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"Armut, Not und wenig Brot" - ein realistischer Ausblick auf die Weltwirtschaftskrise

20. Dezember 2008, 12:00
von Ursula Pidun (Berlin) und Jörg Frhr. von Oldershausen (New York)

fk1Als sich Angela Merkel vor gut drei Jahren erstmals als frischgebackene Kanzlerin mit einer Silvester-Videobotschaft eindringlich an das deutsche Volk wandte, ahnte noch niemand, wohin die Weltwirtschaft driftet. Das Land steckte damals bereits in einer vermeintlich großen Wirtschafts- und Arbeitsmarktkrise. Weit über fünf Millionen Menschen ohne Erwerbseinkommen suchten dringend nach Perspektiven für sich und ihre Familienangehörigen. Nur drei Jahre später erscheinen die Arbeitslosenstatistiken zwar scheinbar in neuem Glanz und suggerieren mit offiziell unter drei Millionen Erwerbslosen eine Erfolgsbilanz. Doch der Schein trügt. Denn der überwiegende Teil der aus den Statistiken verschwundenen Menschen dümpelt seit Jahren in fragwürdigen Maßnahmen der Arbeitsagentur oder wurde zwangsweise in prekäre Arbeitsverhältnisse verbracht, als Leiharbeiter ausgenutzt oder als Tagelöhner durch ein verhältnismäßig schweres Leben getrieben. Die Zahl jener, die an den Rand der Gesellschaft gedrückt werden, belaufen sich aktuell auf etwa acht Millionen, hinzu kommen weit über zwei Millionen Kinder, die in bitterer Armut leben. Nun kommt eine Weltwirtschaftskrise hinzu, die alles bisher Gewesene sprengt.

Silvesteransprachen - Farce vor dem Abgrund
Auch in diesem Jahr wird sich Kanzlerin Merkel zu Silvester wieder eindringlich an die Öffentlichkeit wenden und mit Zahlen und Statistiken ihre politische Erfolgsgeschichte der vergangenen drei Jahre untermauern, die keine ist. Denn zu diesem Silvester haben wir es nicht nur mit den angesprochenen acht Millionen Menschen und weit über zwei Millionen verarmten Kindern zu tun, die maximal am untersten Existenzminimum nagen. Zu diesem Jahreswechsel stehen wir vor der weltweit größten Krise seit dem Ende des zweiten Weltkriegs. Die in den höchsten Tönen gelobte Globalisierung, auf die jeder Politiker vehement setzte und jeden erdenklichen Bereich und jedes politische Instrument in den vergangenen Jahren darauf abstimmte, hat restlos versagt. Das wissen inzwischen auch die Amerikaner, die als Globalplayer No. 1 und Verfechter des Kapitalismus in Reinkultur mit dem heftigsten Börsencrash seit 1927 im vergangenen Herbst erstmals kritisch über Globalisierung nachdenken und Zweifel am eigenen System hegen. Angesichts eines zuvor niemals auch nur im entferntesten angedachten Abgrunds, der sich gnadenlos und unwiderruflich öffnet, wanken selbst Hardliner der freien Marktwirtschaft zwischen Fassungslosigkeit, Hilflosigkeit und Abwendung vom derzeitigen System.

Schlittenfahrt ins Desaster
Doch bevor die Schlittenfahrt ins Desaster so richtig losgeht, müssen auch die Amerikaner eine Silvesteransprache über sich ergehen lassen. Der scheidende amerikanische Präsident George W. Bush wird bei seiner vorerst letzten Gelegenheit, sich medial in Szene zu setzen, den verbliebenen Rest seiner Anhänger und Gläuibiger an die große Erfolgsstory seines Tuns erinnern. Sei es der Kampf gegen den Terrorismus, Guantánamo oder das verfehlte Krisenmanagement im Börsencrash – nichts wird Bush auslassen, um noch einmal zu glänzen. Möglicherweise wird er vor seinem endgültigen Abzug großzügig Weihnachtsmann spielen und verteilt per Abzweigung eines kräftigen Milliardenbetrags aus dem kürzlich geschnürten 700 Milliarden Hilfsfond sinnlos Geld an die drei Musketiere der amerikanischen Automobil-Industrie mit Sitz in Detroit. Seine Gesamtbilanz kann durch diese Gabe allerdings kaum geschönt werden und Erinnerungen an diesen Präsidenten bleiben stets verbunden mit Krieg, Folter und schließlich dem Zusammenbruch der Börsen. Während es für Bush garantiert die letzte Ansprache an das Volk in seiner Funktion als Präsident der Vereinigten Staaten sein wird, könnte es für Merkel eine Fortsetzung als Regierungschefin geben. Mangels Alternativen mag ihr der Sprung als Kanzlerin in eine zweite Legislaturperiode gelingen. Ob sie allerdings mit der Bewältigung dieser einzigartigen Krise eine geschickte Hand beweisen und kompetente Berater im Rücken haben wird, mag mit Fug und Recht bezweifelt werden. Sitzen doch nicht selten Manager, die Mitverursacher der Krise waren, nun in beratenden Kompetenz-Teams, die sich mit Krisenintervention befassen.

