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    <dc:publisher>Spreegurke</dc:publisher>
    <dc:creator>Spreegurke</dc:creator>
    <dc:date>2009-11-20T12:53:57Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://spreegurke.twoday.net/stories/6051281/">
    <title>&quot;niiu&quot;-Gründer Wanja Oberhof: &quot;Unser Leser bestimmt, was er lesen...</title>
    <link>http://spreegurke.twoday.net/stories/6051281/</link>
    <description>&lt;b&gt;I N T E R V I E W&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Wanja Oberhof und Hendrik Tiedemann, &quot;niiu&quot;&quot; height=&quot;286&quot; alt=&quot;Wanja Oberhof und Hendrik Tiedemann, &quot;niiu&quot;&quot; width=&quot;230&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/Wanja-Oberhof-und-Hendrik-Tiedemann.gif&quot; /&gt;[&lt;b&gt;Ursula Pidun&lt;/b&gt;] Mit einem neuen, mutigen Zeitungsprojekt gingen am vergangenen Montag die Studenten Wanja Oberhof und Hendrik Tiedemann an den Start. Das neue Format einer gedruckten Zeitung soll den Markt erobern und spricht dabei vor allem eine jüngere Klientel an. Der Gedanke dahinter: Leser sollen über die Inhalte ihrer Zeitung weitgehend selbst entscheiden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im Jahre 2003 gründeten die beiden Jungunternehmer die &lt;a href=&quot;http://www.niiu.de&quot;&gt;InterTi GmbH&lt;/a&gt;. Deren Zeitungsprodukt  &quot;niiu&quot; ist nun seit Beginn der Woche in aller Munde. Hinter dem Namen verbirgt sich das gesamte Herstellungs- und Vertriebsmanagement, das erforderlich ist, um eine Zeitung auf den Markt zu bringen. Mit einem  Mix aus Beiträgen verschiedener Tageszeitungen und kombiniert mit Blog-Inhalten aus dem Netz, soll die neue Zeitung künftig jede Menge Leserherzen erobern. Ganz individuell und  gemäß den Vorlieben und Wünschen des Abonnenten werden die entsprechenden Beiträge auf der leicht zu navigierenden &lt;a href=&quot;http://www.niiu.de&quot;&gt;Webseite &lt;/a&gt; zusammengestellt. Bereits am nächsten Morgen landet die Wunschzeitung in aller Frühe im Briefkasten  und das zu einem fairen Preis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob das Konzept aufgeht und sich am hart umkämpften Markt etablieren kann, steht heute noch in den Sternen. Doch getreu dem alten Sprichwort, &quot;Wer nicht wagt, der nicht gewinnt&quot;, gratulieren wir zu dem erforderlichen Mut, den es braucht, um sich in diesen schweren Zeiten an ein StartUp zu wagen, noch dazu im Medienbereich. Wir hatten Gelegenheit, in der Startwoche schnell ein paar neugierige Fragen zu stellen. Im Gespräch mit dem Gründer der &quot;niiu&quot;,  Wanja Oberhof.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Wanja Oberhof, &quot;niiu&quot;&quot; height=&quot;314&quot; alt=&quot;Wanja Oberhof, &quot;niiu&quot;&quot; width=&quot;230&quot; align=&quot;right&quot; class=&quot;right&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/Wanja-Oberhof.gif&quot; /&gt;&lt;b&gt;Wanja Oberhof, herzlichen Glückwunsch zum Start von &quot;niiu&quot; Wie kam es zu dieser Idee und was bedeutet der Name der neuen, individuellen  Zeitung nach Eigenmaß?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir hatten die Idee unabhängig voneinander und wollen mit niiu den Lifestyle und das Informationsverhalten junger Leute abbilden. Wir jungen Leute sind es gewohnt uns vielfältig zu informieren und das nach unseren Interessen. Dieses Verhalten bilden die klassischen Tageszeitungen nicht mehr ab.&lt;br /&gt;
niiu ist ein Phantasiewort, welches phonetisch nah an new und news ist und uns auch dank seiner Symmetrie sehr gut gefallen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Teilen Sie sich als &quot;Macher&quot; des neuen Projekts bestimmte Aufgaben? &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klar. Während Hendrik eher das finanzielle und strategische&lt;br /&gt;
