<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" standalone="yes"?>
<?xml-stylesheet href="http://spreegurke.twoday.net/rss2html.xsl" type="text/xsl"?>
<rdf:RDF 
  xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" 
  xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
  xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
  xmlns:cc="http://web.resource.org/cc/"
  xmlns="http://purl.org/rss/1.0/"
> 

  <channel rdf:about="http://spreegurke.twoday.net/">
    <title></title>
    <link>http://spreegurke.twoday.net/</link>
    <description></description>
    <dc:publisher>Spreegurke</dc:publisher>
    <dc:creator>Spreegurke</dc:creator>
    <dc:date>2009-07-04T06:43:14Z</dc:date>
    <dc:language>en</dc:language>
    <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
    <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
    <sy:updateBase>2000-01-01T00:00:00Z</sy:updateBase>
    <cc:license rdf:resource="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/" />

    <image rdf:resource="http://static.twoday.net/Spreegurke/images/icon.jpg" />
    <items>
      <rdf:Seq>
            <rdf:li rdf:resource="http://spreegurke.twoday.net/stories/5799243/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://spreegurke.twoday.net/stories/5796849/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://spreegurke.twoday.net/stories/5791646/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://spreegurke.twoday.net/stories/5789169/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://spreegurke.twoday.net/stories/5788215/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://spreegurke.twoday.net/stories/5784421/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://spreegurke.twoday.net/stories/5783342/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://spreegurke.twoday.net/stories/5769781/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://spreegurke.twoday.net/stories/5769846/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://spreegurke.twoday.net/stories/5769916/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://spreegurke.twoday.net/stories/5769943/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://spreegurke.twoday.net/stories/5757196/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://spreegurke.twoday.net/stories/5751514/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://spreegurke.twoday.net/stories/5766183/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://spreegurke.twoday.net/stories/5767759/" />

      </rdf:Seq>
    </items>
  </channel>

  <image rdf:about="http://static.twoday.net/Spreegurke/images/icon.jpg">
    <title></title>
    <url>http://static.twoday.net/Spreegurke/images/icon.jpg</url>
    <link>http://spreegurke.twoday.net/</link>
  </image>

  <item rdf:about="http://spreegurke.twoday.net/stories/5799243/">
    <title>BND-Untersuchungsausschuss - Ermittlungen ohne Konsequenzen?</title>
    <link>http://spreegurke.twoday.net/stories/5799243/</link>
    <description>&lt;b&gt;K O M M E N T A R &lt;/b&gt; &lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;169&quot; alt=&quot;gh13&quot; width=&quot;220&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/gh13.jpg&quot; /&gt;[&lt;b&gt;Ursula Pidun&lt;/b&gt;] Es war ein trüber Bericht, der am heutigen Tage im Bundestag seinen &lt;a href=&quot;http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4408761,00.html&quot;&gt;Abschluss&lt;/a&gt; fand.  Nach einer über dreijährigen Tätigkeit beendete der BND-Untersuchungsausschuss den Versuch, Licht in ein überaus dunkles Kapitel zu bringen. Es ging um Geheimdienstaktivitäten im Irak-Krieg und einem möglichen Fehlverhalten von Frank-Walter Steinmeier, der damals Chef im Kanlzeramt war. Es ging um die Frage, ob die rot-grüne Regierung nicht doch auf sehr eigenwillige Weise hinter der Farce einer vermeintlichen Nichtbeteiligung hinterrücks die Hände im hässlichen Kriegs-Spiel hatte. Und es wurden rechtsstaatliche Aspekte hinterfragt, insbesondere hinsichtlich &lt;a href=&quot;http://www.amnesty.de/presse/2009/6/19/bnd-untersuchungsausschuss-staatsgeheimnisse-statt-geheimdienst-kontrolle&quot;&gt;der Fälle&lt;/a&gt; von Murat Kurnaz und Muhammad Zammar. Schließlich wandte sich das Gremium den Fragen zu, ob unter dem Deckmantel einer vermeintlichen Sicherheitspolitik Bürger und Menschenrechte der Betroffenen ausgehebelt und mit Füßen getreten wurden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon vor gut zwei Jahren führten wir ein &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/3793812/&quot;&gt;Gespräch mit Bernhard Docke&lt;/a&gt;, Anwalt von Murat Kurnaz. Im Nebel der &quot;Arroganz der Macht&quot; erhielten wir einen Eindruck davon, was tatsächlich passiert, wenn im Namen einer aus den Fugen geratenen Präventiv-Politik sämtliche Sicherungen durchbrennen. Wir bekamen auch eine leise Ahnung davon, was ein solches, politisches Fehlverhalten am Ende der Kette bewirkt. Denn an deren Ende stehen durch Haft, Folter und schwerste Misshandlungen &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/3793812/&quot;&gt;gezeichnete und gebrochene Menschen&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr als 3500 Protokollseiten, 140 Zeugen, eine kärgliche Aussagebereitschaft und jede Menge Unterlagen mit geschwärzten Passagen hat es gebraucht, um festzustellen, dass die Vorwürfe wohl in weiten Teilen &lt;a href=&quot;http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/frank-walter-steinmeier-schwere-vorwuerfe-im-fall-kurnaz_aid_409688.html&quot;&gt;berechtigt sind&lt;/a&gt;. Eindeutige Schuldzuweisungen jedoch oder gar couragierte Eingeständnisse jener, die auf welche Weise auch immer zu solchen desaströsen Verhältnissen beitrugen, gibt es nicht. Zwar äußerten sich die Obleute der Fraktionen mit Ausnahme einer Stimme dahingehend, Steinmeier habe wohl zur damaligen Zeit als Chef des Kanzleramtes die Verantwortung für den Transport von militärischen Informationen an die USA verantwortet. Ebenfalls wurde beinahe einvernehmlich kritisiert, im Namen der Sicherheit seien rechtsstaatliche Kriterien gleich reihenweise außer Acht gelassen und milde ausgedrückt eigenwillig und kreativ gehandhabt worden. Irgendwelche Folgen ergeben sich daraus für die Akteure jedoch nicht. Und so wundert es auch wenig, dass Frank-Walter Steinmeier schon Mitte Juni alle Vorwürfe im Fall Kurnaz  erneut &lt;a href=&quot;http://www.pr-inside.com/de/steinmeier-weist-vorwuerfe-im-fall-kurnaz-r1333230.htm&quot;&gt;von sich wies&lt;/a&gt;.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Ein Untersuchungsausschuss ist nicht das Gericht sondern ein parlamentarisches Gremium&quot;, äußerte der Ausschussvorsitzende Siegfried Kauder heute anlässlich seiner Ausführungen. Wie wahr!  Gewissensregungen und Einsicht - beides ist ohnehin nicht einklagbar. Hinsichtlich &lt;a href=&quot;http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/660015&quot;&gt;der kargen und schwammigen Ergebnisse&lt;/a&gt;, die sich angesichts des immensen Aufwands auf bizarre Weise zeigen, bleibt die Frage nach dem Sinn oder Unsinn eines solchen Ausschusses. Insbesondere, wenn er am Ende zu keinerlei Konsequenzen führt. Oder vielleicht doch?  Möglicherweise wird die Kontrolle des BND künftig verstärkt. Und Frank-Walter Steinmeier? Der klopft weiter energisch an der Tür zum Kanzleramt. Dort will er wieder rein. Diesmal jedoch als Kanzler. Ob das klappt, entscheiden die Bürger im September. Als Referenzschreiben eignet sich der BND-Abschlussbericht wohl kaum. Als Entscheidungshilfe für die Bürger dann schon eher. Dumm nur, dass sie den Bericht nur finanzieren, aber nicht lesen dürfen. Eine zunächst angedachte, verschlankte Fassung für die Öffentlichkeit fand im Gremium keine Mehrheiten und wurde abgelehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verweis: &lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/134/1613400.pdf&quot;&gt;&lt;b&gt;Beschlussempfehlung und Bericht des 1. Untersuchungsausschusses&lt;br /&gt;
nach Art. 44 des Grundgesetzes&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Foto: &lt;a href=&quot;http://www.pixelio.de&quot;&gt;Pixelio.de&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/frisch-gebloggt/&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img border=&quot;0&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/b110.png&quot; /&gt;&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Spreegurke</dc:creator>
    <dc:subject>Frisch gebloggt...</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Spreegurke</dc:rights>
    <dc:date>2009-07-02T17:45:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://spreegurke.twoday.net/stories/5796849/">
    <title>Überhangmandate - wenn das &quot;Geschmäckle&quot; mitregiert</title>
    <link>http://spreegurke.twoday.net/stories/5796849/</link>
    <description>&lt;b&gt;K O M M E N T A R&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;145&quot; alt=&quot;bw12&quot; width=&quot;260&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/bw12.jpg&quot; /&gt;[&lt;b&gt;Ursula Pidun&lt;/b&gt;] In knapp 90 Tagen wählen die Deutschen einen neuen Bundestag. Während nach außen noch alles ruhig wirkt, werden hinter den politischen Kulissen bereits fleißig Stühle gerückt und Pöstchen verteilt. Zunächst nur fiktiv, denn das letzte Wort hat der Souverän. Ginge es nach den Umfragen, die sich seit vielen Wochen relativ konstant zeigen, steht das Ergebnis allerdings schon fest. Das mag die Betriebsamkeit in Berlin erklären, die sich hinter verschlossenen Türen regt. Da werden Karrieren gezimmert, Ministerien ausgetauscht und mathematische Gleichungen im Sinne von &quot;wenn...dann...&quot; ausgetüftelt. Viel Zeit und Kraft  investieren unsere Parlamentarier kurz vor der Sommerpause in diese &quot;Bäumchen-wechsle Dich-Spielchen&quot;. Dabei gäbe es hinsichtlich der Wahlen durchaus Wichtigeres zu tun. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits mehr als ein Jahr ist es her, als unser Parlament vom  Verfassungsgericht auf einen eklatanten Fehler im Wahlsystem hingewiesen wurde. Das derzeitige Prozedere der sogenannten &lt;a href=&quot;http://www.wahlrecht.de/ueberhang/index.html&quot;&gt;Überhangmandate&lt;/a&gt; sei verfassungswidrig, stellten die obersten Richter fest. Zwar räumten sie den Verantwortlichen &lt;a href=&quot;http://www.wahlrecht.de/wahlpruefungsbeschwerde/index.html&quot;&gt;eine Frist&lt;/a&gt; zur Änderung bis zum Jahre 2011 ein. Doch jeder halbwegs demokratisch denkende Bürger, der sich auf einer sattelfesten Verfassung wähnt, erwartet angesichts der Brisanz dieses Umstandes unverzügliche Änderung durch das Parlament. Zu  Bundetsgaswahlen findet nämlich - anders als bei Landtagswahlen - generell kein Ausgleich zugunsten der anderen Parteien statt,  der die jeweilige Sitzzahl dem Zweitstimmenverhältnis wieder anpassen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass es der eine oder andere Parlamentarier mit der Verfassungstreue nicht ganz so eng sieht, haben bereits Gesetze in der jüngeren Vergangenheit bewiesen. Schon so manches Paragraphenwerk wurde vom Verfassungsgericht kassiert oder mit hohen Auflagen an deren Entwickler zurückgesandt. Mit freundlicher Empfehlung, sich an die verfassungsrechtlichen Prinzipien zu halten. In diesem speziellen Fall reicht es nicht, sich zu wundern oder verärgert zu zeigen. Vielmehr stellt sich die Frage, wer denn bei der nächsten Bundestagswahl von diesem verfassungswidrigen Prozedere &lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,632959,00.html&quot;&gt;derart profitiert&lt;/a&gt;, dass sich eine deutliche Verzögerung der Korrektur lohnt. Nach einer kleinen Analyse wird schnell klar: Es könnte nur die Union aus CDU und CSU sein, nicht jedoch die SPD. Die aber stellt sich hinsichtlich einer schnellen Änderung ebenfalls lahm und taub und möchte nicht den Koalitionsfrieden riskieren. Mit dieser defensiven Haltung riskiert sie nun das letzte Fünkchen Hoffnung auf Reanimation. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das Volk? Hat es nicht ein Recht auf ein ehrliches und authentisches Wahlergebnis und somit auf ein schnelles Handeln hinsichtlich einer  Änderung noch vor der Bundestagswahl? Handelt es sich nicht sogar um einen Kasus von höchster Dringlichkeit und ist wesentlich bedeutsamer als jedes Pöstchen-Roulette, Stühlerücken oder gar die Einhaltung von Urlaubsplänen? Mitnichten, wird die Union sagen und sich explizit auf die vom Verfassungsgericht eingeräumte Frist berufen. Doch damit tut sich diese Partei alles andere, als einen Gefallen. Sollte sie tatsächlich als Sieger aus der Bundestagswahl hervorgehen und mit Hilfe solcher Überhangmandate in der Regierungsverantwortung landen, dann wird ein äußerst unappetitliches &quot;Geschmäckle&quot; mitregieren. Der Ruf der Partei wird dadurch erheblichen Schaden nehmen - und dies weit über die künftige Legislaturperiode hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachtrag:&lt;br /&gt;
Einen Antrag von Bündnis90/Die GRÜNEN, das Wahlrecht noch vor der Bundestagswahl abzuändern und damit verfassungskonform zu gestalten, wurde am 3. Juli 2009 mehrheitlich abgelehnt. Sowohl Union als auch FDP und ein Teil der SPD-Fraktion stimmten gegen den Antrag. Von 493 abgegebenen Stimmen votierten 391 Parlamentarier mit einem &quot;nein&quot; zu dieser wichtigen Änderung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Foto: &lt;a href=&quot;http://www.pixelio.de&quot;&gt;wwww.pixelio.de&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/frisch-gebloggt/&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img border=&quot;0&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/b110.png&quot; /&gt;&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Spreegurke</dc:creator>
    <dc:subject>Unter uns: der Kommentar</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Spreegurke</dc:rights>
    <dc:date>2009-07-01T15:00:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://spreegurke.twoday.net/stories/5791646/">
    <title>Urteil im Fall Bernard Madoff: 150 Jahre Haft für einen Jahrhundert-Betrüger</title>
    <link>http://spreegurke.twoday.net/stories/5791646/</link>
    <description>&lt;b&gt;AUS NEW YORK CITY &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;172&quot; alt=&quot;bm11&quot; width=&quot;260&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/bm11.gif&quot; /&gt;[&lt;b&gt;Jörg Frhr. von Oldershausen&lt;/b&gt;] Amerikas &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5424861/&quot;&gt;größter Anlagebetrüger&lt;/a&gt;, Bernard Madoff, verschwindet für immer hinter Gittern. So entschied heute Richter Denny Chin, &lt;a href=&quot;http://www1.nysd.uscourts.gov/index.php&quot;&gt;Federal Court&lt;/a&gt; in Downtown Manhattan, New York City und verhängte mit 150 Jahren Haft die höchstmögliche Strafe. Noch im vergangenen Dezember galt Madoff als Geheimtipp unter gewieften Investoren und spielte jahrzehntelang perfekt die Rolle des herausragenden Börsen-Guru und  Investmentspezialisten. Bei der letzten Sitzung und Urteilsverkündung in Sachen Madoff kannte Richter Chin kein Erbarmen mit dem Jahrhundertbetrüger, der unzählige Opfer köderte und sie teilweise um ihr gesamtes Vermögen brachte. Der inzwischen &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5578548&quot;&gt;71-jährige Madoff&lt;/a&gt; wird damit niemals mehr auch nur einen Schritt in Freiheit &lt;a href=&quot;http://www.teleboerse.de/1160675.html&quot;&gt; verbringen&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Alles nur Schein, Lug und Trug&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Jahrzehntelang suggerierte der Anlagebetrüger einer Klientel, die seinen Finanzkünsten blind vertraute, solide Renditen im zweistelligen Bereich und sichere Investments mit horrenden Gewinnen. Alles Schein, Lug und Trug, wie sich herausstellte. Sowohl Investitionen als auch Gewinne, die stets in Abrechnungen fein säuberlich und penibel aufgeführt wurden,  waren allesamt fiktiv. Der außergewöhnliche Ruf Madoffs, den der Betrüger durch einem aufwändigen Lebensstil mit Penthouse in New York, Sommerhäusern in Florida, auf Long Island und an der Rivera sowie Jachten, Luxuswagen, Juwelen und einem eigenen Jet-Set  nobel und dezent unterstrich, war nicht mehr als eine riesige Luftnummer. Am 12. Dezember 2008 platzte sie und das gesamte betrügerische Konstrukt sackte in sich zusammen. Zurück blieb nicht nur ein Ponzi- Betrug, der in der Geschichte der Vereinigten Staaten seinesgleichen sucht. Auch unzähligen Geschädigten, die teilweise ihr gesamtes Vermögen verloren, werden Madoffs folgenschwere Machenschaften zeitlebens in Erinnerung bleiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Haft bis zum letzten Atemzug&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Madoffs Anwalt Ira Sorkin hatte nochmals um Milde gebeten und für eine Haftstrafe plädiert, die nicht mehr als 12 Jahre betragen sollte. Die Staatsanwaltschaft unter Marc Litt zeigte sich hingegen hartgesotten und standhaft und verwies auf die 1,341 Geschädigten, die teilweise in den Ruin getrieben wurden. Die Größenordnung des angerichteten Schadens sowie mangelnde Kooperations- und Aufklärungsbereitschaft durch Madoff führten schließlich zur Forderung der Staatsanwaltschaft. Sie verlangte das Maximum in Höhe von insgesamt 150 Jahren Haft. Dem folgte Richter Chin in voller Höhe. Unvorstellbare 150 Jahre, die schließlich als Strafmaß verkündet wurden, bedeuten für Bernard Madoff nicht nur einen &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5711165/&quot;&gt;Freiheitsentzug&lt;/a&gt; bis zum letzten Atemzug. Es dient gleichzeitig als Zeichen für die Unverzeihlichkeit seiner Taten. und hochkarätigen Betrügereien. Vor der Urteilsverkündung bekundete Madoff sein Bedauern.  &quot;Ich weiß, dass ich viel Leid und Schaden angerichtet habe. Ich habe Schande über meinem Namen, meiner Familie und meine Enkelkinder gebracht&quot;, äußerte er und wandte sich mit den Worten &quot;Es tut mir leid. Es ist mir klar, dass Ihnen das nicht hilft&quot; an die im Gerichtssaal anwesenden Opfer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ermittler Picard schürft nach verschwundenen Milliarden&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Abgeschlossen ist der Fall Fall Madoff mit diesem Urteil indes noch nicht. Irving Picard, der durch die FEC eingesetzte Trustee, versucht auch weiterhin, Anlagegelder &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5533465/&quot;&gt;aufzuspüren&lt;/a&gt; oder durch Klagen und Vergleiche &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5613061/&quot;&gt;einzutreiben&lt;/a&gt;. Erst am 26. Juni 2009 akzeptierte Ruth Madoff, die Frau des Beklagten, einen Deal mit der Staatsanwaltschaft und überschrieb das gesamte private Vermögen der Madoffs. Dabei ging es um satte 80 Millionen Dollar. Im Gegenzug behält Ruth Madoff  ihre Freiheit und erst einmal 2,5 Millionen Dollar. Doch die werden in Kürze durch kostspielige  Anwälte verschluckt. Hunderte Zivilklagen gegen das Ehepaar sind derzeit noch in Bearbeitung. So wird auch Ruth Madoff - ähnlich, wie so viele der Opfer  in Armut enden. Was neben dem unvorstellbar hohen Schaden bleibt, sind ungelöste Rätsel. So konnte bis zum heutigen Tage niemand erklären, wie Bernand Madoff überhaupt in der Lage war, einen Betrug in dieser Größenordnung und über einen derart langen Zeitraum durchzuführen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;560&quot; height=&quot;350&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://news.bbc.co.uk/player/emp/external/player.swf&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param  name=&quot;allowScriptAccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;FlashVars&quot;  value=&quot;config_settings_suppressItemKind=advert, ident&amp;config_settings_showUpdatedInFooter=true&amp;playlist=http://news.bbc.co.uk/media/emp/8120000/8122000/8122070.xml&amp;config=http://news.bbc.co.uk/player/emp/config/default.xml?1.3.114_2.11.7978_8433_20090514110202&amp;config_settings_language=default&amp;config_settings_showFooter=true&amp;config_plugin_fmtjLiveStats_pageType=eav6&amp;config_settings_showPopoutButton=false&amp;config_settings_showPopoutCta=false&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://news.bbc.co.uk/player/emp/external/player.swf&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; allowScriptAccess=&quot;always&quot; width=&quot;560&quot; height=&quot;350&quot;  FlashVars=&quot;config_settings_suppressItemKind=advert, ident&amp;config_settings_showUpdatedInFooter=true&amp;playlist=http://news.bbc.co.uk/media/emp/8120000/8122000/8122070.xml&amp;config=http://news.bbc.co.uk/player/emp/config/default.xml?1.3.114_2.11.7978_8433_20090514110202&amp;config_settings_language=default&amp;config_settings_showFooter=true&amp;config_plugin_fmtjLiveStats_pageType=eav6&amp;config_settings_showPopoutButton=false&amp;config_settings_showPopoutCta=false&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verweise: &lt;b&gt;Der Madoff-Skandal:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Teil I: &lt;/b&gt;&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5424861/&quot;&gt; Vom Börsen-Guru zum größten Anlagebetrüger Amerikas&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Teil II:&lt;/b&gt; &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5533465/&quot;&gt; Eintreiber Irving Picard offenbart unvorstellbares Desaster&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Teil III:&lt;/b&gt; &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5567122/&quot;&gt; Pokern, tricksen und ein gigantischer Deal mit der Staatsanwaltschaft&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&lt;b&gt;Teil IV:&lt;/b&gt; &lt;/b&gt;&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5578548/&quot;&gt; Ein Börsen-Guru hinter Gittern&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Teil V:&lt;/b&gt; &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5613061/&quot;&gt;Jahrhundertbetrüger Madoff und die Suche nach den verschwundenen Milliarden&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Teil VI: &lt;/b&gt;&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5711165/&quot;&gt;Madoff hinter Gittern: Zum Geburtstag gratuliert nur das Schließpersonal&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Spreegurke</dc:creator>
    <dc:subject>Reportagen und Dokumentationen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Spreegurke</dc:rights>
    <dc:date>2009-06-29T15:35:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://spreegurke.twoday.net/stories/5789169/">
    <title>Tod einer Pop-Legende: Stimmen und Impressionen vom Apollo Theater in New York</title>
    <link>http://spreegurke.twoday.net/stories/5789169/</link>
    <description>[&lt;b&gt;Jörg Frhr. von Oldershausen&lt;/b&gt;] Die Welt beinahe im Ausnahmezustand: Der plötzliche Tod des &quot;King of Pop&quot;, Michael Jackson, mobilisiert die Massen und sorgt weltweit für Bestürzung. Bereits kurz nach den ersten Meldungen brachen kurzfrisitig namhafte Internetdienste wie &lt;a href=&quot;http://www.youtube.com&quot;&gt;YouTube&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://www.twitter.com&quot;&gt;Twitter&lt;/a&gt; zusammen und hielten dem Andrang der Fans nicht mehr stand. Doch nicht nur im Netz bekunden unzählige Menschen ihre Trauer und scheinen tief betroffen. Auch an Orten seines Wirkens, wie etwa dem berühmten New Yorker Apollo Theater versammeln sich zahlreiche Leute, um ihrem Idol die letzte Ehre zu erweisen. An dem legendären Theater nahm 1969 Jacksons spektakuläre Karriere zusammen mit seinen Brüdern unter dem Namen &quot;&lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,632678,00.html&quot;&gt;Jackson Five&lt;/a&gt;&quot; mit einem bescheidenen Talentwettbewerb seinen Lauf. Grund genug für Spreerauschen, die Menschen vor Ort nach ihren ganz persönlichen Eindrücken zu befragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;555&quot; height=&quot;371&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.freie-publizistin.de/spree_nyc.swf&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.freie-publizistin.de/spree_nyc.swf&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;555&quot; height=&quot;371&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;
Fotos: J. v. Oldershausen; Fotobearbeitung und Flashanimation up/SPREERAUSCHEN.net&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;286&quot; alt=&quot;a7&quot; width=&quot;240&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/a7.jpg&quot; /&gt; &lt;b&gt;Wie ist Dein Name? &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
(What`s your name?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maria...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Was sind Deine Erinnerungen an Michael?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
(What are your memories of Michael?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wuchsen mit seiner Musik auf. In den achtziger Jahren war Michael überall.&lt;br /&gt;
(We grew up with Michaels music. In the eighties he was everywhere.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Hast Du Michael jemals im Apollo gesehen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
(Did you see Michael ever perform in the Apollo?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein, aber mein Onkel hat eines seiner ersten Konzerte mit den &quot;Jackson Five&quot; hier im Apollo miterlebt.&lt;br /&gt;
(No, but my uncle saw one of the first concerts with the Jackson Five here in the Apollo.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Was ist Dein Lieblingssong?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
(What is you favorite song?) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Billy Jean!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;286&quot; alt=&quot;b6&quot; width=&quot;240&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/b6.jpg&quot; /&gt;&lt;b&gt;Und Du? Wer bist Du? &lt;br /&gt;
&lt;/b&gt;(And you? may I ask your name? )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo, I`m David!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Was bedeutet der Tod Michael Jacksons für Dich?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
(What do you feel about the death of MJ?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nichts!&lt;br /&gt;
(nothing!)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Aber Du stehst hier vor der Unterschriften-Wand...&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
(But you are here and sign your name to the wall.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich suche nach der Unterschrift meiner Freundin&lt;br /&gt;
(I was looking for my grirlfriends signature)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Warst Du ein Fan seiner Musik?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
(Did you like MJ music?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein... Mann, das ist was für alte Leute!&lt;br /&gt;
(Oh no..., man that stuff is for old people)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;313&quot; alt=&quot;c3&quot; width=&quot;238&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/c3.jpg&quot; /&gt;&lt;b&gt; Verrätst Du mir Deinen Namen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
(Could you tell me you name?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
I`m Finda!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Wo kommst Du her?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
(Where are you from?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich komme aus Paris.&lt;br /&gt;
(I`m from Paris.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Bist Du extra für diesen Anlass nach New York gekommen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
(Did you come to New York especially for this occasion?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, meine Freundin Valery und ich sind riesige Fans.&lt;br /&gt;
(Yes me and my girlfriend Valery are huge fans.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Warum bist Du hier beim Apollo?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
(Why did you come here?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will meine Anerkennung für Michael Jackson bekunden.&lt;br /&gt;
(I want to pay tribute to the memory of Michael Jackson)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Was machte Michael so speziell?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
(What made Michael so special?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war der Größte..., und trotzdem wie ein Bruder.&lt;br /&gt;
(He was the greatest but still like a brother to me.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;271&quot; alt=&quot;d3&quot; width=&quot;238&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/d3.jpg&quot; /&gt; &lt;b&gt;Hallo Valery, Du bist Finda`s Freundin?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
(Hi Valery, you`re Finda`s girl-friend?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo, ja... und ich bin auch aus Paris.&lt;br /&gt;
(Hi, yes... and I`m from Paris too.) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Was bedeutet Michael Jackson für Dich?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
(What did Michael mean to you?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war der König!&lt;br /&gt;
(He was the king!)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Was war Dein Lieblingslied?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
(What was your favorite song?]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir gefallen sie alle..., er war so talentiert. &lt;br /&gt;
(I like them all..., he was such a talented person.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Manche Leute haben Michael wegen seines Privatleben kritisiert, wie siehst Du das?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
(Some people expressed criticism towards Michael because of his personal life, how do you feel about this?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Jackson war ein Star und ich glaube missverstanden. Viele Menschen haben ihn ausgenutzt. Für mich spricht er durch seine Musik&lt;br /&gt;
(Michael Jackson was a star and often misunderstood. Many people tried to take advantage of him. I see him through his music.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;226&quot; alt=&quot;e1&quot; width=&quot;320&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/e1.jpg&quot; /&gt; &lt;b&gt;...und wie heißst Du? &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
(What`s your name?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin Jan...!&lt;br /&gt;
(I`m Jan!)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Bist Du von hier?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
(Are you from here?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, ich wohne gleich um die Ecke. &lt;br /&gt;
(Yes I live right around the corner)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Hast Du Michael Jackson jemals persönlich erlebt?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
(Did you meet or see Michael Jackson ever in person?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, ich arbeitete im Virgin Record Store in Union Square. Als die Platte &quot;Blood on the dance floor&quot; herauskam, signierte er nachmittags hier Alben.&lt;br /&gt;
(Yes I worked at Union Square Virgin Record Store. When Blood on the dance floor was released he made a promotional appearance at the store and signed albums.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Wie war er?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
(What was he like?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war sehr zurückhaltend aber freundlich.&lt;br /&gt;
(He was very shy but friendly)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;312&quot; alt=&quot;f&quot; width=&quot;240&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/f.jpg&quot; /&gt; &lt;b&gt;Hi, sagst Du mir, wie Du heißt? &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
(Would you like to tell me your name?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klar, ich bin Jason...!&lt;br /&gt;
(Sure, I`m Jason...!)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Wo kommst Du her?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
(Where are you from?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich komme aus Chicago.&lt;br /&gt;
(I`m from Chicago.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Woran denkst Du wenn Du den Namen Michael Jackson hörst?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
(What comes to mind when you here Michael Jacksons name?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moonwalk.., Mann, der Typ konnte tanzen! Ich habe es selbst oft versucht aber nie hinbekommen.&lt;br /&gt;
(Moonwalk...,man, the guy could dance, I tried it many times but I never made it.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Was glaubst Du machte Michael so besonders?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
(What do you think made Michael so special?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war universell, überall in der Welt bekannt. Und sprach alle an, unabhängig von Rasse oder Herkunft. &lt;br /&gt;
(He was  universal and known all over the world. He appealed to everybody independent of race or background.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reporter vor Ort: Jörg Frhr. von Oldershausen&lt;br /&gt;
Fotos: J. v. Oldershausen&lt;br /&gt;
Fotobearbeitung und Flashanimation: Ursula Pidun&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verweise:&lt;br /&gt;
Radiobeitrag zu Michael Jackson vom Sender HR2:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/2624148&quot;&gt;Die Illusion von der Formbarkeit des Menschen&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Spreegurke</dc:creator>
    <dc:subject>Spotlight: Im Blickpunkt</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Spreegurke</dc:rights>
    <dc:date>2009-06-27T18:45:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://spreegurke.twoday.net/stories/5788215/">
    <title>Tony Buckingham: Vom Afrika-Söldner zum Milliardär</title>
    <link>http://spreegurke.twoday.net/stories/5788215/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;271&quot; alt=&quot;t12&quot; width=&quot;213&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/t12.gif&quot; /&gt;[&lt;b&gt;Dr. Alexander Frhr. von Paleske&lt;/b&gt;] Anfang Juni lief &lt;a href=&quot;http://de.reuters.com/article/companiesNews/idDEBEE55901R20090610&quot;&gt;eine Nachricht&lt;/a&gt; über den Ticker, von der in Deutschland praktisch keine Notiz genommen wurde: Die britische Firma &quot;Heritage- Oil&quot; schließt sich mit der türkischen Firma &quot;Genel Energy International&quot; zusammen. Dadurch entsteht ein Erdöl-Explorationskonzern, dessen Wert rund 5,5 Milliarden Dollar beträgt. Diese neue Firma ist einer der größten Exploratoren in Kurdistan, einer Gegend des Irak, in der reichlich Erdöl vermutet wird. Demnächst wird die neue Firma auch in die  Hitliste jener britischen Firmen aufgenommen, die dem sogenannten FTSE-100-Aktienindex zuzuordnen sind. &lt;br /&gt;
Normalerweise können wir solche Nachrichten getrost dem Wirtschaftsteil anderer Zeitungen überlassen. Doch der Blick hinter die Kulissen lohnt, denn 30-prozentiger Anteilseigner und Chef der Firma Heritage Oil ist  der ehemalige Afrika- Söldner Tony Buckingham, der nun zum Milliardär wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Buckingham  der Mann hinter der Meldung&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Die Ursprünge seines Reichtums kommen aus Söldner- und Minengeschäften mit instabilen Regierungen in Afrika. Zwei Namen stehen für die Söldner-Geschäfte: Executive Outcomes und Sandline. Mit dabei seinerzeit auch &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4671712/&quot;&gt;Simon Mann&lt;/a&gt;, der zusammen mit dem &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4834378/&quot;&gt;missratenen Sohn&lt;/a&gt; der britischen Premierministerin Margaret Thatcher im März 2004 den ölreichen afrikanischen Staat Aequatorial Guinea erobern wollte. Simon Mann sitzt mittlerweile eine &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5046641/&quot;&gt;Gefängnisstafe von 34 Jahren&lt;/a&gt; in Malabo, der Hauptstadt Aequatorial Guineas ab. Der Deutsche Gerhard Eugen Merz, ebenfalls Mitglied des Eroberungskommandos, starb in diesem Gefängnis wenige Tage nach seiner Festnahme am 17. März 2004, wir berichteten darüber. Ebenfalls seinerzeit mit dabei war auch Tim Spicer, der sich im Jahre 2000 selbständig machte und eine neue Söldnerfirma namens Aegis gründete. Nach dem Einmarsch in den Irak erhielt Spicer nicht nur sofort einen 293-Millionen US Dollar Söldner-Vertrag von der US-Regierung,, sondern im Jahre 2007 auch eine &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4259771/&quot;&gt;Vertragsverlängerung &lt;/a&gt;über mehr als 400 Millionen US Dollar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Vom Soldaten zum Söldner&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Wie so viele Söldnerkarrieren hatte auch die Karriere des Tony Buckingham bei der britischen Armee angefangen und zwar bei der Spezialeinheit SBS, das maritime Gegenstück zur SAS. Später wurde er Taucher im Dienste von Erdölfirmen, bevor er sich der einträglicheren Tätigkeit des Afrika-Söldners und Erdöl-Explorateurs zuwandte. In Afrika gründete Buckingham ein Anzahl von Firmen, einige davon zusammen mit dem Chef und Gründer von Executive Outcomes Eben Barlow.  Barlow ist ein ehemaliges Mitglied der südafrikanischen Apartheid-Todesschwadron Civil Cooperation Bureau und er war es auch, der für Buckingham den Söldnernachschub organisierte. Diese Söldner waren ehemalige Mitglieder von Südafrikas Terror- , Mörder- und Zerstörungskommandos wie etwa dem 32. Buffalo Battalion, den 1-5 Reconnaissance Commandos (Recce), der 44. Parachute Brigade und eben der Todesschwadron Civil Cooperation Bureau.&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&lt;br /&gt;
