Aktuell

View from Liberty's crown

Frank Schäffler (FDP)

Der Bundestags-
abgeordnete und "Euro-Rebell" erklärt im Interview, dass die Schulden-
schirmpolitik den Euro zerstört, Europa spalten wird und schließlich das Sparvermögen aller vernichtet.

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Prof. Dr. Franz Hörmann

Der Univ.Prof. im Institut für Unterneh-
mensrechnung an der Wirtschafts-
universität Wien glaubt, dass es ein "systemisches Betrugsmodell einer Institution gebe, der in unserem Wirtschaftssystem das Monopol zur Geldschöpfung über Kredite eingeräumt wird".

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Sebastian Nerz (Piraten)

Die Piraten sind klar zum Ändern. Der Bundes-
vorsitzende der Piratenpartei Sebastian Nerz spricht in unserem Interview über Zukunftspläne, Ideologien und Visionen dieser noch sehr jungen Partei.

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Wolfgang Bosbach (CDU)

Der Bundestags
abgeordnete und Vorsit-
zende des Innen-
ausschusses des Deutschen Bundestages wird im Parla-
ment gegen die Erweiterung des EU-Rettungs-
schirms stimmen. Wir haben ihn nach den Gründen befragt.

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Prof. Dr. Uwe Kamenz

Früher oder später fliegt jedes Plagiat auf, glaubt Professor Kamenz von der FH-Dortmund. Unter Einsatz eines Fujitsu Scanners will er helfen, die Wahrheit schneller ans Licht zu bringen. Politiker zeigen sich wenig begeistert.

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Uwe Schummer (CDU)

Der Bundestags-
abgeordnete möchte "Hartz IV" abschaffen. Die Agenda 2010 sei abgearbeitet, glaubt er und verrät im Interview, was er stattdessen für richtig hält: Eine Agenda 2015 soll es nun richten!

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Michael Martens

Der FAZ-Redak-
teur spricht in unserem Inter-
view über das breite mediale Interesse zu der seltsamen Publi-
kation der Daniela Matijevic, die im Kosovo "knietief in Leichen stand". Dies, obwohl dort seit 1995 bis heute kein einziger deutscher Soldat bei Gefechten ums Leben gekommen ist.

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Dominic Schwickert

Der Politik-
berater spricht in unserem politischen Gespräch über "Strategiebera-
tung im Zen-
trum der Macht" und stellt seine diesbezüglich gerade erschienene Publikation vor.

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Dr. Jakob Sierig

Der Tübinger Geologe spricht im Interview über Sicherheit und Kosten-Nutzen zum Jahrhundert-
projekt "Stutt-
gart 21" und warnt vor nicht überschaubaren Folgekosten.

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Sebastian Knauer

Der SPIEGEL-Redakteur und Herausgeber der Publikation "Barschel - Die Akte" geriet 1987 auf dem Höhepunkt des Barschel-Skandals selbst in den Sumpf des Polit-Thrillers, als er den toten Politiker auffand.

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Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin (SPD)

Die SPD-
Politikerin und Rechtsanwältin ist Mitglied des Deutschen Bundestags und spricht in unserem Interview über Leiharbeit, Dumpinglöhne und weitere Schieflagen auf dem deutschen Arbeitsmarkt.

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Dieter Reicherter

Der ehemalige Richter war viele Jahre als Vorsitzender am Landge-
richt Stuttgart tätig und berichtet als Augenzeuge von gewalttätigen Übergriffen der Polizei bei einer Demo zum Projekt "Stuttgart 21".

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Dr. Gregor Gysi (PDL)

Der Fraktions-
vorsitzende im Deutschen Bundestag spricht über die Gründe der weiter um sich greifenden Politikverdrossenheit und erklärt, was er sich für seine Partei in der Zukunft wünscht.

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Wolfgang Grupp, Trigema

Der schwäbische Unternehmer spricht über Globalisierung, Exportwelt-
meister, Hoch-
lohnland Deutschland, Ethik, persönliche Haftungen und erfolgreiche Unternehmensführung.

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Omid Nouripour (Grüne)

Der Verteidi-
gungssexperte von Bündis 90/Die Grünen erklärt, warum ein schneller Abzug aus Afghanistan nicht möglich ist und was es mit den von General McChrystal angekündigten Groß-Offensiven auf sich hat.

