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Frank Schäffler (FDP)

Der Bundestags-
abgeordnete und "Euro-Rebell" erklärt im Interview, dass die Schulden-
schirmpolitik den Euro zerstört, Europa spalten wird und schließlich das Sparvermögen aller vernichtet.

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Prof. Dr. Franz Hörmann

Der Univ.Prof. im Institut für Unterneh-
mensrechnung an der Wirtschafts-
universität Wien glaubt, dass es ein "systemisches Betrugsmodell einer Institution gebe, der in unserem Wirtschaftssystem das Monopol zur Geldschöpfung über Kredite eingeräumt wird".

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Sebastian Nerz (Piraten)

Die Piraten sind klar zum Ändern. Der Bundes-
vorsitzende der Piratenpartei Sebastian Nerz spricht in unserem Interview über Zukunftspläne, Ideologien und Visionen dieser noch sehr jungen Partei.

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Wolfgang Bosbach (CDU)

Der Bundestags
abgeordnete und Vorsit-
zende des Innen-
ausschusses des Deutschen Bundestages wird im Parla-
ment gegen die Erweiterung des EU-Rettungs-
schirms stimmen. Wir haben ihn nach den Gründen befragt.

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Prof. Dr. Uwe Kamenz

Früher oder später fliegt jedes Plagiat auf, glaubt Professor Kamenz von der FH-Dortmund. Unter Einsatz eines Fujitsu Scanners will er helfen, die Wahrheit schneller ans Licht zu bringen. Politiker zeigen sich wenig begeistert.

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Der Bundestags-
abgeordnete möchte "Hartz IV" abschaffen. Die Agenda 2010 sei abgearbeitet, glaubt er und verrät im Interview, was er stattdessen für richtig hält: Eine Agenda 2015 soll es nun richten!

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Michael Martens

Der FAZ-Redak-
teur spricht in unserem Inter-
view über das breite mediale Interesse zu der seltsamen Publi-
kation der Daniela Matijevic, die im Kosovo "knietief in Leichen stand". Dies, obwohl dort seit 1995 bis heute kein einziger deutscher Soldat bei Gefechten ums Leben gekommen ist.

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Dominic Schwickert

Der Politik-
berater spricht in unserem politischen Gespräch über "Strategiebera-
tung im Zen-
trum der Macht" und stellt seine diesbezüglich gerade erschienene Publikation vor.

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Dr. Jakob Sierig

Der Tübinger Geologe spricht im Interview über Sicherheit und Kosten-Nutzen zum Jahrhundert-
projekt "Stutt-
gart 21" und warnt vor nicht überschaubaren Folgekosten.

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Sebastian Knauer

Der SPIEGEL-Redakteur und Herausgeber der Publikation "Barschel - Die Akte" geriet 1987 auf dem Höhepunkt des Barschel-Skandals selbst in den Sumpf des Polit-Thrillers, als er den toten Politiker auffand.

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Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin (SPD)

Die SPD-
Politikerin und Rechtsanwältin ist Mitglied des Deutschen Bundestags und spricht in unserem Interview über Leiharbeit, Dumpinglöhne und weitere Schieflagen auf dem deutschen Arbeitsmarkt.

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Dieter Reicherter

Der ehemalige Richter war viele Jahre als Vorsitzender am Landge-
richt Stuttgart tätig und berichtet als Augenzeuge von gewalttätigen Übergriffen der Polizei bei einer Demo zum Projekt "Stuttgart 21".

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Dr. Gregor Gysi (PDL)

Der Fraktions-
vorsitzende im Deutschen Bundestag spricht über die Gründe der weiter um sich greifenden Politikverdrossenheit und erklärt, was er sich für seine Partei in der Zukunft wünscht.

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Wolfgang Grupp, Trigema

Der schwäbische Unternehmer spricht über Globalisierung, Exportwelt-
meister, Hoch-
lohnland Deutschland, Ethik, persönliche Haftungen und erfolgreiche Unternehmensführung.

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Omid Nouripour (Grüne)

Der Verteidi-
gungssexperte von Bündis 90/Die Grünen erklärt, warum ein schneller Abzug aus Afghanistan nicht möglich ist und was es mit den von General McChrystal angekündigten Groß-Offensiven auf sich hat.

