Präsident Barack Obama - Amerikas Change, Amerikas Chance
5. November 2008, 06:00Aus New York
[Jörg Frhr. v. Oldershausen] Kurz nach Schließung der letzten Wahllokale an der Westküste der Vereinigten Staaten stand fest: Barack Obama wurde in einer Wahl von großer historischer Bedeutung zum 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt. Tausende Anhänger hatten sich in Chicago’s Grant Park versammelt, um den großen Hoffnungsträger mit lautem Jubel und Applaus zu feiern. Viele waren von Emotionen erfüllt und weinten. Die Signifikanz der Wahl eines "African American" zum höchsten politischen Amt des Landes kann nicht überschätzt werden und stellt einen Triumph über Rassismus dar, mit dem dieses Land seit seiner Gründung kämpfen musste.
Hoffnung
Nach mehr als 20 Monaten eines brutalen Wahlkampfes zunächst in den
"Primaries" gegen die formidable Hillary Clinton und dann im Wahlkampf gegen John McCain, bewies Barack Obama sein natürliches Talent als Politiker. Seine elegante und inspirierende Rhetorik erreichte besonders junge Wähler aber auch Minoritäten. Demokraten sehen in ihm einen Kandidaten, der alle bisherigen Klischees des Politikers sprengt und nun als Träger der langersehnten Wende gesehen wird. Obama steht für Hoffnung und eine neue, bessere Zukunft für Amerika.
Strategie
Es spricht für Amerika, einem Land mit vielen inneren Konflikten, wenn ein Politiker mit schwarzem Vater aus Kenia und einer wei0en Mutter aus Kansas zum höchsten Amt im Lande gewählt werden kann. Aber auch für die erstklassige Strategie und Planung, die durch David Axelroad, Obama’s Wahlkampfmanager, in dieses historische Bemühen eingebracht wurde. Von Beginn an präsentierte sich Obama als Alternative zum verhassten Washington. Mit kühler, positiver und freundlicher Haltung entschärfte Obama rassistische Vorbehalte - Schritt für Schritt und am Ende durchgreifend. Seine intellektuellen und inspirierenden Reden versprachen einen neuen Anfang. Aggressive Nutzung des Internets, die Fähigkeit, bis dahin unbekannte 600 Millionen US Dollar an Spenden zu sammeln, der systematische Aufbau einer soliden Wahlkampforganisation, die jeden Staat umfasste und besonderes Merkmal auf die Eigenarten (electoral college) des indirekten amerikanischen Wahlsystemes legte, garantierten eine Wahlmaschinerie der Superlative.
Ergebnis
Mit einem überwältigenden Ergebnis im "electoral college" - mehr als 330 von 270 zum Sieg erforderlichen Stimmen der Wahlmänner - sicherte sich Barack Obama den Sieg. Seine hart erfochtenen Zustimmungen in vormals republikanischen Staaten wie Florida, Ohio, Virginia und Iowa halfen nicht nur ihm, sondern kamen auch demokratischen Senatoren, Mitgliedern des Hauses und Gouverneuren, die ebenfalls zur Wahl standen, zugute.So wird Obama auch auf eine komfortable demokratische Mehrheit im Kongress rechnen können und hat damit die beste Voraussetzung, seine politische Agenda durchzuzetzen.
Neubeginn
Am 20. Januar 2009 wird Barack Obama den Amtseid für die Präsidentschaft ablegen und ins Weiße Haus einziehen. Die vor ihm liegenden Probleme sind umfassend und werden ihn zwingen, umgehend ernsthafte Entscheidungen zu treffen. Eine sich ausbreitende Rezession, zwei Kriege im Irak und Afghanistan und die ernsten Haushaltsdefizite werden sein durchgreifendes Handeln von der ersten Stunde an erfordern. Keine Zeiten also, um eine aggressive demokratische Agenda in parteipolitischer Weise durchzuziehen. Alle Beteiligten - unabhängig von jedweder Parteizugehörigkeit - sind in den politischen Prozess eingebunden und gezwungen, zum Nutzen aller zu handeln.
Große Hoffnungen haben diese Wahl begleitet und es wird sich zeigen, ob Barack Obama in der Lage ist, die Eiferer in den eigenen Reihen zu kontrollieren und die Hand auch in Richtung Republikaner auszustrecken. Das Land sieht sich enormen Herausforderungen ausgesetzt, die nur durch ein vereintes Land mit gemeinsamer Willenserklärung erfolgreich angegangen werden können. Es liegt nun in den Händen des neuen Präsidenten der Vereinigten Staaten, diese außergewöhnliche Chance für einen Neubeginn zu ergreifen. Good luck Mr. President!