Wie auch die jüngsten EU-Verhandlungen zeigen, sieht Merkel die Krise noch immer viel zu verengt aus dem nationalen Blickwinkel. Und sie schätzt Prioritäten für das eigene Land höher ein, als gemeinsame Instrumente der Europäischen Union, deren tieferer Sinn unter anderem eben genau in gemeinsamen Handlungen innerhalb so schwerwiegender Problematiken begründet liegt. "Madame No" macht ihrem Namen alle Ehre und bereitet mit diesem Verhalten Deutschland und damit auch Europa zusätzliche Probleme. Nicht einmal auf eine gemeinsame und EU-weite allgemeingültige Reduzierung der Mehrwertsteuer konnte sie sich in Brüssel verständigen und erteilte schon vor Monaten zu Beginn der weltweiten Krise einem europäischen Bankenfond eine harsche Absage. Die aktuellen Verhandlungen in der vergangenen Woche brachten dann ein Ergebnis mit zentralem Kernpunkt eines 200 Milliarden-Hilfspaket, das als vager "Instrumentenkasten" lediglich zum Selbstbedienungsladen nach Gutdünken einlädt.

Auch Merkels Finanzkrisenmanager Peer Steinbrück, der bis vor wenigen Wochen noch vollends überzeugt äußerte, dass diese Krise Deutschland nicht so stark tangiere und in Einklang mit Merkel optimistisch verkündet, das Land sei bestens aufgestellt, überzeugt nur wenig als Retter in der Not. Denn wenn in New York die Börse crasht, dann treffen die Folgen zwangsläufig auch Deutschland – wenngleich auch zeitversetzt. Die Ereignisse der letzten Monate haben in erschreckender Weise die Illusion der modernen Weltwirtschaft demonstriert. Wer sich diesen Fehlentwicklungen, die weltweit forciert wurden, nicht stellt, handelt grob fahrlässig. "Man riecht die Krise nicht, schmeckt sie nicht, sieht sie nicht" und doch bahnt sie sich unaufhaltsam ihren Weg. Kein Grund also, die Zeichen der größten Krise unserer modernen Weltwirtschaft einfach auszusitzen oder gar zu ignorieren. So, wie es der Wirtschaftsjournalismus - zumindest in Deutschland - bereits getan hat und weder im Vorfeld die Zeichen des nahenden Desasters erkannte, noch durch brauchbare Analysen von sich Reden machte.

Was ist eine moderne Weltwirtschaft?
Doch was genau befand man als moderne Weltwirtschaft? Dass ein relativ kleiner Kreis relativ hohe Gewinne erzielte, auf Kosten vieler Menschen, die am unteren Existenzrand dümpelten? Alle Ökonomien sind untereinander abhängig. Handelt es sich um die USA, dann verursachen nachhaltige Schwächen amplifizierte Auswirkungen weltweit. Daran ändert auch die These mancher selbsternannter "Experten" nichts, die den USA in der Zukunft die Vormachtstellung als Weltmacht absprechen. Das ökonomische Fehlverhalten der vergangenen Jahre war keine höhere Gewalt oder ein Naturereignis. Vielmehr folgte es dem unbedingten Wunsch zu einer verstärkten, konzentrierten Globalisierung. Jeder Staat wollte das, jeder sollte als Globalplayer mitspielen. Das ist nur so lange in Ordnung, wenn dadurch nicht der überwiegende Teil der Bevölkerung in Bedrängnis und Not gedrängt wird. Fortschritt sieht anders aus.

Denn in Wahrheit ist diese exzessive Form der Weltwirtschaft eine Phantasterei. Sie funktioniert, wenn genug Geld fließt und alle daran glauben. Doch wie bei einer Pyramide droht der Kollaps des Ganzen, wenn Steine des Fundaments zerstört sind. Das beste Beispiel war die Fehlentscheidung, Lehman Bros. dem Bankrott zu überlassen. Dieser eklatante Fehler führte zu dem völligem Vertrauensverlust der Banken untereinander. Und da der Zusammenbruch einer Sparte auch den Zusammenbruch anderer Sparten bedingt, beschleunigt sich dieser Prozess weiter und weiter. Solange, bis wir zu einem Punkt kommen wo Investitionen, Risiko und Profit wieder in einem gesunden Equilibrium liegen. Mit andern Worten: Wir purzeln solange, bis der Verstand bei Verantwortlichen, Ökonomen, Politikern und Beratern wieder einsetzt und einer gesunden Volkswirtschaft den absoluten Vorrang geben. Dies bedeutet, Welthandel ja, aber nicht Masse und geringste Preise diktieren die Nachfrage, sondern Qualität und angemessene Preise. Nicht Dumpinglöhne oder im Gegenteil zu hohe Löhne und Gehälter, sondern eine angemessene Entlohnung muss einer entsprechenden Arbeitsleistung gegenüberstehen.

