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Skandalbank in Österreich - Die Hypo Alpe Adria

25. Juni 2007, 16:00
[Dr. Alexander Freiherr von Paleske] Zur Zeit gehen sie hoch, die Wogen in Österreich. Ein Unterausschuss des Parlaments untersucht Bankenskandale. Mit dabei die Hypo-Alpe Adria Bank aus Kärnten, dort wo Landeshauptmann Jörg Haider im Lande und bei der Bank das Sagen hatte. Bis vor kurzem die Bank an Bayern verkauft wurde. Jörg Haider ist bekannt als Österreichs Rechstaußen, selbsterklärter Saubermann und Österreichs führender Sprecher in Sachen Ausländerfeindlichkeit.

Sehen wir uns also einmal die Geschichte dieser Skandale an und gehen zurück in das Jahr 1993. Da begann eine Bank unter dem Namen Czech Fund mit ihren Aktivitäten. Mit dabei bis zum Jahre 1996 der ehemalige Reagan- Sicherheitsberater während des Iran-Contra-Skandals, Robert Mc Farlane. Er ist jetzt bei der Söldnerfirma AEGIS als Berater tätig, die vom Söldnerveteranen Tim Spicer geleitet wird. Tim Spicer ist im Irak sozusagen der Oberkommandierende aller Söldner.

Die Firma Czech Fund verschmolz im Jahre 1996 mit einer Firma Eastbrokers International, in dessen Verlauf ein gewisser Kössner aus Wien Anteilseigner wurde. Er hatte schon eine Wiener Broker Firma unter dem Namen WMP Bank AG mehrheitlich besessen, die nun mit Eastbrokers verschmolzen wurde und sich nun Global Capital Partners nannte. Die WMP Bank wurde an Kössner zurück verkauft und er benannte diese dann in "General Commerce Bank" um. Der Grund für dieses Hin- und Her lag möglicherweise in dem Versuch, Spuren zu verwischen, denn der Mehrheitsaktionär von Czech Industries, eine Firma Stratton Oakmont, war wegen Aktienbetrugs geschlossen worden: ein böses Omen!

Die Hypo-Alpe-Adria Bank kommt ins Spiel
Die Hypo-Alpe Adria Bank gehört zur Hälfte dem Land Kärnten/Österreich und war auch Minderheitsaktionär in der WMP Bank. Als solche verkaufte sie auch Anleihen der Global Capital Partners an ihre Kunden. Wertlose Papiere, wie sich herausstellen und noch bitter rächen sollte. Kössner hatte mit großer Sorgfalt diese Beziehungen zu der renommierten Bank aufgebaut. Er verlor allerdings durch Kapitalerhöhungen die Mehrheit in der Bank und damit den Einfluss auf das Geschehen. Dort tauchte nun Mitte 2000 eine CrackCrew bei der WMP/Genneral Commerce Bank auf, die den Laden so richtig aufmischen sollte. Es handelte sich im einzelnen um:

1. Regis Possino, ehemaliger US-Rechtsanwalt:
- 1978 wegen Verkaufs von Kokain verhaftet
- versuchte außerdem einen Deal über einen monatlichen Verkauf von Kokain im Werte von US Dollar 680.000 zu landen
- versuchte weiterhin gestohlene Pfandbriefe unter das Volk zu bringen
- erneute Verhaftung während des Prozesses, weil er versuchte, eine Geschworene zu beeinflussen.
- Verlust der Anwaltslizenz im Jahre 1984 wegen krimineller Aktivitäten
- 1996 erneut verurteilt wegen Aktienbetrugs

2. Sherman Mazur, US Amerikaner:
- 1993 im US Bundesstaat Arkansas rechtskräftig wegen Scheckbetrugs zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt
- während der Zeit seines Gefängnisaufenthalts soll er einen Filipino namens Amador Pastrana beauftragt haben, seine kriminellen Aktivitäten fortzuführen

3. Amador Pastrana, Filipino
König des internationalen Aktienbetrugs
- soll wenigstens 100 internationale Zweigstellen des betrügerischen Telemarketings (Boiler Rooms) kommandiert haben

4. Rakesh Saxena, Inder
internationaler Großbetrüger
- Resident in Kanada, das seit zehn Jahren über einem Auslieferungsbegehren von Thailand brütet
- soll in Thailand Betrug in Höhe von 2,2 Milliarden US Dollar begangen haben
- soll von Kanada aus unter Hausarrest weitere Betrügereien in großem Stil begangen haben