übernimmt, bin ich für die Partner und die Außendarstellung zuständig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Seit wann arbeiten Sie am Konzept und an der Umsetzung und wie groß ist das Team hinter &quot;niiu&quot;?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir arbeiten inzwischen seit zweieinhalb Jahren an der Idee und das mit einem jungen, zwölfköpfigen Team.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Sind die Mitarbeiter als Partner, Freiberufler oder als Angestellte für &quot;niiu&quot; tätig? &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben alle Formen: studentische Hilfskräfte, Praktikanten, feste Mitarbeiter, freie Mitarbeiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Und wie hoch ist Auflage jetzt, zum Startzeitpunkt?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Startauflage kommunizieren wir nicht. Wir haben das Ziel, in sechs  Monaten 5.000 Leser zu gewinnen und die ersten Zahlen stimmen uns sehr optimistisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.freie-publizistin.de/titelseite_niiu.pdf&quot;&gt;&lt;img title=&quot;niiu: &quot;Oberhof am Morgen&quot; &quot; height=&quot;304&quot; alt=&quot;niiu: &quot;Oberhof am Morgen&quot; &quot; width=&quot;532&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/oam1.gif&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&quot;niiu&quot; macht es möglich: &quot;Oberhof am Morgen&quot; (per klick zur Vergrößerung)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Gab es auch Startschwierigkeiten?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja. Das &lt;a href=&quot;http://blog.niiu.de/niiu-ist-da/185/&quot;&gt;geben wir offen zu&lt;/a&gt;. niiu ist die weltweit erste verkaufte individualisierte Tageszeitung und es war klar, dass es hier und da Kinderkrankheiten geben würde. In den ersten zwei Tagen hatten wir gewisse Probleme mit der Software, die aber von unserem Partner, der Previon AG, schnell behoben wurden. Jetzt arbeiten wir mit Hochdruck an einer zuverlässigen Zustellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Sie haben Kooperationsverträge mit Verlagen bekannter Tageszeitungen. Wie schwierig (oder leicht) war es denn, die Verlage für diese Idee der Vermarktung zu gewinnen? &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war ein langer Weg, die Partner zu gewinnen, aber als wir einige große Partner im Boot hatten wurde es generell sehr viel einfacher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Sogar die New York Times zählt zu Ihren Partnern. Sind Sie dafür eigens in die Staaten gereist, um die Idee zu präsentieren und schließlich den Vertrag zu schließen?&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein, die NYT ist glücklicherweise auch in Europa sehr gut aufgestellt und man war gegenüber unserer Idee sehr offen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Es sollen weitere Kooperationspartner hinzukommen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es werden weiter Partner dazu kommen! Wir verhandeln aktuell mit verschiedenen nationalen und internationalen Partnern, werden aber erst Namen nennen, wenn die Verträge unterzeichnet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Sie bieten eine Kombination aus Beiträgen bekannter Tageszeitungen mit Angeboten von Blogs.  Das soll auch dazu dienen, diese beiden Komponenten näher zu bringen und noch ein wenig mehr zu befrieden? Die Skepsis gegenüber Blogs ist seitens der Verlage ja zumindest immer noch latent vorhanden, bei manchen Medien ist sie sogar noch recht groß.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Skepsis teilen wir nicht. Generell nehmen wir uns mit einer Beurteilung der Medien zurück, denn unser Leser bestimmt und urteilt, was er lesen möchte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Welche Kriterien sollten Blogs erfüllen, um teilnehmen zu können?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sollten für niiu Leser relevant und interessant sein und natürlich nicht verfassungsfeindlich, pornographisch oder gegen die Würde des Menschen verstoßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Bisher gibt es das Angebot in Berlin. Was genau muss erreicht werden, um das Angebot auf andere Städte auszubauen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser Ziel von 5.000 Lesern. Es gab aber schon jetzt Anfragen aus dem Ausland, das Modell zu lizensieren, auch das ist eine Überlegung wert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Der wohl schwierigste Part wird sein, die Zeitung von der neuen Idee zu einem anerkannten und dann fast unverzichtbaren Bestandteil der Medienlandschaft zu entwickeln. Mit welchen Mitteln wollen Sie das schaffen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich sind wir überzeugt, dass unser Produkt einen solchen Mehrwert bietet, der niiu zu einem unverzichtbaren Teil der Medienlandschaft macht. Hier werden wir natürlich auf verschiedenen Kanälen dafür sorgen, dass niiu als Marke für individualisierte