Das westliche Wirtschaftsmodell
Das westliche Wirtschaftsmodell hat versagt. Und dies nicht etwa, weil es generell nichts taugt, sondern weil maßloses Renditestreben und ein Missbrauch des Systems durch eine relativ kleine Bevölkerungsgruppe zu Schieflagen führte, unter der nun eine große Bevölkerungsgruppe extrem leidet. Die Globalwirtschaft, welche die Welt geographisch reduziert, macht den Austausch von Waren, Rohstoffen und Dienstleistungen auf vermeintlich effiziente Weise weltweit möglich. Kapital fließt unbegrenzt wo immer die besten Renditen zu erzielen sind. Produktion von Gütern wird dorthin verlegt, wo die Arbeitskraft am günstigsten scheint. Selbst am Ende der Welt wird den Menschen durch die Medien und Propaganda eine materielle Illusion vorgegaukelt, die Erfolg suggeriert und für jeden nachahmenswert erscheint.

Politik wollte und konnte dies nicht verhindern, denn es hing dem Globalisierungsgedanken in der jetzigen, falschen Form an den Lippen, wie einer gottesähnlichen Offenbarung. Politiker in beinahe allen Lagern waren dem fatalen Glauben verfallen, sie müssten diese Form der Globalisierung unbedingt vertreten, um nicht den weltweiten Anschluss zu verpassen. Und sie verfügten nicht über die Weitsicht und ökonomischen Kenntnisse, die notwendig sind, um falsche und folgenschwere Entscheidungen zu verhindern. Fast ohne jegliche Rahmenbedingungen konnten sich Markt und Finanzmarkt völlig entfesselt verbreiten, verloren das Wohl der Allgemeinheit komplett aus den Augen und bedienten auf Kosten der Allgemeinheit einzig eine bestimmte Klientel.

Globalisierung im Namen der besten Renditen
Diese Fehlverhalten führt zunächst die USA und dann in der Folge die ganze Welt in eine überaus ernste und nachhaltige Rezession, die allein mit herkömmlichen Mitteln und nationalen Werkzeugen aus relativ oberflächlich zur Verfügung gestellten Instrumentenkästen nicht zu bewältigen sein wird. Allein das Beispiel des Konsumverhaltens beweist Brisanz. Konsum anheizen, oder Konsum abbauen? Es gibt für diese Krise keine generellen Antworten. Während der Konsum in den USA mehr als 70 Prozent des Bruttosozialprodukts ausmacht, zeigt sich Deutschland stolz als Exportweltmeister und hat es in den vergangenen Jahren sträflich vernachlässigt, die Binnenkonjunktur zu stärken. Mit einem florierenden Binnenmarkt stünde in der BRD nun zumindest ein - wenngleich auch schwaches – Standbein zur Verfügung und könnte die mangelnde Nachfrage im Export ein wenig dämpfen.

Die Amerikaner verfügen über eine Nullprozent Sparquote - diese lag 1995 noch bei 5,7 Prozent und zeigt sich seitdem stark fallend. In Deutschland hingegen liegt die Quote bei beträchtlichen 12 Prozent. Allerdings täuscht die Zahl mehr vor, als tatsächlich dahinter steckt. Denn nur ein relativ kleiner Personenkreis verfügt über Gelder, die angelegt werden können. Der überwiegende Teil der Bürger in der BRD verfügt über keinerlei finanzielle Reserve und muss zusätzlich mit niedrigen Löhnen und Gehältern vorlieb nehmen. Letztere ist nicht nur ein Problem für ein aktuell nicht vorhandenes Konsumverhalten, sondern schmälert auch die Altersrente. Denn diese ist an die Höhe des Lohns und damit der Einzahlungsfähigkeit gekoppelt und viele Menschen sind bedingt durch die niedrigen Löhne zu einer weiteren Altersvorsorge finanziell keinesfalls in der Lage.