5. Adnan Kashoggi
internationaler Waffenhändler und Großbetrüger
- zusammen mit Oliver North in den Iran-Contra Skandal verwickelt

6. Raoul Barthaumieu (auch Raoul Berthamieu) alias Lee Sanders
Kanadier belgischer Abstammung
- 1991 wegen Scheckbetrug in den USA zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Er traf dort auf Sherman Mazur. Diese Herren organisierten nach Presseberichten in Wien Betrug im großen Stil, indem sie die General Commerce Bank in ein Zentrum des internationalen Aktienbetrugs verwandelten. Wertlose Wertpapiere sollen weltweit von dieser Crew verhökert worden sein. Der Schaden soll sich auf insgesamt eine Milliarde US Dollar belaufen.

Die Vorstrafen des Berthaumieus haben die Hypo Alpe Bank und deren Vorstand Dr. Wolfgang Kulterer keineswegs davon abgehalten, ihm im Jahre 2000 einen 100 Millionen Schilling Kredit zur Finanzierung zweier Lagerhäuser in Belgien zu gewähren. Als die WMP Bank schließlich ins Trudeln kam, spielte sich Berthaumieu als Sanier auf. Zu diesem Zweck erhielt er nochmals von der Hypo-Alpe- Bank Kredit über mehrere Millionen Schilling. Gutes Geld schlechtem Geld hinterher geworfen. Doch Dr. Kulterer wusste von Nichts und hörte auch nichts von der Vergangenheit dieser Herren Im Gegenteil, er bezeichnete den vorbestraften Berthaumieu als seriös, das habe er polizeilich nachprüfen lassen. Bei der Polizei in Kärnten?

Im Herbst 2000 schließlich machte Berthaumieu Dr. Kulterer von der Hypo-Alpe mit Khashoggi bekannt. Khashoggi wollte direkt bei der Hypo-Alpe Geschäftskonten eröffnen und brachte eine Reihe "interessanter" Geschäftsmodelle zu Sprache. Betrugsmodelle? Das war dann wohl selbst Dr. Kulterer etwas zuviel. Im Jahre 2001 flog dann alles auf und die Tür zur General Commerce Bank flog zu, amtlich und mit Siegel. Kössner wanderte ins Gefängnis, aber ein Prozess hat bis heute, nach sechs Jahren, noch nicht stattgefunden.

Der US Staranwalt Ed Fagan, der schon Schweizer Banken und die Bundesrepublik mittels Klagen dazu gebracht hatte, Entschädigungszahlungen an ehemalige NS-Zwangsarbeiter zu leisten, hat die Hypo-Alpe Bank auf Schadensersatz in Milliardenhöhe verklagt. Er wirft Kulterer und seiner Hypo-Mannschaft Insider Trading, Bilanzfälschung und Betrug vor. Da Bankdirektor Kulterer sich aber sehr bedrängt fühlte, hat er den schneidigen US Advokaten wegen gewerbsmäßiger versuchter Erpressung angezeigt. Nun würde man vernünftigerweise erwarten, dass Kulterer mit Schimpf und Schande davongejagt wurde. Doch das Gegenteil war der Fall.

Ein Freund, ein guter Freund
In Kärnten ist Haider als Landeshauptmann der Boss und damit bis vor kurzem größter Aktionär der Hypo Alpe. Der bezeichnete Kulterer auch als einen "Visionär" und "erfolgreichsten Bankmanager Österreichs". Kulterer ließ sich nicht lumpen und gewährte Haider und seiner FPÖ einen Wahlkampfkosten-Erstattungsvorschuss bis zum Jahre 2013. Offenbar werden die Wähler dort als beleihbares Eigentum und/oder als beleihbares Stimmvieh angesehen. Kulterer begleitete Haider, auch auf dessen Besuchsreise zu Libyens Staatschef Gadhaffi im Jahre 2000, als Gadhaffi noch zur "Achse des Bösen" gehörte. Und Kulterer begann seine Visionen umzusetzen.