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Prof. Dr. M. Hartmann

Sind Hartz IV-Empfänger Deutschlands Sozialschma-
rotzer oder verschleiern lautstarke populistische Parolen den Blick auf ganz andere Tatsachen?

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Omid Nouripour (Grüne)

Der Verteidungs-
Experte sieht viel Klärungsbedarf hinsichtlich des Luftangriffs im afghanischen Kundus. Ein Untersuchungs-
ausschuss soll nun klären, ob der Öffentlichkeit bewusst die Wahrheit vorenthalten wird.

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GEN - DEBATTE:
Gibt es ein Recht auf Dummheit?


SARRAZIN - Debakel


AFGHANISTAN - EINSATZ

HARTZ IV
Artikelsammlung zur größten Sozialreform in der Geschichte der Bundesrepublik

Arbeitsmarkt Deutschland:
Bankrotterklärung in einem der reichsten Länder der Welt

Prof. Dr. Ch. Broelsch

Die Staatsan-
waltschaft wirft dem Transplan-
tationschirurgen Betrug, Nötigung und Vorteilsge-
währung vor. Broelsch soll Patienten systematisch zu Spendenzahlungen erpresst haben. Wir haben nachgefragt.

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Graf von Faber-Castell

Der Top-
manager und Vorstands-
vorsitzende der Faber-Castell AG in Stein äußert sich im Interview zu Tradition und Fortschritt, unternehmerische Verantwortung und Nachwuchsförderung.

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Domenika Ahlrichs

Im Gespräch mit der derzeitigen Chefredakteurin der NETZEITUNG, die zum Jahres-
ende 2009 den redaktionellen Betrieb einstellt. Damit soll der Weg für ein automatisiertes Nachrichtenportal geebnet werden.

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Dr. Michael Maier

Der ehemalige Chefredakteur der NETZEITUNG ist sich sicher: Das Ende der Netzeitung ist auch ein Menetekel für die Branche.

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Dr. Hermann Otto Solms

Der Vizepräsi-
dent des Deut-
schen Bundes-
tages hat in den vergangenen Jahren ein Gesamtkonzept zur Reform der direkten Steuern entwickelt. Wir haben mit ihm darüber gesprochen.

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Parlamentsfernsehen



DER MADOFF-SKANDAL

Banken-FLOP des Jahrzehnts:

Hypo Alpe Adria und
der Fall BayernLB

Prozess im Fokus:

Prof. Dr. Christian Broelsch
Ein Star-Chirurg auf der Anklagebank

DIE FINANZKRISE

Jens Seipenbusch

Der Vorstands-
vorsitzende der schnell wachsen-
den Piratenpartei in Deutschland spricht über Bürgerrechte im digitalen Zeitalter und mehr Transparenz in Politik und Behörden.

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Gerd Heidemann

Mehrteiliges Interview mit dem Ex-"Stern"-
Reporter und ehemaligen Kriegsbericht-
erstatter Gerd Heidemann, dessen Karriere mit dem Medien-Flop um die gefäl-
schten Hitler-Tagebücher ein jähes Ende fand.

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Prof. Dr. C. Pestalozza
Prof. Dr. C. G. Paulus

FU Berlin und Humboldt-Universität zu Berlin beantworten Fragen zum Finanzmarktstabili-
sierungsgesetz

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Volker Beck (Grüne): "Unser Ziel ist Platz 3 in der Parteienlandschaft"

19. Februar 2009, 12:30
I N T E R V I E W
vb1[Ursula Pidun] Auch die Grünen konnten bei der Landtagswahl in Hessen kräftig punkten und profitierten von dem zurückliegenden Wahldesaster der SPD. Nun liebäugelt die Partei mit einer Fortsetzung der Erfolgsstory bei den Bundestagswahlen im September. Mit dem Schwerpunktthema Umwelt treffen sie den Nerv der Wähler, vor allem aber auch den Kern der Problematiken innerhalb des Klimaschutzes. Im Ringen um die besten Konzepte sehen sich die Grünen inzwischen allerdings in Konkurrenz mit den anderen Parteien. Sie haben das Thema ebenfalls ganz oben auf die Agenda gesetzt. Während sich einige Konkurrenten augenscheinlich noch relativ wackelig auf dem Spielfeld des Energie- und Umweltschutzes bewegen und starke Unsicherheiten erkennen lassen, sind sich die Grünen sicher: Umweltpolitische Aspekte tangieren nahezu jeden anderen Bereich inklusive einer effektiven und nachhaltigen Bewältigung der Finanz- und Wirtschaftskrise.