Geschäftsprinzip: Minen gegen Söldner&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Unter Buckingham entstand ein Minen- und Militärkonglomerat, das Dependancen in Angola, Sierra Leone, Zaire (jetzt Demokratische Republik Kongo) Kenia und Uganda unterhielt. Inklusive einer Fluglinie namens Ibis-Air, die von dem Johannesburger Flughafen Lanseria die Waffen- und Söldnertransporte übernahm. Zusammen mit Robert Friedland, &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4570042/&quot;&gt;ehemaliger Drogenbaron und nunmehr Minenmagnat&lt;/a&gt;, gründete Buckingham die Firma DiamondWorks, ebenfalls in Afrika unterwegs. Buckinghams Geschäftsprinzip: Minenrechte gegen Söldner und Waffen. Das funktionierte prächtig in Ländern wie Sierra Leone und Angola, also in bürgerkriegsgeschüttelten Ländern, die reich an Rohstoffen waren. In Kenia machte er darüberhinaus den nunmehr international gesuchten Verbrecher Sanjivan Ruprah zum Geschäftsführer seiner kenianischen Dependance &quot;Branch Energy&quot;. Auch seine Ölexplorationen in Uganda sollten Erwähnung finden. Die Ölfunde in Uganda und jüngst auch jene in Kurdistan ließen den Kurs der Aktien seiner Firma &quot;Heritage Oil&quot; explodieren und machte sie für Merger interessant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verweise:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4834378/&quot;&gt;Mark Thatcher: frisch verheiratet, per Haftbefehl gesucht&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4218725/&quot;&gt;Giftgas und Milliardenbetrug&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4771362/&quot;&gt;Simon Mann packt aus&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4671712/&quot;&gt;Der Wonga-Coup&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4182210/&quot;&gt;Söldner, Gauner, Waffen und Rohstoffe&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4570042/&quot;&gt;Toxic Bob alias Robert Friedland - die Erfolgsgeschichte eines Minenbarons und Umweltverschmutzers&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Spreegurke</dc:creator>
    <dc:subject>Reportagen und Dokumentationen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Spreegurke</dc:rights>
    <dc:date>2009-06-27T08:30:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://spreegurke.twoday.net/stories/5784421/">
    <title>Skandalpe: BayernLB-Tochter Hypo-Alpe-Adria macht weiter von sich reden</title>
    <link>http://spreegurke.twoday.net/stories/5784421/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;Hypo Alpe Adria&quot; height=&quot;171&quot; alt=&quot;Hypo Alpe Adria&quot; width=&quot;250&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/a21.jpg&quot; /&gt;[&lt;b&gt;Dr. Frhr. Alexander Frhr. von Paleske&lt;/b&gt;] Die &quot;kostbare&quot; Tochter der Verlustbank Bayern LB, die austrische Hypo-Alpe-Adria, macht weiter von sich reden. Im negativen Sinne. Diesmal geht es um faule Kredite in Osteuropa. Die austrischen Banken sind mit rund 300 Milliarden Euro an Krediten in Osteuropa engagiert. Bisher sollen etwa 40 Milliarden Euro an faulen Krediten, also Kredite die seit mehr als 90 Tagen nicht mehr vom Kreditnehmer bedient wurden, aufgelaufen sein. Die Banken bestreiten jedoch diese Zahl und sprechen von &quot;nur&quot; 20 Milliarden Euro. Vermutlich werden nun Milliarden Euro abgeschrieben werden müssen. Und das dürfte noch nicht einmal das Ende sein. Denn mit dem Fortbestehen der Finanzkrise werden weitere Kredite notleidend. Auf der Hitliste der Eigner fauler Kredite besetzt die Hypo-Alpe einen Spitzenplatz. Demnach sollen knapp acht Prozent aller faulen &quot;Osteuropa-Eier&quot; auf das Konto der Hypo Alpe gehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Auch daheim schaut es trübe aus&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Die Kärntner Bank Hypo Alpe befand sich einst im Mehrheitsbesitz des Landes Kärnten, bevor der seinerzeitige Landeshauptmann Haider sie an die BayernLB losschlagen konnte. Sie gehört nun nur noch mit einem recht kleinen Anteil von weniger als zehn Prozent dem Land Kärnten. Das hat den Verkäufer und Kleinaktionär - also die Landesregierung Kärnten - jedoch nicht gehindert, nunmehr die &lt;a href=&quot;http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/488069/index.do?_vl_backlink=/home/wirtschaft/economist/index.do&quot;&gt;Gründung einer Landesbank&lt;/a&gt; ins Auge zu fassen, die Klein- und Mittelbetriebe mit Krediten versorgen soll. Sozusagen eine Konkurrenz für die Hypo-Alpe auf dem Heimatmarkt. Im Juristenjargon würde ein solches Verhalten wohl als &quot;grober Undank&quot; abqualifiziert.  Offenbar hatte die BayernLB vor der Bankenhochzeit vergessen, eine entsprechende Konkurrenzverbotsklausel in den Heiratsvertrag aufzunehmen. Für die BayernLB sind dies alles in allem trübe Aussichten am Wörthersee. Doch der bayerische Steuerzahler wird es schon richten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verweise: &lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5638771/&quot;&gt;Hypo Alpe Adria: Neuer Vorstand Pinkl hüpft von einem Milliardengrab zum nächsten&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/3965331/&quot;&gt;Skandalbank in Österreich: Die Hypo Alpe Adria&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5310462/&quot;&gt;Die Finanzkrise (Artikelsammlung) &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Photo: Pressefoto Hypo Alpe Adria</description>
    <dc:creator>Spreegurke</dc:creator>
    <dc:subject>Spotlight: Im Blickpunkt</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Spreegurke</dc:rights>
    <dc:date>2009-06-25T11:45:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://spreegurke.twoday.net/stories/5783342/">
    <title>Premiere des JEDERMANN im &quot;HAUS TORNOW am See&quot;</title>
    <link>http://spreegurke.twoday.net/stories/5783342/</link>
    <description>&lt;b&gt;I N T E R V I E W &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;180&quot; alt=&quot;neu4&quot; width=&quot;255&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/neu4.jpg&quot; /&gt;[&lt;b&gt;Ursula Pidun&lt;/b&gt;] Kennen Sie jedermann? Vermutlich nicht, denn das wäre bei einer Weltbevölkerung von geschätzten 6,75 Milliarden Menschen auch ein wenig zuviel verlangt. Doch vielleicht kennen Sie den legendären &quot;Jedermann&quot; aus dem gleichnamigen Schauspiel von Hugo von Hofmannsthal; Ein Spiel &quot;vom Sterben des reichen Mannes&quot;, das seit der ersten Aufführung im Jahre 1911 in Berlin zu einem der Bestseller der Schauspielinszenierungen wurde. Entstaubt und aufgefrischt feiert der Klassiker am kommenden Samstag Premiere im idyllischen Refugium der gemeinnützigen Prenzlkomm GmbH &quot;&lt;a href=&quot;http://www.haus-tornow-am-see.de/&quot;&gt;HAUS TORNOW am See&lt;/a&gt;&quot;, etwa 50 Kilometer vor den Toren Berlins. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überraschend gegenwärtig, oftmals lakonisch, witzig und durchaus lässig erinnert die Neuinszenierung auf amüsante und gleichsam unverwechselbare Weise an den legendären Bestseller des 20. Jahrhunderts. Als habe er damals schon geahnt, dass sein Stück das Wechselspiel der Zeiten überdauert, rezensierte von Hofmannsthal sein eigenes Schauspiel mit den Worten: &quot;Der eigentliche Kern des Inhalts offenbarte sich immer mehr als menschlich absolut, keiner bestimmten Zeit angehörig, nicht einmal mit dem christlichen Dogma unlöslich verbunden.&quot; Das sah wohl auch Marcel Reich-Ranitzki nicht anders, denn das Schauspiel ging  unlängst in den exklusiven &lt;a href=&quot;http://www.derkanon.de/&quot;&gt;Literaturkanon&lt;/a&gt; jenes legendären &quot;Literaturpapstes&quot; ein, der weiß Gott  nicht jedermann Tür und Tor zu diesen heiligen Hallen öffnet. &lt;a href=&quot;http://www.haus-tornow-am-see.de/veranstaltungen/jedermann/wer-spielt-mit.html&quot;&gt;Das Ensemble &lt;/a&gt;um den &lt;a href=&quot;http://www.haus-tornow-am-see.de/veranstaltungen/jedermann/vita-des-regisseurs.html&quot;&gt;künstlerischen Leiter Andreas Bartsch&lt;/a&gt; wagt den Spagat zwischen Klassik und Moderne und konfrontiert das mystische Spiel auf geradezu ironische Weise mit dem gefühlten Zeitgeist unserer krisengeschüttelten Gegenwart. Wir trafen den Regisseur des Projekts, das erstmals von der Abteilung &lt;a href=&quot;http://www.prenzlkomm.de/hoelderlinco.html&quot;&gt;Hölderlin&amp;Co&lt;/a&gt;. als ausführende Produktion auf die Beine gestellt wurde. Hölderlin@Co. arbeitet unter anderem im Bereich der beruflichen Rehabilitation im Raum Berlin und Brandenburg. Im Gespräch mit Andreas Bartsch, Regisseur der Neuinszenierung des &quot;Jedermann&quot; und künstlerischer Leiter &lt;a href=&quot;http://www.frozenmarx.com/&quot;&gt;FROZENMARX©.&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Andreas Bartsch&quot; height=&quot;249&quot; alt=&quot;Andreas Bartsch&quot; width=&quot;260&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/ab1.gif&quot; /&gt;&lt;b&gt;Andreas Bartsch, am kommenden Samstag findet die Premiere Ihrer Neuinszenierung des &quot;Jedermann&quot; statt. Haben Sie und Ihr Ensemble schon Lampenfieber?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Ja...! Auch deshalb weil wir nicht wissen, ob das Wetter wirklich mitspielen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Wann und wie entstand denn die Idee zur jetzigen Fassung? &lt;/b&gt; &lt;br /&gt;
2001 war es der Wunsch von Klaus Stephan, damals Intendant des Gerhart Hauptmann Theaters in Zittau, dass ich dort den &quot;Jedermann&quot; inszeniere. Darauf hatte ich zunächst gar keine Lust. Ich mochte den Text nicht. Aber ich hatte gerade das Auto meiner Freundin Anna Maria schrottreif gefahren und musste Buße tun. Ich brauchte also das Geld. Und so las ich das Stück noch einmal.., zweimal..., dreimal. Und entdeckte eine spannende Variante: DES SCHULDNERS FRAU lässt sich feindlich übernehmen und wird zu der entscheidenden Rolle - zur BUHLSCHAFT. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Schluss stellt sich heraus - nach einer Liaison mit dem Tod - sie ist der Götze, MAMMON. Jedermann gerät in das Gespinst von eher zwischenmenschlichem Grauen, Demütigung  mehr als Angst vor dem Tod. Damals in Zittau sahen die jetzigen Produzenten meine Arbeit und wünschten sich eine Neuinszenierung in diesem traumhaften Refugium hier, im, beziehungsweise vor dem Haus Tornow am See.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;JEDERMANN und der Teufel&quot; height=&quot;188&quot; alt=&quot;JEDERMANN und der Teufel&quot; width=&quot;298&quot; align=&quot;right&quot; class=&quot;right&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/a5.jpg&quot; /&gt;&lt;b&gt;&quot;Jedermann&quot;, das Spiel vom Sterben des reichen Mannes, wurde erstmals 1911 unter der Regie von Max Reinhardt in Berlin uraufgeführt. Wie sehr ähnelt Ihre Fassung noch der ursprünglichen Inszenierung?&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;
Hofmannsthal schrieb: &quot;Der eigentliche Kern des Inhalts offenbart sich immer mehr als menschlich absolut, keiner bestimmten Zeit angehörig, nicht einmal mit dem christlichen Dogma unlöslich verbunden.&quot; Ich weiß nicht, wie die Inszenierung damals war. Ich bin ja erst 1958 geboren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich jedenfalls konzentriere mich auf mein Konzentrat des Stückes: JEDERMANN wird durch das Ultimatum der Todesdrohung mit Realitäten konfrontiert, die sich vorher gut - und gerne - verdrängen ließen. Wir erleben ihn in einsamer Gesellschaft von Egoisten, Lügnern, Neidern und Impertinenten. Die Geister, die er nie zuvor verscheuchte. Das hat er verpasst. Der Glaube bietet keine Alternative. Er erscheint als agitatorischer Glaubens-Beamter. Das wars &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;In der Vorankündigung sprechen Sie von einer entstaubt wirkenden Fassung. Wie müssen wir uns das vorstellen? &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Für unsere Lesart habe ich die Texte von überflüssigen Sprachschnörkeln befreit, zum Beispiel &quot;nicht&quot; statt dem antiquierten &quot;nit&quot;. Und so wirken die recht poesievollen Texte jetzt unerwartet gegenwärtig. Erinnern zuweilen an die originelle Zeitlosigkeit eines Wilhelm Busch und durchaus an DAS Thema 2009 &quot;Gut&quot; vs &quot;Börse&quot;  den aktuell erlebten Weltmoment also. &lt;br /&gt;
Und ich habe die Besetzung auf wesentliche Figuren konzentriert, bewusst zusammengefasst, insbesondere - wie gesagt - die komplexe Rolle SCHULDERS FRAU &gt; BUHLSCHAFT &gt; MAMMON. Dadurch entstehen ganz neue, dramaturgisch sinnfällige Beziehungsachsen, die sich vom Publikum gut verfolgen lassen und neue ungeahnte Handlungsspielräume bieten - für Inspiration, Darsteller, Regie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Proben zum JEDERMANN&quot; height=&quot;199&quot; alt=&quot;Proben zum JEDERMANN&quot; width=&quot;300&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/rj.jpg&quot; /&gt;&lt;b&gt;Der reiche &quot;Jedermann&quot; sieht sich mit seinem plötzlichen Tod konfrontiert. Weder Geld noch Freunde wollen ihn ins Grab begleiten. Inwieweit lässt sich so etwas auf die heutige Zeit übertragen? Die reichen Jedermanns sind ja inzwischen ziemlich arm geworden und viel mehr als der Nadelstreifanzug ist so manchem nicht geblieben.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Wir zeigen einen menschlichen JEDERMANN. Leger sogar. Im &quot;feinen Armani-Zwirn&quot; - um den wir ihn beneiden. Etwas müde vielleicht - durch das Sammeln von Autos, Frauen und die ihm exklusiven Angebote seiner großenkleinen Welt. Der einnehmende Jedermann ist produktiv pragmatisch  Dafür wird er bewundert, beneidet, oft verborgen gehasst. Nicht selten von denen, die ihm vieles, vielleicht alles zu verdanken haben. Die Forderer, Nehmer, Nachahmer. Die Borger seines Vertrauens, seines Geldes, seiner Reputation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;Jedermann&quot; anno dazumal  geht am Ende geläutert aus der Geschichte heraus, ja, er sieht sogar seine Fehler ein. Kann er auch als Vorbild für unsere heutigen Jedermanns herhalten? &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Als der Tod offenbart, wer er ist und warum er gekommen ist, zeigt JEDERMANN wenig Furcht. Überraschenderweise. Eher Trotz, Misstrauen, ja verzweifelte Angriffswut. Aber auch professionellen Respekt vor dem tödlichen Gegner. Gewissermaßen bleibt JEDERMANN sogar dem TOD gegenüber ein Souverän, sprungbereit, ja sarkastisch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Der Tod im JEDERMANN&quot; height=&quot;258&quot; alt=&quot;Der Tod im JEDERMANN&quot; width=&quot;250&quot; align=&quot;right&quot; class=&quot;right&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/c.jpg&quot; /&gt;&lt;b&gt;Warum sollte möglichst jedermann Ihren &quot;Jedermann&quot; besuchen?  &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Weil Sie alle im Haus Tornow am See, in dieser wunderbaren, großbürgerlichen Aura, - das Publikum - des generösen JEDERMANNs gutgelaunte Gäste sein dürfen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Und nicht nur am kommenden Samstag?&lt;/b&gt;  &lt;br /&gt;
Die nächsten Vorstellungen sind am 22.Juli und am 14. August 2009 im Haus Tornow am See. Weitere Vorstellungen sind geplant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Wir sind uns im Rahmen meines &lt;/b&gt;&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5769781/&quot;&gt;&lt;b&gt;Interview mit Gerd Heidemann&lt;/b&gt;&lt;/a&gt; &lt;b&gt;zufällig begegnet und Sie erzählten mir, dass Sie mit ihm - bzw. einigen  Dokumenten aus seinem umfangreichen Archiv - Pläne haben. Was könnte das sein?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Ich habe das große Glück mit Gerd Heidemann befreundet zu sein und dadurch die Möglichkeit erhalten, in seinem Archivschatz graben zu dürfen. Dabei stieß ich unter anderem auf seine unveröffentlichten Tonbandaufnahmen aus dem Kongokrieg. Heidemann begleitete 1965 im Auftrag des Stern eine deutsche Söldnertruppe in diese - wie Heidemann selbst sagt - &quot;abwegigste Apokalypse weltweit&quot;. Mit nur 30 Mann beräumte er damals ein Gebiet von der Größe Deutschlands gegen 20 000 Rebellen der jungen demokratischen Republik Kongo. Ich bin dabei, dieses spannende Material für das Theater aufzuarbeiten und will die Dialoge der Söldner im Wortlaut auf die Bühne bringen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Wie sehen Ihre weiteren, künstlerischen Pläne in der nahen Zukunft aus? &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Zum einen beschäftigt mich das Projekt &quot;Frozenwall&quot;: Zusammen mit dem &lt;a href=&quot;http://www.ice-art.com/&quot;&gt;EIS-Architekten Christian Funk&lt;/a&gt;, möchte ich die Berliner Mauer am Brandenburger Tor neu errichten. Aus Eis. Und sie zerschmelzen lassen. Zudem ist eine großformatige Fotoinstallation im öffentlichen Raum mit den Bildern des US-Deutschen Sternjournalisten Perry Kretz in Planung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;348&quot; height=&quot;248&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.freie-publizistin.de/spree_eis.swf&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.freie-publizistin.de/spree_eis.swf&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;348&quot; height=&quot;248&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;
Alle Fotorechte: Andreas Bartsch, Christian Funk; &lt;br /&gt;
Fotobearbeitung und Flashanimation up/SPREERAUSCHEN.net&lt;br /&gt;
Interview: Ursula Pidun&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überdachte OPEN-AIR Veranstaltung &lt;br /&gt;
ca. 60 Autominuten von Berlin&lt;br /&gt;
(Richtung Frankfurt/Oder, Märkische Schweiz)&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.haus-tornow-am-see.de/veranstaltungen/jedermann.html&quot;&gt;Reservierung&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://www.haus-tornow-am-see.de/das-haus/ihr-weg-zu-uns.html&quot;&gt;Wegbeschreibung&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;
Übernachtungen möglich</description>
    <dc:creator>Spreegurke</dc:creator>
    <dc:subject>Im Gespräch mit:</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Spreegurke</dc:rights>
    <dc:date>2009-06-25T09:00:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://spreegurke.twoday.net/stories/5769781/">
    <title>Ex-&quot;Stern&quot;-Reporter Gerd Heidemann: Jenseits der Hitler-Tagebücher (1/4)</title>
    <link>http://spreegurke.twoday.net/stories/5769781/</link>