14 Tage im Jahre 2004
Im Jahre 2004 stieg die Bank in das Geschäft mit SWAPS ein. Etwas, was man besser als Casino-Banking bezeichnet. Binnen 14 Tagen verlor die Bank bei diesem Roulette 328 Millionen Euro. Und wie Weinpanscher versuchten Hypo-Manager den Verlust zu strecken. Das ist schon beim Wein verboten, erst recht bei Bankbilanzen. Und es flog auf. Kulterer musste seinen Platz räumen und durfte aber sofort auf dem Sitz des Aufsichtsratspräsidenten Platz nehmen. Dort sollte er ursprünglich geparkt werden, bis sich die Wogen gelegt hätten, um dann wieder Vorstandschef zu werden. So belohnt Haider Treue. Auf seine weiterlaufenden Vorstandsbezüge verzichtete Kulterer jedenfalls erst nach heftigen Protesten. Die Staatsanwaltschaft ermittelt mittlerweile.

Ein Koffer voller brisanter Dokumente
Der Schatzmeister der Bank, Christian Rauscher, entwickelte offenbar Schuldgefühle und beschädigte sich selbst, als Überfall vorgetäuscht. Als die Polizei in seine Wohnung kam, stand dort ein Koffer, in dem sich angeblich "en masse" Belastungsmaterial gegen die Bank befunden haben soll. Die Polizei sah den Koffer, nahm aber weiter keine Notiz. Bankangestellte, die alarmiert worden waren, rannten in die Wohnung Rauschers und sicherten den Koffer. Der Polizei erklärten sie, der Koffer enthielte Bankgeheimnisse. Die Polizei ließ sie ziehen. Gut, in einer Bank solche Kofferträger zu haben.

Ein kroatischer Ex-General
Im vergangenen Monat schließlich wurde der ehemalige kroatische General Vladimir Zagorek verhaftet. Ihm wird Betrug, Geldwäsche und einiges mehr zur Last gelegt. Der General war ein gerne gesehener Kunde der Hypo-Alpe, dem man reichlich Kredit gab. Vor zehn Tagen berichtete dann die Wochenzeitung "DIE ZEIT" über dubiose Grundstücksgeschäfte in Istrien, in welche die Hypo Alpe Adria Bank angeblich verwickelt war.

Kulterer schmiedet Pläne
Kulterer schmiedete weiter Pläne, während seine Parkuhr lief. Doch zunächst einmal wurde ihm im Hinblick auf seine großartige Arbeit in der Hypo-Alpe eine neue Aufgabe angetragen. Er wurde Chef der Flick Privatstiftung und der FKF Vermögensverwaltung. Zur Erinnerung: Friedrich Karl Flick wollte nicht, dass seine Erben die angeblich zu hohen Erbschaftssteuern in Deutschland bezahlen müssen. Dem Land, wo sein Vater, Friedrich Flick zum Milliardär wurde, nachdem er aus dem Kriegsverbrechergefängnis, in das er nach den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen eingeliefert worden war, entlassen wurde. FKF, der Sohn, wanderte vor seinem Tod mit (Geld)sack und Pack in das Erbschaftssteuerparadies Österreich aus. Während Kulterer also geruhsam auf der Parkbank verweilte, konnte die Hypo-Alpe Bank den Betrugsfall General Commerce Bank/Global Capital Partners nicht abschließen. Dutzende Klagen von geprellten Kunden laufen gegen die Bank. Einem ersten Fall über eine Summe von 600.000 Euro wurde im Juli 2005 letztinstanzlich wegen falscher Anlageberatung stattgegeben. Und natürlich stehen die Milliardenklagen des Ed Fagan weiterhin im Raum. Ausgang: Ungewiss!

Ursprünglich sollte die Skandalpe im Jahre 2007 an die Börse gebracht werden. Daraus wurde angesichts der Skandale nichts. Deshalb streckte Kulterer seine Fühler nach Bayern aus. Und siehe da, die Bayerische Landesbank zeigte großes Interesse. Sie ist mit ihrem Vorsitzenden Werner Schmidt auf Expansionskurs, aber da Deutschland schon "überbankt" ist, gibt es dort nichts mehr zu expandieren: Ab in den Süden. Der erste Versuch mit der BAWAG, einer anderen österreichischen Bank in dieser Richtung, war kläglich gescheitert, nachdem dort ein Bankangestellter Millionen mit riskanten Finanzgeschäften in den Sand gesetzt hatte. Also: Neuer Versuch. Geld genug hat man ja. Doch Kulterer darf auch seinen zweiten Job nicht vergessen, den bei den Flicks.