Sparen oder konsumieren – beides löst die Krise nicht
Dagegen steht das beträchtliche Konsumverhalten der Amerikaner, das allerdings komplett auf Pump basiert. Die Vereinigten Staaten sind sozusagen Weltmeister in dieser Disziplin. Dass sie sich dennoch auf der sicheren Seite fühlten, lag daran, dass sie sich abgesichert fühlten. Denn Hauseigentum stieg kontinuierlich im Wert und erhöhte damit auf wundersame Weise das Eigenkapital im Verhältnis zur Verschuldung. Gegen diese "equity" konnten immer neue Kredite aufgenommen werden und suggerierten sogar den Eindruck, Sparen sei überflüssig. Hinzu kam, dass die meisten Amerikaner ihre Altersversorgung durch so genannte 401K-Rücklagen sichern. Dabei handelt es sich um steuerbegünstigte Rückstellungen, die der Arbeitgeber komplimentiert, ja in manchen Fällen sogar verdoppelt. Diese wurden dann zum größten Teil in den Aktienmärkten investiert. Mit relativ guten Zuwächsen ergab sich auch hier eine scheinbar fundierte Anlage, die einen komfortablen Ruhestand möglich zu machen schien.

Die augenblickliche Krise hat die Situation nun vollends auf den Kopf gestellt. Generell haben die 401K-Anlagen zwischen 35 und 45 Prozent an Wert verloren. Der Wert liegt inzwischen sogar niedriger, als die ursprüngliche Einlage einmal hatte. Durch die rapide Korrektur im Immobilienmarkt ist für den einzelnen das Eigenkapital im Verhältnis zum Wert der Hypothek radikal gefallen. Oftmals bis hin zu einem Punkt, bei der die Hypothek höher ist als der Wert des Hauses. Hinzu kommt die öffentliche Verschuldung die ja noch zusätzlich geschultert werden muss. Auch in Deutschland wiegt die Staatsverschuldung seit langem schwer. Verluste, die öffentliche Banken, wie etwa die KfW sowie Landebanken durch extreme Zockereien am Derivaten-Markt und mit Lehman Bros. Anleihen eingefahren haben, werden zusätzlich zu schweren Belastungen und hängen den Bürgern und Nachfolgegenerationen wie Mühlsteine um den Hals. Steuerzahler schultern hüben wie drüben - also in Deutschland und den USA - gigantische Garantieleistungen, Bürgschaften und Kredite, um noch Schlimmeres zu verhindern.

Effekte unterschiedlichen Konsumverhaltens
Der Effekt hinsichtlich des Konsumverhaltens in den USA wird sich in einer Schockreaktion zeigen und zu drastischen Einschränkungen des Verbrauchs führen. In dieser Phase befinden sich die Amerikaner bereits. Anders als in vorherigen Krisen wird die allgemeine Verschuldung allerdings diesmal zu solch ungeheuren Belastungen führen, dass es die typisch amerikanische Konsumfreudigkeit in der Zukunft überhaupt nicht mehr geben wird. Das wäre auch gar nicht mehr bezahlbar. Zusätzlich steht der künftige Präsident Barack Obama hinsichtlich der öffentlichen Verschuldung vor einer immensen Aufgabe. Obwohl er ambitionierte Ansprüche formuliert, wie etwa die Krankenversicherung für alle und umfangreiche Investitionen in Stromnetze, den öffentlichen Nahverkehr, Autobahnen, Brücken und Schulen, so muss er doch mit immer weniger frei verfügbaren Steuergeldern jonglieren. Harsche Einschränkungen in allen Bereichen der öffentlichen Aktivitäten werden zwangsläufig die Folge sein. Kurzum: Mit immer weniger verfügbarem Geld, einem pessimistischen Zukunftsausblick und einem Staat der vor dem Bankrott steht, wird es zu extremen Verschlechterungen im Lebensstandard aller Bürger kommen.

Deutschland in der Klemme
Deutschland versucht indes, gerade eben den in der Vergangenheit so sträflich vernachlässigten Konsum wieder anzukurbeln. Die dazu zur Verfügung gestellten Optionen, wie etwa eine minimale Steuererleichterung beim Kauf eines neuen PKWs sind völlig unzulänglich, um die immensen Defizite im Bereich Binnenkonjunktur in der Vergangenheit auch nur annähernd wettmachen zu können. Sie ist seit Jahren eingebrochen, denn das Augenmerk Verantwortlicher war nicht darauf ausgerichtet, den Menschen ordentliche Löhne und Gehälter zu sichern - auch, damit sie ausreichend konsumieren können. Das führt zu noch weiteren Schieflagen. Die Deutschen benötigen dringend neue Güter und Waren wie etwa Autos, Kühlschränke, Waschmaschinen und Gegenstände des täglichen Bedarfs. Sie haben aber seit Jahren kein Geld, um dem Handel, der wiederum dringend Käufer benötigt, entsprechende Umsätze zu bringen. Etwas polemisch ausgedrückt bedeuten solche Verhältnisse, dass ein Land geradezu vorsätzlich herunter gewirtschaftet wird.