    <description>&lt;b&gt;I N T E R V I E W&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Gerd Heidemann im Juni 2009&quot; height=&quot;297&quot; alt=&quot;Gerd Heidemann im Juni 2009&quot; width=&quot;230&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/gh121.gif&quot; /&gt;[&lt;b&gt;Ursula Pidun&lt;/b&gt;] Wer mit dem Namen Gerd Heidemann einzig die Affäre um die Hitler-Tagebücher und vermeintlich  größten Schande im deutschen Journalismus in Verbindung bringt, der irrt. Der 1931 in Hamburg  geborene Reporter begann in den 1950er Jahren als freier Fotoreporter und war von August 1955 bis Mai 1983 Reporter des Magazins &quot;Stern&quot;. Dort machte er sich als brillanter Recherche-Spezialist zu unzähligen brisanten Reportagen eine Namen. Mal kratze er kräftig am Establishment, um anschließend mittels akribischer Nachforschungen und Ermittlungen Fallstricke zu knüpfen, die selbst hochrangige Politiker zu Fall brachten. Dann wieder &quot;verdankten&quot; Politiker seinen spektakulären Aufdeckungen den verdienten Rücktritt. Explosive und heikle Hintergrundberichte zum Sturz des damaligen Bundeskanzlers &lt;a href=&quot;http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/ressorts/geschichte/zeitgeschehen/index,page=1308666.html&quot;&gt;Willy Brandt&lt;/a&gt; entstammten akribischer Recherchearbeiten des Teams, dem Heidemann als unverzichtbarer Bestandteil angehörte. Unvergessen bleiben auch seine Reportagen und Hintergrundberichte zum Fall Guillaume, der Affäre um den ehemaligen Parlamentarischen Geschäftsführer der SPD, Karl Wienand, und die akribischen Protokollierungen im Fall &lt;a href=&quot;http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/ressorts/geschichte/zeitgeschehen/index,page=3577994.html&quot;&gt;Hans-Martin Schleyer&lt;/a&gt; und dem &lt;a href=&quot;http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/ressorts/geschichte/index,page=3579838.html&quot;&gt;Geiseldrama Mogadischu&lt;/a&gt;.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;236&quot; alt=&quot;ghj2&quot; width=&quot;220&quot; align=&quot;right&quot; class=&quot;right&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/ghj2.jpg&quot; /&gt;Schon in den 1960er Jahren arbeitete Heidemann im Auftrag des &quot;Stern&quot; als Kriegsberichterstatter und lieferte Reportagen von den schaurigsten Kriegsschauplätzen der Welt. So berichtete er unter anderem aus Angola, Biafra, Mozambique, Guinea-Bissau und aus dem Kongo. Damals ahnte Heidemann noch nicht, dass ihn sein wohl größtes und persönliches Schlachtfeld später im Jahre 1983 ausgerechnet in der Heimat Deutschland erwarten sollte. Der Skandal um die gefälschten Hitler-Tagebücher &lt;a href=&quot;http://www.focus.de/wissen/bildung/Geschichte/tid-14319/betrugsversuche-die-neun-dreistesten-faelschungen-der-geschichte_aid_400763.html&quot;&gt;reihte sich ein&lt;/a&gt; in eine ganze Reihe von &lt;a href=&quot;http://www.focus.de/panorama/vermischtes/medienskandale-erst-sensation-dann-skandal-zu-was-journalistische-schlamperei-fuehren-kann_aid_297175.html&quot;&gt;Medienschlampereien&lt;/a&gt;, die Leser weltweit, aber auch in Deutschland gelegentlich zu verdauen hatten. Für Heidemann wurde das Tagebuch-Fiasko zu einer Zäsur in seinem bisher erfolggewohnten Leben und gereichte zum Stoff, aus dem die Albträume sind. Im Angesicht des zu erwartenden Medien-Spektakels, aber auch hoher Einnahmen, brannten im wahren Wortsinn sämtliche Sicherungen durch. Und dies nicht nur bei Heidemann, sondern im gesamten Verlag. Doch während andere Beteiligte und Verantwortliche eine weitere Chance bekamen und an früheren Erfolgen anknüpften, blieb der einstmalige Star-Reporter auf der Strecke und zahlte eine hohe Zeche: Jobverlust, Betrugs-Anklage, Haftstrafe und Verarmung. Statt einem Mindestmaß an Solidarität aus den eigenen Journalistenkreisen erntete der einstige Vorzeige-Journalist nur Schmach und Häme.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jenseits der Hitler-Tagebücher bleibt die Erfolgsgeschichte eines &lt;a href=&quot;http://www.freie-publizistin.de/gh_5.gif&quot;&gt;legendären Berichterstatters&lt;/a&gt;, die auch heute noch ihresgleichen sucht. &quot;Ein Reporter ist immer nur so gut wie seine letzte Geschichte&quot;, äußerte Heidemann einmal. Und wer seinen lebhaften Worten zuhört, könnte beinahe glauben: Die Story über die gefälschten Hitler-Tagebücher war eine von vielen. Aber sie war nicht seine letzte Geschichte. Im Gespräch mit Gerd Heidemann, Journalist, Fotograf und Ex-&quot;Stern&quot;-Reporter. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Gerd Heidemann in seinem Archiv in Hamburg im Juni 2009&quot; height=&quot;271&quot; alt=&quot;Gerd Heidemann in seinem Archiv in Hamburg im Juni 2009&quot; width=&quot;251&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/gh2.jpg&quot; /&gt;&lt;b&gt;Gerd Heidemann, wie geht es Ihnen und welche Themen und Projekte sind derzeit &quot;Opfer&quot; Ihrer nie verlorenen Begeisterungsfähigkeit? &lt;/b&gt; &lt;br /&gt;
Nach gründlichen ärztlichen Untersuchungen kann ich sagen, dass es mir in meinem Alter momentan gesundheitlich gut geht, was ja immer die Hauptsache im Leben ist. Im Gegensatz zu vielen Kollegen und Menschen, die mich damals nach der Tagebuch-Pleite mit Häme und falschen Beschuldigungen überschütteten und die inzwischen ins Gras gebissen haben, lebe ich noch. Wie heißt es so schön: &quot;Wenn man seinen Feind nur um kurze Zeit überlebt, hat man schon gewonnen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Werden Sie sich noch einmal neuen Themen widmen, oder ist die Zeit als &quot;Spürhund&quot; seit 1983 unwiderruflich vorbei? &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Nein, neue Themen will ich zur Zeit nicht anpacken, denn ich beschäftige mich seit vielen Jahren mit meinem umfangreichen Bild- und Dokumentenarchiv. Da das eine ruhige Arbeit ohne Stress ist und ich dabei nicht mehr unter Erfolgsdruck stehe, bin ich wahrscheinlich älter als mancher Journalist geworden. Man sagt ja, dass Journalisten allgemein keine hohe Lebenserwartung haben. Insofern kann ich froh sein, dass nach der Tagebuch-Pleite für mich eine ruhige Lebensphase begann. Wären die Bücher echt gewesen und hätte ich mein damaliges, ziemlich unruhiges Leben fortsetzen müssen, so hätte ich wohl auch schon längst das Zeitliche gesegnet.&lt;br /&gt;
So muss auch niemand mehr befürchten, das Opfer meiner Begeisterungsfähigkeit zu werden, denn jetzt helfe ich höchstens Studenten bei ihren Arbeiten oder Historikern und Autoren bei ihren zeitgeschichtlichen Büchern mit Material aus meinem Archiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Lassen wir Ihre berufliche Vergangenheit ein wenig Revue passieren. Da gab es sozusagen zwei Leben. Eines vor 1983, das andere danach. Als erfolgreicher Reporter für den &quot;Stern&quot; hat Sie - jenseits der Tagebücher - welche Geschichte am meisten beeindruckt, bewegt, gestresst und vielleicht auch zermürbt? &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;B. Traven: Spurensuche in Mexiko 1966&quot; height=&quot;214&quot; alt=&quot;B. Traven: Spurensuche in Mexiko 1966&quot; width=&quot;300&quot; align=&quot;right&quot; class=&quot;right&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/tr1.jpg&quot; /&gt;Am meisten hat mich die Suche nach B. Traven, den geheimnisvollen Schriftsteller, beeindruckt, beschäftigt und zermürbt. Mein Chef Henri Nannen bestellte mich 1963 einmal zu sich und fragte mich: &quot;Kennen Sie Traven?&quot; Ich antwortete ihm, ich wüsste nur, dass den eben niemand kennen würde und er wahrscheinlich in Mexiko leben würde. Darauf erzählte er mir von einer alten Dame, die sich über einen Mittelsmann bei ihm gemeldet hätte und behauptete, sie sei die ehemalige Ehefrau dieses Schriftstellers. Als ich nun hoffte, nach Mexiko geschickt zu werden, wurde ich enttäuscht. Nannen schickte mich zu der alten Dame nach Hamburg-Iserbrook. Und dort begann nun aber eine jahrelange Recherche, die mich schließlich doch noch nach Brasilien und Mexiko führen sollte, wo ich Traven persönlich kennenlernen durfte. Das Endergebnis war eine fünfteilige Fernsehserie, die 1967 ausgestrahlt wurde, drei &quot;Stern&quot;-Veröffentlichungen und das Buch &quot;Postlagernd Tampico&quot;. Zwar konnte ich auch beweisen, dass B.Traven mit dem ehemaligen Schauspieler und Revolutionär Ret Marut alias Richard Mauerhut identisch und ein illegitimer Spross der Hohenzollern war. Allerdings konnte ich nicht zweifelsfrei seinen Vater bestimmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object  &gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.freie-publizistin.de/spree_traven2.swf&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;379&quot; height=&quot;300&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;
Alle Fotorechte: Gerd Heidemann; Fotobearbeitung und Flashanimation up/SPREERAUSCHEN.net&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;285&quot; alt=&quot;pt1&quot; width=&quot;190&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/pt1.gif&quot; /&gt;&lt;b&gt;Spätestens von da an wurden Sie als &quot;der Spürhund&quot; bezeichnet. Speziell der Traven-Fall hielt Sie damals so gefangen, dass Sie auch dann weiter recherchierten, als der offizielle Auftrag durch den &quot;Stern&quot; mangels Aussicht auf Erfolg bereits abgehakt worden war. Haben Sie&lt;/b&gt; &lt;a href=&quot;http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=1334&amp;ausgabe=200007&quot;&gt;&lt;b&gt;Ret Marut alias B. Traven&lt;/b&gt;&lt;/a&gt; &lt;b&gt;gefragt, warum er sich immer weiter versteckte, obwohl seine Fluchtgründe zu der Zeit ja keine Rolle mehr spielten? &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Leider muss ich Ihnen sagen, dass ich Traven, der damals schon über 80 Jahre alt war, diese Frage nicht stellen durfte. Seine mexikanische Frau, die mir vorher verraten hatte, dass er ein Sohn des letzten deutschen Kaisers gewesen sei - was ich aber später durch anthropologische Gutachten nicht bestätigen konnte -  versprach mir, dass sie mich mit ihm zusammen bringen würde, wenn ich folgende Bedingungen erfüllen würde: Er dürfe nicht wissen, dass ich Journalist sei, ich dürfe ihn nicht auf seine deutsche Vergangenheit ansprechen und auf keinen Fall verraten, dass ich darauf aus sei, sein Geheimnis über seine Abstammung zu lüften. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir vereinbarten, dass ich als Fotograf den deutschen Archäologen Ferdinand Anton nach Chiapas begleitet hätte. Diesen mexikanischen Staat hatte Traven ebenfalls 1925 als Fotograf einer Expedition besucht. Deshalb konnten wir auch bei einem gemeinsamen Abendessen im deutschen Restaurant &quot;Bellinghaus&quot; in Mexico-City über seine und unsere Reise sprechen. Traven hatte 1928 darüber das Buch &quot;Land des Frühlings&quot; geschrieben. Bei diesem Gespräch war Ferdinand Anton, der bereits viele Bildbände über die Mayas veröffentlicht hatte, ebenfalls dabei. Er schrieb auch das Drehbuch für die Fernsehserie und spielte in dieser Serie sich selbst, genauso wie ich den Reporter Heidemann spielte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Abendessens, das an meinem Geburtstag am 4. Dezember stattfand, verriet Traven nur einmal, dass er sich in München gut auskannte. Er fragte uns, ob die Bierkeller in München heute noch immer die gleiche politische Bedeutung wie damals nach dem ersten Weltkrieg hätten. Als Ret Marut war der später weltberühmte Autor B. Traven 1919 Mitglied des Revolutionstribunals gewesen. Er hatte die Sozialisierung der Presse, also die Enteignung, gefordert und war von der Münchener Staatsanwaltschaft wegen Hochverrats nach Sturz der Räteregierung im Mai 1919 verfolgt worden. Das war der Grund, weshalb er nach Mexiko geflüchtet und verschiedene neue Namen angenommen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;1966: Gerd Heidemann recherchiert im Fall B. Traven&quot; height=&quot;297&quot; alt=&quot;1966: Gerd Heidemann recherchiert im Fall B. Traven&quot; width=&quot;251&quot; align=&quot;right&quot; class=&quot;right&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/tr21.jpg&quot; /&gt;&lt;b&gt;Die &quot;Story&quot; wurde ein ebenso großer Erfolg, wie Ihre spätere Kriegsberichterstattung. Was war der Auslöser für diesen Ressort-Wechsel mit natürlich enormen physischen und psychischen Herausforderungen? Glaubte Henri Nannen, wer B. Traven aufspüren kann, ist aus dem Holz geschnitzt, auch die schwerste aller Diszipline im Journalismus in Angriff zu nehmen? Und haben Sie sofort zugesagt? &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Schon zwei Jahre vor der Begegnung mit Traven, die im Dezember 1966 stattfand, habe ich bereits meine ersten Kriegsabenteuer im Kongo erlebt. Henri Nannen hatte uns dann im September 1964 gefragt, wer Lust hätte, in den Kongo zu fliegen, um dort nach den weißen Söldnern zu forschen. Die kämpften unter dem deutschen Hauptmann Siegfried Müller irgendwo im Urwald gegen die Rebellen. Drei Mann meldeten sich freiwillig. Mit dem Kollegen Ernst Petry, der die Geschichte schreiben wollte, und dem Pressefotografen Dieter Heggemann flog ich nach Leopoldville, der Hauptstadt des Kongo. Dort trennten wir uns. Heggemann flog nach Kamina in Katanga, wo die Söldner ausgebildet wurden. Er hatte leider das Pech, das man ihn im Militärcamp ins Casino einlud und seine Kameratasche unter Verschluss nahm. Und sie wurde ihm erst wieder kurz vor dem Rückflug ausgehändigt. So konnte er nur in der Hauptstadt auf uns warten, denn wir waren mit einer gecharterten Maschine nach Coquilhatville geflogen und hatten dort die ersten verwundeten Söldner getroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Kongo 1964: Hauptmann Müller&quot; height=&quot;218&quot; alt=&quot;Kongo 1964: Hauptmann Müller&quot; width=&quot;280&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/m112.jpg&quot; /&gt;Sie erzählten uns, dass Müller mit 30 Mann etwa 700 Kilometer entfernt im Urwald kämpfte. Wir besorgten uns ein Fahrzeug und fuhren einige hundert Kilometer bis Ingende. Dort trafen wir auf eine Gruppe desertierter Söldner, denen die Sache nach den ersten eigenen Verlusten zu heiß geworden war und die sich hinter einem Fluss verschanzt hatten. Sieben Mann überredete ich, mit mir wieder zu Hauptmann Müller durchzustoßen. denn ich hatte keine Lust, 350 Kilometer allein durchs Rebellengebiet zu fahren. Die &quot;Hauptstraße&quot; - eigentlich nur ein Feldweg durch den Urwald -  lief übrigens direkt auf dem Äquator entlang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich Müller die Leute zurück brachte, war er mir sehr dankbar und duldete meine Anwesenheit, denn eigentlich war vom Hauptquartier verboten worden, Journalisten bei den Kämpfen mitzunehmen. Am nächsten Tag kamen auch die restlichen Söldner reumütig aus Ingende zu Müller zurück, und so bestand das &quot;Commando 52&quot; wieder aus 30 Mann. In der nächsten Zeit erlebte ich dann die Kämpfe mit, während mein Kollege Ernst Petry einige Wochen in der Provinzhauptstadt Coqilhatville auf mich wartete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Mehrfach prämierte Fotoreportage &quot;Kongo&quot;&quot; height=&quot;278&quot; alt=&quot;Mehrfach prämierte Fotoreportage &quot;Kongo&quot;&quot; width=&quot;240&quot; align=&quot;right&quot; class=&quot;right&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/pr11.jpg&quot; /&gt;&lt;b&gt;Dabei entstand die Fotoreportage, für die Sie große Auszeichnungen erhielten? &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Ja, für die Fotoreportage bekam ich 1965 in Den Haag den ersten Preis und die Goldmedaille von &quot;World Press Photo&quot;. Die Fotos wurden in der ganzen Welt nachgedruckt. Vorher, im November/Dezember 1964, war ich dabei, als belgische Fallschirmjäger in Stanleyville/Kongo die weißen Geiseln befreiten und ich musste zusehen, wie kongolesische Soldaten unschuldige Zivilisten massakrierten. Ziemlich deprimiert kam ich nach all diesen grausigen Erlebnissen nach Hamburg zurück. Enttäuscht war ich, als ich Nannen die Fotos vorlegte, er sie im Schoß umblätterte und nur &lt;br /&gt;
bei jedem vierten oder fünften Foto einmal kurz nach unten blickte. Dann unterhielt er sich dabei weiter mit seine Redakteuren und bemerkte nur: &quot;Ach, immer diese toten Neger. Heidemann ist ein zu guter Journalist, der wird verstehen, dass wir kurz vor Weihnachten solche schlimmen Bilder nicht veröffentlichen können.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz darauf kam der kongolesische Ministerpräsident Tschombe nach Deutschland und sprach im Rhein-Ruhr-Club. Alle Zeitungen berichteten über den Kongo und Nannen schimpfte, dass man meine Fotos in einer großen Stern-Geschichte hätte veröffentlichen müssen. Als ich mir die Bemerkung erlaubte, er sei es doch gewesen, der solche Fotos um die Weihnachtszeit nicht im Blatt sehen wollte, belehrte er mich: &quot;Man muss nicht nur gute Fotos machen wie Sie, man muss sie hier auch gut verkaufen können!&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;356&quot; height=&quot;338&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.freie-publizistin.de/spree_kongo.swf&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.freie-publizistin.de/spree_kongo.swf&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;356&quot; height=&quot;338&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;
Alle Fotorechte: Gerd Heidemann; Fotobearbeitung und Flashanimation up/SPREERAUSCHEN.net&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;War die Zusammenarbeit mit Henri Nannen mitunter schwierig oder könnte man sagen, es war zwar nicht einfach, aber er war eben der Impulsgeber? &lt;/b&gt; &lt;br /&gt;
Für seine Mitarbeiter war er der &quot;Große Zampano&quot;. Gemeint ist dieser lautstarke und sich gern in Szene setzende Mann aus dem berühmten Film &quot;La Strada&quot;, der heute als Synonym für einen Menschen gilt, der die Fäden zieht und andere Menschen nach seinen Vorstellungen tanzen lässt.&lt;br /&gt;