Ein Mann namens Berlin kreuzt auf
Rein zufällig taucht auch ein Mann namens Berlin - mit den Flicks geschäftlich verbunden - bei der Hypo Skandalpe auf und kauft sich mit 4,5 Prozent ein. Die Erben Flick haben Berlin Geld anvertraut - seid fruchtbar und vermehret euch. Viele Milliarden sind eben noch nicht genug. Rein zufällig nimmt zu diesem Zeitpunkt auch Kulterer die Kontakte mit der Bayerischen Landesbank auf. Diese verlaufen sehr erfolgreich. Und als sich das abzeichnet, kauft Berlin - wieder rein zufällig- noch einmal zehn Prozent der Aktien.

Bayern wertet Haider auf
Um die Verkaufsverhandlungen auch politisch erfolgreich zu gestalten, fliegt Haider am 16.5. nach München und trifft dort mit BayernLB Chef Werner Schmidt, aber auch mit Innenminister Beckstein und Finanzminister Faltlhauser zusammen. Sie machten, was die Europäische Union seinerzeit strikt abgelehnt hat: Rechtsaußen Haider salonfähig. Und es wurde nicht nur über die Hypo-Alpe gesprochen, sondern auch über eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Bayern und Kärnten von Landeshauptmann zu Ministerpräsident in Spe. Zur Erinnerung: Als Haiders FPÖ im Jahre 2000 eine Koalition mit der ÖVP einging, da entschied die Europäische Union als Antwort darauf, die Kontakte zu Österreich einzuschränken. Haider erhielt Einreiseverbot nach Israel und zog seinen Botschafter ab. Er hatte durch Bemerkungen wie etwa : "Die österreichische Regierung solle sich Adolf Hitlers ordentliche Beschäftigungspolitik als Vorbild nehmen" auf sich aufmerksam gemacht. Fremdenfeindliche Äußerungen kamen im Wochentakt. Zuletzt wollte er den herzkranken noch nicht verurteilten und angeblichen Wirtschaftskriminellen Helmut Elsner des Landes Kärnten verweisen, getreu dem Motto: "Kärnten muss sauber bleiben". Die zweisprachigen Ortsschilder an der Grenze zu Slowenien - dort lebt eine slowenische Minderheit - wollte er entfernen lassen. Daran hinderte ihn jedoch ein Gerichtsbeschluss. Asylanten beschimpfte er als Parasiten. Und nun planen Beckstein und Haider an einem Tisch die gemeinsame Zukunft von Bayern und Kärnten im Allgemeinen und der Hypo-Adria Skandalpe im Besonderen.

Berlin verkaufte schnell seine Aktien, die er an der Skandalpe hielt und machte damit 145 Millionen Euro gut. 145 Millionen in nur fünf Monaten. Die Flicks wird es freuen. Es besteht allerdings der Verdacht, dass es sich um ein Insidergeschäft handelt. Und während bei seinem ersten Aktienkauf die Skandalpe nur mit 2,6 Milliarden bewertet wurde, sind es jetzt auf einmal wundersame 3,2 Milliarden, nächstes Jahr sollen es sogar 4,8 Milliarden werden. Billig einkaufen und teuer verkaufen, einfach durch eine unterschiedliche Bewertung. Doch die Skandale enden hier noch nicht.

Eine jüdische Familie in Belgrad
Am 22.4. 2005 verkündete die Hypo-Alpe, sie habe für 20 Millionen Euro ein Grundstück in Belgrad von den staatlichen Behörden erworben. Was der Skandalpe-Vertreter vor Ort, Boris Ignjatovic, nicht erwähnte: Es handelt sich um ein Grundstück mit "Geschichte", "Three Tobacco Leaves" - "drei Tabakblätter". Es gehörte einst über Generationen der jüdischen Familie Galich. Zwei der Familienmitglieder kamen bei der Verteidigung des Gebäudes gegen Nazi-Truppen im Jahre 1944 ums Leben. Sie wurden von der SS erschossen. Unmittelbar nach dem Krieg errichtete Familie Galich auf dem Grundstück unter großen Schwierigkeiten wieder ein Gebäude, bevor dann das Grundstück von Titos Regierung enteignet wurde. Das Gebäude wurde schließlich von der Regierung Milosevic abgerissen. Das Grundstück blieb danach unbebaut und potentielle Investoren wurden von der Familie Galich kontaktiert und darauf hingewiesen, man wolle das Grundstück zurückverlangen. Die Investoren winkten daraufhin ab. Bis die Hypo-Alpe kam, kurz bevor ein Gesetz zur Restitution verabschiedet werden sollte, das bei unbebauten Grundstücken die Rückgabe vorsah. Sie schnappte sich das Grundstück - trotz der Geschichte des Grundstücks und im Wissen um die Interessen der Familie Galich. Womit die Hypo Alpe allerdings nicht gerechnet hatte, war der Sturm der Entrüstung, der dann losbrach und in eine Demonstration am 23.Mai 2005 mündete , an der mehrere Hundert Menschen teilnahmen. Zeitungen fragten, ob die Hypo Alpe, die dort jetzt ein Hotel und Einkaufszentrum errichtet - Baubeginn diesen Sommer - nichts aus dem Skandal um den Ski-Athleten Kostelic gelernt habe.