Schmerzhafte Veränderungen werfen Schatten voraus
Milliardengarantien und Kredite belasten auch in Deutschland die ohnehin hohe Staatsverschuldung. Immer noch marode Bildungs- und Schulsysteme werfen weitere Schatten voraus. Wirtschaftsinstitute übertreffen sich gegenseitig mit Korrekturen nach unten hinsichtlich des künftigen Bruttosozialprodukts und zeichnen düstere Szenarien mit weiteren Arbeitslosen, die in die Hundertausende gehen. Einige Politiker äußern, man sei in Deutschland durch die Agenda 2010 gut gerüstet, doch Hartz IV löst keine Krisen, sondern verstärkt allenfalls Ausgrenzungen und Fremdbestimmung. Versäumnisse und Defizite der Vergangenheit, die durch zu starke lobbyistische Prägungen sowie den Verlust einer neutralen Politik verstärkt wurden, zeigen heute die Auswirkungen, die noch von unseren Nachfolgegenerationen getragen werden müssen.

Die Krise wird aber nicht nur in den USA und Deutschland zu schmerzhaften Veränderungen und einer langanhaltenden Verschlechterung des allgemeinen Lebensstandards führen, sondern weltweit. Lediglich die skandinavischen Ländern haben eine Chance, etwas deutlicher verschont zu bleiben. Ausgezeichnete Reformen in der Vergangenheit und eine kontinuierliche Beibehaltung gerechter Lohn- und Gehaltsleistungen führen dazu, dass keine so große Verarmung der Bürger im Hintergrund steht. Auch wurden schon vor vielen Jahren beträchtliche Zukunftsinvestitionen in Schulen, Universitäten und Fortbildung getätigt, sodass diese Staaten nun als gesunde Volkswirtschaften der Krise recht gut trotzen können. Vorteile, über die andere Länder nicht verfügen. Auch Deutschland nicht, das sich stets gerne als besonders modernes Land in der ersten Reihe feiern lässt. Wer also die desaströse Lage verkennt und nicht beim Namen nennt, handelt zusätzlich fahrlässig. Wer abwiegelt und zögert und dennoch ein perfektes Krisenmanagement suggeriert, das nur aus Luftlöchern besteht, wird mittel- und langfrsitig das Nachsehen haben. Wer planlos zaudert, ohne sich umzuschauen und sich mit einem solchen Verhalten auch noch Vorteile anlässlich künftiger Wahlen verspricht, wird auf breiter Front scheitern.

Fazit: Gebaut auf Illusionen
Verantwortungsloses Handeln brachte uns einen ökonomischen Boom ungeahnter Größenordnung. Gebaut auf einem Fundament, dass lediglich aus Illusionen bestand, verloren nicht nur die Akteure selbst Umsicht, Weitsicht, Verantwortungsbewusstsein und Glaubwürdigkeit. Auch Experten, Ökonomen und vor allem Politiker verließen den Boden der Realität und und wandten sich von der höchsten Priorität politischer Arbeit ab: Der Arbeit zum Wohle der Menschen.

Als das Fundament dieses Schein-Booms auf illusorischem Boden Fuß fasste, kam es zu einem weltweiten Zusammenbruch, der sich inzwischen auf fast alle Bereiche der Wirtschaft ausgeweitet hat. Dieser Zusammenbruch wird zu einer drastischen Korrektur führen, bis alles auf ein ökonomisch tragbares Maß geschrumpft ist. Alle Bemühungen seitens der Regierungen müssen darauf abzielen, diese Korrektur, die mit erheblichen und schmerzvollen Einschnitten für alle einhergehen, mittels Maßnahmen zu lindern, die uns - und darin liegt die bitterböse Ironie - die Krise ursprünglich beschafft haben. Billiges Geld und Kredite für Finanzinstitutionen, künstliche Rettungsmaßnahmen für notleidende Hauseigentümer, die – ganz gleich aus welcher Sicht betrachtet - nicht in der Lage sind die erforderliche Verschuldung zu tragen. Steuererleichterungen generell und Hilfspakete für alle Bereiche der Wirtschaft, die ohnehin schon an Krücken gehen und deren grundsätzliche Überlebenschance schon länger in Frage steht. Das alles wird finanziert durch Schulden in ungekannten Ausmaßen und Größenordnungen und in der Folge mit einer Belastung für kommende Generationen, die beispiellos ist. Alles wird darauf abzielen, den gesunden Schmerz von heute, der das Gefüge der Gesamtwirtschaft wieder in ein Gleichgewicht stellen kann, auf morgen oder übermorgen zu verschieben.