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Prof. Dr. M. Hartmann

Sind Hartz IV-Empfänger Deutschlands Sozialschma-
rotzer oder verschleiern lautstarke populistische Parolen den Blick auf ganz andere Tatsachen?

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Omid Nouripour (Grüne)

Der Verteidungs-
Experte sieht viel Klärungsbedarf hinsichtlich des Luftangriffs im afghanischen Kundus. Ein Untersuchungs-
ausschuss soll nun klären, ob der Öffentlichkeit bewusst die Wahrheit vorenthalten wird.

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GEN - DEBATTE:
Gibt es ein Recht auf Dummheit?


SARRAZIN - Debakel


AFGHANISTAN - EINSATZ

HARTZ IV
Artikelsammlung zur größten Sozialreform in der Geschichte der Bundesrepublik

Arbeitsmarkt Deutschland:
Bankrotterklärung in einem der reichsten Länder der Welt

Prof. Dr. Ch. Broelsch

Die Staatsan-
waltschaft wirft dem Transplan-
tationschirurgen Betrug, Nötigung und Vorteilsge-
währung vor. Broelsch soll Patienten systematisch zu Spendenzahlungen erpresst haben. Wir haben nachgefragt.

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Graf von Faber-Castell

Der Top-
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Domenika Ahlrichs

Im Gespräch mit der derzeitigen Chefredakteurin der NETZEITUNG, die zum Jahres-
ende 2009 den redaktionellen Betrieb einstellt. Damit soll der Weg für ein automatisiertes Nachrichtenportal geebnet werden.

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Dr. Michael Maier

Der ehemalige Chefredakteur der NETZEITUNG ist sich sicher: Das Ende der Netzeitung ist auch ein Menetekel für die Branche.

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Der Vizepräsi-
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tages hat in den vergangenen Jahren ein Gesamtkonzept zur Reform der direkten Steuern entwickelt. Wir haben mit ihm darüber gesprochen.

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DER MADOFF-SKANDAL

Banken-FLOP des Jahrzehnts:

Hypo Alpe Adria und
der Fall BayernLB

Prozess im Fokus:

Prof. Dr. Christian Broelsch
Ein Star-Chirurg auf der Anklagebank

DIE FINANZKRISE

Jens Seipenbusch

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Gerd Heidemann

Mehrteiliges Interview mit dem Ex-"Stern"-
Reporter und ehemaligen Kriegsbericht-
erstatter Gerd Heidemann, dessen Karriere mit dem Medien-Flop um die gefäl-
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Prof. Dr. C. Pestalozza
Prof. Dr. C. G. Paulus

FU Berlin und Humboldt-Universität zu Berlin beantworten Fragen zum Finanzmarktstabili-
sierungsgesetz

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Tritt gegen Wirtschaftssystem: Deutscher Bundestag mehrheitlich für Enteignung

26. März 2009, 22:00
K O M M E N T A R
[Ursula Pidun] Es ist vollbracht: 379 Abgeordnete stimmten am Freitag für das umstrittene Banken-Enteignungsgesetz. 107 Stimmberechtigte sprachen sich dagegen aus, 46 Parlamentarier enthielten sich der Stimme (siehe auch Abstimmungsverhalten Ihres Bundestagsabgeordneten). Der Gesetzentwurf, der sich auf Artikel 14 des Grundgesetzes beruft, legitimiert den Bund auch, Aktionäre der angeschlagenen Hypo-Real-Estate zu enteignen, sollten anderweitige und freiwillige Lösungen scheitern. Bereits am 3. April soll das Gesetz abschließend im Bundesrat beraten werden.