Verweise:
Gewinner Obama, Verlierer Obama: Der nächste Präsident der USA
Amerika, wer bist Du? Teil I
Amerika, wer bist Du? Teil II
Photo Screenshot BO-Website
[Jörg Frhr. v. Oldershausen] Kurz nach Schließung der letzten Wahllokale an der Westküste der Vereinigten Staaten stand fest: Barack Obama wurde in einer Wahl von großer historischer Bedeutung zum 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt. Tausende Anhänger hatten sich in Chicago’s Grant Park versammelt, um den großen Hoffnungsträger mit lautem Jubel und Applaus zu feiern. Viele waren von Emotionen erfüllt und weinten. Die Signifikanz der Wahl eines "African American" zum höchsten politischen Amt des Landes kann nicht überschätzt werden und stellt einen Triumph über Rassismus dar, mit dem dieses Land seit seiner Gründung kämpfen musste.
Hoffnung
Nach mehr als 20 Monaten eines brutalen Wahlkampfes zunächst in den
"Primaries" gegen die formidable Hillary Clinton und dann im Wahlkampf gegen John McCain, bewies Barack Obama sein natürliches Talent als Politiker. Seine elegante und inspirierende Rhetorik erreichte besonders junge Wähler aber auch Minoritäten. Demokraten sehen in ihm einen Kandidaten, der alle bisherigen Klischees des Politikers sprengt und nun als Träger der langersehnten Wende gesehen wird. Obama steht für Hoffnung und eine neue, bessere Zukunft für Amerika.
Strategie
Es spricht für Amerika, einem Land mit vielen inneren Konflikten, wenn ein Politiker mit schwarzem Vater aus Kenia und einer wei0en Mutter aus Kansas zum höchsten Amt im Lande gewählt werden kann. Aber auch für die erstklassige Strategie und Planung, die durch David Axelroad, Obama’s Wahlkampfmanager, in dieses historische Bemühen eingebracht wurde. Von Beginn an präsentierte sich Obama als Alternative zum verhassten Washington. Mit kühler, positiver und freundlicher Haltung entschärfte Obama rassistische Vorbehalte - Schritt für Schritt und am Ende durchgreifend. Seine intellektuellen und inspirierenden Reden versprachen einen neuen Anfang. Aggressive Nutzung des Internets, die Fähigkeit, bis dahin unbekannte 600 Millionen US Dollar an Spenden zu sammeln, der systematische Aufbau einer soliden Wahlkampforganisation, die jeden Staat umfasste und besonderes Merkmal auf die Eigenarten (electoral college) des indirekten amerikanischen Wahlsystemes legte, garantierten eine Wahlmaschinerie der Superlative.
Ergebnis
Mit einem überwältigenden Ergebnis im "electoral college" - mehr als 330 von 270 zum Sieg erforderlichen Stimmen der Wahlmänner - sicherte sich Barack Obama den Sieg. Seine hart erfochtenen Zustimmungen in vormals republikanischen Staaten wie Florida, Ohio, Virginia und Iowa halfen nicht nur ihm, sondern kamen auch demokratischen Senatoren, Mitgliedern des Hauses und Gouverneuren, die ebenfalls zur Wahl standen, zugute.So wird Obama auch auf eine komfortable demokratische Mehrheit im Kongress rechnen können und hat damit die beste Voraussetzung, seine politische Agenda durchzuzetzen.
Neubeginn
Am 20. Januar 2009 wird Barack Obama den Amtseid für die Präsidentschaft ablegen und ins Weiße Haus einziehen. Die vor ihm liegenden Probleme sind umfassend und werden ihn zwingen, umgehend ernsthafte Entscheidungen zu treffen. Eine sich ausbreitende Rezession, zwei Kriege im Irak und Afghanistan und die ernsten Haushaltsdefizite werden sein durchgreifendes Handeln von der ersten Stunde an erfordern. Keine Zeiten also, um eine aggressive demokratische Agenda in parteipolitischer Weise durchzuziehen. Alle Beteiligten - unabhängig von jedweder Parteizugehörigkeit - sind in den politischen Prozess eingebunden und gezwungen, zum Nutzen aller zu handeln.
Große Hoffnungen haben diese Wahl begleitet und es wird sich zeigen, ob Barack Obama in der Lage ist, die Eiferer in den eigenen Reihen zu kontrollieren und die Hand auch in Richtung Republikaner auszustrecken. Das Land sieht sich enormen Herausforderungen ausgesetzt, die nur durch ein vereintes Land mit gemeinsamer Willenserklärung erfolgreich angegangen werden können. Es liegt nun in den Händen des neuen Präsidenten der Vereinigten Staaten, diese außergewöhnliche Chance für einen Neubeginn zu ergreifen. Good luck Mr. President!
Verweise:
Gewinner Obama, Verlierer Obama: Der nächste Präsident der USA
Amerika, wer bist Du? Teil I
Amerika, wer bist Du? Teil II
Photo Screenshot BO-Website































