Tiefgreifende Krise des kapitalistischen, westlichen Wirtschaftsmodells
Anders als in früheren Zeiten, als ein zyklisches Wechselspiel zwischen Konjunktur und Flaute den Wirtschaftskreislauf bestimmte, handelt es sich diesmal um eine grundlegende, systematische und tiefgreifende Krise des kapitalistischen, westlichen Wirtschaftsmodells. Wir haben die Grenze dessen, was ökonomisch tragbar war, in extremer Weise überschritten. Gier und Maßlosigkeit beherrschten die Gemüter jener, die in dieser Gesellschaft das Privileg genossen haben, als Leitfiguren die Geschicke der einzelnen Volkswirtschaften zu lenken und zu einem weltweiten intelligenten System zusammenzufügen. Sie haben zunächst ihre einzigartige Chance verspielt, die sich im Übergang von der Industrie- zur Wissens- und Informationsgesellschaft geboten hat. Nun müssen alle die Zeche zahlen und Rückschläge und auch Rückschritte in Kauf nehmen, um anschließend langsam und Schritt für Schritt wieder auf die richtige Spur zu kommen. Das erfordert Intelligenz, Weitsicht, Verzicht und Geradlinigkeit.
Allen verantwortungsbewussten Menschen ist dabei klar, dass dies zwangsläufig zu unweigerlichen Veränderungen in unser aller Verhalten und veränderten Lebensstandard führen muss. Die stimulierenden Anschub-Pakete, die nun weltweit eingesetzt werden, können keinesfalls diese fundamentale Einsicht ändern. Nur dann können wir vielleicht wieder ein akzeptables Maß an Stabilisierung erreichen, allerdings auf einem erheblich niedrigeren Niveau als zuvor. Die Boomjahre des 21 Jahrhunderts wurden unwiderruflich verzockt. Und deren massive Folgen werden nun noch Generationen beschäftigen.

Verweise:
Sand im Getriebe: Opel in staatlicher Reparaturwerkstatt
G20: Götterdämmerung in Washington
Wundertüten - geheimnisvoll und nichts drin
Verraten und verkauft - Kleinanleger stehen zu Tausenden im Regen
Politiker sonnten sich in Werbeprospekten (ARD-Video)
Themenschwerpunkt: Weisungsgebundenheit der Staatsanwälte
Banken, Börsen und Regierungen
Das Geld, die Gier und der Hebel
Gipfel der Ratllosigkeit
Das Einmaleins der amerikanischen Finanzkrise
Hypo Real Estate: Krisenmanagement in der Krise
Wall Street letzte Woche: Was nun Amerika?
Sozialisierung der Verluste und Aus für das System?
Amerika, wer bist Du?
Verhalten wider die eigenen Regeln
New York: Wall Street, wie wir es kannten, ist nicht mehr
Steuerzahler stemmen milliardenschwere Zeche
Gauner, Geschädigte und die BaFin
Deutsche Bank, eine Turboanleihe und die Staatsanwaltschaft
Swap-Geschäfte: Kommunen zocken, Bürger haften
Faule Swaps: Die nächste Weltfinanzkrise rückt näher
Der Meinl-Skandal und die verschwundenen Millionen
Amis - Europas gigantischer Betrugsskandal
Skandalbank in Österreich - Die Hypo Alpe Adria
Khashoggi, Hypo Group Alpe Adria und ein Prozess, der (noch?) nicht stattfand
Die BAWAG: Es war einmal eine Arbeiterbank in Wien
Marko Perković und die Hypo-Alpe- Adria Bank
Söldner, Gauner, Waffen und Rohstoffe
BayernLB: Das dicke Ende kommt erst noch

Photo: pixelio.de
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Fazit: Gebaut auf Illusionen

Jupp (Gast) - 14. Dez, 12:22
In hervorragender Weise analysiert der Artikel - "Armut, Not und wenig Brot" - ein realistischer Ausblick auf die Weltwirtschaftskrise - schonungslos die durch Globalisierung und unkontrollierte Freiheit der Finananzmärkte einerseits und die staatlichen Gestaltungsdefizite anderseits die Ist-Situation und extrapoliert in eine wenig erfreuliche Zukunft. Wachstum und Wohlstand in einer globalierten Welt sind geborgt, oder wenn man so will geraubt, auf Kosten der Globalisierungsverlierer in den Entwicklungsländern und auch hier in der EU und Deutschland. Die Globalisierung der Warenströme, der Finanzmärkte und der Arbeitsverhältnisse hat dazu geführt, dass ein Planet geplündert wird. Der Lebensstandard der Industrieländer sprengt schon lange sämtliche Grenzen. Immer mehr Konsum, immer mehr Mobilität und immer mehr Genuß für immer mehr Menschen bedeutet exponentielles Wachstum und in der Tat ist ein Wirtschaftswachstum über Null exponentiell. Die Erde ist jedoch ein abgeschlossenes System. Rohstoffe, Landfläche und die Atmosphäre sind begrenzt. Ein immer mehr an Bevölkerung, Wohlstand und Energieverbrauch ist da nicht drin. Die Konsequenzen sind klar: Immer mehr werden sich immer weniger vorhandene Mittel teilen müssen. Die Vision eines immerwährenden Wachstums wird ad absurdum geführt und ist auch systemtheoretisch nicht machbar. Die Konsequenzen treten heute mit aller Deutlichkeit zu Tage: Klimawandel, Energieverknappung, eine Milliarde Menschen unterhalb des Existenzminimums und damit vom Hungertod bedroht. Massiver Rückgang der Artenvielfalt, Wassermangel und Wüstenbildung. In Summe, die Aussichten der Menschheit sind nicht unbedingt positiv und ein direktes Ergebnis des krankhaften Wachstumsgedanken. Biologisch gibt es immerwährendes Wachstum in einem Organismus. Man nennt es Krebs - und es zerstört letztendlich seinen Wirt oder es wird selbst ausgemerzt.