Informationen steht. Das überwiegend positive Feedback der ersten Tage bestärkt uns in der Ansicht, eine Marktlücke zu besetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Was wünschen Sie sich für die Zukunft im Verlagsbereich, sei es nun Print oder Online? &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wünsche mir, dass qualitativ hochwertiger Journalismus genauso eine Zukunft hat wie einfache seichte Informationen und ich bin überzeugt, dass die Diskussion online vs. Print am Thema vorbei geht. Es geht um Inhalte und jeder Leser soll selbst entscheiden, auf welchem Distributionskanal er seine Inhalte bekommt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Viel Erfolg mit dem Projekt!&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielen Dank für das Interesse!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interview führte Ursula Pidun&lt;br /&gt;
Fotos: &quot;niiu&quot;/InterTi GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verweise:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/6047331/&quot;&gt;Domenika Ahlrichs (NETZEITUNG): &quot;In der Erinnerung verklärt man manches&quot;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/6034667/&quot;&gt;Dr. Michael Maier: &quot;Das Ende der Netzeitung ist auch ein Menetekel für die Branche&quot;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/6032616/&quot;&gt;&quot;Netzeitung&quot; vom Netz: Bankrotterklärung der ersten deutschen Internet-Tageszeitung&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4080676/&quot;&gt;Montgomery und das Wolkensystem der Netzeitung&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4117113/&quot;&gt;Montgomerys neue Schäfchen im System&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5407199/&quot;&gt;Rupert Murdoch  Der Retter des unabhängigen Qualitätsjournalismus?&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4148441/&quot;&gt;Rupert Murdoch  Citizen Kane in der Ära der Globalisierung&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5371988/&quot;&gt;Die ZEIT und das Jammern über das Sterben der Printmedien&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5151179/&quot;&gt;Bürgerjournalismus als Totengräber der Tageszeitungen?&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/6031495/&quot;&gt;Zukunft der Medien: Zurück zum &quot;Sturmgeschütz der Demokratie&quot;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5226503/&quot;&gt;Prof. Dr. Perry Reisewitz: &quot;Pressefreiheit ist nicht einfach da&quot;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/topics/Im+Gespr%C3%A4ch+mit%3A/&quot;&gt;Weitere Interviews&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Spreegurke</dc:creator>
    <dc:subject>Im Gespräch mit:</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Spreegurke</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-19T17:30:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://spreegurke.twoday.net/stories/6050941/">
    <title>Robert Mugabe: Tiraden im Ausland, Gewalt und Terror daheim</title>
    <link>http://spreegurke.twoday.net/stories/6050941/</link>
    <description>&lt;a href=&quot;http://news.bbc.co.uk/2/hi/africa/8364390.stm&quot;&gt;&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;182&quot; alt=&quot;rm12&quot; width=&quot;270&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/rm12.gif&quot; /&gt;&lt;/a&gt;[&lt;b&gt;Dr. Alexander Frhr. von Paleske]&lt;/b&gt; Im nächsten Jahr sollen Wahlen in Simbabwe stattfinden. Nach der gegenwärtigen Stimmungslage hat Mugabes Partei ZANU/PF gute Aussichten bis zu 20 Prozent der Stimmen zu erhalten. Seit die Regierung der nationalen Einheit im Amt ist, hat sich die Lage im Inland etwas gebessert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neue Finanzminister Tendai Biti beseitigte das finanzielle Chaos. Zuletzt kostete eine Cola 12 Milliarden Zimbabwe Dollar. Nachdem Biti die lokale Währung erst einmal abschaffte, hat sich die Versorgungslage wieder gebessert und in den Geschäften sind nunwieder Waren vorhanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Brachiale Gewalt und Terror&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Die Bevölkerung weiß jedoch genau, dass sich Mugabe diese Entwicklungen kaum auf seine Fahnen schreiben kann. So wundert es kaum, dass der Diktator nun glaubt, diese negative Beurteilung seiner Partei müsse sich dringend ändern. Das finden auch auch seine Gefolgsleute in Regierungsapparat, Polizei und Armee. Da wortreiche Überzeugungsarbeit und Tiraden im Ausland, wie etwa derzeit auf der Welternährungskonferenz in Rom nicht ausreichen, soll mit bewährten Mitteln nachgeholfen werden: Mit brachialer Gewalt und Terror. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;173&quot; alt=&quot;rm31&quot; width=&quot;262&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/rm31.gif&quot; /&gt;Dieses Vorgehen hatte sich schon im vergangenen Jahr bei der Präsidentschaftsstichwahl &quot;gut bewährt&quot;. Doch anders als im letzen Jahr  Jahr soll es diesmal offenbar von langer Hand vorbereitet werden. Im Juni kreuzten die ersten Unterrichtskommandos in den ländlichen Gebieten auf. Seitdem gibt es immer wieder Berichte über Gewalttaten gegen Oppositionsmitglieder. Erst kürzlich wurde auch der deutsche Jesuitenpater Wolfgang Thamm von Mugabes Schergen verprügelt und gedemütigt. Das dürfte allerdings erfahrungsgemäß nur die Spitze des Eisbergs sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Jubelparteitag im Dezember&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Im nächsten Monat findet der Parteitag von Mugabes ZANU/PF Partei statt. Zu erwarten ist ein Parteitag des Jubels. Zwar gibt es innerhalb Mugabes Partei bereits einen Kampf um die Nachfolge. Doch  Mugabe selbst denkt offensichtlich gar nicht an Abtritt. Der Präsident hält sich für erwählt und nicht nur durch massiven Wahlterror aufgezwungen.  Vor allem aber hält er sich für unersetzlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;560&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/xt4QBCkQlf0&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/xt4QBCkQlf0&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;560&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verweise:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5845074/&quot;&gt;Scanner-Firma Nuctech und ein Korruptionsskandal in Namibia&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5695161/&quot;&gt;Neue Regierung in Südafrika: Alte Politik mit neuen Gesichtern&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5645120/&quot;&gt;Die Rache des potenziellen Despoten Zuma&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5621868/&quot;&gt;Simbabwes neue Regierung zum Scheitern verurteilt?&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5583058/&quot;&gt;Cholera-Epidemie in Simbabwe: Hat WHO restlos versagt?&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5565830/&quot;&gt;Tsvangirai: Tragischer Unfall und unhaltbare Verschwörungstheorien einiger Medien&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5564631/&quot;&gt;Verkehrsunglück: Premier Morgan Tsvangirai verletzt, Ehefrau stirbt am Unfallort&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5531724/&quot;&gt;Südafrika : Carl Niehaus, from Hero to Zero&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5517160/&quot;&gt;Simbabwe: Verhaftungen und Wortbrüche statt nationaler Einheit&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5484286/&quot;&gt;Simbabwe: Was bringt die Regierung der Nationalen Einheit?&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5466530/&quot;&gt;Dauernd Krieg und niemals Frieden&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5333358/&quot;&gt;Interview mit Sir Quett Ketumile Joni Masire: &quot;The solution could be in dialogue&quot;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5071960/&quot;&gt;Simbabwe: Ein fauler Kompromiss wird Wirklichkeit&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5033287/&quot;&gt;Eine Tragödie wird zur Farce&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5026583/&quot;&gt;Vereidigung eines Wahlbetrügers&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5014599/&quot;&gt;Mugabe: Mit Gewalt zum Sieg&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4985332/&quot;&gt;Terror siegt - Mugabe offenbar vor dem Ziel&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4787322/&quot;&gt;Südafrika - Ende der Regenbogen-Nation?