Erst am vergangenen Donnerstag ließ Angela Merkel in ihrer Regierungserklärung hinsichtlich der Finanz- und Wirtschaftskrise verlauten, man "leiste Überdurchschnittliches". Wie wahr angesichts dessen, was heute beschlossen wurde. Schallender hätte die Ohrfeige für die vielen eingefleischten Vertreter der Sozialen Marktwirtschaft nicht ausfallen können angesichts des Anschlags auf unser bewährtes Wirtschaftssystem. Es verhalf dem Land in den vergangenen Jahrzehnten zu einem immensen Reichtum, nun bekommst es einen heftigen Tritt. Scheinbar sitzen nicht wenige Politiker in verantwortlichen Positionen, die nichts verstanden haben. Nicht die Soziale Marktwirtschaft, nicht ein ordentliches Krisenmanagement auf der Grundlage eben dieser marktwirtschaftlichen Regeln und auch nicht Artikel 14 des Grundgesetzes. Dessen ordentliche Interpretation führt nicht nur zu logischen, sondern vor allem auch zu klaren Schlussfolgerungen. Eine davon zwingt zunächst zur Ausschöpfung aller anderweitigen Möglichkeiten. Und die würde es durchaus geben. Zum Beispiel mit einem ordentlichen Insolvenzverfahren. Es bietet besonders in Deutschland erhebliche Chancen, ein Unternehmen wieder aufzurichten und auf eine betriebswirtschaftlich erfolgreiche Schiene zu wuppen, die auf Nachhaltigkeit und Langfristigkeit ausgerichtet ist.

Desaster nicht mit Desaster bekämpfen
Angesicht der Vielfältigkeit an Lösungsansätzen und Strategien, die durchaus auch bei der taumelnden Hypo Real Estate beispielsweise mittels Beteiligung des Staates durch eine Kapitalerhöhung und Ausgabe neuer Aktien, die dann der Bund erwirbt oder im Rahmen einer eingeschränkten Insolvenz Anwendung finden könnten, ist das neue Gesetz nicht nur überflüssig und unverträglich für unsere Wirtschaftsordnung. Es ist vielmehr ein knallharter Angriff auf unsere bewährte Soziale Marktwirtschaft und ein Affront gegen alle, die jahrzehntelang auf der Plattform der deutschen Wirtschaftsordnung am Reichtum und Wohlergehen des Landes mitgewirkt haben. Bisher wurde die HRE mit sage und schreibe 102 Milliarden Euro an Kapitalhilfen und Garantien gestützt. Und sie verschlingt weitere, immense Summen, zuzüglich der Entschädigungen, die bei einer Enteignung fällig werden. So wird allenfalls dem Zeitfaktor hochbezahlt Rechnung getragen. Zeit stand in der Vergangenheit allerdings ausreichend zur Verfügung. Genutzt wurde es im Falle der HRE scheinbar nicht einmal dazu, um mit dem Mitgesellschafter und HRE-Großaktionär J.C. Flowers ausreichende, beziehungsweise substantielle Gespräche zu führen. Flowers hält 24,9 Prozent, entsprechend 50,76 Millionen Aktien, die im Zuge einer Enteignung angemessen entschädigt werden müssen. Schließlich beweist auch das Argument, man können nichts enteignen, was keinen Wert hat, das auch von Merkel gerne zur Legitimation des neuen Gesetzes genutzt wird, eine erschreckende Einschätzung. Es geht bei diesem Sachverhalt vordergründig nicht um Bilanzen, Kontostände oder tagesaktuelle Aktienwerte, sondern um grundsätzliche Eigentumsrechte.

Fest steht, nicht das System der Sozialen Marktwirtschaft sondern sogenannte "Eliten" haben versagt und mit hoher krimineller Energie ein unvorstellbares Desaster kreiert. Eine Vielzahl an Managern, aber auch Verantwortliche in Kommunen, Landesbanken bis hin zu Betreibern von Wasserwerken, die im Rahmen ihrer fragwürdigen Cross Border Leasing Geschäfte über frisches Kapital verfügten, spekulierten mit hochriskanten Derivaten am Aktienmarkt; Anstatt sich - wie es diese Positionen fordern - um die eigentlichen betriebswirtschaftlichen Aufgaben zu bemühen und soliden Anlageformen den Vorzug zu geben. "Eliten" wurden so zu Versagern und sind für die katastrophalen Folgen zur Verantwortung zu ziehen. Möglich wurde das Versagen im ganz großen Stil auch mangels geeigneter, fehlender oder falscher Rahmenbedingungen durch Verantwortliche in der Politik, was dem Desaster erst Tür und Tor öffnen konnte. (*Siehe auch Auszug aus dem aktuellen Koalitionsvertrag am Ende des Artikels). Aufsichtsbehörden müssen sich mangels ausreichender Kontrollen und Aufklärungsbereitschaft zudem Fahrlässigkeit vorwerfen lassen. Nicht einmal Parlamentarier, die sich vehement für Transparenz und Aufklärung einsetzen, werden ausreichend informiert, geschweige denn blicken die Bürger noch durch. Sie zahlen allerdings die immens hohe Zeche und werden in Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit verbracht. Steuerzahler schultern inzwischen Summen in unüberschaubaren Höhen und bürgen in atemberaubenden Dimensionen - ohne jegliche Garantie darauf, ob diese Agitationen tatsächlich die gewünschten Effekte erzielen.