Ein Ski-Athlet namens Kostelic
Der kroatische Ski-Athlet Ivica Kostelic wurde von der Hypo-Alpe gesponsert. Er hatte, wie auch Jörg Haider ebenfalls durch Nazi- freundliche Äußerungen auf sich aufmerksam gemacht. Ein paar Kostproben aus dem Jahre 2003:

- Das Nazi-System sei ein gesundes System für einen
ambitionierten Menschen;

- Vor dem Start zu einem Wettkampf sei er vorbereitet
gewesen wie ein deutscher Soldat am 22.Juni 1941 (Tag
des Angriffs Hitlers auf die Sowjetunion);

- Das Nazi-Regime sei 2000 Jahre römische Geschichte
komprimiert auf 12 Jahre gewesen;

- Die Kommunisten seien schlimmer als die Nazis
gewesen, weil man unter den Nazis habe Karriere
machen können;

- Der Angriff der Nazi-Luftwaffe 1940/1941 auf
Großbritannien habe Begeisterung bei ihm ausgelöst

Zur Erinnerung: England stand damals allein im Kampf gegen Hitler. In einem heroischen Kampf wehrten die britischen Piloten den Angriff der Nazi-Luftflotte ab. Dies führte zur Rettung Englands und wurde in der berühmt gewordenen Rede Churchills vor dem britischen Unterhaus gewürdigt: "Never before in history owed so many so much to so few". Man hätte erwarten können, dass die Hypo Alpe diesen Kerl sofort von der Liste der Gesponserten streicht. Stattdessen akzeptierte man eine lauwarme Entschuldigung dieses "Vorzeigeathleten".

Was aber wurde aus den angeblichen WMP -Kriminellen? Regis Possino ist weiter "geschäftlich" unterwegs, zuletzt vor einem Jahr bei einer "Roadshow" in Asien, wo er 28 Millionen US Dollar "Anlagegelder" einsammelte für seine Firma "Geneva Equities". Die Firma Geneva Equities war auch bei dem Verkauf von Aktien einer Luftlinie "L-Air" Belgien-Kanada involviert. Einer Fluglinie, deren Flugzeuge nie abhoben, nur das Geld der Investoren flog davon - auf Nimmerwiedersehen. Mazur ist geschäftlich weiter in den USA tätig, zuletzt verkaufte er Wahlmaschinen einer Firma Accu Poll Holdings, in der seine Kinder Aktionäre sind. Die Aktien wurden nach dem Motto "pump and dump" über Boiler Rooms verscherbelt. Betrügerisches Telemarketing - ein anderes Wort dafür.

Rakesh Saxena hatte nach zehnjähriger anstrengender Betrugstätigkeit unter Hausarrest in Kanada erst einmal eine Ruhepause eingelegt und wartete im Auslieferungsgefängnis von Vancouver/Kanada auf seine Auslieferung nach Thailand. Seit Dezember ist er wieder frei.

Auch Berthaumieu konnte sich keinen guten Ruf erwerben. Wer den Namen seiner Firma Pacific Federal SA in eine Suchmaschine eingibt, erhält jede Menge Warnungen. Sie reichen von der BBC über die britische Finanzaufsicht FSA bis zur belgischen Finanzaufsicht und warnen, sich nicht geschäftlich auf diese Firma einzulassen,

Khashoggi soll sich in den Vereinigten Arabischen Emiraten aufhalten und seinen wohlverdienten Ruhestand genießen. Die Deutsche Bank hat voriges Jahr 350 Millionen US Dollar für einen Aktienbetrug bezahlt, in den nicht nur sie sondern auch Khashoggi verwickelt war: der Genesis Intermedia Skandal.

Verweise:

Im Gespräch mit Dr. Alexander Freiherr von Paleske
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