Jörges Kritik zum Bürgerjournalismus: Ich mach's mal wie "Post von Wagner"
2. Juli 2007, 17:00
[Ursula Pidun] Ich mach's mal wie "Post von Wagner" und beginne mit: "Lieber..." Hans-Ulrich Jörges,da sage noch jemand, Sie könnten als Alpha-Journalist keine Marketing-Strategien fahren. Schließlich haben Sie anlässlich einer Podiumsdiskussion zur Buchvorstellung des "Alpha-Journalisten"- Rudels mit einem Kommentar das Web zum Beben gebracht. Nun kocht die ganze Blogger- und Bürgerjournalistenszene. So macht man Quote, Glückwunsch!
Zitat:
"Die guten Redaktionen sollten ihre Siele geschlossen halten, damit der ganze Dreck von unten nicht durch ihre Scheißhäuser nach oben kommt. Der Dreck von unten, werte Leser, sind diese ganzen Geschichten von diesen Bloggern. Und die Nachrichten von Möchtegern-Autoren, die diesen “Loser Generated Content” produzieren."
Bevor nun der eine oder andere Blogger auf die abstruse Idee kommen könnte, das Magazin mit dem kleinen roten Sternchen habe demnach mit dem neuen 1000reporter auch so ein kleines "Sch..." -Häuschen zum Leben erweckt, ruderten Sie glücklicherweise einige Tage und etliche Kritiken später herum und erklärten:
Zitat von "der-echte-Jörges":
"hier meldet sich nun mal der echte uli jörges. und erklärt, wovon er wirklich gesprochen und was er gemeint hat: von hass, vorurteil und verächtlichmachung von menschen in vielen blogs – und das aus der deckung der anonymität. bis hin zu antisemitismus, besonders massiv bei außenpolitischen debatten. brauner dreck. der charakterstarke zeitgenosse, der sich hier unter meinem namen exponiert und das absichtsvoll verschwiegen hat, ist offenbar auch so eine erscheinung aus dieser zwiespältigen welt - wenn auch eine vergleichsweise harmlose. deshalb sollte man sich genau überlegen, wo und mit wem man im netz diskutiert. und genau deshalb gibt es qualitätsblogs – wie diesen, in dem menschenverachtendes keine chance hat. willkommen bei stern.de! willkommen bei tausendreporter!"
Soviel Klarstellung muss sein. Nina Ruge würde mit den Worten enden: "Alles wird gut." Ich ende mit der Feststellung, dass es tatsächlich einen "Loser Generated Content" gibt. Manchmal kommt der auch aus den geschlossenen Sielen einiger Redaktionen. Aber nur ganz, ganz selten und dann mach ich's wie "Post von Wagner" und schreibe einen Brief, der mit "Lieber..." beginnt.
Foto: Eva Engel/Pixelio.de































































