemacht. Ich komme hier gut zurecht.

Und wie ist es bei Euch zu Hause in Hebron? Wie lebt Ihr da?
Djibril: Unser Dorf ist eines von 99 kleinen Siedlungen um Hebron herum. Es ist von vielen Bäumen umgeben – und es ist wunder- wunderschön! Unsere Familie wohnt in einem großen Haus, das Hassan mit unserem Vater zusammen gebaut hat. Wir sind sechs Söhne und zwei Töchter; die Mädchen sind verheiratet und leben mit den Familien ihrer Männer. Von uns sind auch schon zwei verheiratet, wir leben mit den Frauen und Kindern unter einem Dach. Und wenn doch mal einer verhaftet wird, dann hält die Familie so zusammen (er verschränkt seine Hände langsam und fest).
Hassan: Ja, es ist sehr schön bei uns, Ihr solltet uns mal besuchen kommen.

Was würden denn Eure Nachbarn sagen, wenn Juden aus Israel zu Euch zu Besuch kämen?
Wir haben doch ständig mit Juden zu tun! Wir arbeiten mit ihnen, treiben Handel; sie bringen ihre Autos in unsere Werkstatt. Wir haben auch immer schon jüdische Freunde gehabt. Da ist unsere Familie keine Ausnahme.

Wer sind dann die Leute, die die Juden im Meer versenken und Israel vernichten wollen?
(beide setzen ein verächtliches Lächeln auf) Das sind diese Kerle von Fatah, Hamas und Djihad, allesamt Banditen, die herumlärmen und sich das ganze Geld einsacken, das wir Palästinenser aus aller Welt bekommen sollten.
Kommt nur zu uns nach Hause, dann seht Ihr selbst, wie schön es bei uns ist.

Teil II: Schlupfloch Sicherheitszaun: Palästinensische Arbeiter in Israel
Photo: Nirit Sommerfeld
Fügen Sie diesen Artikel folgenden Diensten hinzu:

Mister Wong del.icio.us Furl YiGG Yahoo MyWeb Taggle Folkd BlinkList Linkarena Google ShortNews

Wir freuen uns über sachliche Kommentierungen. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren, insbesondere wenn sie ehrverletzende, beleidigende, rassistische sowie anderweitig strafrechtlich relevante Inhalte enthalten. Eine Korrespondenz hierzu seitens der Redaktion entfällt.

Schiupfloch Sicherheitszaun

Peter Spang (Gast) - 6. Jun, 18:24
Sehr erhellend und bewegend!

Friedenspolitik

p.riegers (Gast) - 7. Jun, 10:05
Die Leute hier bekommen viel zu wenig mit von den Realitäten. Suggeriert wird nur schwarz oder weiß und weitreichende Anstrengungen, den Zuständen ein Ende zu bereiten, sind ferner denn je. Friedenspolitik ist ein hartes Stück Arbeit, nur wenige Politiker sind dafür überhaupt geeignet. Meistens sind sie es sogar, die Probleme erst weiter schüren.

tragisch

web_taifun (Gast) - 7. Jun, 11:39
eine Tragik ohne Ende. Wo ist das Problem, zwei Staaten in gleicher Anerkenntnis nebeneinander existieren zu lassen?

Danke!

Thomas Vogler (Gast) - 9. Jun, 12:29
Ich durfte die Arbeit und das unermüdliche Engagement von Frau Sommerfeld, tagtäglich ein kleines Stück mehr Frieden zwischen den Menschen in dieser Region zu erreichen, kennenlernen. Artikel wie der obige sind wichtig, um persönliche Schicksale fern ab der "großen Politik" begreifbar zu machen. Vor allem, wenn man um die Integrität und Glaubwürdigkeit der Verfasserin weiß. Mehr davon!

Suche

 

spotlight

SPREERAUSCHEN.net
+++Interviews+++








Spotlight: Der wöchentliche Überblick Reprtagen und Dokumentationen Im Gespräch mit: Podcast: Audios auf Spreerauschen Unter uns: Der Kommentar Archiv. Suchen und Finden


Kreativster Wahlspot

Dr. Werner Kilian

Der Botschafter a. D. war zu Beginn seiner diplomatischen Karriere drei Jahre in Afghani-
stan und spricht im Interview über den deutschen Einsatz und die aktuelle, problematische Situation in dieser Region.

Zum Interview


Anna Maria Gadebusch

Spurensuche im Fall Marilyn Monroe:
Im Gespräch mit Anna Maria Gadebusch, Journalistin und Autorin des Radio-Features "Gute Nacht, Doktor!". Zum Interview


Ton Biesemaat

Mit brisanten Enthüllungen über das nieder-
ländische Königshaus hat sich der investi-
gative Journalist nicht nur Freunde gemacht. Wir haben nachgefragt.

Zum Interview


Prof. Dr. Michael Vogt

Historiker, Kommunikations-
wissenschaftler, TV-Journalist und Filmemacher über seinen Rücktritt aus dem Lehrauftrag an der Uni Leipzig.

Zum Interview



Volker Beck (Grüne)

Der Abgeordnete Bündnis 90/ Die Grünen spricht über Klimaschutz, Pseudoreformen und soziale Schieflagen.

Zum Interview

Ulrich Maurer (PDL)

Ulrich Maurer (MdB), Parlamen-
tarischer Geschäfts-
führer der Links-
fraktion im Bundestag, spricht über einen Politik-
wechsel und die Lasten der Krise.

