Internationaler Waffenhändler Viktor Bout in Thailand verhaftet
[Dr. Alexander Freiherr von Paleske] Der internationale Waffenhändler Viktor Bout, auch bekannt als "Afrikas Merchant of Death" wurde heute in Thailand verhaftet. Nach ihm wurde international jahrelang gefahndet - gleichzeitig wurden aber auch Geschäfte mit ihm gemacht.
Bereits im Artikel Söldner Gauner Waffen und Rohstoffe berichteten wir über Waffenlieferungen an die Konfliktparteien in Angola, Sierra Leone, Liberia und Demokratische Republik Kongo. Wir stellten fest, dass Bout diese Konflikte durch Waffenlieferungen angeheizt, beziehungsweise erst ermöglicht hat. Ebenefalls haben wir darüber berichtet, dass Bout für die Taliban bis zum Jahr 2001 Waffen nach Afghanistan flog und anschließend für das Pentagon die Transporte übernahm.
Vergeblicher Versuch, das Handwerk zu legen
Nachdem Präsident Clinton’s Administration vergeblich versucht hatte, ihm das Handwerk zu legen, schloss die Bush Administration offenbar einen Deal in der Form “Bring unsere Leute nach Afghanistan und wir lassen Dich in Ruhe” ab. Viktor Bouts Piloten kannten aufgrund vorangegangener Lieferungen an den dortigen Gegner jede Flugpiste und die russischen Iljuschin Maschinen konnten sowohl landen, als auch nach einer Crashlandung wieder starten. Bei jeder Boeing- oder Airbusmaschine wäre es zu einer Bruchlandung mit Totalverlust gekommen.
Nicht nur in Afghanistan wurde Bout gebraucht sondern auch im Irak Seine Flotte von 50 Flugzeugen operierte unter Liniennamen wie Air Bas, Air Moldavia, „Air Pass, Centafrican, Ducor World Airlines, Regional International Air Services, Transmoldavia, Air Moldavia,„Cargo Airlifts, Air Cess, British Gulf, San Air, Aerocom und andere. Bis zum Ende 2004 soll er mit seiner Armada etwa 1000 Flüge abgewickelt haben. Gegen Bares aus dem US Staatssäckel versteht sich. Zum gleichen Zeitpunkt, nämlich im Juli 2004, ordnete die Bush Regierung die Beschlagnahme sämtlicher Konten Bouts in den USA an. Das allerdings konnte man nur als einen schlechten Witz auffassen.
Waffen- Lieferungen wie beim Versandhandel
Bouts Geschäftsgeheimnis war es, alles nur Vorstellbare zu liefern. Vom Helikopter bis zum Maschinengewehr vor die Haustür, kein Wunsch blieb offen, ähnlich wie im Versandhandel. Wofür andere Waffenhändler Monate brauchten, erledigte der ehemalige KGB Offizier dank seiner KGB- Kontakte und Luftflotte in maximal zwei Wochen. Er war sozusagen der "all inclusive man". Dafür nahm er nicht nur Bares, sondern auch Diamanten, die er dann wieder über sein Netzwerk losschlagen konnte. Neben den alten n KGB- Kontakten waren es auch die Waffenarsenale des ehemaligen Warschauer Paktes, die ihm hilfreich zur Seite standen. Und neben seiner Luftflotte mit etwa 50 russischen Frachtmaschinen, standen auch seine russischen Piloten Pate für sein Treiben. Jene flogen viel lieber mit Bout und amerikanischen Dollars an Bord, als in irgendwelchen heruntergekommenen Kasernen mit wenig Geld vergangenen Tagen nachzutrauern oder sich gar in Tschetschenien als Kanonenfutter einsetzen zu lassen.
Je mehr Konflikte, desto besser
Die Konflikte in Angola, Sierra Leone, und Liberia sind zwar vorbei, doch glücklicherweise gingen für Bout andere Konflikte weiter. So beispielsweise auch die Plünderung des Ostens der Demokratischen Republik Kongo. Dort sichert General Laurent Nkunda im Auftrage von Ruanda, das mittlerweile zum größten Exporteur von Coltan aufgestiegen ist, den Rohstoffnachschub. Die UN und kongolesischen Regierungstruppen haben dort nichts zu sagen und die Zivilbevölkerung leidet jämmerlich. Viktor Bout "half" mit den Transporten von Rohstoffen und Waffen. Deutsche Firmen steckten mit im Geschäft, wie ein UN-Report im Jahre 2002 enthüllte.