Parolen und planwirtschaftliche Absichten
Außergewöhnliche Umstände verlangen schnell wirksame und durchaus auch außergewöhnliche Gegenmaßnahmen. Doch die hektische Suche ruft auch Quacksalber und ewig Gestrige auf den Plan. Sie nutzen die "Gunst" der Stunde, um Angst weiter zu schüren, die Marktwirtschaft zu diskreditieren oder gänzlich in Frage zu stellen. Einige nutzen die aufgeheizte Stimmung im Land, um populistische Parolen zu stärken, andere sehen gar die Stunde des kompletten Systemwechsels nahen. Wieder andere formulieren nicht vorrangig adäquate und dringend erforderliche Rahmenbedingungen, sondern reden um den wahren Brei herum und schaffen ein vorsorgliches Gesetz zur Enteignung. Es soll möglichst nie und angeblich nur eine begrenzte Zeitlang zum Tragen kommen, schafft es aber dennoch bis in die Hitliste planwirtschaftlicher Absichten. Einmal kreiert, wird es erfahrungsgemäß immer dann aus den Schubladen geholt, wenn ähnlich gelagerte Fälle oder Krisen eintreten. Wie praktisch, wenn dann ein solches Gesetz nicht explizit auf die Hypo Real Estate zugeschnitten wurde, sondern aufgrund höchst geschickter Formulierung gleich allgemein Anwendung finden kann.

Es ist, was es ist: ein Systembruch
Beachtliche 379 Abgeordnete haben heute einem solchem Gesetz zugestimmt. War es Kalkül in Hinblick auf die kommenden Wahlen, dann ist es unverantwortlich. Denn allein das Wort "Enteignung" kommt beim Volk gut an. Schon Ludwig von Mises ((*1881 †1973) war sich sicher: "Die Schlagworte des Interventionismus und des Sozialismus, ganz besonders die Vorschläge auf Enteignung von Teilen des Privateigentums, finden bei den Massen, die dadurch unmittelbar zunächst zu profitieren erwarten, immer begeisterte Zustimmung." War es Überzeugung in der Sache, wie bei den nun schon seit Jahren kräftig praktizierten privatrechtlichen Enteignungen à la Squeeze Out, dann ist es in der Tat ein bewusst gewünschter Linksruck. War es Ausdruck von Hilflosigkeit, dann ist es Dilletantismus. Und war es pure Agitation, um Handlungsfähigkeit zu beweisen, dann geht es um einen eklatanten Mangel an Weitsicht. In jedem Fall aber ist es ein weiterer Weg in eine Staatswirtschaft, vertreibt Investoren, untergräbt ordnungspolitisches Handeln und vergräzt marktwirtschaftlich orientierte Leistungsträger. Es geht in der Krise nicht darum, ob, sondern auf welche Weise gehandelt wird. Es geht um den grundsätzlichen Aspekt, welchen Stellenwert Eigentum in unserem Land - politisch und wirtschaftlich betrachtet - tatsächlich hat. Das neue Gesetz ist nicht nur ein Tabubruch, es ist vor allem ein Systembruch. Mit dem "Finanzmarktstabilisierungsergänzungsgesetz" wird sich die Große Koalition mit Angela Merkel an der Spitze ihren dominanten Platz in den Geschichtsbüchern erobern und andere "Wohltaten" verblassen lassen. Denn man hat sich in der Tat etwas "Überdurchschnittliches" geleistet: überdurchschnittlich Inakzeptables!