Charlotte (Gast) - 14. Dez, 16:03

vielen Dank für diese hervorragende, verständliche Analyse!
Peter (Gast) - 2. Jan, 21:15

Ja...

Ich kann Jupp nur zustimmen, genau so sieht es aus. Von daher ist der Artikel zwar in vielen Punkten hervorragend und detailreich geschildert, allerdings sieht der Autor nicht, dass genau dieses Wirtschaftssystem und auch seine Art, aus Schulden (Krediten) Geld zu schöpfen, eben nicht "funktioniert":

"Und dies nicht etwa, weil es generell nichts taugt, sondern weil maßloses Renditestreben und ein Missbrauch des Systems durch eine relativ kleine Bevölkerungsgruppe zu Schieflagen führte"

Das stimmt, denke ich, so nicht. Der Fehler liegt leider auch im System.

Und die Aussage
"Die Deutschen benötigen dringend neue Güter und Waren wie etwa Autos, Kühlschränke, Waschmaschinen und Gegenstände des täglichen Bedarfs."

klingt auch angesichts des ohnehin viel zu hohen Konsumniveaus der Industrienationen fast schon ironisch. Man muss ja nur auf die überfüllten Straßen schauen um zu sehen, wie "dringend" die Leute vielleicht noch einen Dritt- oder Viertwagen "benötigen" ;-) Und mehr als einen Kühlschrank oder Waschmaschine kann ich bei mir auch nicht unterbringen.

Zur grundsätzlichen Problematik des Wirtschaftssystems, das unseren Planeten zerstört, empfehle ich auch den Artikel aus dem New Scientist:

http://konsumpf.de/?p=556

ja was denn nun

wisi (Gast) - 15. Dez, 08:50
" Das westliche wirtschaftsmodell hat versagt. Und dies nicht etwa, weil es generell nichts taugt, sondern weil maßloses Renditestreben und ein Missbrauch des Systems durch eine relativ kleine Bevölkerungsgruppe zu Schieflagen führte,.........."

Das kenn ich.
Vom Ende der DDR:
"Der Sozialismus ist ne gute Idee, nur wurde er von ein paar egoistischen Kadern mißbraucht......"

NEin: Das westliche Wirtschaftsmodell hat nicht versagt - es hat genauso funktioniert, wie es soll,- es sollte nur keiner merken......

Ein Blick ins Ahlener Programm zeigt, dass diese Kenntnis nicht neu ist: Der Kap. ist nicht geeignet usw. bitte dort nachlesen.

Angesichts des sinnlosen Reichtums einiger weniger und des Elends auf der- und der Zerstörung der Erde ist das zinsgetriebene, Wachstum erfordernde, blasenproduzierende System grundsätzlich gescheitert - als das was es ist- als Betrugssystem - was nun offensichtlich wird - aber auch das soll noch keiner sehen -

und das ist gut so - besteht doch wenigstens die Hoffnung, dass sich ein Hartz IV Knecht nicht vorhalten lassen muss, dass es sowas Schönes in anderen Ländern gar nicht gibt

Alle Rettungsversuche werden das endgültige Ende nur aufschieben, wie das Beatmen eines Hirntoten, - die Frage ist nur, wieviele Menschen diesen Kadaver in die Gruft begleiten müssen

Soziale Marktwirtschaft

S. Heitmann (Gast) - 15. Dez, 09:23
Vielen Dank für diese ausführliche Analyse, die das Szenario mit allen Konsequenzen sehr sachlich darstellt und anspruchsvoll beschreibt.

Die soziale Marktwirtschaft war das beste Gesellschaftsmodell überhaupt. Davon sind wir inzwischen meilenweit entfernt, auch wenn unsere Kanzlerinständig bemüht ist, sie als Maß aller Dinge zu bewerten - sie handelt nicht danach. Faktisch wurde die soziale Marktwirtschaft inzwischen gnadenlos abgebaut.