Doch schaffen es die Grünen mit ihren Investitionsvorschlägen und Rahmenbedingungen für eine ökologische Modernisierung sowie den formulierten sozial- und arbeitsmarktpolitischen Ansprüchen tatsächlich auf Platz 3 der Rangliste der Parteien? Dies jedenfalls ist das angestrebte Ziel im Super-Wahljahr 2009. Wir haben nachgefragt. Im Gespräch mit Volker Beck, Abgeordneter Bündnis 90/ Die Grünen und Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der Bundestagsfraktion über Klimaschutz, Pseudoreformen, soziale Schieflagen, und Wunschkoalitionspartner.

Neben der FDP konnten die Grünen beachtliche Zuwächse bei der zurückliegenden Hessen-Wahl erzielen. Werten Sie das Ergebnis durchaus auch als Trend für die Bundestagswahl im September?

Wir freuen uns über das gute Ergebnis. Die FreundInnen in Hessen haben eine hervorragende Arbeit geleistet. Sie haben vielen Menschen erfolgreich vermittelt, dass sich nur die Grünen glaubwürdig und seriös um die Themen Ökologie und Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und Bildung kümmern. Wir konnten auch vermitteln, dass durch ökologisches Wirtschaften neue, zukunftsfähige Jobs entstehen. Selbstverständlich werden wir diese Strategie auch im Bundestagswahlkampf verfolgen und weiter verstärken. Unser Ziel ist es, Platz 3 in der Parteienlandschaft zu erreichen.

Mit der größten Finanz- und Wirtschaftskrise seit Ende des Zweiten Weltkrieges dreht sich augenblicklich alles um Schadensbegrenzung. Dies soll insbesondere auch durch konjunkturfördernde Maßnahmen erreicht werden. Sind Sie zufrieden mit der Ausgestaltung des Maßnahmekatalogs?

Ganz und gar nicht. Mit den beiden Konjunkturpaketen verpasst die Bundesregierung die Chance zur ökologischen Modernisierung und der Erschließung neuer Exportmärkte. Eine stärkere Akzentuierung auf eine konsequente Klimapolitik würde Anreize für Innovationen und neue Technologien sowie die Arbeitsplätze von morgen setzen. Das Grüne Investitionsprogramm Klimaschutz, Bildung, soziale Gerechtigkeit hat hier eine höhere Hebelwirkung. Außerdem schaffen wir mit unseren Investitionsvorschlägen die Rahmenbedingungen für die ökologische Modernisierung und die Arbeitsplätze von Morgen.

Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und Bürgerrechte stehen ja auch im Super-Wahljahr 2009 an erster Stelle auf dem Plan der Grünen. Insbesondere das Ressort Klimaschutz wird inzwischen von jeder Partei besetzt. Fürchten sie die Konkurrenz oder sehen Sie Ihre Partei nach wie vor als Vorreiter auf diesem Gebiet?

Ich sehe es als Bestätigung, dass das Thema unserer Kernkompetenz inzwischen von den anderen Parteien als zentral eingeschätzt wird. Zwar bemüht sich die Kanzlerin, sich öffentlich als Klimaschützerin darzustellen. Aber schauen Sie sich einmal die letzten Beschlüsse der Regierung an: Frau Merkel bewahrt die Automobilbranche stets vor den Anforderungen des Klimaschutzes und die SPD zieht mit: Das Etikett "Umweltprämie" für die Verschrottungsprämie ist eine der dicksten Nebelkerzen, denn insgesamt werden Klimakiller sogar stärker gefördert als sparsame kleine Autos.
Und bei der Kfz-Steuer ist das ursprüngliche Ziel, Fahrzeuge mit hohem CO2-Ausstoß deutlich höher zu besteuern und Sparautos zu entlasten, längst aufgegeben worden. Stattdessen geht es einzig und allein darum, schwere Dieselfahrzeuge deutscher Hersteller dauerhaft von einer angemessen hohen Besteuerung zu verschonen.
Während US-Präsident Obama sich gerade daran macht, die Hersteller auf sparsame Autos zu verpflichten, wird die deutsche Autoindustrie für ihre verfehlte Produktpolitik noch belohnt. Statt Öko-Innovationen zu prämieren, wird von der angeblichen Klimaschutzkanzlerin ausgerechnet das lang verschobene und von der EU verlangte Instrument - CO2-bezogene Kfz-Steuer – ausgehöhlt und entschärft. Das ist weder Weitsicht noch Klimaschutz, solche Pseudo-Reform ist Täuschung: Faktisch wird die Premium-Klasse geschützt, nicht das Klima.