&quot;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4458558/&quot;&gt;Biografie Thabo Mbeki: &quot;Ein zurückgestellter Traum&quot;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4458436/&quot;&gt;Südafrika: Diamanten, Zynismus und ein Vorzeigestaat&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/3696026/&quot;&gt;Giftgas, Aids und Leichen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4433749/&quot;&gt;Tuberkulose: In Europa ein Problem, in der Dritten Welt eine Katastrophe&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4423053/&quot;&gt;Helen Suzman: Das liberale Gewissen Südafrikas feiert Geburtstag&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4401788/&quot;&gt;Südafrika, 46662, Boris Becker und ein Kampf gegen AIDS&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4370121/&quot;&gt;Südafrika: Auswärtssieg im Rugby und Heimniederlage der Demokratie&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4322722/&quot;&gt;Besuch in Afrika: Was hat Kanzlerin Merkel im Gepäck?&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4274802/&quot;&gt;&quot;Land unter&quot; und das regensichere ARD-Studio in Nairobi&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4267414/&quot;&gt;Heuchler, Helden und Pillendreher&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4255169/&quot;&gt;Eine Verhaftung und ein Todestag&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4252551/&quot;&gt;Simbabwes Erzbischof Ncube erklärt Rücktritt&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4240888/&quot;&gt;Maulkorb und Rassismus  folgt Südafrika Zimbabwe?&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4216406/&quot;&gt;US-Africom im südlichen Afrika unerwünscht&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4176791/&quot;&gt;Gipfel in Lusaka  Applaus für Mugabe&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4136017/&quot;&gt;Eastern Congo: Ethnic conflict is the plunder of resources&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Spreegurke</dc:creator>
    <dc:subject>Reportagen und Dokumentationen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Spreegurke</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-19T13:45:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://spreegurke.twoday.net/stories/6047331/">
    <title>Domenika Ahlrichs (NETZEITUNG): &quot;In der Erinnerung verklärt man manches&quot;</title>
    <link>http://spreegurke.twoday.net/stories/6047331/</link>
    <description>&lt;b&gt;I N T E R V I E W &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Domenika Ahlrichs, Chefredakteurin der NZ&quot; height=&quot;251&quot; alt=&quot;Domenika Ahlrichs, Chefredakteurin der NZ&quot; width=&quot;215&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/da1.gif&quot; /&gt;[&lt;b&gt;Ursula Pidun&lt;/b&gt;] Im Frühjahr 2000 ging die erste deutsche Internet-Tageszeitung an den Start. Die &quot;&lt;a href=&quot;http://www.netzeitung.de/&quot;&gt;Netzeitung&lt;/a&gt;&quot;,  Pionier der virtuellen Blätter, konnte sich fast ein Jahrzehnt im Cyberspace behaupten. Hinter den mit Nachrichten, News, Kommentaren und Beiträgen gespickten Bits und Bytes stand kein Roboter, sondern eine gestandene Mannschaft aus Redakteuren, Journalisten, Webentwicklern Grafikern und der jeweils verantwortlichen Chefredaktion. Seit Juli 2007 - und nun nur noch bis zum Jahresende - nimmt Domenika Ahlrichs die redaktionelle Leitung wahr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 36-jährige Journalistin studierte Amerikanistik und Germanistik in Heidelberg und an der &lt;a href=&quot;http://www.wesleyan.edu/&quot;&gt;Wesleyan University&lt;/a&gt; in den USA. Nach Stationen bei der &lt;a href=&quot;http://www.fr-online.de/&quot;&gt;Frankfurter Rundschau&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/&quot;&gt;Spiegel Online&lt;/a&gt; und dem &lt;a href=&quot;http://www.kulturradio.de/&quot;&gt;RBB- Kulturradio&lt;/a&gt; ist sie der &quot;Netzeitung&quot; seit 2003 verbunden. Im Jahre 2006 wurde Ahlrichs  Stellvertreterin des &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/6034667/&quot;&gt;damaligen Chefredakteurs Michael Maier&lt;/a&gt; und übernahm 2006 nach dessen Ausscheiden und nach einem kurzen Intermezzo einer chefredaktionellen Doppelspitze alleinverantwortlich das redaktionelle Steuerrad. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie mehrfach berichtet, gehen nun am 31. Dezember endgültig die Lichter in der inzwischen legendären Redaktion aus. Damit soll der Weg für ein künftig &quot;automatisiertes Nachrichtenportal&quot; geebnet werden. Grund genug für SPREERAUSCHEN.net, um schnell noch einmal hinter die Kulissen jener Redaktion zu blicken, die auch dann die erste Internetzeitung in Deutschland bleibt, wenn es sie in dieser Form längst nicht mehr gibt. Im Gespräch mit Domenika Ahlrichs, Journalistin und Chefredakteurin der &quot;Netzeitung&quot;.