Auszug aus dem aktuellen Koalitionsvertrag der CDU/CSU und SPD:

Einführung von Real Estate Investment Trusts (Reits) unter der Bedingung, dass die verlässliche Besteuerung beim Anleger sichergestellt wird und positive Wirkungen auf Immobilienmarkt und Standortbedingungen zu erwarten sind

Ausbau des Verbriefungsmarktes, - die Erweiterung der Investitions- und Anlagemöglichkeiten für Public-Private Partnerships

Überarbeitung der Regelungen für den Bereich Private Equity im Wege der Fortentwicklung des bestehenden Unternehmensbeteiligungsgesetzes in ein Private-Equity-Gesetz.


Verweise:
Opel, zu Guttenberg und die süßen Verlockungen der Wählergunst
Amerikas Agenda der Zukunft: Obama sagt, was er meint und meint, was er sagt
Der Madoff-Skandal: Eintreiber Irving Picard offenbart unvorstellbares Desaster
Das Milliardenspiel und die Zeitenwende
Selenz' Kommentar: Wer holte die Finanzblasen über den Teich?
Bernard Madoff: Vom Börsen-Guru zum größten Anlagebetrüger Amerikas
2009: Krisenmanagement, Wahlen und der Weg in eine lebenswerte Moderne
"Armut, Not und wenig Brot" - ein realistischer Ausblick auf die Weltwirtschaftskrise
Sand im Getriebe: Opel in staatlicher Reparaturwerkstatt
G20: Götterdämmerung in Washington
Wundertüten - geheimnisvoll und nichts drin
Verraten und verkauft - Kleinanleger stehen zu Tausenden im Regen
Politiker sonnten sich in Werbeprospekten (ARD-Video)
Banken, Börsen und Regierungen
Das Geld, die Gier und der Hebel
Gipfel der Ratllosigkeit
Das Einmaleins der amerikanischen Finanzkrise
Hypo Real Estate: Krisenmanagement in der Krise
Wall Street letzte Woche: Was nun Amerika?
Sozialisierung der Verluste und Aus für das System?
Amerika, wer bist Du?
Verhalten wider die eigenen Regeln
New York: Wall Street, wie wir es kannten, ist nicht mehr
Steuerzahler stemmen milliardenschwere Zeche
Gauner, Geschädigte und die BaFin
Deutsche Bank, eine Turboanleihe und die Staatsanwaltschaft
Swap-Geschäfte: Kommunen zocken, Bürger haften
Faule Swaps: Die nächste Weltfinanzkrise rückt näher
Der Meinl-Skandal und die verschwundenen Millionen
Amis - Europas gigantischer Betrugsskandal
Skandalbank in Österreich - Die Hypo Alpe Adria
Khashoggi, Hypo Group Alpe Adria und ein Prozess, der (noch?) nicht stattfand
Die BAWAG: Es war einmal eine Arbeiterbank in Wien
Marko Perković und die Hypo-Alpe- Adria Bank
Söldner, Gauner, Waffen und Rohstoffe
BayernLB: Das dicke Ende kommt erst noch
Beitrag (pdf) drucken: Print Friendly and PDF

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Systembruch?

Godwi (Gast) - 20. Mrz, 23:36
Ich denke nicht, dass wir mit der Entscheidung des Bundestages einen Systembrauch erleben. Es handelt sich um eine Maßnahme, die - ganz im Gegenteil - das bestehende System stützt. Ich gebe zu, dass das FMSE keine schöne Lösung ist. Aber es steht zu viel auf dem Spiel als dass es berechtigt wäre, den Bundestag für den heute gegangenen Schritt zu tadeln. Was würde die Öffentlichkeit der Regierung vorwerfen, wenn sie nichts, gar nichts unternähme und danach die HRE den Bach runtergeht - und mit ihr andere Hypothekenbanken, und mit ihnen vielleicht die Commerzbank und die Dresdner Bank und mit ihnen Tausende kleiner Häuslesbauer und Handwerker und Landwirte und Freiberufler, und, und, und? Ich denke, dass die Entscheidung richtig war.