Auch lieferte Bout Waffen an die Islamic Courts in Somalia, als diese noch in der Hauptstadt Mogadischu das Sagen hatten. Doch auch im Libanon verdient er gerne Geld und wurde des öfteren bei der Hisbollah gesichtet, die ihre Waffenlager nach dem Waffengang mit Israel wieder auffüllen wollen. Bekannt ist auch, dass die Al-Qaida gerne eine schmutzige Atombombe besitzen und zünden möchte. Auch hier hätte Viktor Bout sicherlich weiterhelfen können. Bei seinen guten Kontakten zu den alten Kollegen im KGB wäre das kein Problem gewesen. Für Bout war alles ohenhin nur eine Frage des Geldes.
Verweise:
Söldner Gauner Waffen und Rohstoffe
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Vergeblicher Versuch, das Handwerk zu legen
Nachdem Präsident Clinton’s Administration vergeblich versucht hatte, ihm das Handwerk zu legen, schloss die Bush Administration offenbar einen Deal in der Form “Bring unsere Leute nach Afghanistan und wir lassen Dich in Ruhe” ab. Viktor Bouts Piloten kannten aufgrund vorangegangener Lieferungen an den dortigen Gegner jede Flugpiste und die russischen Iljuschin Maschinen konnten sowohl landen, als auch nach einer Crashlandung wieder starten. Bei jeder Boeing- oder Airbusmaschine wäre es zu einer Bruchlandung mit Totalverlust gekommen.
Nicht nur in Afghanistan wurde Bout gebraucht sondern auch im Irak Seine Flotte von 50 Flugzeugen operierte unter Liniennamen wie Air Bas, Air Moldavia, „Air Pass, Centafrican, Ducor World Airlines, Regional International Air Services, Transmoldavia, Air Moldavia,„Cargo Airlifts, Air Cess, British Gulf, San Air, Aerocom und andere. Bis zum Ende 2004 soll er mit seiner Armada etwa 1000 Flüge abgewickelt haben. Gegen Bares aus dem US Staatssäckel versteht sich. Zum gleichen Zeitpunkt, nämlich im Juli 2004, ordnete die Bush Regierung die Beschlagnahme sämtlicher Konten Bouts in den USA an. Das allerdings konnte man nur als einen schlechten Witz auffassen.
Waffen- Lieferungen wie beim Versandhandel
Bouts Geschäftsgeheimnis war es, alles nur Vorstellbare zu liefern. Vom Helikopter bis zum Maschinengewehr vor die Haustür, kein Wunsch blieb offen, ähnlich wie im Versandhandel. Wofür andere Waffenhändler Monate brauchten, erledigte der ehemalige KGB Offizier dank seiner KGB- Kontakte und Luftflotte in maximal zwei Wochen. Er war sozusagen der "all inclusive man". Dafür nahm er nicht nur Bares, sondern auch Diamanten, die er dann wieder über sein Netzwerk losschlagen konnte. Neben den alten n KGB- Kontakten waren es auch die Waffenarsenale des ehemaligen Warschauer Paktes, die ihm hilfreich zur Seite standen. Und neben seiner Luftflotte mit etwa 50 russischen Frachtmaschinen, standen auch seine russischen Piloten Pate für sein Treiben. Jene flogen viel lieber mit Bout und amerikanischen Dollars an Bord, als in irgendwelchen heruntergekommenen Kasernen mit wenig Geld vergangenen Tagen nachzutrauern oder sich gar in Tschetschenien als Kanonenfutter einsetzen zu lassen.
Je mehr Konflikte, desto besser
Die Konflikte in Angola, Sierra Leone, und Liberia sind zwar vorbei, doch glücklicherweise gingen für Bout andere Konflikte weiter. So beispielsweise auch die Plünderung des Ostens der Demokratischen Republik Kongo. Dort sichert General Laurent Nkunda im Auftrage von Ruanda, das mittlerweile zum größten Exporteur von Coltan aufgestiegen ist, den Rohstoffnachschub. Die UN und kongolesischen Regierungstruppen haben dort nichts zu sagen und die Zivilbevölkerung leidet jämmerlich. Viktor Bout "half" mit den Transporten von Rohstoffen und Waffen. Deutsche Firmen steckten mit im Geschäft, wie ein UN-Report im Jahre 2002 enthüllte.
Auch lieferte Bout Waffen an die Islamic Courts in Somalia, als diese noch in der Hauptstadt Mogadischu das Sagen hatten. Doch auch im Libanon verdient er gerne Geld und wurde des öfteren bei der Hisbollah gesichtet, die ihre Waffenlager nach dem Waffengang mit Israel wieder auffüllen wollen. Bekannt ist auch, dass die Al-Qaida gerne eine schmutzige Atombombe besitzen und zünden möchte. Auch hier hätte Viktor Bout sicherlich weiterhelfen können. Bei seinen guten Kontakten zu den alten Kollegen im KGB wäre das kein Problem gewesen. Für Bout war alles ohenhin nur eine Frage des Geldes.
Verweise:
Söldner Gauner Waffen und Rohstoffe
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