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Domenika Ahlrichs, fast zehn Jahre gibt es die &quot;Netzeitung&quot;, seit mehr als sechs Jahren sind Sie dabei. Das sind Lichtjahre für ein Medium wie das Web. Was war das Besondere, als Sie damals in die Redaktion einstiegen?  &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich im Juni 2003 als Mitarbeiterin für Schichtdienste am Newsdesk einstieg, war für mich das Besondere, dass die gesamte Netzeitungs-Redaktion in einem Raum arbeitete, der Newsdesk stand in der Mitte, drumherum gruppiert waren die Ressort-Tische. Das hatte den großen Vorteil, dass Absprachen auf dem sehr kurzen Dienstweg klappten und Meldungen blitzschnell per Zuruf bearbeitet werden konnten. Nur so konnte die Netzeitung dem Anspruch &quot;Aus Prinzip schneller&quot; gerecht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Wieviele Mitarbeiter gab es damals, als Sie anfingen? Es mussten ja  wie in jeder &quot;normalen&quot; Redaktion - viele Ressorts abgedeckt werden, um den Anspruch &quot;&lt;/b&gt;&lt;a href=&quot;http://www.netzeitung.de/ueberuns/155607.html&quot;&gt;&lt;b&gt;Aufklärung, Information und Unterhaltung&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&quot; &lt;b&gt;abzudecken. &lt;/b&gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Erinnerung verklärt man manches, aber ganz sicher ist, dass es mindestens 30 waren, die damals täglich für die Netzeitung im Redaktionseinsatz waren. Das verteilte sich auf Früh-, Tages- und Spätschichten, wie das so bei Online üblich ist. Die einzelnen Ressorts hatten jeweils einen Stamm fester Mitarbeiter und zusätzlich ein Team von Freien und Autoren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Die Redaktionsmannschaft der Netzeitung ist  - auch in Hinblick auf die nahende Schließung  inzwischen etwas geschrumpft. Wer ist im Bereich Redaktion, Bildredaktion, Produktion, Entwicklung und Design derzeit noch an Bord? &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem in den vergangenen Jahren ist die Redaktionsmannschaft der Netzeitung immer mehr verkleinert worden. Das ging bis dahin, dass die Ressorts aufgelöst werden mussten und die Festangestellten nur noch einen Teil ihrer Arbeitszeit ihrem thematischen Schwerpunkt widmen konnten. Alle noch verbliebenen Mitarbeiter übernahmen im Wechsel Schichtdienste am Newsdesk zusätzlich zur Arbeit in den jeweiligen Fachgebieten. Wer das noch ist, sehen Sie unter unserer Rubrik: &lt;a href=&quot;http://www.netzeitung.de/ueberuns/mitarbeiter/&quot;&gt;&lt;b&gt;Über Uns/Mitarbeiter&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Arbeiten im NZ-Redaktionsteam: Johannes Gernert (freier Mitarbeiter), Patrick Löwenstein, André Bernand, Alexander Ludewig (freier Mitarbeiter), Sven Trojanowski, Domenika Ahlrichs, Maik Söhler, Daniel Kählert, Julia Jungfer, Matthias Breitinger.&lt;br /&gt;
&quot; height=&quot;386&quot; alt=&quot;Arbeiten im NZ-Redaktionsteam: Johannes Gernert (freier Mitarbeiter), Patrick Löwenstein, André Bernand, Alexander Ludewig (freier Mitarbeiter), Sven Trojanowski, Domenika Ahlrichs, Maik Söhler, Daniel Kählert, Julia Jungfer, Matthias Breitinger.&lt;br /&gt;
&quot; width=&quot;560&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/NZ-Team.gif&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Arbeiten im NZ-Redaktionsteam:&lt;/b&gt;  (von links:) Johannes Gernert (freier Mitarbeiter), Patrick Löwenstein, André Bernand, Alexander Ludewig (freier Mitarbeiter), Sven Trojanowski, Domenika Ahlrichs, Maik Söhler, Daniel Kählert, Julia Jungfer, Matthias Breitinger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Echtzeitnachrichten zu bieten und das rund um die Uhr, war zu Gründungszeiten der &quot;Netzeitung&quot; tatsächlich eine Revolution und machte den Printmedien das Leben als tagesaktuelle Nachrichtenquelle sehr schwer. Heute ist eine solche Produktion das Tagesgeschäft jeder Nachrichtenredaktion. Kritiker behaupten, Redakteure seien inzwischen reine Fließbandarbeiter. Würden sie  ggf.  teilweise  zustimmen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Redakteure in einer Online-Redaktion sind lediglich in Bezug auf ihren zeitlichen Einsatz entfernt verwandt mit Fließbandarbeitern. Im Gegensatz zu anderen Medien, die auf einen ganz bestimmten Produktionszeitpunkt am Tag hinarbeiten, wird der Arbeitstag eines Online-Redakteurs durch eine viel kleinere Taktung bestimmt: Von der ersten Minute an geht es um den immer wiederkehrenden Kurz-Ablauf sichten, recherchieren, schreiben, online-gerecht produzieren, veröffentlichen  und wieder von vorn. Ob die Schicht nun in der Früh beginnt, ob mittags oder abends. &lt;br /&gt;