Zufällig war ich einmal in seinem Zimmer, als seine Sekretärin am Telefon eine Einladung ihres Chefs zu einer Tagung von deutschen Chefredakteuren entgegennahm und zu Nannen sagte: &quot;Herr Nannen, Sie sind als Chefredakteur ebenfalls dazu eingeladen.&quot; Und da hörte ich, wie Nannen diese Einladung barsch ablehnte. &quot;Ich bin kein Chefredakteur, ich bin Henri Nannen!&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Reportage im Stern über einen der Besten Deutschlands&quot; height=&quot;306&quot; alt=&quot;Reportage im Stern über einen der Besten Deutschlands&quot; width=&quot;230&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/best1.jpg&quot; /&gt;&lt;b&gt;Er forderte also neben Höchstleistungen vor allem auch Respekt?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Ja und fast alle seine Reporter und Redakteure hatten in seiner Gegenwart auch ungeheuren Respekt vor ihm, konnte er doch manchmal sehr lautstark seine Kritik äußern und gelegentlich sogar einen richtigen Wutanfall bekommen. Und jeder buhlte um seine Gunst und Anerkennung, um aber in seiner Abwesenheit dann umso kräftiger über ihn zu lästern. Sobald sich &quot;Stern&quot;-Leute trafen, war er ohnehin das Hauptgesprächsthema. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Kollege und Freund Donald Ahrens, der einige Zeit lang unser Korrespondent in München war und danach zur &quot;Quick&quot; abwanderte, sagte mir einmal: &quot;Du bist nur so zäh bei Deinen Recherchen und Reportagen und deshalb so erfolgreich, weil Dir Nannen ständig im Nacken sitzt und Du alles auf Dich nimmst, um ihn nicht zu enttäuschen. Ohne Nannen wärst Du bestimmt völlig anders. Also, bleib´ bloß beim &quot;Stern&quot; und geh nie zu einer anderen Illustrierten!&quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Immerhin  Sie blieben fast drei Jahrzehnte.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Ja, doch obwohl ich Ahrens durchaus beipflichtete, kündigte ich im Laufe meiner dreißigjährigen Tätigkeit beim &quot;Stern&quot; mehrmals meinen Vertrag, ließ mich aber leider immer wieder durch Nannen mit guten Worten und mehr Geld überzeugen, den &quot;Stern&quot; nicht zu verlassen. Bei der vorletzten Kündigung im Jahre 1976 sagte Nannen zu mir: &quot;Gerd, Sie haben sich 20 Jahre lang keinen Fehler geleistet, haben uns vor vielen Prozessen durch ihre genauen Recherchen bewahrt - wann immer Sie in Zukunft einen Fehler machen werden, ich werde immer hinter Ihnen stehen!&quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot;Stern&quot;-Konferenz im Jahr 1968&quot; height=&quot;233&quot; alt=&quot;&quot;Stern&quot;-Konferenz im Jahr 1968&quot; width=&quot;340&quot; align=&quot;right&quot; class=&quot;right&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/kon2.jpg&quot; /&gt;Nur verschwieg er dabei den Dolch in seiner Hand, denn er war der erste, der nach der Tagebuch-Pleite Strafanzeige gegen mich stellte. Weil er glaubte, ich hätte den Verlag betrogen, indem ich für den Tagebuch-Beschaffer einen Allerweltsnamen genannt hätte. Konrad Kujau, der Tagebuchfälscher, hatte sich in Stuttgart fast 20 Jahre lang Konrad Fischer genannt, und so kannte ihn auch sein Freunde- und Bekanntenkreis und natürlich auch ich. Und diesen Namen hatte ich natürlich der Verlagsleitung ebenfalls genannt. Nannen, der mir einmal gesagt hatte: &quot;Wir können die ganze Welt belügen, nur unter uns müssen wir uns die Wahrheit sagen&quot;, dachte nun, ich hätte die Verlagsleitung belogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;...wir sprechen nicht von den gefälschten Tagebüchern, jedenfalls nicht jetzt.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Gut, doch was nun seine Wahrheitsliebe angeht  und das will ich damit ausdrücken - sind mir einige Beispiele in Erinnerung geblieben. In den 50er Jahren landete einmal ein wunderschönes Foto &quot;Chicago bei Nacht&quot; auf seinem Schreibtisch. Nannen wollte es unbedingt veröffentlichen. Es fehlte nur ein sogenannter &quot;Aufhänger&quot;, wie es in unserer Sprache hieß. Doch der fiel Nannen ein. Ein Mann weiß, dass er operiert werden muss, um einen lebensgefährlichen Tumor zu entfernen. Doch durch die Operation wird er sein Augenlicht verlieren. Sein Wunsch vor dem Blindsein lautet: Er möchte noch einmal Chicago bei Nacht sehen. Und dieser Wunsch wird ihm erfüllt. Mit etwa diesem Text, wenn ich mich richtig erinnere, wurde das Foto im &quot;Stern&quot; veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Gerd Heidemann fotografiert Konrad Adenauer mit seiner schwedischen Schwiegertochter&quot; height=&quot;331&quot; alt=&quot;Gerd Heidemann fotografiert Konrad Adenauer mit seiner schwedischen Schwiegertochter&quot; width=&quot;240&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/ka1.jpg&quot; /&gt;Oder eine andere für Nannen typische Reaktion. In den 60er Jahren konnte ich sechs Jahre lang keinen Urlaub nehmen, weil  immer wieder neue Recherche- und Reportageaufträge, die mir Nannen erteilte, wichtiger waren. Jedes Mal zahlte mir Nannen den Urlaub in bar aus. Im siebten Jahr wagte ich erst gar nicht, um Urlaub zu bitten, sondern ging zu Nannen und bat ihn wieder um finanzielle Gegengenleistung für den Urlaubsverzicht. Was entgegnete er mir? &quot;So etwas kommt gar nicht in Frage, das machen wir grundsätzlich nicht!&quot; Man konnte sich nie auf eine vorhergehende Äußerung Nannens berufen, denn er übertrumpfte noch Adenauer, indem er sich den Spruch, &quot;was kümmert mich mein Geschwätz von vor zehn Minuten&quot; zu Eigen gemacht hatte. Während unser erster Bundeskanzler wenigstens nicht an sein Geschwätz von gestern erinnert werden wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Andererseits - Nannen vertraute Ihnen die brisantesten Recherche-Fälle an. Im eigenen Land und als Kriegsberichterstatter. Im steten Wechsel?  &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
So war es. Bis zum israelischen Sechstagekrieg im Juni 1967, durfte ich wieder ganz normale Themen recherchieren und fotografieren. Ich recherchierte Mordfälle, musste Albert Speer aus dem Spandauer Gefängnis abholen, für eine Serie über prominente Mutter und Töchter recherchieren und vieles mehr. Dann, im Israel-Krieg, war ich auf der jordanischen Seite und musste aufpassen, dass ich nicht Napalm auf den Kopf bekam. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Gerd Heidemann mit Konsul Hans-Hermann Weyer in Uganda&quot; height=&quot;228&quot; alt=&quot;Gerd Heidemann mit Konsul Hans-Hermann Weyer in Uganda&quot; width=&quot;331&quot; align=&quot;right&quot; class=&quot;right&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/w161.jpg&quot; /&gt;Später erfolgten wieder Recherchen über deutsche Krankenhäuser, Interviews mit Chefärzten und vieles  mehr, bis es wieder einmal in den Kongo und nach Ruanda ging. Denn dort führten die letzten Söldner, die gemeutert hatten, ihren letzten Kampf in Bukavu am Kivu-See gegen die kongolesische Nationalarmee. Danach durfte ich mich mit dem schönen Konsul Hans-Hermann Weyer für die &quot;Stern&quot;-Serie &quot;Dekorateur der deutschen Gesellschaft&quot; beschäftigen. Henri Nannen ließ sich von mir das 147 Seiten lange Interview mit Weyer geben und nahm es über Ostern mit nach Hause. Er, der sonst nie mehr als eine Seite lesen wollte, schien es wirklich gelesen zu haben. Vor der versammelten Mannschaft in der &quot;Stern&quot;-Konferenz, die täglich um die Mittagszeit stattfand, erklärte er, er habe noch nie eine so spannende Geschichte wie dieses Interview gelesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;213&quot; alt=&quot;ghhn&quot; width=&quot;270&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/ghhn.gif&quot; /&gt;&lt;b&gt;Und was ist dran an der Legende, Henri Nannen habe bestimmte Reportagen zu Hause von der Schwiegermutter lesen und beurteilen lassen, bevor er sie freigab?&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;
Nannen erwähnte oft, dass seine Schwiegermutter einen bestimmten Artikel nicht für gut befunden oder nicht richtig verstanden hätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es um bestimmte Themen ging, die er für den &quot;Stern&quot; interessant fand, begann er auch meistens mit dem Satz: &quot;Ich habe heute morgen auf der Toilette &quot;BILD&quot; gelesen und da etwas gefunden.&quot; &lt;br /&gt;
Lesen Sie in Teil II: &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5769846/&quot;&gt;&lt;b&gt;Kriege werden am Schreibtisch geplant&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
(Kommentarfunktion in Teil IV)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interview: Ursula Pidun&lt;br /&gt;
Alle Fotorechte: Gerd Heidemann; &lt;br /&gt;
Fotobearbeitung und Flashanimationen: up/SPREERAUSCHEN.net&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verweise:&lt;br /&gt;
Teil I: &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5769781/&quot;&gt; Ex-&quot;Stern&quot;-Reporter Gerd Heidemann: Jenseits der Hitler-Tagebücher &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Tel II:&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5769846/&quot;&gt; Ex-&quot;Stern&quot;-Reporter Gerd Heidemann: Kriege werden am Schreibtisch geplant &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Teil III:&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5769916/&quot;&gt; Ex-&quot;Stern&quot;-Reporter Gerd Heidemann: NS-Recherchen führten zu Konsequenzen &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Teil IV: &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5769943/&quot;&gt; Ex-&quot;Stern&quot;-Reporter Gerd Heidemann: &quot;Journalisten sind immer nur so gut wie ihre letzte Geschichte&quot;&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Spreegurke</dc:creator>
    <dc:subject>Im Gespräch mit:</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Spreegurke</dc:rights>
    <dc:date>2009-06-20T05:30:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://spreegurke.twoday.net/stories/5769846/">
    <title>Ex-&quot;Stern&quot;-Reporter Gerd Heidemann: Kriege werden am Schreibtisch geplant...</title>
    <link>http://spreegurke.twoday.net/stories/5769846/</link>
    <description>&lt;b&gt;I N T E R V I E W&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Ex-&quot;Stern&quot;-Reporter Gerd Heidemann&quot; height=&quot;214&quot; alt=&quot;Ex-&quot;Stern&quot;-Reporter Gerd Heidemann&quot; width=&quot;200&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/gh5.gif&quot; /&gt;[&lt;b&gt;Ursula Pidun&lt;/b&gt;] Gerd Heidemann begann in den 1950er Jahren als freier Fotoreporter und war von August 1955 bis Mai 1983 Reporter des Magazins &quot;Stern&quot;. Dort machte er sich nicht nur als erstklassiger Recherchespezialist zu unzähligen brisanten Reportagen einen Namen, sondern auch als Kriegsberichterstatter. Unter oft schwierigsten Bedingungen berichtete er von insgesamt 13 Kriegsschauplätzen, unter anderem aus Biafra, Angola, Cabinda, Mozambique und Guinea-Bissao. In Teil II unseres vierteiligen Interviews spricht Gerd Heidemann über den ewigen Kreislauf der Gewalt und erklärt, warum er glaubt, dass Antikriegsgeschichten und  Antikriegsfilme eigentlich Pro-Kriegsgeschichten sind.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Stichwort Kriegsschauplätze. Einen weiteren Arbeitseinsatz gab es für Sie im Biafra-Krieg?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Ja, dort war ich auf der Seite der nigerianischen Armee, bevor ich einen Monat später, im August 1968 in die Tschechoslowakei musste, um dort den Einmarsch der sowjetischen Armee zu recherchieren. Und so ging es Schlag auf Schlag weiter. Es folgte der sogenannte &quot;Schwarze September&quot; in Jordaniens Hauptstadt Amman. Von den palästinensischen Terroristen waren drei Flugzeuge entführt worden. Nachdem man diese in der Wüste gesprengt hatte, griff die jordanische Armee die Palästinenser im Land an. Es kam in der Hauptstadt zu einer blutigen Auseinandersetzung. Ich konnte meinen Freund und Kollegen Randolph Braumann aus dem Gebiet der Palästinenser retten, indem ich einen Waffenstillstand zwischen den kämpfenden Parteien herbeiführte. Mein Kollege flog mit dem Fotomaterial nach Hamburg zurück, und ich blieb noch einige Tage in Amman, weil ich jeden Tag die Fronten wechseln durfte und die Soldaten solange das Feuer einstellten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;394&quot; height=&quot;315&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.freie-publizistin.de/spree_krieg1.swf&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.freie-publizistin.de/spree_krieg1.swf&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;394&quot; height=&quot;315&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;
Alle Fotorechte: Gerd Heidemann; Fotobearbeitung und Flashanimation up/SPREERAUSCHEN.net&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Gerd Heidemann 1970 mit Hans-Jürgen Wischnewski im Hiof der Deutschen&lt;br /&gt;
Botschaft in Amman/Jordanien&quot; height=&quot;217&quot; alt=&quot;Gerd Heidemann 1970 mit Hans-Jürgen Wischnewski im Hiof der Deutschen&lt;br /&gt;
Botschaft in Amman/Jordanien&quot; width=&quot;260&quot; align=&quot;right&quot; class=&quot;right&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/schwsep.gif&quot; /&gt;&lt;b&gt;Bis hierhin kamen Sie ohne nennenswerte Blessuren davon? &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Wie schon im Kongo, wo eine Kugel in der Kniekehle durch meine Hose geflogen und zwei Löcher hinterlassen hatte, ohne mich zu verletzen, hatte ich auch hier wieder Glück. Ein Schuss riss nur meine Hose auf, die ich mir vor der Reise gekauft hatte und hinterließ eine Brandspur an meinem Bein. Als ich dies dem &quot;Stern&quot; nach meiner Rückkehr mitteilte, weil ich hoffte, die Kosten ersetzt zu bekommen, teilte man mir nur kurz mit: &quot;Für Versicherungsschäden dieser Art kommt die Versicherung nicht auf.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Bald hatten sie auch andere Sorgen, als einen Versicherungsschaden für eine Hose geltend zu machen. Viel Krieg und wenig Frieden? &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Das kann man so sagen, denn es folgten die Kolonialkriege in Angola, Mozambik, Cabinda und Guinea-Bissao. Zwischendurch musste ich den Aldi-Entführer nach Mexiko verfolgen, durfte von dort nach Peru fliegen, um das deutsche Mädchen Juliane Koepcke im Urwald von Peru zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Juliane Koepcke im Urwald von Peru (1972)&lt;br /&gt;
&quot; height=&quot;231&quot; alt=&quot;Juliane Koepcke im Urwald von Peru (1972)&lt;br /&gt;
&quot; width=&quot;260&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/ghkoep.gif&quot; /&gt;Juliane war an Heiligabend aus einem explodierenden Flugzeug in den Urwald gefallen. Sie hatte sich einige Tage schwimmend durch den Urwald fortbewegt. Dann wurde sie durch Holzfäller vor dem Verhungern gerettet in einer Linguisten-Station der Amerikaner, die Indio-Dialekte erforschte, gesund gepflegt. Dort musste ich die Konkurrenz der gesamten Weltpresse überwinden, um die Geschichte exklusiv zu bekommen. Schon bald darauf wurde ich zu Saddam Hussein geschickt, weil ich dort mit meinem Kollegen Randolph Braumann über den Kurdenkrieg berichten sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Dachten sie nie daran, damit aufzuhören, sich dermaßen in Gefahr zu begeben?&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;
Doch, denn als ich ein Dutzend Kriege voll hatte, musste ich auch meiner damaligen Frau versprechen, nie wieder in den Krieg zu ziehen. Das versprach ich hoch und heilig. Doch Ostern 1979 rief mich der stellvertretende Chefredakteur Viktor Schuller an und teilte mir mit, dass zwei Kollegen in Uganda vermisst seien und ich mit meiner Erfahrung dem Team, das jetzt nach Kenia geschickt würde, mit Rat und Tat helfen solle, das Schicksal dieser beiden Kollegen zu klären. Das konnte ich natürlich nicht ablehnen. Als ich in Kenia angekommen war, charterte ich ein Kleinflugzeug und ließ mich mit einem Kollegen nach Entebbe in Uganda fliegen. Bald darauf traf das ganze &quot;Stern&quot;-Team in Kampala ein und, wir fanden nach einiger Zeit die Leichen der beiden anderen Kollegen, die von ugandischen Polizisten ermordet worden waren und überführten die sterblichen Überreste nach Deutschland. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Gerd Heidemann Ostern 1979 vor einem zerstörten ugandischen Panzer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot; height=&quot;220&quot; alt=&quot;Gerd Heidemann Ostern 1979 vor einem zerstörten ugandischen Panzer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot; width=&quot;270&quot; align=&quot;right&quot; class=&quot;right&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/gh4.gif&quot; /&gt;&lt;b&gt;Und was ist dran an der Geschichte mit dem seltsamen Souvenir, das Sie aus Uganda mitbrachten? &lt;/b&gt; &lt;br /&gt;
Die Geschichte ist in der Tat wahr. Während des Aufenthaltes in Uganda, leerte ich den Schreibtisch von Idi Amin mit den Geheimdokumenten aus und nahm nebenbei auch seine Unterhose aus dem Schlafzimmerschrank als Souvenir mit, da sie die imponierende Größe von wahrscheinlich XXXXL hatte. Diese tauschte ich später gegen Dokumente in einem deutschen Auktionshaus ein. Dort ersteigerte sie der bekannte Schauspieler Jan Fedder und gliederte sie in seine Kuriositäten-Sammlung ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Kriege sind die hilflosesten und unintelligentesten aller Versuche, zu einer wie auch immer gearteten Entscheidung zu gelangen. Haben Sie während Ihrer Einsätze über Sinn und Unsinn dieser gewalttätigen Auseinandersetzungen nachgedacht? &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Wenn Sie in Ihrer Frage behaupten, dass Kriege immer die hilflosesten und unintelligentesten aller Versuche sind,  eine bestimmte Entscheidung herbeizuführen, muss man sich die Geschichte der Menschheit ansehen. Seit es Menschen gibt, hat es unter ihnen Zank, Streit, Verbrechen  und kriegerische Auseinandersetzungen gegeben. Fast keine Nation und das von ihr besiedelte Land ist ohne vorherige Kriege, Massaker und Abschlachten Tausender von Menschen entstanden. Natürlich ist jeder Krieg ein Verbrechen in großen Dimensionen, aber offensichtlich scheint der Mensch von der Natur oder von Gott darauf programmiert zu sein. Und so optimistisch und blauäugig bin ich nicht, dass ich glaube, dass sich daran etwas in der Zukunft ändern wird. Auch grüne Politiker sind der Meinung, dass militärische Gewalt eine Option bleiben muss, wenn jedes andere Mittel einer friedlichen Lösung versagt. Das bewies auch der frühere Außenminister Fischer, als er seine Zustimmung zur Intervention deutscher Truppen im Kosovo gab. War das etwa ein unintelligenter Versuch? In diese Kategorie würde ich aber den von Präsident Bush angeordneten Angriff auf den Irak einordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Kongo 1964 &quot; height=&quot;201&quot; alt=&quot;Kongo 1964 &quot; width=&quot;270&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/gh_krie.gif&quot; /&gt;&lt;b&gt;Immerhin - doch erklärt es tatsächlich den ungebrochenen Kreislauf der Gewalt bis heute?&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;
Zuerst kämpfte seit Bestehen der Menschheit Mann gegen Mann, dann Gruppe gegen Gruppe,  danach Stamm gegen Stamm, schließlich Volk gegen Volk und endlich Völker gegen Völker. Das führte letztendlich zu den beiden großen Weltkriegen. Und dem furchtbaren Zweiten Weltkrieg verdankt nun die Bundesrepublik ihr Entstehen, denn sonst würden wir noch im Großdeutschen Reich leben. So könnte man auch denen Recht geben, die behaupteten, der Krieg sei der Vater aller Dinge. Mir scheint, er ist eher der Stiefvater, dem das Schicksal der Menschen gleichgültig ist. Es gibt auch den Spruch: &quot;Das Paradies ist unter dem Schatten der Schwerter&quot;, womit gemeint ist, dass man potentielle Angreifer durch entsprechende Aufrüstung abschreckt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank des Gleichgewichts der Waffen und der Gefahr der gegenseitigen endgültigen Vernichtung durch die furchtbarste aller Waffen, die Atombombe, ist es nach dem Zweiten Weltkrieg  zu einem Patt der zerstrittenen Weltmächte gekommen. Man hat sich einander angenähert und wird sich hoffentlich nie wieder bekriegen und vielleicht sogar zu einer atomaren Abrüstung kommen. Aber auch hier besteht wieder die Gefahr, dass jemand wie der nordkoreanische Diktator querschießt und sich vernünftigen Gesprächen und Abkommen verweigert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem geht es wieder rückwärts: Einzelne religiöse Fanatiker kämpfen gegen den Rest der Welt, es gibt zunehmend wieder mehr Stammeskämpfe in Afrika, dazu kommen  religiöse Auseinandersetzungen in Indien, Pakistan, Irak und Afghanistan und eventuell auch wieder in Europa. Das alles mag ziemlich unintelligent sein, aber viele Kleinkriege, wie beispielsweise der Söldnerkrieg im Kongo, den ich als ersten meiner 13 Kriege miterleben durfte, wurde von intelligenten Menschen am Schreibtisch einer großen Minengesellschaft in Brüssel geplant und führte sogar zu einem gewissen Erfolg für diesen Konzern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;395&quot; height=&quot;325&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.freie-publizistin.de/spree_krieg2.swf&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.freie-publizistin.de/spree_krieg2.swf&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;395&quot; height=&quot;325&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;