Mehr zum Thema steht auf meinem Blog:

http://tonwertkorrekturen.wordpress.com/2009/03/20/enteignung/

Godwi

Sehr ordentliche Ausführungen,

E. Schlüter (Gast) - 21. Mrz, 00:31
denen ich weitgehend folgen kann. Es müssen die richtigen Maßnahmen getroffen werden. Enteignung ist undiskutabel. Eine Möglichkeit ist die im Artikel angesprochene Kapitalerhöhung. Dabei kauft nur der Bund neue Aktien, Altaktionäre sind ausgeschlossen. Damit werden zusätzlich viele Steuergelder gespart, denn die Entschädigungen entfallen, die an die Enteigneten gezahlt werden müssen zusätzlich zu den gewaltigen Summen, die reingesteckt werden. Die Kontrolle liegt dabei immer noch bei 90 Prozent. Es gibt also außer aus ideologischen Gründen keine anderen Gründe, zu enteignen. Die Soziale Marktwirtschaft im ursprünglichen Sinn muss wieder Oberhand gewinnen. Nur viele verstehen das Prinzip gar nicht wirklich, sondern fabulieren nur davon.

Staat als Unternehmer

marco_123 (Gast) - 21. Mrz, 08:00
das ist immer ein Debakel.
Wäre schon erfreulich gewesen, wenn die BaFin ihren Aufgaben nachgekommen wäre. Teurer genug kommt uns die Behörde ja zu stehen. wo war eigentlich Steinbrück und das Finanzministerium? Schließlich führt es die Aufsicht über die BaFin. Frustrierend zu erkennen, dass sich niemand der Verantwortung stellt. Auch hier muss es Änderungen geben. Wer solche Posten einnimmt, muss Konsequenzen tragen, wenn er versagt.

Man ist hin- und hergerissen

Beate_Worms (Gast) - 21. Mrz, 10:23
verstaatlichen ja oder nein, eine schwierige Frage. Ich tendiere aber ebenfalls eher zu einem nein. Die Summen, die der HRE bereits in den Rachen geschoben wurden, haben bisher nichts bewirken können. Ob die Bank künftig am Markt überhaupt noch bestehen kann, wissen wir erst, wenn wir wieder horrende Summen nachgeschoben haben. Ein Glücksspiel ist einfacher, da besteht zumeist eine 50 % Chance, was wir bei der HRE nicht einkalkulieren können. Ohne Komplettverstaatlichung und "nur" mit Kapitalerhöhungen könnte man wesentlich genauer feststellen, ob sich die Bank am Markt noch halten lässt. Pumpt der Staat permanent weiter rein (in der Höhe fast unmerklich für die Bürger), ist eine solide wirtschaftliche Analyse kaum noch möglch.

Sehr enttäuschend ist auch, daß Verantwortliche nicht zur Rechenschaft gezogen werden. Es geht ja auch um Veruntreuung. Da passiert viel zu wenig. Manche der Verursacher sitzen nun als Berater wieder im Boot. Das kann es nicht sein.

Wenigstens einer im Blätterwald

A. Sanders Bonn (Gast) - 21. Mrz, 13:42
der mal klar Position zeigt und Partei für die Soziale Marktwirtschaft ergreift. Sie wurde ja faktisch schon abgeschafft unter der Leitung unserer Vorzeigefrau aus der Uckermark. Die übrigen Medien sind sich ziemlich einig in der Annahme, dass es eine andere Alternative als dieses unsägliche Enteignungsgesetz nicht gibt. Soweit sind wir schon.

wählen

Roland Münch (Gast) - 21. Mrz, 17:52
Am besten die Linke wählen. soziale Marktwirtschaft hat das alles erst eingebrockt was die kleinen Leute ausbaden müssen. Verstaatliche, alle Betriebe und die Banken, dann gehts auch wieder besser. Und die Leute müssen bestraft werden, die sich die Taschen voll gestopft haben.

Nicht zu vergessen den Tritt

E. Mertens (Gast) - 22. Mrz, 15:14
gegen die Steuerzahler. Wir bluten für unglaubliche Fehler und den Politikern fällt nur ein, diese Täter mit Geld zu überschütten. Keine Konsequenzen, keine Anklage, keine Verurteilungen und Strafen, nichts. Niemand versteht das noch oder kann es auch nur nachvollziehen. Und klar, es war menschliches Versagen und nicht ein Systemfehler. Ist aber eine schöne Plattform für Wahlkämpfe.

