Europa hat gewählt: Hochrechnungen und Ergebnisse
7. Juni 2009, 18:00[onlineredaktion] Europa hat gewählt. Es war bereits die siebte Wahl zum Europäischen Parlament seit der ersten Wahl 1979. Erstmals hatte das Europäische Parlament auch eine europaweite Informationskampagne gestartet. Damit warb es um eine möglichst hohe Wahlbeteiligung der insgesamt rund 375 Millionen wahlberechtigten EU-Bürger, davon 64,3 Millionen Deutsche. Von insgesamt 736 Abgeordneten, die zur Wahl standen, kommen 99 aus Deutschland. Die Wahlbeteiligung landete diesmal mit nur 43,55 Prozent auf einem historischen Tiefstwert und unterbot nochmals die extrem niedrige Wahlbeteiligung im Jahre 2004. Damals nahmen nur 45,5 Prozent ihr Wahlrecht wahr.
Vorläufiges amtliches Ergebnis:
CDU: 30,8 %
CSU: 7,0 %
SPD: 20,8 %
Bündnis 90/DIE GRÜNEN: 12,1 %
FDP: 11,0 %
LINKE: 7,5 %
Andere: 10.8%
Gewinne und Verluste:
Union aus CDU und CSU: Verluste minus 6,6 %
SPD: Verluste minus 0,7%
Bündnis90/DIE GRÜNEN: Gewinne plus 0,2 %
FDP: Gewinne plus 4,9 %
Linke: Gewinne plus 1,4 %
Andere: Gewinne plus 1,0 %
Obwohl die Union aus CDU/CSU die Europawahl gewinnt, hat sie derbe Verluste von mehr als fünf Punkte zu verzeichnen und ihr zweitschlechtestes Ergebnis hinsichtlich aller Europawahlen erreicht. Die SPD übertrifft ihren historischen Tiefpunkt der letzten Europawahl nochmals und fährt mit 21,2 Prozent ein trauriges Ergebnis ein. Die FDP verbessert sich deutlich, die Grünen stehen mit 12 Prozent weiterhin gut da und die Linke erzielte minimale Zugewinne.
Die wichtigste Frage, nämlich wie sich künftig das Europäische Parlament zusammensetzen wird, lässt sich konkret erst in den nächsten Tagen beantworten. Erste Ergebnisse aus den anderen EU-Ländern lassen jedoch schon jetzt die Prognose zu, dass es im Europäischen Parlament künftig einen deutlichen Rechtsruck geben wird. Mehrheiten zu generieren wird künftig schwieriger werden und die Zahl der Europa-Kritiker im EU-Parlament wird deutlich zunehmen.
Wahlprogramme der einzelnen Parteien:
Beschluss des Bundesvorstandes der CDU (16.3.2009)
Europamanifest der SPD
Programm zur Europawahl der FDP
FDP: ELDR-Manifest zur Europawahl
Europawahlprogramm 2009 DIE LINKE
Programm Bündnis 90/DIE GRÜNEN zur Europawahl 2009
Europaleitlinien der Freien Wähler
Europawahlprogramm der CSU
Werben um hohe Wahlbeteiligung
Neben Aktivitäten wie etwa Großinstallationen und einer interaktiven "Europa-Box" wurde mit TV- Spots und mehr als 20.000 Plakaten in über 200 Städten für die Teilnahme an der Wahl geworben. Die europaweite Kampagne lief unter dem Slogan "Europawahl - Deine Entscheidung", denn es sind die Wählerinnen und Wähler, die über die künftige Entwicklung der EU entscheiden.
Europaweit und überparteilich
Insgesamt 54 mehrere Meter hohe Großinstallationen aus Glasfaser waren in 27 EU-Staaten zu sehen, davon in fünf Städten Deutschlands. Ein besonderes Highlight war die "Europa-Box". Sie bot allen Bürgern die Möglichkeit, Videobotschaften direkt an das Europäische Parlament zu richten, die nach der Europawahl an die 99 gewählten Europa-Abgeordneten aus Deutschland übergeben werden. Die Kampagne wurde von einer Reihe von Medien und Partnern unterstützt und hat Europa-weit rund 18 Millionen Euro gekostet.
