Simbabwes Erzbischof Ncube erklärt Rücktritt
12. September 2007, 17:44[Dr. Alexander Freiherr von Paleske] Erzbischof Pius Ncube, auch "Löwe von Matabeleland" genannt, einer der schärfsten Kritiker von Simbabwes Präsident Robert Mugabe, ist von seinem Amt zurückgetreten.
Der Geheimdienst Mugabes hatte in dessen Schlafzimmer eine versteckte Kamera installiert und die Aufnahmen dann im staatlichen Fernsehen gezeigt. Damit hat sich Mugabe den schärfsten Kritiker vom Leibe geschafft, denn die Oppositionspartei MDC ist tief gespalten und deren Vorsitzender Morgan Tsvangirai unfähig, den Protest gegen das Regime Mugabe zu bündeln.
Fertig mit Lebensmittel
In Simbabwe selbst sind Nahrungsmittel kaum noch zu erhalten. Die Geschäfte sind leer, nachdem die Regierung eine drastische Reduzierung aller Preise für Waren und Dienstleistungen verfügt hatte und Tausende von Ladenbesitzern sind wegen angeblichen Verstoßes gegen diese Preisvorschriften vorübergehend ins Gefängnis gewandert.
Derweil verrottet der Mais bei den Bauern, weil die einzige zum Aufkauf autorisierte Agentur "Grain Marketing Board" weder Fahrzeuge noch Treibstoff hat um den Mais zu transportieren. Der eigenständige Verkauf von Mais ist untersagt. Reihenweise schließen jetzt die Schulen, da die von der Regierung verfügten völlig unzulänglichen Schulgebühren die Kosten nicht mehr decken. Viele der so genannten Boarding Schools - vergleichbar mit Internaten - haben wegen der völlig unzureichenden Versorgung mit Nahrungsmitteln die Schüler nach Hause schicken müssen.
Zur Nahrungsmittelkrise die Trinkwasserkrise
In Bulawayo, der zweitgrößten Stadt mit knapp einer Million Einwohner ist die Trinkwasserversorgung in vielen Stadtteilen zusammengebrochen. Die meisten Staudämme für die Trinkwasserversorgung sind leer, die Versorgung aus dem Grundwasser nördlich von Bulawayo funktioniert nicht mehr, nachdem der Staat die Stadt Bulawayo gezwungen hatte, über eine Agentur namens ZIMWA das Wasser nunmehr von dort zu kaufen, jedoch keinerlei Erhaltungsmaßnahmen an den Pumpen stattfanden. Vorher hatte sich die Stadtverwaltung selbst darum gekümmert, musste aber alle Anlagen an ZIMWA abgeben.
In der Hauptstadt Harare sind zwar die Dämme für die Trinkwasserversorgung voll, doch die Pumpen funktionieren nicht mehr und für die Erhaltungsmaßnahmen fehlt das Geld. Mit dem Ausbruch von Seuchen, insbesondere Cholera, muss nun mit Beginn der Regenzeit im Oktober/November gerechnet werden. Inzwischen versuchen täglich bis zu 2000 Menschen über die Grenze nach Südafrika zu gelangen, darunter mittlerweile auch Kinder.
Erstveröffentlichung bei JNVH
Verweise:
Im Gespräch mit Dr. Alexander Freiherr von Paleske
Der Geheimdienst Mugabes hatte in dessen Schlafzimmer eine versteckte Kamera installiert und die Aufnahmen dann im staatlichen Fernsehen gezeigt. Damit hat sich Mugabe den schärfsten Kritiker vom Leibe geschafft, denn die Oppositionspartei MDC ist tief gespalten und deren Vorsitzender Morgan Tsvangirai unfähig, den Protest gegen das Regime Mugabe zu bündeln.
Fertig mit Lebensmittel
In Simbabwe selbst sind Nahrungsmittel kaum noch zu erhalten. Die Geschäfte sind leer, nachdem die Regierung eine drastische Reduzierung aller Preise für Waren und Dienstleistungen verfügt hatte und Tausende von Ladenbesitzern sind wegen angeblichen Verstoßes gegen diese Preisvorschriften vorübergehend ins Gefängnis gewandert.
Derweil verrottet der Mais bei den Bauern, weil die einzige zum Aufkauf autorisierte Agentur "Grain Marketing Board" weder Fahrzeuge noch Treibstoff hat um den Mais zu transportieren. Der eigenständige Verkauf von Mais ist untersagt. Reihenweise schließen jetzt die Schulen, da die von der Regierung verfügten völlig unzulänglichen Schulgebühren die Kosten nicht mehr decken. Viele der so genannten Boarding Schools - vergleichbar mit Internaten - haben wegen der völlig unzureichenden Versorgung mit Nahrungsmitteln die Schüler nach Hause schicken müssen.
Zur Nahrungsmittelkrise die Trinkwasserkrise
In Bulawayo, der zweitgrößten Stadt mit knapp einer Million Einwohner ist die Trinkwasserversorgung in vielen Stadtteilen zusammengebrochen. Die meisten Staudämme für die Trinkwasserversorgung sind leer, die Versorgung aus dem Grundwasser nördlich von Bulawayo funktioniert nicht mehr, nachdem der Staat die Stadt Bulawayo gezwungen hatte, über eine Agentur namens ZIMWA das Wasser nunmehr von dort zu kaufen, jedoch keinerlei Erhaltungsmaßnahmen an den Pumpen stattfanden. Vorher hatte sich die Stadtverwaltung selbst darum gekümmert, musste aber alle Anlagen an ZIMWA abgeben.
In der Hauptstadt Harare sind zwar die Dämme für die Trinkwasserversorgung voll, doch die Pumpen funktionieren nicht mehr und für die Erhaltungsmaßnahmen fehlt das Geld. Mit dem Ausbruch von Seuchen, insbesondere Cholera, muss nun mit Beginn der Regenzeit im Oktober/November gerechnet werden. Inzwischen versuchen täglich bis zu 2000 Menschen über die Grenze nach Südafrika zu gelangen, darunter mittlerweile auch Kinder.
Erstveröffentlichung bei JNVH
Verweise:
Im Gespräch mit Dr. Alexander Freiherr von Paleske


























Institut für Staats-






