Unser neues "Staatsoberhaupt"

limited2009 (Gast) - 23. Mrz, 08:07
Angela Merkel wird`s schon richten. Wer gestern die Talkshow Anne Will gesehen hat, dem wird einiges klar. Macht geht vor Sachkompetenz, Selbstgefälligkeit kommt vor Demut vor dem Amt. Nur haben wir kaum eine Alternative, denn Steinmeier kommt auch nicht in Frage und weitere Kanzlerkandidaten sind leider nicht im Angebot. Was nun, Deutschland?

Vorbehaltlos Ja!

Ernst Welser (Gast) - 25. Mrz, 11:38
Vorbehaltlos ja zu diesem Artikel. es soll ein Untersuchungsausschuss folgen, wie ich las. Dringend erforderlich und hoffentlich werden die richtigen Frage gestellt. Steinbrück macht enormen Druck auf die Umsetzung der Enteignung. Wer weiß warum? Vielleicht kommt ein Staatsversagen zutage, das beispiellos ist. Dann wird klar, warum man so Tempo macht: Vertuschungs- und Ablenkungsaktion

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Zitat:

Es geht um Wahrheit.
Quote ist was für Loser


- Rainald Götz -


















Dr. Michael Meister (CDU)

Dr. Michael Meister, Stellver-
tretender Vorsitz-
ender der CDU/
CSU-Bundestags-
fraktion über Wirtschafts- und Sozialkompetenz, staatliche Eingriffe und die Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft.

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Ottmar Schreiner (SPD)

Der Vorsitzende der Arbeits-
gemeinschaft für Arbeitneh-
merfragen und Bundestags-
abgeordnete spricht über Fehlentwicklungen innerhalb der Hartz IV-Gesetzgebung.

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Stefan Enderle

Der frisch ge-
backene Dipl.-
Ing. "Audiovisu-
elle Medien (FH)" stellt in unserem ausführlichen Interview seinen Film "Kann nicht sein, was nicht sein darf!?" vor und äußerst sich kritisch zu den "alten Medien".

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Dr. Rüdiger Frank

ist Professor für Wirtschaft und Gesellschaft Ostasiens und lehrt an der Universität Wien. Frank zählt zum Kreis der renommiertesten Ostasien-Experten.

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Dr. Werner Kilian

Der Botschafter a. D. war zu Beginn seiner diplomatischen Karriere drei Jahre in Afghani-
stan und spricht im Interview über den deutschen Einsatz und die aktuelle, problematische Situation in dieser Region.

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Ingrid Nestle (GRÜNE)

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tagsabge-
ordnete und Sprecherin für Energiewirt-
schaft spricht im Interview über den Atomkompro-
miss der Bundesregierung, der keiner ist.

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Dirk Niebel (FDP)

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verdrossenheit und einer bedenklichen Entwicklung zu einer sozialistischen Marktwirtschaft.

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Dr. Hermann Bühlbecker

Der Top-Unter-
nehmer steht seit 1977 an der Spitze des Unternehmens Lambertz in Aachen. Im Interview spricht er über Standorte, Verantwortung und den Wert guter Beziehungen.

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Dr. Volker Wissing (FDP)

MdB und Mitglied des FDP-Bundes-
vorstandes spricht über das Desaster HRE, Enteigungen, Versäumnisse, Intransparenz und einen Untersuchungsausschuss

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Sir Quett K. J. Masire

Masire war von 1980 bis 1998 Präsident von Botswana. In einem ausführ-
lichen Interview mit uns äußert sich Masire zur schwierigen Lage im Kongo.

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Anna Maria Gadebusch

Spurensuche im Fall Marilyn Monroe:
Im Gespräch mit Anna Maria Gadebusch, Journalistin und Autorin des Radio-Features "Gute Nacht, Doktor!". Zum Interview


Volker Beck (Grüne)

Der Abgeordnete Bündnis 90/ Die Grünen spricht über Klimaschutz, Pseudoreformen und soziale Schieflagen.

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Ulrich Maurer (PDL)

Ulrich Maurer (MdB), Parlamen-
tarischer Geschäfts-
führer der Links-
fraktion im Bundestag, spricht über einen Politik-
wechsel und die Lasten der Krise.

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Stellvertretender Fraktionsvor- sitzender Bündnis 90/Die Grünen über Geheimdienste und Mindestlöhne.

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schichte des einstigen Mechanikers, der zu einem der bekann-
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