Galerie: Videofragen anderer EU-Bürger ansehen
Questions for Europe:
Wahl-O-Mat Europawahl 2009
kandidatenwatch.de zu den EU-Wahlen:
Verweise:
Superwahljahr 2009
Interviews zum Superwahljahr 2009
TV-Werbesports zur Europawahl
Photo: Europäisches Parlament
Vorläufiges amtliches Ergebnis:
CDU: 30,8 %
CSU: 7,0 %
SPD: 20,8 %
Bündnis 90/DIE GRÜNEN: 12,1 %
FDP: 11,0 %
LINKE: 7,5 %
Andere: 10.8%
Gewinne und Verluste:
Union aus CDU und CSU: Verluste minus 6,6 %
SPD: Verluste minus 0,7%
Bündnis90/DIE GRÜNEN: Gewinne plus 0,2 %
FDP: Gewinne plus 4,9 %
Linke: Gewinne plus 1,4 %
Andere: Gewinne plus 1,0 %
Obwohl die Union aus CDU/CSU die Europawahl gewinnt, hat sie derbe Verluste von mehr als fünf Punkte zu verzeichnen und ihr zweitschlechtestes Ergebnis hinsichtlich aller Europawahlen erreicht. Die SPD übertrifft ihren historischen Tiefpunkt der letzten Europawahl nochmals und fährt mit 21,2 Prozent ein trauriges Ergebnis ein. Die FDP verbessert sich deutlich, die Grünen stehen mit 12 Prozent weiterhin gut da und die Linke erzielte minimale Zugewinne.
Die wichtigste Frage, nämlich wie sich künftig das Europäische Parlament zusammensetzen wird, lässt sich konkret erst in den nächsten Tagen beantworten. Erste Ergebnisse aus den anderen EU-Ländern lassen jedoch schon jetzt die Prognose zu, dass es im Europäischen Parlament künftig einen deutlichen Rechtsruck geben wird. Mehrheiten zu generieren wird künftig schwieriger werden und die Zahl der Europa-Kritiker im EU-Parlament wird deutlich zunehmen.
Wahlprogramme der einzelnen Parteien:
Beschluss des Bundesvorstandes der CDU (16.3.2009)
Europamanifest der SPD
Programm zur Europawahl der FDP
FDP: ELDR-Manifest zur Europawahl
Europawahlprogramm 2009 DIE LINKE
Programm Bündnis 90/DIE GRÜNEN zur Europawahl 2009
Europaleitlinien der Freien Wähler
Europawahlprogramm der CSU
Werben um hohe Wahlbeteiligung
Neben Aktivitäten wie etwa Großinstallationen und einer interaktiven "Europa-Box" wurde mit TV- Spots und mehr als 20.000 Plakaten in über 200 Städten für die Teilnahme an der Wahl geworben. Die europaweite Kampagne lief unter dem Slogan "Europawahl - Deine Entscheidung", denn es sind die Wählerinnen und Wähler, die über die künftige Entwicklung der EU entscheiden.
Europaweit und überparteilich
Insgesamt 54 mehrere Meter hohe Großinstallationen aus Glasfaser waren in 27 EU-Staaten zu sehen, davon in fünf Städten Deutschlands. Ein besonderes Highlight war die "Europa-Box". Sie bot allen Bürgern die Möglichkeit, Videobotschaften direkt an das Europäische Parlament zu richten, die nach der Europawahl an die 99 gewählten Europa-Abgeordneten aus Deutschland übergeben werden. Die Kampagne wurde von einer Reihe von Medien und Partnern unterstützt und hat Europa-weit rund 18 Millionen Euro gekostet.
Questions for Europe:
Wahl-O-Mat Europawahl 2009
kandidatenwatch.de zu den EU-Wahlen:
Verweise:
Superwahljahr 2009
Interviews zum Superwahljahr 2009
TV-Werbesports zur Europawahl
Photo: Europäisches Parlament






























