Stichwort soziale Gerechtigkeit: Die Agenda 2010 wurde von SPD und Grünen – aber natürlich auch mit Akzeptanz seitens CDU und FDP - auf den Weg gebracht. Ist sie in Teilbereichen doch nicht so gerecht und bahnbrechend, wie anfangs propagiert? An welchen Stellen besteht in Ihrer Sicht Korrekturbedarf?

Die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe war richtig, das Fördern und Fordern durch die Bundesagentur hat nicht funktioniert. Die Bundesregierung verschärft die Situation für Hartz-IV-Empfänger stetig: Resultat des letzten Konjunkturpaket ist zum Beispiel, dass der Eingangssteuersatz um einen Prozentpunkt gesenkt und der Steuerfreibetrag auf 8.004 Euro angehoben wird. Hartz IV Empfänger bleiben dabei auf der Strecke. Wir fordern daher den Regelsatz im ALG II sofort auf 420 Euro anzuheben.
Die aktuelle Ausgestaltung der Regelsätze für Arbeitslosengeld II- und Sozialhilfe-BezieherInnen, die sich an den Ausgaben der unteren 20 Prozent der Einkommen von Alleinstehenden von 2003 orientiert, ist nicht bedarfsdeckend. Auch die Regelleistungen für Kinder und Jugendliche, deren Eltern Arbeitslosengeld II oder Sozialhilfe beziehen, sichern nicht deren soziokulturelles Existenzminimum. Sie sind nicht geeignet, die alters- und entwicklungsspezifischen Bedarfe von Kindern und Jugendlichen zu decken und behindern deren Teilhabe- und Entwicklungschancen. Hier hat uns in dieser Woche das Bundessozialgerichts bestätigt: Die Hartz-IV-Sätze für Kinder bis 14 Jahre sind verfassungswidrig.

Mit welchem möglichen Koalitionspartner ließen sich solche Korrekturen am ehesten realisieren?

Mit der SPD.

Die Türen für eine Kooperation mit den Linken auch auf Bundesebene stehen bei den Grünen weit offen? Oder käme eine solche Koalition nur auf Länderebene in Frage?

Die Linkspartei will im Bund nicht regieren. Sie hat es selbst in der Hand, sich inhaltlich so neu auszurichten, dass es auf Bundesebene eine Perspektive für eine handlungsfähige Mehrheit unter Einschluss der PDL gibt.
Dazu muss sie sich in haushalts- und finanzpolitischer Sicht erst einmal mit den Grundrechenarten versöhnen. Die unter dem Deckmantel der sozialen Gerechtigkeit daherkommenden Forderungen der Linken würden nach Berechnungen den öffentlichen Haushalten (Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherungen) jährlich Mehrkosten von 154,7 Milliarden Euro bescheren. Wer in der Sozialpolitik so wenig Prioritäten zu setzen weiß, hofft, dass durch Versprechungen an alle, die Zahl der Sitze im Bundestag, aber nicht, dass sich die Einkommen der sozial Schwachen erhöhen. Auch in der Außen- und Europapolitik ist die PDL derzeit nicht realitätstauglich und handlungsfähig. Deutschland hat als bevölkerungsreiches Land in Europa eine besondere Verantwortung, die Vereinten Nationen bei ihren Bestrebungen für den Frieden zu unterstützen. Wer aber noch nicht einmal UN-mandatierte Beobachtungsmissionen mit unbewaffneten Militärbeobachtern wie im Südsudan mittragen kann, betreibt antimilitaristische Folklore statt Friedenspolitik und Unterstützung der Vereinten Nationen. Mit diesen Positionen ist kein Staat zu machen.
Ändert die Linken an diesen Punkten ihre Haltung, haben wir eine neue Situation. Ändert sie sie nicht, gibt es auch weiterhin keine Möglichkeiten für eine Kooperation auf Bundesebene. Es gibt keinerlei Hinweise darauf, dass die Linke hier vor der Bundestagswahl 2009 noch die Kurve kriegt.