Die Analogie zum Fließband hinkt insofern, als Mitarbeiter einer Online-Redaktion nicht wie bei einer solchen Produktionsart üblich nur einen kleinen Teil eines Produkts hinzufügen. Vielmehr erstellt ein Online-Redakteur ein komplettes und komplexes Produkt jeweils selbst  und muss sich dabei auf immer neue Fakten, Entwicklungen, Erkenntnisse einstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Über das Alleinstellungsmerkmal der Nachrichten in Echtzeit konnte die &quot;Netzeitung&quot; verhältnismäßig lange verfügen, weil andere Medien etwas zögerlich nachzogen. Hat Sie diese Zögerlichkeit überrascht?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir beobachten seit langem, dass etablierte Verlage immer recht zögerlich auf Neuerungen reagieren. Insofern hat mich das nicht wirklich überrascht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Heute lassen sich Nachrichten, die mehr als eine Stunde alt sind, nicht mehr als aktuelle Nachrichten verkaufen. Umso wichtiger werden  unbedingt auch für die Printbereiche  fundierte Hintergrundberichte, Analysen und Kommentare zu diesen Meldungen. Und zwar in möglichst  hoher Qualität. Liegen an dieser Stelle nicht enorme Ressourcen und Potentiale brach?&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ressourcen werden angesichts der Spar-Maßnahmen, die derzeit zahlreiche Verlage schwächen, eher weniger als mehr. Schlau wäre es jedoch, wenn zum Beispiel Print-Zeitungen gänzlich auf die reine Nachricht verzichten (die ist bis zum Erscheinen des Blattes über Internet, Radio und TV gelaufen) und ihre Hauptaufgabe darin sehen würden, Hintergrund, Analyse, Kommentar und Reportage zu liefern. Auch im Online-Bereich ist es zunehmend wichtig, statt kurzer Meldungen auf online-gerechte Berichterstattung (Verlinkung, Video, Audio, Interaktion) zu setzen, um Leser zu halten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Viele Zeitungen ringen noch immer mit der Entscheidung, ob Print- und Onlineredaktionen zusammengehören oder nicht doch lieber getrennt agieren sollten. Abgesehen davon, dass eine Internetzeitung solche Probleme nicht hat, kann die Antwort darauf doch eigentlich nur lauten, dass  bestenfalls beides fließend ineinander übergeht? Jedenfalls dann, wenn Effizienz unter Beweis gestellt werden soll und die eine Abteilung von der anderen möglichst weitreichend partizipieren kann? &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Print-Zeitungen als zeitgemäß wahrgenommen werden möchten, brauchen sie zwingend einen Online-Auftritt, der dem Ruf des gedruckten Produkts entspricht und diesen auf eigene Art unterstützt. Mitarbeiter in beiden Bereichen müssen einander kennen, voneinander wissen und sich im Laufe eines Arbeitstags über das austauschen, was in ihrem jeweiligen Bereich erscheinen soll. Das Print-Angebot kann durch internet-gemäße Ergänzungen attraktiver werden (hier herrscht kein Platzmangel, hier kann man Gesetzestexte, Videos, Bilderstrecken etc. finden), und das Online-Angebot kann davon profitieren, das die geballte Power einer Printredaktion mit all ihren Ressorts, Autoren, Korrespondenten nicht für den Drucktermin aufgespart werden muss, sondern sich auch hier entladen darf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Kein Alleinstellungsmerkmal der Netzeitung ist der Kampf um Visits um Page Impressions. Jedes Medium ringt um adäquate Userzahlen, weil sie  - ähnlich wie die Auflagen im Printbereich -  die Grundlage für mögliche Werbekunden bilden. Journalisten sind für gute Inhalte zuständig, werden aber nicht selten in Geiselhaft genommen für Defizite, die eigentlich im Vermarktungsbereich liegen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, solche Fälle gibt es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Mit weitreichenden Folgen? Die  Medienkrise ist im Grunde vor allem auch eine Krise der Journalisten und Redakteure. Obwohl sie die Produkte herstellen, um deren Vermarktung es geht und deren Qualität u. a. in Abhängigkeit der zur Verfügung stehenden Mittel steht, sind sie als letztes Glied in der Kette der Entscheidungsprozesse