Alle Fotorechte: Gerd Heidemann; Fotobearbeitung und Flashanimation up/SPREERAUSCHEN.net&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Gerd Heidemann 1970 im Urwald von Cabinda (1970&quot; height=&quot;280&quot; alt=&quot;Gerd Heidemann 1970 im Urwald von Cabinda (1970&quot; width=&quot;220&quot; align=&quot;right&quot; class=&quot;right&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/gh5kr.gif&quot; /&gt;&lt;b&gt;Dann geht es vor Ort einfach um den Job, der so gut wie möglich gemacht werden muss und versucht, auszublenden?&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;
Das ist komplex. Man blendet nicht aus und blendet in gewisser Weise doch aus. Als wir beispielsweise im September 1964 von Henri Nannen den Auftrag bekamen, über diesen Söldnerkrieg zu berichten, schleppte ich neben meiner umfangreichen Fotoausrüstung auch mein damals sehr großes Tonbandgerät mit in den Urwald. Ich wollte von den Söldnern wissen, warum sie sich  freiwillig in ein solches blutiges Abenteuer eingelassen hatten und warum mancher von ihnen dabei zum Mörder wurde. Es ging mir also nicht nur um Fotoaufnahmen, ich wollte die Hintergründe dieses Krieges und die Motive der Beteiligten erforschen. Ich musste erleben, wie nach wenigen Tagen im Urwald die dünne Zivilisationsschicht von diesen jungen Männern abfiel und sie keine Hemmungen mehr hatten, andere Menschen zu töten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch nach Veröffentlichung unserer kritischen Reportage wurde ich um eine Erfahrung reicher. Denn jede Antikriegsgeschichte, jeder Antikriegsfilm, ist eigentlich eine Pro-Kriegsgeschichte. Wir hatten im &quot;Stern&quot; die Taten dieser Söldner und den Krieg angeprangert, aber das Ergebnis war, dass wir viele Zuschriften junger Männer bekamen, die anfragten, wo und wie sie sich zum Söldnerdienst melden könnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Es zog Sie - trotz aller Gefahren - immer wieder zurück zu den Kriegsschauplätzen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Seit damals zog es mich immer wieder in Kriegsgebiete. Wie schon anfangs erwähnt, erlebte ich den Sechs-Tage-Krieg Israels auf jordanischer Seite, machte in Biafra auf Regierungsseite den Krieg mit, war mit den verschiedensten portugiesischen Militäreinheiten in Angola, Cabinda, Mozambique und Guinea-Bissao unterwegs und durfte mit Genehmigung Saddam Husseins über den Kurdenkrieg im Irak berichten. Und als letzten und 13. Krieg, half ich mit, meine erschossenen Kollegen in Uganda zu suchen und ihre Leichen nach Deutschland zu überführen. Was mich dann allerdings sehr enttäuschte, war die Abwesenheit Henri Nannens bei der Beerdigung dieser Kollegen. Darum habe ich immer wieder Kollegen abgeraten, sich freiwillig für den &quot;Stern&quot; in solche Lebensgefahr zu begeben. &lt;br /&gt;
Lesen Sie in Teil III:&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5769916/&quot;&gt;&lt;b&gt; NS-Recherchen führten zu Konsequenzen&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
(Kommentarfunktion in Teil IV)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gespräch führte Ursula Pidun&lt;br /&gt;
Alle Fotorechte: Gerd Heidemann; &lt;br /&gt;
Fotobearbeitung und Flashanimationen up/SPREERAUSCHEN.net&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verweise:&lt;br /&gt;
Teil I: &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5769781/&quot;&gt;Ex-&quot;Stern&quot;-Reporter Gerd Heidemann: Jenseits der Hitler-Tagebücher &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Tel II:&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5769846/&quot;&gt; Ex-&quot;Stern&quot;-Reporter Gerd Heidemann: Kriege werden am Schreibtisch geplant &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Teil III:&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5769916/&quot;&gt; Ex-&quot;Stern&quot;-Reporter Gerd Heidemann: NS-Recherchen führten zu Konsequenzen &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Teil IV: &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5769943/&quot;&gt;Ex-&quot;Stern&quot;-Reporter Gerd Heidemann: &quot;Journalisten sind immer nur so gut wie ihre letzte Geschichte&quot;&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Spreegurke</dc:creator>
    <dc:subject>Im Gespräch mit:</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Spreegurke</dc:rights>
    <dc:date>2009-06-20T05:00:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://spreegurke.twoday.net/stories/5769916/">
    <title>Ex-&quot;Stern&quot;-Reporter Gerd Heidemann: NS-Recherchen führten zu Konsequenzen...</title>
    <link>http://spreegurke.twoday.net/stories/5769916/</link>
    <description>&lt;b&gt;I N T E R V I E W&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Gerd Heidemann interviewt den ehemaligen SS-General Karl Wolff vor seinem früheren Amtssitz, dem Palast des Herzogs von Pistoia in Bozen &quot; height=&quot;201&quot; alt=&quot;Gerd Heidemann interviewt den ehemaligen SS-General Karl Wolff vor seinem früheren Amtssitz, dem Palast des Herzogs von Pistoia in Bozen &quot; width=&quot;250&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/ghgw32.gif&quot; /&gt;[&lt;b&gt;Ursula Pidun&lt;/b&gt;] Gerd Heidemann, der in den 1950er Jahren als freier Fotoreporter begann und 1955 bis 1983 als Reporter für das Nachrichtenmagazin &quot;Stern&quot; tätig war,  befasste sich auch intensiv mit NS-Recherchen und Reportagen über Alt-Nazis. Und zwar so intensiv, dass es zu Spekulationen kam. Heidemann habe - so wurde vermutet - insbesondere in Hinblick auf die vielen Treffen mit Alt-Nazis auf der ehemaligen Yacht Hermann Görings ernsthafte Begeisterung für die NS-Vergangenheit entwickelt. Heidemann hatte die Göring- Yacht  erworben und mit großem Aufwand restaurieren lassen. In Teil III unseres vierteiligen Interviews berichtet Gerd Heidemann über brisante Recherchen zu Alt-Nazis, die stets zu ernsthaften Konsequenzen führten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Einen relativ großen Teil Ihrer Arbeit machten auch NS-Recherchen und Reportagen über Alt-Nazis aus.  War das der Grund, sich eigens die Yacht Hermann Görings  - die &quot;CARIN II&quot;  zu kaufen und umfangreich renovieren zu lassen? Oder gab es andere Gründe, warum Sie diese Yacht unbedingt haben wollten?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Der Kauf der früheren Göring-Yacht hatte eigentlich nichts mit meinen NS-Reportagen und Recherchen zu tun. Zwölf &quot;Stern&quot;-Redakteure beschlossen Anfang der 70ziger Jahre, einen Motorboot-Führerschein zu machen. Ich gehörte auch dazu. Als die Schlußprüfung durchgeführt wurde, waren nur zwei übrig geblieben: Ulrich Bumenschein, der Leiter des Ressorts für Wissenschaft und Technik, und  ich. Wir beide bestanden die Prüfung, ich allerdings nur, weil ich drei Tage und drei Nächte durchgebüffelt und alle 300 Fragen, von denen ich mindestens 30  richtig beantworten musste, auswendig gelernt hatte. Denn wegen der ständigen Abwesenheit von Hamburg waren nicht nur meine Kollegen ausgeschieden, sondern auch ich hatte manchen Kursus-Abend versäumt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Hermann Göring-Yacht &quot;CARIN II&quot;&quot; height=&quot;172&quot; alt=&quot;Hermann Göring-Yacht &quot;CARIN II&quot;&quot; width=&quot;320&quot; align=&quot;right&quot; class=&quot;right&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/cari1.gif&quot; /&gt;Einige Jahre später fragte mich Ulrich Blumenschein, ob ich mir denn schon ein Boot gekauft hätte. Wenn nicht, wüsste er eins für mich. Jetzt erfuhr ich, dass der Ressortleiter, für den ich oft Flugzeugabstürze  und unter anderem auch die Reportage &quot;Runter kommen sie immer&quot; recherchiert hatte, so nebenbei auch Herausgeber der Yacht-Zeitschrift &quot;Boote&quot; war. Er erklärte mir, dass er den &quot;Stern&quot;-Kollegen Graudenz nach Oberwinter bei Bonn schicken wollte, der ihm für die Yacht-Zeitschrift einen Bericht schreiben sollte. Schließlich handele es sich um die ehemalige Motoryacht Hermann Görings, die nach dem Krieg über ein Jahrzehnt lang die Yacht der britischen Krone gewesen sei und sogar den Namen des Kronprinzen &quot;Prince Charles&quot; getragen hätte. Diese Yacht hätte die englische Königin an Frau Göring zurückgegeben und diese hatte das Boot wiederum einem Bonner Druckereibesitzer verkauft, der es nun ebenfalls wieder für 160 000 DM verkaufen wolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Gerd Heidemann Auf der &quot;CARIN II&quot;&quot; height=&quot;293&quot; alt=&quot;Gerd Heidemann Auf der &quot;CARIN II&quot;&quot; width=&quot;240&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/car2.gif&quot; /&gt;&lt;b&gt;Das war dann die Gelegenheit für Sie, zuzugreifen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Sicher und damals sagte ich zu Ulrich Blumenschein, dass man das Schiff nach Amerika weiter verkaufen könnte. Und ich fragte ihn: &quot;Wollen wir es nicht gemeinsam kaufen und dann einen Käufer in Amerika suchen?&quot; Er fand die Idee anfangs sehr gut, aber bevor ich mit meinem Kollegen Graudenz nach Oberwinter abreiste, machte er einen Rückzieher, da ihm seine Frau von dem Kauf abgeraten hatte. Ich sollte aber das Schiff für den Bericht fotografieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei unserem Besuch an Bord des ziemlich heruntergekommenen Schiffes, gab es noch einen anderen Interessenten. Darum fragte ich kurzentschlossen den Eigner, ob er mir das Schiff verkaufen würde, wenn ich es in drei Jahresraten abzahlen dürfe. Er stimmte zu und auf einem Bogen Schreibpapier des Steigenberger Hotels in Bonn entwarfen wir den Kaufvertrag. Nun war ich zwar noch nicht der stolze Eigner dieser 27,5 Meter langen Dreischrauben-Motoryacht, durfte aber das Schiff einige Monate später nach Hamburg holen und mit der Renovierung beginnen. Nach und nach schleppte mir mein Kollege Jochen von Lang, der sich beim &quot;Stern&quot; für Zeitgeschichte zuständig fühlte, einige frühere SS-Generäle und andere zeitgeschichtliche Persönlichkeiten an Bord, damit mir diese etwas über die Geschichte des Schiffes erzählen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.freie-publizistin.de/ver_01_sp.pdf&quot;&gt;&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;301&quot; alt=&quot;vertr5&quot; width=&quot;304&quot; align=&quot;right&quot; class=&quot;right&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/vertr5.gif&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;b&gt;Hat sich auch Henry Nannen für Ihre Neuanschaffung interessiert und Sie an Bord besucht?&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;
Nannen, der ja ebenfalls Eigner einer Motoryacht war, wollte mein Schiff sehen und schloss mit mir sogar einen &lt;a href=&quot;http://www.freie-publizistin.de/ver_01_sp.pdf&quot;&gt;Buchvertrag&lt;/a&gt; zum Thema &quot;Bordgespräche&quot; ab. In dem musste  ich mich verpflichten, weiter solche Personen der Zeitgeschichte einzuladen, das Schiff dafür in einen repräsentativen Zustand zu versetzen und es drei Jahre lang für diese Gespräche dem Verlag Gruner + Jahr zur Verfügung zu stellen. Noch am selben Tag erhielt ich dafür einen Vorschuss von 60 000 Mark. Das war dann auch der Grund, warum ich in der Folgezeit immer wieder Generäle aus der NS-Zeit und ihre Gegner von einst auf das Schiff einlud und die Gespräche mit deren Genehmigung auf Tonband aufzeichnete. Aber immer wenn ich Zeit brauchte, um die Bänder abzuschreiben, schickte mich Nannen wieder in die Weltgeschichte hinaus, so dass das Buchmanuskript nie fertig wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da auch mein Kollege Jochen von Lang diese ehemaligen SS-Führer duzte, boten diese auch mir bald das Du an. Aber auch der ehemalige amerikanische Kommandant des Kriegsverbrecher-Gefängnisses von Spandau, Colonel Eugen K. Bird, wurde bald ein guter Freund und hielt auch nach der Hitler-Tagebuch-Affäre zu mir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;451&quot; height=&quot;356&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.freie-publizistin.de/bord_neu.swf&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.freie-publizistin.de/bord_neu.swf&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;451&quot; height=&quot;356&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;
Alle Fotorechte: Gerd Heidemann; Fotobearbeitung und Flashanimation up/SPREERAUSCHEN.net&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Es wurde und wird vielfach noch heute spekuliert, Sie hätten sich anlässlich solcher Recherchen und insbesondere in Hinblick auf viele Treffen mit Alt-Nazis auf der &quot;CARIN II&quot; tief in die NS-Vergangenheit verstrickt. Deutlicher ausgedrückt, vermuteten und vermuten viele, sie hätten ernsthafte Begeisterung für die NS-Vergangenheit entwickelt und würden Sympathien dafür hegen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Spekulieren kann man ja viel. Fakt ist, dass Recherchen in diesem Bereich nun einmal Kontakte erforderten. Was die NS-Themen betraf, so hatte ich ja bereits im April 1955, als ich noch freier Journalist war, einen Fotobericht über eine KZ-Sammlung unter dem Titel &quot;Archiv des  Grauens&quot; fertiggestellt. Meine Fotos erschienen am 23.April 1955 im &quot;Hamburger Echo&quot; und in der Münchner Illustrierten, Ausgabe Nr.17/55. Ein Jahr später spürte ich in Lübeck den ehemaligen Oberreichsanwalt Ernst Lautz auf und fotografierte ihn. Nach der Veröffentlichung meiner Reportage im &quot;Stern&quot; Nr. 5 vom 04.02.56, die unter dem Titel &quot;Fürstlicher Lohn für des Teufels  Anwalt&quot; erschien, wurde ihm die Pension um etwa die Hälfte gekürzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend berichtete ich über Lina Heydrich, die Witwe von Reinhard Heydrich, die elf  Prozesse gegen die Bundesregierung führte. Diese Bildreportage erschien im &quot;Stern&quot; Nr. 19 vom 12.05.56 unter dem Titel: &quot;Für unser Geld!&quot; Quasi als Sport betrieb die Witwe des berüchtigten SD-Chefs Heydrich Prozesse um eine Rente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Gerd Heidemann auf der &quot;CARIN II&quot;&quot; height=&quot;220&quot; alt=&quot;Gerd Heidemann auf der &quot;CARIN II&quot;&quot; width=&quot;280&quot; align=&quot;right&quot; class=&quot;right&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/car4.gif&quot; /&gt;&lt;b&gt;Diese komplexen Recherchen führten also tatsächlich auch zu weiteren, ernsthaften Konsequenzen?&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;
Ja, die Recherchen hatte durchaus weitreichende Konsequenzen. Beispielsweise erregte auch ein Bildbericht&lt;br /&gt;
über den berüchtigten KZ-Arzt Professor Dr. Carl Clauberg großes Aufsehen und führte zu einem Ermittlungsverfahren. Denn es war mir gelungen, heimlich in das Kieler Gefängnis zu gelangen, Fotos von Clauberg zu machen und auch wieder hinaus zu gelangen, ohne dass es ein Justizvollzugsbeamter mitbekommen hatte. Daraus wurde &quot;Der Fall Clauberg: Die Wunden werden aufgerissen. Nach 13 Jahren wird der Frauenarzt Professor Clauberg für seine Taten in Auschwitz vor einem deutschen Gericht stehen.&quot;Veröffentlicht wurde dies im &quot;Stern&quot; Nr.3 vom 19.01.1957.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach folgte ein Bericht  im &quot;Stern&quot; Nr. 20 des Jahres 1965 über die blutige NS-Vergangenheit  des Wiesbadener Polizeichefs Oskar Josef Christ unter dem Titel: &quot;Diesmal kein Händedruck. Die Vergangenheit des Wiesbadener Polizeichefs überschattet den Königin Besuch&quot;. Christ  musste deshalb sein Amt aufgeben. 1978 bat mich Erich Kuby, für den ich bereits die Fibag-Affäre und die Konsul-Weyer-Story recherchiert hatte, um Recherchen über den SS-General Jürgen Stroop. Der hatte den Warschauer Aufstand niedergeschlagen und wurde für seine Taten von den Polen hingerichtet. Die Geschichte erschien im &quot;Stern&quot; Nr. 43 am 10.10.1978 und trug den Titel &quot;Protokoll aus der Hölle&quot;. Anschließend musste ich mich auf Wunsch Erich Kubys, der mich deshalb von Henri Nannen angefordert hatte, monatelang mit Recherchen über Benito Mussolini beschäftigen. Wobei  ich dann den Auftrag bekam, dazu alle ehemaligen in Italien stationierten SS-Führer zu befragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Und wann kam SS-General Wolff ins Spiel? Mit ihm sagte man Ihnen damals eine besonders enge Freundschaft nach&lt;/b&gt;?  &lt;br /&gt;
Wolff kam anlässlich dieser intensiven Mussolini-Recherchen ins Spiel. Denn ich erhielt auch Informationen über die Flucht der Nazis nach Südamerika und schlug dieses Thema unter dem Arbeitstitel &quot;SS-Export&quot; vor. Ich überredete den ehemaligen SS-General Karl Wolff mit mir nach Südamerika zu reisen, um mir dort die Türen bei den von mir aufzuspürenden SS-Flüchtlingen zu öffnen. Bei dieser Gelegenheit wollte ich auch nach Dr. Josef Mengele suchen und herausbekommen, ob Martin Bormann Berlin überlebt hatte und jemals nach Südamerika gelangt war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;413&quot; height=&quot;392&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.freie-publizistin.de/spree_neu99.swf&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.freie-publizistin.de/spree_neu99.swf&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;413&quot; height=&quot;392&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;
Alle Fotorechte: Gerd Heidemann; Fotobearbeitung und Flashanimation up/SPREERAUSCHEN.net&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ist es zu dieser Reise dann tatsächlich auch gekommen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Ja, ich trat die Reise im Juni 1979 an, nachdem ich zwei Monate zuvor noch in Uganda war. Dort hatte ich den Sturz des Diktators Idi Amin miterlebt und geholfen, die Leichen meiner ermordeten Kollegen zu bergen. Und nur, weil sich im Laufe der Monate ein fast freundschaftliches Verhältnis zwischen dem damals 79-jährigen Karl Wolff und mir entwickelt hatte, bekam ich alle Informationen von ihm, die er bisher verschwiegen hatte. Darum war er auch bereit, gegenüber seinen ehemaligen Untergebenen für mich zu bürgen, so dass sie mir ihre Fluchtgeschichten erzählten. Und sie  beichteten mir auch, für welchen westlichen Geheimdienst sie nach dem Krieg gearbeitet hatten.&lt;br /&gt;