Ein Fünf-Parteien-System, wie wir es im Moment haben, fördert demokratische Aspekte. Bürger haben allerdings auch die Qual der Wahl, wobei sie vor allem auch die möglichen Konstellationen stärker im Auge haben müssen, als je zuvor. Ihr Wunschpartner in einer Regierungskoalition wäre nach wie vor die SPD?

Mit der SPD haben wir sicher noch die größte inhaltliche Schnittmenge. Eine gesellschaftlich moderne, sozial ausgewogene und ökologisch verantwortbare sowie international verlässliche Politik war in der Konstellation Grüne-SPD sehr gut möglich. Allerdings hat die SPD alle falschen Weichenstellungen der Großen Koalition mit zu verantworten.

Die SPD strauchelt allerdings derzeit heftig. Wenn kein Wunder geschieht, wird sie sich bis zum September nicht nachhaltig erholen können. Gemeinsame Schnittmengen sehen Sie daher durchaus auch mit welchen anderen Parteien?

An den inhaltlichen Möglichkeiten werden wir unsere Aussage zu denkbaren Koalitionen für die Bundestagswahl 2009 ausrichten. Schnittmengen - wenn auch kleinere als mit der SPD - gibt es sicherlich sowohl mit FDP als auch mit der Linken.

Bei der FDP würde es wahrscheinlich die wenigsten Konflikte beim Thema Bürgerrechte und innere Sicherheit geben. Aber schon beim Thema Antidiskriminierung hapert es.
Enorm viel Konfliktpotential wäre in den Feldern Soziale Gerechtigkeit, Umweltpolitik und -wie die aktuelle Debatte zeigt - bei der notwendigen Regulierung der Finanzmärkte zu erwarten. Die FDP ist und bleibt eine Lobby-Partei für Besserverdienende und richtet ihre Politik allein an den Bedürfnissen von Vermögenden aus. So kann man keine zukunftsfähige Gesellschaftspolitik gestalten.

Das Interview führte Ursula Pidun
Photo: Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen

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Sir Quett Ketumile Joni Masire: "The solution could be in dialogue"
Dschungelbuch: Auf den Spuren der Lobbyisten in Berlin
Prof. Dr. Hans-Joachim Selenz, Wirtschaftsethiker
Dr. Timo Grunden, Universität Duisburg-Essen
Andrea Titz, Staatsanwältin Staatsanwaltschaft München II und Mitglied des Deutschen Richterbundes
Prof. Dr. Joachim Bohnert, Freie Universität Berlin
Dieter Mörlein, Bürgermeister Eppelheim/Baden-Württemberg
Stephan Braun, MdL der SPD in Baden-Württemberg, Journalist
Prof. Dr. Perry Reisewitz, Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation (München)
Prof. Dr. Friedrich Thießen, Technische Universität Chemnitz
Dr. Werner Hoyer, Stellvertretender Vorsitzender und außenpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion
Univ.-Prof. Dr. Markus Heintzen, Dekan der Freien Universität Berlin
Dr. Hermann Otto Solms, FDP, Vizepräsident des Deutschen Bundestages
Prof. Dr. iur. Christian Pestalozza, Freie Universität Berlin
Dr. Heinrich Leonhard Kolb (MdB), Abgeordneter der FDP-Bundestagsfraktion
Prof. Dr. Dr. h.c. Gerhart von Graevenitz, Rektor der Universität Konstanz
Stefan Collet, Vorstandsvorsitzender Studentisches Magazin 360 Grad
Hans-Christian Ströbele, Bündnis 90/Die Grünen
Dr. Gregor Gysi, "Die Linke"
Rainer Brüderle, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FDP
Dr. Alexander Freiherr von Paleske, Jurist und Mediziner, Südafrika
Bernhard Docke, Anwalt von Murat Kurnaz
Dr. Michael Philipp, Historiker und Publizist
Dr. Malte Olschewski, Journalist und Publizist in Wien
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mitregieren auch das Ziel?

E. Schlüter (Gast) - 29. Jan, 10:48
Wenn mitregieren auch das Ziel ist, wird's eng und kaum hinhauen bei der Lage, in der sich die SPD befindet. Blieben noch rot/gelb/grün (ob die gelben das mitmachen würden)? oder schwarz/gelb/grün, falls es für schwarz/gelb nicht reicht.

recht hat er

Robin525 (Gast) - 29. Jan, 21:14
"Faktisch wird die Premium-Klasse geschützt, nicht das Klima."
Es ist Wahljahr, da muss die Klientel bei Laune gehalten werden. Anders ist so ein konfuses Handeln nicht erklärbar.