Zum Interview





Powered by GOYAX

Nachgefragt:

Prof. Dr. P. Reisewitz

"Pressefreiheit unter Druck – Gefahren, Fälle, Hintergründe"

Zum Interview

Bernhard Docke

Der engagierte Anwalt von Murat Kurnaz spricht über den Kampf gegen die Arroganz der Macht.

Zum Interview

Dr. Michael Philipp

Historiker und Autor der Publikation: "Persönlich habe ich mir nichts vorzu-
werfen".

Zum Interview

Dr. Gregor Gysi (PDL)

Fraktionsvor-
sitzender DIE LINKE über die Fusion von WASG und PDS, Pläne der neuen Partei und Sozialpolitik.

Zum Interview

Satire exklusiv:



YouTube-Channel

Dieter Mörlein

Bürgermeister von Eppelheim über das Eppelheimer-
Modell für Studien-
gebühren

Zum Interview

Stephan Braun (MdL)

SPD-Politiker und Journalist über die „Junge Freiheit “: „De facto bleibt das Blatt gefährlich“.

Zum Interview



NEW YORK CITY

Politik-Hotspots

Dr. Heinrich L. Kolb

Unternehmer und Abgeordneter der FDP-Bundestags-
fraktion

Zum Interview

Hans-Christian Ströbele

Stellvertretender Fraktionsvor- sitzender Bündnis 90/Die Grünen über Geheimdienste und Mindestlöhne.

Zum Interview

Dr. Alexander v. Paleske

Mediziner, Jurist und Verteidiger einer der Angeklagten im so genannten dpa-
Prozess.

Zum Interview

Dr. H.O. Solms (FDP)

Der Vizepräsident des Deutschen Bundestages spricht über Steuerskandale, Bürokratieabbau, Steuerverschwendung und eine dringend erforderliche Steuer-Reform.

Zum Interview



Prof. Dr. G. v. Graevenitz

Rektor der Uni Konstanz über das Gesetz der Studien-gebühren.

Zum Interview

Dr. Malte Olschewski

ORF-Redakteur und ein vom Fernsehen geschädigter Journalist sucht "alles Geld der Welt".

Zum Interview

Stefan Collet

Student der Uni Münster und Vorstand des Magazins 360 Grad über die Anfänge, große Erfolge, Preise und Ausblicke

Zum Interview

Prof. Dr. Joachim Bohnert

Experte für Straf-
recht, Strafprozess-
recht und Rechts-
philosophie an der Freien Universität Berlin

Zum Interview

RSS-Feeds

Luftangriff in Afghanistan: Guttenberg räumt erneut Fehler...
Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat...
10. Dez, 23:47
Klimaschutz - Milliarden für die Armen
Die EU feilt an ihrem Kopenhagen-Deal. Fest steht,...
10. Dez, 22:15
Nach Haushaltsskandal: Kommunalwahl in Dortmund wird wiederholt
In Dortmund wird die umstrittene Kommunalwahl nach...
10. Dez, 21:59
Hohe Schulden: EU nimmt Griechenland in die Pflicht
Europäische Solidarität ja, Geld nein: Griechenland...
10. Dez, 21:39
Politik kompakt: 100 Milliarden Euro neue Schulden
Schäuble plant den Haushalt für 2010,...
10. Dez, 21:17
Matthias Platzeck - Neue Stasi-Geständnisse möglich
Die Stasi-Enthüllungen bringen Brandenburgs Ministerpäsident...
10. Dez, 20:50
Neuordnung der Studien: Professoren, auf die Barrikaden!
Die Kultusminister wollen das Bachelor und Master-Studium...
Ein Kommentar von Sven Becker - 10. Dez, 20:25
Luftangriff in Kundus: Die KSK und Guttenbergs Salamitaktik
Die KSK war offenbar in das Bombardement von Kundus...
Interview: Lutz Kinkel - 10. Dez, 19:30
Nobelpreis-Rede in Oslo: Obamas gerechter Krieg
Er trat auf wie der Präsident des Planeten Erde....
Von Katja Gloger - 10. Dez, 19:19
Bildstrecke: Barack Obama: Friedensnobelpreis für den Hoffnungsträger
Bereits in seinem ersten Amtsjahr erhält US-Präsident...
10. Dez, 19:19
Bundeskartellamt: Andreas Mundt wird neuer Präsident
Neuer Präsident des Bundeskartellamtes soll Andreas...
10. Dez, 19:00
Griechenland - Land in Not
Griechenland hat rund 300 Milliarden Euro Schulden...
10. Dez, 19:00
Obama-Feier in Oslo: Tränen für den Weltenretter
Es war eine ergreifend ehrliche Rede - und die große...
10. Dez, 18:45
Kommentar zum Friedensnobelpreis: Barack Obamas Absage an den...
Mit seiner Rede in Oslo hat US-Präsident Barack...
10. Dez, 18:42
Bundesrat - Ausschuss lehnt Steuergesetz ab
Eine Woche vor der Abstimmung im Bundesrat hat der...
10. Dez, 18:24
Nach Studentenprotesten: Kultusminister beschließen Bachelor-Reform
Erfolg für die protestierenden Studenten: Die...
DPA - 10. Dez, 18:19
Lahmende Verhandlungen: Der Klima-Gipfel in Kopenhagen wartet...
In Kopenhagen sind die Beratungen zum Klimaschutz ins...
10. Dez, 17:59
Griechenlands Finanzkatastrophe: Ein Land bekommt die Rechnung
Alarm in der Euro-Zone: Griechenland ist hoffnungslos...
10. Dez, 17:31