Klaus Barbie, der ehemalige SD-Chef von Lyon, versprach sogar, mich mit Dr. Mengele zusammen zu bringen. Er wusste allerdings damals noch  nicht, dass Mengele im Februar 1979 beim Baden in Brasilien ums Leben gekommen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Karl Wollf, ehemaliger SS-General &quot; height=&quot;325&quot; alt=&quot;Karl Wollf, ehemaliger SS-General &quot; width=&quot;250&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/neu_312.jpg&quot; /&gt;&lt;b&gt;Daraus wurde dann ebenfalls eine spektakuläre &quot;Stern&quot;-Reportage?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Nicht sofort, sondern erst später. Denn nach meiner Rückkehr wollte die Chefredaktion des &quot;Stern&quot; meine Reportage zuerst nicht veröffentlichen, weil man frühere SS-Leute nicht als Zeugen gegen die katholische Kirche benutzen wollte. Denn die Kirche hatte ja bei der Flucht vieler SS-Männer durch deren Unterbringung in italienischen Klöstern und der Ausstellung von Rot-Kreuz-Pässen geholfen. Außerdem erkannte man nicht die Bedeutung Klaus Barbies und so wurde das Interview mit ihm erst ein Jahr später in der &quot;Stern&quot;-Ausgabe Nr. 42/80 unter dem Titel: &quot;Die neue Macht des alten Nazi&quot;, veröffentlicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl mein Schiff dadurch an Wert verlieren konnte, entlarvte ich den ehemaligen Eigner Hermann Göring in einer &quot;Stern&quot;-Veröffentlichung einige Hefte vorher, wie  er sein Lieblings-Jagdrevier im Urwald von Bialowieska  von Luftwaffensoldaten &quot;partisanen- und judenfrei&quot; machen ließ. Erschienen ist diese Reportage übrigens unter dem Titel &quot;Der Menschenjäger&quot; im &quot;Stern&quot;, Ausgabe 37/80. Nachdem Klaus Barbie zwei Jahre später in die Hände der Franzosen gefallen war und in Lyon vor Gericht gestellt werden sollte, war mein Interview plötzlich die große Sensation. Unter dem Titel &quot;Das Geständnis&quot; im &quot;Stern&quot; Nr. 7 wurde es am 10. Februar 1983 abermals veröffentlicht und dann weltweit nachgedruckt. &lt;br /&gt;
Lesen Sie in Teil IV: &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5769943/&quot;&gt;&lt;b&gt;&quot;Journalisten sind immer nur so gut wie ihre letzte Geschichte&quot;&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
(Kommentarfunktion in Teil IV)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gespräch führte Ursula Pidun&lt;br /&gt;
Alle Fotorechte: Gerd Heidemann; &lt;br /&gt;
Fotobearbeitung und Flashanimationen up/SPREERAUSCHEN.net&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verweise:&lt;br /&gt;
Teil I: &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5769781/&quot;&gt;Ex-&quot;Stern&quot;-Reporter Gerd Heidemann: Jenseits der Hitler-Tagebücher &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Tel II:&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5769846/&quot;&gt; Ex-&quot;Stern&quot;-Reporter Gerd Heidemann: Kriege werden am Schreibtisch geplant &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Teil III:&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5769916/&quot;&gt; Ex-&quot;Stern&quot;-Reporter Gerd Heidemann: NS-Recherchen führten zu Konsequenzen &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Teil IV: &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5769943/&quot;&gt; Ex-&quot;Stern&quot;-Reporter Gerd Heidemann: &quot;Journalisten sind immer nur so gut wie ihre letzte Geschichte&quot;&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Spreegurke</dc:creator>
    <dc:subject>Im Gespräch mit:</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Spreegurke</dc:rights>
    <dc:date>2009-06-20T04:30:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://spreegurke.twoday.net/stories/5769943/">
    <title>Ex-&quot;Stern&quot;-Reporter Gerd Heidemann: &quot;Journalisten sind  immer nur...</title>
    <link>http://spreegurke.twoday.net/stories/5769943/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;Gerd Heidemann im Juni 2009&quot; height=&quot;228&quot; alt=&quot;Gerd Heidemann im Juni 2009&quot; width=&quot;200&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/gh401.gif&quot; /&gt;[&lt;b&gt;Ursula Pidun&lt;/b&gt;] Ex-&quot;Stern&quot;-Reporter Gerd Heidemann, der in den 1950er Jahren als freier Fotoreporter begann und fast drei Jahrzehnte für das Nachrichtenmagzin &quot;Stern&quot; tätig war, fasste nach dem Desaster um die Hitler-Tagebücher bis auf wenige, einzelne Aufträge als Freier Journalist beruflich nie wieder Fuß. Im letzten Teil unseres vierteiligen Interviews erzählt Gerd Heidemann, womit er sich seit dem Medienskandal befasst, welche  Pläne er derzeit hegt und was er vom heutigen Journalismus hält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Nach dem Mega-Flop mit den gefälschten Hitler-Tagebüchern, der als einer der größten Medienskandale in die deutsche Geschichte einging, gab es für Ihr Leben eine tiefe Zäsur. Hat sie niemals mehr ein Verlag gefragt, ob sie wieder als Reporter tätig werden wollen? Oder haben Sie von sich aus damals sofort einen beruflichen Schlußstrich gezogen?&lt;/b&gt;  &lt;br /&gt;
Nach der Tagebuch-Pleite war ich erst noch eine zeitlang als freier Journalist tätig und arbeitete für einen befreundeten Pressefotografen und auch für &quot;BILD&quot;. Außerdem lieferte ich dem SPIEGEL und anderen Blättern Fotos aus meinem zeitgeschichtlichen Fotoarchiv. Für die Hamburger Kriminalpolizei konnte ich einen Fall lösen und dafür eine sehr hohe Belohnung einstreichen. Um eine Festanstellung habe ich mich allerdings nie mehr bemüht. Wegen meiner Schulden beim Finanzamt, den Rechtsanwälten, der Gerichtskasse und den Werften wäre mir dann auch kaum etwas von meinem Gehalt geblieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;412&quot; height=&quot;288&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.freie-publizistin.de/spree_final100.swf&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.freie-publizistin.de/spree_final100.swf&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;412&quot; height=&quot;288&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;
Alle Fotorechte: Gerd Heidemann; Fotobearbeitung und Flashanimation:  up/SPREERAUSCHEN.net&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Womit haben Sie sich dann in den vergangenen Jahrzehnten beschäftigt und was tun Sie heute? &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Meine Hauptarbeit gilt seit vielen Jahren und bis heute meinem historischen und zeitgeschichtlichen Archiv, das immer mehr Studenten, Historiker und Journalisten in Anspruch nehmen. Ich hatte mir nach dem Erlebnis mit den falschen Tagebüchern vorgenommen, niemals wieder auf Fälschungen hereinzufallen. Darum versuchte ich, mit Dokumenten und Fotos fast jeden Tag der jüngsten Geschichte zu dokumentieren. So umfasst das Archiv heute über 7000 Ringordner mit über hunderttausend Fotos und sicher mehr als eine Million Dokumente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Gerd Heidemann&quot; height=&quot;266&quot; alt=&quot;Gerd Heidemann&quot; width=&quot;269&quot; align=&quot;right&quot; class=&quot;right&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/16.gif&quot; /&gt;&lt;b&gt;Wenn Sie heute Nachrichtenmagazine lesen  print und/oder  online  was geht Ihnen durch den Kopf? Hat der Journalismus an substantiellen Inhalten gewonnen oder befindet er sich auf dem direkten Weg in die Selbstzertrümmerung?&lt;/b&gt;  &lt;br /&gt;
Von dem heutigen Journalismus halte ich nicht mehr viel. Ich &lt;br /&gt;
weiß ja am Besten, welche Lügen diese Schreiberlinge über mich verbreitet haben. Mir wurde von solchen Leuten sogar vorgeworfen, ich hätte die damalige &quot;Stern&quot;-Veröffentlichung  dazu benutzt, den Nationalsozialismus zu rechtfertigen. In Wirklichkeit hatte ich mit der Veröffentlichung der Geschichte&lt;br /&gt;
über die Tagebücher gar nichts zu tun, bekam den Artikel vor dem Druck nicht einmal zu lesen. Es wurde immer so berichtet, als würde ein Reporter entscheiden, welche Serie im Stern erscheinen würde. Aber das ist doch wohl Entscheidung der Chefredaktion. Früher hieß es: &quot;Es waren einmal zwei Redakteure, die hatten nur eine Schere. Der andere, aus Not getrieben, hat endlich was geschrieben.&quot; Das bezog sich darauf, dass man sich die Agenturmeldungen für das Layout der Zeitung zurecht schnippelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;491&quot; height=&quot;334&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.freie-publizistin.de/spree_finale52.swf&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.freie-publizistin.de/spree_finale52.swf&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;491&quot; height=&quot;334&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;
Alle Fotorechte: Gerd Heidemann; Fotobearbeitung und Flashanimation:  up/SPREERAUSCHEN.net&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Gerd Heidemann&quot; height=&quot;271&quot; alt=&quot;Gerd Heidemann&quot; width=&quot;280&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/24.gif&quot; /&gt;Journalisten sind  immer nur so gut wie ihre letzte Geschichte. Das betrifft ja nicht nur mich. Doch heute holen sich die Reporter und Redakteure ihre Informationen hauptsächlich aus dem Internet und übernehmen dabei alle Fehler und Lügen ihrer lieben Kollegen. Es gibt nur noch wenige Journalisten in Deutschland, die fähig zu guten Recherchen sind. Man kann sie an einer Hand abzählen und im jugendlichen Alter sind sie auch nicht mehr. Wenn an den Journalistenschulen nicht mehr Wert auf  gute Ausbildung auf diesem Gebiet gesorgt wird, sehe ich schwarz. Da ich aber inzwischen kaum noch Magazine und Illustrierte lese, kann ich letztendlich nicht gut beurteilen, ob diese Blätter an substantiellen Inhalten gewonnen oder verloren und damit neben dem Internet und Fernsehen noch eine Zukunft haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gespräch führte Ursula Pidun&lt;br /&gt;
Alle Fotorechte: Gerd Heidemann; &lt;br /&gt;
Fotobearbeitung und Flashanimationen up/SPREERAUSCHEN.net&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verweise:&lt;br /&gt;
Teil I: &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5769781/&quot;&gt;Ex-&quot;Stern&quot;-Reporter Gerd Heidemann: Jenseits der Hitler-Tagebücher &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Tel II:&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5769846/&quot;&gt; Ex-&quot;Stern&quot;-Reporter Gerd Heidemann: Kriege werden am Schreibtisch geplant &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Teil III:&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5769916/&quot;&gt; Ex-&quot;Stern&quot;-Reporter Gerd Heidemann: NS-Recherchen führten zu Konsequenzen &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Teil IV: &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5769943/&quot;&gt;Ex-&quot;Stern&quot;-Reporter Gerd Heidemann: &quot;Journalisten sind immer nur so gut wie ihre letzte Geschichte&quot;&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Spreegurke</dc:creator>
    <dc:subject>Im Gespräch mit:</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Spreegurke</dc:rights>
    <dc:date>2009-06-20T04:00:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://spreegurke.twoday.net/stories/5757196/">
    <title>Prozessauftakt: Der mysteriöse Mordfall des französischen Bankiers Edouard Stern</title>
    <link>http://spreegurke.twoday.net/stories/5757196/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;160&quot; alt=&quot;gg1&quot; width=&quot;238&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/gg1.gif&quot; /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.stephanfuchs.ch&quot;&gt;[&lt;b&gt;Stephan Fuchs&lt;/b&gt;]&lt;/a&gt; Edouard Stern, ein französischer Banker, wurde am 28. Februar 2005 tot in seiner Genfer Wohnung aufgefunden. Entdeckt wurde die Leiche von den Mitarbeitern seines IRR-Investmentfonds. Niedergestreckt von vier Schüssen, gekleidet in Latex. Stern und und das Callgirl Cécile B. sollen sich vor den Schüssen sado-masochistischen Sexspielen gewidmet haben. Die 40-jährige Cécile B. soll die Tat allerdings erst im zweiten Anlauf eingestanden haben. Aufzeichnungen der Überwachungskameras zeichneten das Kommen und Gehen des Callgirls auf. Demnach soll Cécile B. in jenem Haus ein- und ausgegangen sein, in dem sich die Luxuswohnung des Bankiers befand. Sterns Wohnung befand sich im Quartier Rive im fünften und obersten Geschoss eines Hauses. Dort ist auch stets ein Polizeiposten untergebracht. Die Türe zum Innern des Gebäudes ist verschlossen und der Eingang wird per  Videokamera überwacht. Die Polizei fand keine Einbruchspuren. Gestern fand in Genf der erste Prozesstag in diesem mysteriösen Fall statt. Mit einem Urteil wird noch in diesem Monat gerechnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Stern, die schillernde Persönlichkeit&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Stern war in Hochfinanz-Kreisen eine schillernde Persönlichkeit und galt als knallharter Banker. Er entstammt einer Bankiersfamilie und war bereits im Alter von 22 Jahren in die familieneigenen Bank Stern eingestiegen. Schon zwei Jahre später zwang er seinen Vater, aus der Bank auszusteigen, um selbst sowohl Leitung, als auch die Aktienmehrheit der Bank zu übernehmen. Stern verkaufte die Bank an libanesische Partner, leitete sie aber noch bis 1998. Der Verkauf der Familienbank katapultierte Stern auf den 38sten Platz der 400 reichsten Franzosen. Als Schwiegersohn von Michel David-Weill, dem Chef der französischen Geschäftsbank Lazard, galt er lange als dessen Kronprinz. &quot;Bis in fünf Jahren, weiß ich, ob Edouard in die Lazard Philosophie passt&quot;, meinte David-Weill in einem Interview mit Forbes. Schwiegersohn Stern zog schließlich 1997, also nach vier Jahren, im Kampf um die Nachfolge den Kürzeren. Lazards Pressesprecher Richard Silverman kommentierte Sterns Tod damals nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Seltsame Geschäftsverbindungen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Im April 1998 gründete Stern die International Real Returns LLC (IRR) mit Eurazeo, einer Lazard Holding, Mainz Holdings Ltd, einer Stern Firma in den Virgin Islands und Jeffrey Keil Direktor der Republic New York Corporation. Laut Schweizer Handelsregister residierte die Firma IRR auch in Genf. Einer der IRR Verwaltungsräte war ebenfalls im Verwaltungsrat der Tradeco Limited aus Nassau / Bahamas und zwar an dessen Zweigniederlassung in Genf. Vertragsagent &lt;a href=&quot;http://www.fas.org/irp/congress/1991_cr/h911104-october.htm&quot;&gt;Richard Brennecke&lt;/a&gt;, ein als Lügner bekannter  amerikanischer Geschäftsmann, soll einer Journalistin gegenüber geäußert haben, die Firma Tradeco sei eine der wichtigsten CIA Finanzgesellschaften in Europa gewesen. &quot;Diese Firma befasste sich vor allem mit Waffenlieferungen in den Iran. Für gewisse Geschäfte verhandelte sie sogar direkt mit Teheran&quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Waffenlieferungen und eine verbrannte Leiche&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Der Geschäftsleiter von Tradeco, James R. Fees, verweigerte ein Gespräch mit den Journalisten, war aber einflussreich genug, deren Telefone abhören zu lassen. Fees arbeitete über 25 Jahre für den Geheimdienst und war als Stations Leiter in Ägypten, bevor er Ende der 70er Jahre nach Genf kam. Laut Brenneckes Aussagen, waren die Waffenlieferungen Teil des Geiselgeschäftes von 1980/81. 1999 berieten Stern und zwei ehemalige Lazard Banker Edmond Safra, den Gründer der Republic Bank of New York, bei dem 7.7 Milliarden Dollar schweren Verkauf von Safras Bank an die HSBC Holding Plc. Edmond Safra verbrannte 1999 in seiner Wohnung in Monaco. Das Feuer wurde von seinem Krankenpfleger gelegt, just bevor der Deal vollendet war. Die zur Republic Bank of New York gehörende Republic New York Corporation Air Transport, war jene Firma, die im &lt;a href=&quot;http://www.fas.org/irp/offdocs/walsh/&quot;&gt;Iran  Contra Skandal&lt;/a&gt; auftauchte. Ab 2000 begann Stern Aktien des Londoner Industrieunternehmens Delta PLC zu kaufen. Als er 26 Prozent der Aktien erworben hatte - und somit größter Einzelaktionär wurde, machte er sich so zum Vorsitzenden der Firma. Die Gesellschaft selbst habe am 2. März 2005 aufgrund von entsprechenden Berichten vom Tod von Stern in Genf erfahren, hieß es in einer Stellungnahme von Delta Plc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Unzählige Aktivitäten und ein beträchtliches Vermögen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Im August 2000 übernahm die IRR Brasilien zusammen mit der Columbia University New York, der Penguin Holding, Eduardo Costantini Junior und Roger Wright 27 Prozent der erfolgreichen Kunsthändlerfirma Latinarte.com. Die Firma handelt mit südamerikanischer Kunst und hatte  Stützpunkte in Buenos Aires, São Paulo, Mexico City, Miami, New York, Bogota, Caracas, Lima, Montevideo, Santiago und Quito. Der Verwaltungsrat setzt sich aus Eduardo Costantini, einem privaten Investor, Veronica Allende Serra von IRR, Marina Kessler &amp; Hernan Fligler (Mitgründer von Latinarte.com) und Nicolas Helft Director of Art zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten Jahren versuchte Stern vergeblich, Unternehmen wie die Chemiegruppe Rhodhia oder den Brillenvertrieb GandVision zu übernehmen. Im April 2003 wurde Stern aus dem Verwaltungsrat der französischen Spezialitätenchemie-Gruppe Rhodia geworfen, nachdem er vergeblich versucht hatte, CEO Jean-Pierre Tirouflet aus dem Amt zu drängen. Der Financier verfügte über einen eigenen Jet und ein beträchtliches Vermögen, das er laut Tribune de Genève zuletzt zunehmend in osteuropäische Immobilien investiert hatte. Er präsidierte zuletzt den Verwaltungsrat des britischen Engineering-Unternehmens Delta Plc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verweise:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/3730040/&quot;&gt;Madams explosiver Nuttenservice von Washington DC&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4070360/&quot;&gt;Madame Palfreys explosive Sünderliste&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a &gt;Weitere Reportagen und Dokumentationen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Photo: Pixelio.de</description>
    <dc:creator>Spreegurke</dc:creator>
    <dc:subject>Reportagen und Dokumentationen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Spreegurke</dc:rights>
    <dc:date>2009-06-13T19:30:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://spreegurke.twoday.net/stories/5751514/">
    <title>Bußgeld für Wahlmuffel: Erfolg durch Zwang? Nein danke!</title>
    <link>http://spreegurke.twoday.net/stories/5751514/</link>