Der Artikel stellt die Probleme erstklassig dar. Eine relativ kleine Truppe profitiert auf Kosten vieler Menschen. Was man sich hinsichtlich der Krise erlaubt hat, macht die Menschen (weltweit) sprachlos. Entschuldigungen? Fehlanzeige! Es tragen ja nicht nur die Amerikaner die Schuld. Ob Landesbanken oder Kommunen hier bei uns, alle waren beim Zocken dabei und fahren mit ihren rücksichtslosen Gier-Attacken ohne mit der Wimper zu zucken auf Kosten anderer ganze Volkswirtschaften an die Wand. Viele Mitverursacher tummeln sich nun in Gremien des Krisenmanagements und vermitteln den Eindruck von edlen Rettern. Was soll man dazu sagen?

Staatsverschuldung explodiert

E. Schlüter (Gast) - 17. Dez, 09:29
Heute schreiben die Medien einhelllig, dass die Staatsverschuldung explodieren wird. Etwas anderes erwartet auch niemand mehr, denn die gigantischen Blasen des Scheinkapitals müssen zwangsweise weiter bedient werden, wenn der Salat nicht vollends zusammenbrechen soll. Das ist noch die Ironie des Ganzen.

Danke für diesen wirklich ausgezeichneten Artikel, der losgelöst vom allgemeinen Mainstream die Dinge beim Namen nennt und die Fakten logisch zusammenknüpft. Noch schlimmer als die Krise an sich ist die Verweigerung der Verursacher, sich zu stellen und zu entschuldigen. Daher ist die Hoffnung auf eine komplette Änderung der Zustände minimal. Alles wird auf die Amerikaner geschoben, um sich selbst reinzuwaschen. Doch nur, weil viele mitgezockt haben, konnten solche Ausmaße des Dilemmas erreicht werden.

Schöne Grüße aus dem Rheinland und trotz allem eine frohe Weihnacht!

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Anna Maria Gadebusch

Spurensuche im Fall Marilyn Monroe:
Im Gespräch mit Anna Maria Gadebusch, Journalistin und Autorin des Radio-Features "Gute Nacht, Doktor!". Zum Interview


Ton Biesemaat

Mit brisanten Enthüllungen über das nieder-
ländische Königshaus hat sich der investi-
gative Journalist nicht nur Freunde gemacht. Wir haben nachgefragt.

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Prof. Dr. Michael Vogt

Historiker, Kommunikations-
wissenschaftler, TV-Journalist und Filmemacher über seinen Rücktritt aus dem Lehrauftrag an der Uni Leipzig.

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Volker Beck (Grüne)

Der Abgeordnete Bündnis 90/ Die Grünen spricht über Klimaschutz, Pseudoreformen und soziale Schieflagen.

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Ulrich Maurer (PDL)

Ulrich Maurer (MdB), Parlamen-
tarischer Geschäfts-
führer der Links-
fraktion im Bundestag, spricht über einen Politik-
wechsel und die Lasten der Krise.

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Nachgefragt:

Bernhard Docke

Der engagierte Anwalt von Murat Kurnaz spricht über den Kampf gegen die Arroganz der Macht.

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Dr. Michael Philipp

Historiker und Autor der Publikation: "Persönlich habe ich mir nichts vorzu-
werfen".

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Dr. Gregor Gysi (PDL)

Fraktionsvor-
sitzender DIE LINKE über die Fusion von WASG und PDS, Pläne der neuen Partei und Sozialpolitik.

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Satire exklusiv:



YouTube-Channel

Dieter Mörlein

Bürgermeister von Eppelheim über das Eppelheimer-
Modell für Studien-
gebühren

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Stephan Braun (MdL)

SPD-Politiker und Journalist über die „Junge Freiheit “: „De facto bleibt das Blatt gefährlich“.

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NEW YORK CITY

Politik-Hotspots

Dr. Heinrich L. Kolb

Unternehmer und Abgeordneter der FDP-Bundestags-
fraktion

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Hans-Christian Ströbele

Stellvertretender Fraktionsvor- sitzender Bündnis 90/Die Grünen über Geheimdienste und Mindestlöhne.

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Dr. Alexander v. Paleske

Mediziner, Jurist und Verteidiger einer der Angeklagten im so genannten dpa-
Prozess.

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Dr. H.O. Solms (FDP)

Der Vizepräsident des Deutschen Bundestages spricht über Steuerskandale, Bürokratieabbau, Steuerverschwendung und eine dringend erforderliche Steuer-Reform.

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Prof. Dr. G. v. Graevenitz

Rektor der Uni Konstanz über das Gesetz der Studien-gebühren.

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Dr. Malte Olschewski

ORF-Redakteur und ein vom Fernsehen geschädigter Journalist sucht "alles Geld der Welt".

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Stefan Collet

Student der Uni Münster und Vorstand des Magazins 360 Grad über die Anfänge, große Erfolge, Preise und Ausblicke

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Prof. Dr. Joachim Bohnert

Experte für Straf-
recht, Strafprozess-
recht und Rechts-
philosophie an der Freien Universität Berlin

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