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Es geht um Wahrheit.
Quote ist was für Loser


- Rainald Götz -


















Dr. Michael Meister (CDU)

Dr. Michael Meister, Stellver-
tretender Vorsitz-
ender der CDU/
CSU-Bundestags-
fraktion über Wirtschafts- und Sozialkompetenz, staatliche Eingriffe und die Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft.

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Ottmar Schreiner (SPD)

Der Vorsitzende der Arbeits-
gemeinschaft für Arbeitneh-
merfragen und Bundestags-
abgeordnete spricht über Fehlentwicklungen innerhalb der Hartz IV-Gesetzgebung.

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Stefan Enderle

Der frisch ge-
backene Dipl.-
Ing. "Audiovisu-
elle Medien (FH)" stellt in unserem ausführlichen Interview seinen Film "Kann nicht sein, was nicht sein darf!?" vor und äußerst sich kritisch zu den "alten Medien".

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Dr. Rüdiger Frank

ist Professor für Wirtschaft und Gesellschaft Ostasiens und lehrt an der Universität Wien. Frank zählt zum Kreis der renommiertesten Ostasien-Experten.

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Dr. Werner Kilian

Der Botschafter a. D. war zu Beginn seiner diplomatischen Karriere drei Jahre in Afghani-
stan und spricht im Interview über den deutschen Einsatz und die aktuelle, problematische Situation in dieser Region.

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Ingrid Nestle (GRÜNE)

Die Bundes-
tagsabge-
ordnete und Sprecherin für Energiewirt-
schaft spricht im Interview über den Atomkompro-
miss der Bundesregierung, der keiner ist.

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Dirk Niebel (FDP)

Generalsekretär der FDP-Bundes-
partei über Ankerplätze, Krisen, Politik-
verdrossenheit und einer bedenklichen Entwicklung zu einer sozialistischen Marktwirtschaft.

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Dr. Hermann Bühlbecker

Der Top-Unter-
nehmer steht seit 1977 an der Spitze des Unternehmens Lambertz in Aachen. Im Interview spricht er über Standorte, Verantwortung und den Wert guter Beziehungen.

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Dr. Volker Wissing (FDP)

MdB und Mitglied des FDP-Bundes-
vorstandes spricht über das Desaster HRE, Enteigungen, Versäumnisse, Intransparenz und einen Untersuchungsausschuss

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Sir Quett K. J. Masire

Masire war von 1980 bis 1998 Präsident von Botswana. In einem ausführ-
lichen Interview mit uns äußert sich Masire zur schwierigen Lage im Kongo.

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Anna Maria Gadebusch

Spurensuche im Fall Marilyn Monroe:
Im Gespräch mit Anna Maria Gadebusch, Journalistin und Autorin des Radio-Features "Gute Nacht, Doktor!". Zum Interview


Volker Beck (Grüne)

Der Abgeordnete Bündnis 90/ Die Grünen spricht über Klimaschutz, Pseudoreformen und soziale Schieflagen.

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Ulrich Maurer (PDL)

Ulrich Maurer (MdB), Parlamen-
tarischer Geschäfts-
führer der Links-
fraktion im Bundestag, spricht über einen Politik-
wechsel und die Lasten der Krise.

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Nachgefragt:

Rainer Brüderle

Der stellvertretender Fraktionsvor-
sitzende der FDP spricht über Mindestlöhne, Investivlohn und Fachkräftemangel

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Hans-Christian Ströbele

Stellvertretender Fraktionsvor- sitzender Bündnis 90/Die Grünen über Geheimdienste und Mindestlöhne.

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Dr. Heinrich L. Kolb

Unternehmer und Abgeordneter der FDP-Bundestags-
fraktion

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Satire exklusiv:



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Prof. Dr. P. Reisewitz

Im Gespräch mit dem Autor der Publikation "Pressefreiheit unter Druck – Gefahren, Fälle, Hintergründe"
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NEW YORK CITY


Hans Wall (Wall AG)

Die außer-
gewöhnliche Erfolgsge-
schichte des einstigen Mechanikers, der zu einem der bekann-
testen Werbegiganten Deutsch-
lands aufstieg, begann Ende der 70er Jahre mit einer cleveren und gleichsam ungewöhnlichen Idee.

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