    <description>&lt;b&gt;K O M M E N T A R &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;137&quot; alt=&quot;cp14&quot; width=&quot;240&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/cp14.gif&quot; /&gt;[&lt;b&gt;Ursula Pidun&lt;/b&gt;] Sie wurden &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5683565/&quot;&gt;deutlich abgestraft&lt;/a&gt;, die beiden einstmals großen Volksparteien. Doch während die Union die Mehrheiten nach der Europawahl unter dem Aspekt einer Wahlbeteiligung von nur 43,55 Prozent &lt;a href=&quot;http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Guenzburg/Lokalnachrichten/Artikel,-Auch-der-Sieger-buesst-Stimmen-ein-_arid,1646586_regid,2_puid,2_pageid,4497.html&quot;&gt;rein rechnerisch&lt;/a&gt; auf sich vereinen kann, hat es die SPD heftig erwischt. Sie &lt;a href=&quot;http://www.ln-online.de/artikel/2604197/Europawahl:_Weiteres_SPD-Debakel.htm&quot;&gt;rutsche auf ein historisches Tief&lt;/a&gt; und ist mit mageren 20,8 Prozent als einstige große Volkspartei kaum noch wahrnehmbar. Anstatt sich eingehende Gedanken zu machen, &lt;a href=&quot;http://www.giessener-anzeiger.de/sixcms/detail.php?id=6940651&amp;template=d_artikel_import&amp;_adtag=nationalnews&amp;_zeitungstitel=1133842&amp;_dpa=brennpunkte&quot;&gt;wie sie dem Tief langfristig entkommen kann&lt;/a&gt;, wird eilig nach den Schuldigen gesucht. Die sind schnellstens ausgemacht: &lt;a href=&quot;http://www.stern.de/wahl-2009/aktuell/:Ph%E4nomen-Nichtw%E4hler-Das-Mittel-Entt%E4uschten/701767.html&quot;&gt;Nichtwähler&lt;/a&gt;, die unbekannten Wesen, bescheren den Parteien die schlechten Ergebnisse. Weil nicht sein kann, was nicht sein soll, gibt es auch gleich ein Patentrezept. &quot;Mit Zwang gegen die Wahl-Unlust&quot;, heißt das innovative Wahl-Animationsprogramm und soll Nichtwählen zum Straftatbestand erklären. Davon zumindest s&lt;a href=&quot;http://www.heise.de/tp/blogs/8/140131&quot;&gt;ind einige Politiker überzeugt&lt;/a&gt; und legen auch gleich das Bußgeld fest.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Wer sich traut, das Kreuzchen zu verweigern&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Ginge es nach den Wünschen und Vorstellungen dieser Politiker, so würde der Wahlzwang schleunigst eingeführt. Denn das frisch gekürte Animationsprogramm, so glauben deren Verfechter, verspricht ein Erfolgsschlager zu werden und könnte bereits zur Bundestagswahl wirken. &lt;a href=&quot;http://www.welt.de/politik/article3893016/Geldstrafe-fuer-Nichtwaehler-Das-ist-Unsinn.html&quot;&gt;Beträchtliche 50 Euro&lt;/a&gt; soll berappen, wer sich traut, das Kreuzchen zu verweigern. Schließlich, so lautet das schlagkräftige Argument, würde es in anderen EU-Ländern eine solche Pflicht  bereits geben. In Italien zum Beispiel. In Belgien, Luxemburg, Griechenland und Zypern ebenfalls. Auch DDR-Nostalgiker erinnern sich. Doch ändert es nichts daran, dass  Bürger zur Wahl gezwungen werden, was dem freiheitlich-demokratischen Gedanken widerspricht. Das Recht, nicht zu wählen, ist ein Freiheitsrecht. Es entspringt einer selbst bestimmten Entscheidungmöglichkeit und legitmiert auch dazu, bewusst nicht zu wählen. Auch die Vorstellung,  Nichtwähler&lt;a href=&quot;http://www.stern.de/blog/index.php?op=ViewArticle&amp;articleId=2456&amp;blogId=82&quot;&gt; seien automatisch ungebildet&lt;/a&gt; oder gar Antidemokraten, entspringt allenfalls einer fehlerhaften Interpretation von Demokratie. Die  meisten Parteien strotzen vor derart übermäßigem Idologiengehabe, dass sich wenig politisch denkende Menschen dort nicht wiederfinden. Andere wollen und können die Thesen nicht unterstützend verantworten und sehen derzeit auch keine Alternative.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Erfolg durch Zwang? Nein danke!&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Insbesondere die SPD rechnet jedoch mit größeren Erfolgen, würde es nur eine höhere Wahlbeteiligung geben. Die Rechnung geht nicht auf, denn Siege müssen hart erkämpft und erarbeitet werden. Das beste Beispiel liefert derzeit die FDP. Nicht einmal die &lt;a href=&quot;http://www.derwesten.de/nachrichten/waz/politik/2009/6/8/news-122181011/detail.html&quot;&gt;hässliche Kampagne&lt;/a&gt; gegen die Europakandidatin Silvana Koch-Mehrin nur wenige Tage vor den Wahlen konnte das Schiff zum Schwanken bringen. Im Gegenteil. Mit Kompetenz, Know-How, Verlässlichkeit und wenig großem Gepolter im Gepäck schippert es dahin, das liberale Schiff. Standfest und mit straffen Segeln einem &lt;a href=&quot;http://www.liberale.de/webcom/show_article.php?wc_c=567&amp;wc_id=3527&quot;&gt;zweistelligen Ergebnis&lt;/a&gt; auch bei den Bundestagswahlen entgegen. Erfolge lassen sich nicht kaufen, schon gar nicht unter Androhungen von Strafen. Erfolge sind das Ergebnis klarer Aussagen und Willensbekundungen, was eine Partei in welchem Bereich zu tun gedenkt. Kandidaten und Programme müssen viel stärker publiziert werden. Wer Wert auf nachhaltigen Erfolg legt, muss nach der Wahl präzise tun, was er vorher vollmundig verkündete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Summe dessen, was eine Partei im Falle eines Sieges erreichen will, sollte für jeden verständlich erkennbar sein. Erscheinen die Angebote und Instrumente gesellschaftsverträglich und ausgewogen hinsichtlich aller Interessengruppen, muss sich niemand vor Wahlergebnissen fürchten. Er verbessert die Chancen auf einer ehrlichen Basis und stellt sich selbstbewusst einer dann gut frequentierten Wahl oder Abwahl  ganz ohne  Zwang und Bußgeldbescheide. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Verweise:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5731592/&quot;&gt;Karl-Theodor zu Guttenberg: Von der Notlösung zum Hoffnungsträger&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5717622/&quot;&gt;Wahl des Bundespräsidenten: Zeit für mehr direkte Demokratie&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5663422/&quot;&gt;Abgeschmettert: CDU und SPD gegen Volksentscheide auf Bundesebene&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5607364/&quot;&gt;Abwrackprämie: Feldzug in Planwirtschaft geht unaufhaltsam weiter&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5549961/&quot;&gt;Opel, zu Guttenberg und die süßen Verlockungen der Wählergunst&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5624802/&quot;&gt;G20: Vom Gipfel der Macht zum Gipfel der Schulden&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5596357/&quot;&gt;Tritt gegen Wirtschaftssystem: Deutscher Bundestag mehrheitlich für Enteignung&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Photo: Pixelio.de</description>
    <dc:creator>Spreegurke</dc:creator>
    <dc:subject>Unter uns: der Kommentar</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Spreegurke</dc:rights>
    <dc:date>2009-06-13T16:35:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://spreegurke.twoday.net/stories/5766183/">
    <title>Machtkampf im Iran: Rafsandschani, der Mann im Hintergrund</title>
    <link>http://spreegurke.twoday.net/stories/5766183/</link>
    <description>&lt;b&gt;K O M M E N T A R &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/middle_east/8103089.stm&quot;&gt;&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;167&quot; alt=&quot;ia1&quot; width=&quot;260&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/ia1.gif&quot; /&gt;&lt;/a&gt;[&lt;b&gt;Dr. Alexander Frhr. von Paleske&lt;/b&gt;] Wer heute die Demonstrationen in Teheran gesehen hat, der fühlt sich vielleicht unwillkürlich an die letzten Tage des Schahs im Jahre 1979, also vor dreißig Jahren, erinnert. Die Demonstranten wollen nicht aufgeben, vorerst jedenfalls nicht. Doch wer spielt die Rolle, die einst Ayatollah Khomeini im Jahre 1979 gespielt hat? Die Antwort lautet: Ali Akbar Hashemi Rafsandschani, der die Präsidentschaftswahlen vor vier Jahren gegen Mahmoud Ahmadinejad demokratisch und glatt verloren hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Wer ist Rafsandschani?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Rafsandschani war iranischer Präsident von 1989 bis 1997 und enger Vertrauter des Ayatollah Khomeini. Und er war und ist ein Netzwerker, dessen Verbindungen bis tief in die Reihen der Geistlichen in Qom reichen. Dort, wo er einstmals studierte. Rafsandschanist ist derzeit Vorsitzender des Expertenrats. Und er ist steinreich, unpopulär und bis auf die Zähne korrupt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rafsandschani hat in den Jahren des Konflikts mit dem Irak und danach offenbar Milliarden an Waffengeschäften verdient. Waffengeschäfte, die zum großen Teil über Israel liefen, einschließlich der Transporte von chemischen Massenvernichtungswaffen. Rafsandschani hat Blut an den Händen, viel Blut. Gegner der Regierung des Iran hat er während seiner Regierungszeit reihenweise sowohl im Inland wie im Ausland töten lassen. Er gilt als pragmatisch, was immer man darunter verstehen mag und er war es auch, der Ayatollah Khomeini nach den Giftgasangriffen des Irak überzeugte, das vom Schah begonnene Atomprogramm wieder aufzunehmen, dessen Einstellung Khomeini angeordnet hatte. Khomeini sah in den Atomwaffen westliches Teufelszeug. Eine dahingehende Fatwa gibt es aber wohl nicht, oder sie wurde nicht veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Rafsandschani gegen Khamenei&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Der jetzige Machtkampf im Iran spielt sich nicht etwa zwischen Mousavi und Ahmadinejad ab, sondern zwischen Rafsandschani und dem Mann hinter Ahmadinejad und zwar dem Paten Ayatollah Khamenei. Rafsandschani soll sich angeblich in Qom aufhalten. Dort will er versuchen, die Versammlung der 86 Religionsexperten zu beeinflussen, entweder Khamenei abzuwählen, oder ihn zu Neuwahlen zu zwingen. Rafsandschani hat kein Geheimnis daraus gemacht, dass er die Politik von Ahmadinejad für falsch hält, für grundfalsch. Er macht ihn für die wirtschaftlichen Probleme des Iran verantwortlich und für die außenpolitische Isolierung. So verfolgt Rafsandschani - und mit ihm Mousavi - eine Doppelstrategie: Während die Proteste auf der Straße weiterlaufen, soll Khamenei über die Geistlichkeit zu Neuwahlen gezwungen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Gruppe Rafsandschani können neben der Kargozaran-Partei auch die prominenten Ali Akbar Velyati und Ali Akbar Nateq-Nuri gezählt werden. Ebenso Ali Arijani, der Parlamentssprecher und Mohammad Bagher Qalibaf, der Bürgermeister von Teheran. Die nächsten Tage im Iran werden zeigen, wer als Sieger aus dieser Auseinandersetzung hervorgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Netanjahus Rede&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Währenddessen wird die Rede Netanjahus vom gestrigen Tage in der Bar Ilan Universität von den USA und der EU als voll befriedigend eingestuft, von den Palästinensern hingegen verdammt. Dabei wird ein kleiner Satz Netanyahus in der Rede glatt übersehen: Israel sei für seine Sicherheit  alleine verantwortlich, heißt es dort. Anders ausgedrückt: Wenn Israel es für erforderlich hält, wird es möglicherweise den Iran angreifen. Im Alleingang?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;500&quot; height=&quot;400&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://news.bbc.co.uk/player/emp/external/player.swf&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param  name=&quot;allowScriptAccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;FlashVars&quot;  value=&quot;config_settings_showUpdatedInFooter=true&amp;playlist=http://news.bbc.co.uk/media/emp/8100000/8103000/8103089.xml&amp;config=http://news.bbc.co.uk/player/emp/config/default.xml?1.3.114_2.11.7978_8433_20090514110202&amp;config_settings_language=default&amp;config_settings_showFooter=true&amp;config_plugin_fmtjLiveStats_pageType=eav6&amp;config_settings_showPopoutButton=false&amp;config_settings_showPopoutCta=false&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://news.bbc.co.uk/player/emp/external/player.swf&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; allowScriptAccess=&quot;always&quot; width=&quot;500&quot; height=&quot;400&quot;  FlashVars=&quot;config_settings_showUpdatedInFooter=true&amp;playlist=http://news.bbc.co.uk/media/emp/8100000/8103000/8103089.xml&amp;config=http://news.bbc.co.uk/player/emp/config/default.xml?1.3.114_2.11.7978_8433_20090514110202&amp;config_settings_language=default&amp;config_settings_showFooter=true&amp;config_plugin_fmtjLiveStats_pageType=eav6&amp;config_settings_showPopoutButton=false&amp;config_settings_showPopoutCta=false&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verweise: &lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/topics/Unter+uns%3A+der+Kommentar/&quot;&gt;Weitere Kommentare&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Spreegurke</dc:creator>
    <dc:subject>Unter uns: der Kommentar</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Spreegurke</dc:rights>
    <dc:date>2009-06-13T14:45:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://spreegurke.twoday.net/stories/5767759/">
    <title>Israel: Benyamin Netanyahu hat gesprochen, doch gesagt hat er nichts</title>
    <link>http://spreegurke.twoday.net/stories/5767759/</link>
    <description>&lt;b&gt;AUS TEL AVIV:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=RxedFFqs3LA&quot;&gt;&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;156&quot; alt=&quot;i11&quot; width=&quot;260&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/i11.gif&quot; /&gt;&lt;/a&gt;[&lt;b&gt;Nirit Sommerfeld&lt;/b&gt;] Benyamin Netanyahu hat gesprochen. Die in Israel und den USA mit kritischer Spannung erwartete Replik auf die große, visionäre Rede des amerikanischen Präsidenten im Auditorium der Kairoer Universität fand in der Bar Ilan Universität bei Tel Aviv vor ausgewähltem Publikum statt. Doch sie war bestenfalls der Abklatsch einer historischen Ansprache. Trotz oder vielleicht gerade wegen ihrer Schalheit und hohler Phrasen hat sie unterschiedlichste Reaktionen in Israel hervorgebracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Linke, Aufgeklärte und Europäer wandten sich mit Abscheu und Ärger vor allem über das Nichtgesagte ab. Bereits während der Ansprache protestierten Rechts-Orthodoxe und Siedler  vor den Toren der Universität. Die einen kritisierten vor allem das leere Pathos, die Auslassung der Siedlerproblematik, die  nicht erwähnte arabische Friedensinitiative, Selbstgerechtigkeit und den Fingerzeig auf die Fehler der Gegenseite. Ohne jegliche Selbstkritik witterten. Andere in der Vorstellung eines demilitarisierten palästinensischen Staates bereits die drohende Gefahr eines möglichen Siedlerabzugs und bezichtigten den Premier des Verrats.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über eines dürften sich ausnahmsweise beide Seiten allerdings einig sein: Die Rede hat die Erwartungen nicht erfüllt. Weder hat Netanyahu die Chance seines Lebens genutzt und eine Wende in der israelischen Politik eingeläutet, in dem er konkrete Schritte zu einem zumindest schrittweisen Abzug aus der Westbank und einem Ende der Besatzung angekündigt hätte. Andererseits hat er sich auch nicht eindeutig auf die Seite seines rechten Lagers geschlagen. Vielmehr hat er ausgesprochen, was im Grunde schon längst Fakt ist, nämlich das Bestehen eines von Israel kontrollierten einzigen Staates, der sich vom Mittelmeer bis an den Jordan erstreckt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stattdessen war er der Frontmann einer provinziellen Veranstaltung, wiederholte endlos die Plattitüden von der israelischen Sehnsucht nach Frieden, käute das Altbekannte wieder und reichte den Ball schnell weiter. Getreu dem Motto: &quot;Wir wollen Frieden. Sollen die Anderen was dafür tun!&quot;. Erstaunlicherweise reagierte Präsident Obama positiv auf die Rede und äußerte, sie sei ein erster Schritt in die richtige Richtung. Das wertet zwar nicht die Rede, dafür aber Barack Obama auf. Denn offensichtlich versteht der amerikanische Präsident  von diesem Nahostkonflikt mehr, als die meisten Politiker und vor allem mehr, als ihm bisher zugetraut wurde. Schließlich befinden wir uns im Orient. Und da wird gefeilscht. Ohne lange Verhandlungen kommt kein Handel zustande. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das weiß auch Danny, ein befreundeter Fotograf, der die ganze Aufregung um die &apos;große Rede&apos; nicht recht begreifen kann. &quot;Who listens?&quot;  Wer hört schon zu, wenn Benyamin Netanyahu  hierzulande auch Bibi  genannt - spricht? Seine Art zu reden sei farblos und unauthentisch, glaubt er. Davon abgesehen sei es vollkommen belanglos, was er sage. Seine Handlungen würden seine Worte ohnehin Lügen strafen. Ebenso gut hätte er vom sofortigen Abzug der Siedlungen sprechen können. Entscheidend sei schließlich, welche Taten folgten. Und dies bleibt abzuwarten. Bibi hat also gesprochen. Gesagt hat er nichts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Rede Netanyahu in der Bar Ilan Universität bei Tel Aviv am 14. 06 2009: &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;560&quot; height=&quot;280&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/RxedFFqs3LA&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/RxedFFqs3LA&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;560&quot; height=&quot;280&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Teil II: &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;560&quot; height=&quot;280&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/ugdd7c9NSf0&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/ugdd7c9NSf0&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;560&quot; height=&quot;280&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Teil III: &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;560&quot; height=&quot;280&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/Lm7ywYvG8xY&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/Lm7ywYvG8xY&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;560&quot; height=&quot;280&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Verweise:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5743327/&quot;&gt;Schlupfloch Sicherheitszaun: Palästinensische Arbeiter in Israel (1)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5743336/&quot;&gt;Sicherheitszaun: Palästinensische Arbeiter in Israel (2)&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Spreegurke</dc:creator>
    <dc:subject>Unter uns: der Kommentar</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Spreegurke</dc:rights>
    <dc:date>2009-06-13T09:35:00Z</dc:date>
  </item>


<textinput rdf:about="http://spreegurke.twoday.net/search">
   <title>find</title>
   <description>Search this site:</description>
   <name>q</name>
   <link>http://spreegurke.twoday.net/search</link>
</textinput>
<cc:License rdf:about="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/">
   <permits rdf:resource="http://web.resource.org/cc/Reproduction" />
   <permits rdf:resource="http://web.resource.org/cc/Distribution" />
   <requires rdf:resource="http://web.resource.org/cc/Notice" />
   <requires rdf:resource="http://web.resource.org/cc/Attribution" />
   <permits rdf:resource="http://web.resource.org/cc/DerivativeWorks" />
</cc:License>

</rdf:RDF>