oftmals recht machtlos und damit ohnmächtig? &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja. Dagegen hilft nur ein guter Kontakt zwischen Vermarktungsteam und Redaktion. Die Vermarkter können sehr viel gezielter und effektiver für ein journalistisches Produkt Geld einwerben, wenn sie die Abläufe kennen, die inhaltlichen Schwerpunkte, die thematischen Pläne. Vor Jahren war das bei der Netzeitung Realität. Ein Zustand, den wir rückblickend als unschätzbaren Vorteil sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Gute Journalisten und Redakteure werden immer gebraucht, aber sie müssen nun auch erst durch relativ schwierigen Zeiten. Fortbildungen  insbesondere im multimedialen Bereich - könnten das Mittel der Wahl sein, denn die Ansprüche werden auch in der Zukunft höher und nicht etwa geringer? &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus- und Fortbildung ist vor allem in schwierigen Zeiten die wichtige Grundlage, um sich auf dem Medienmarkt behaupten zu können. Die Ansprüche werden nicht höher, aber sie verlagern sich: Journalisten müssen heute bereit sein, mehrere Medienformen miteinander zu verknüpfen und Gesamt-Produktionsprozesse beherrschen zu lernen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Hat Ihr Team schon  zumindest teilweise  Perspektiven für die Zeit nach der &quot;Netzeitung&quot;? &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Team besteht aus Online-Journalisten, die ihr Handwerk absolut beherrschen und zudem alle haben zeigen müssen, dass sie auch unter großem Druck und unter schwierigen Umständen gut arbeiten. Ich würde sie jederzeit wieder einstellen und hoffe, dass auch andere Redaktionen so denken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Wie sehen Ihre persönlichen Pläne aus und was wünschen sie sich für die Zukunft?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Zukunft wünsche ich mir, dass ich die Chance erhalte, weiterhin in der spannenden, sich stetig weiter bewegenden und kreativ entfaltenden Online-Medienbranche zu arbeiten. Ich habe während meiner Ausbildung an der Evangelischen Journalistenschule und später als freie Journalistin alle vier Medienbereiche kennen und schätzen gelernt. Online verbindet sie alle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interview führte: Ursula Pidun&lt;br /&gt;
Fotos: Julia Jungfer &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verweise:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/6034667/&quot;&gt;Dr. Michael Maier: &quot;Das Ende der Netzeitung ist auch ein Menetekel für die Branche&quot;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/6032616/&quot;&gt;&quot;Netzeitung&quot; vom Netz: Bankrotterklärung der ersten deutschen Internet-Tageszeitung&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4080676/&quot;&gt;Montgomery und das Wolkensystem der Netzeitung&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4117113/&quot;&gt;Montgomerys neue Schäfchen im System&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5226503/&quot;&gt;Prof. Dr. Perry Reisewitz: &quot;Pressefreiheit ist nicht einfach da&quot;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/topics/Im+Gespr%C3%A4ch+mit%3A/&quot;&gt;Weitere Interviews&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Spreegurke</dc:creator>
    <dc:subject>Im Gespräch mit:</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Spreegurke</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-17T11:00:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://spreegurke.twoday.net/stories/6043262/">
    <title>Parteitag: Die SPD auf der Suche nach der verlorenen Seele</title>
    <link>http://spreegurke.twoday.net/stories/6043262/</link>
    <description>&lt;b&gt;K O M M E N T A R &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;156&quot; alt=&quot;pt131&quot; width=&quot;282&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/pt131.gif&quot; /&gt;[&lt;b&gt;Ursula Pidun&lt;/b&gt;] Irgendwann und irgendwo zwischen &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Hartz-Konzept&quot;&gt;Hartz IV&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?em_cnt=2075628&quot;&gt;Rente mit 67&lt;/a&gt; und dem unbändigen Willen, das Land ohne nennenswerten Konsens mit den Bürgern reformieren zu wollen, ging den Genossen die sozialdemokratische Seele verloren. Mit weitreichenden Folgen. Die Zustimmung der Partei brach ein in nie zuvor gekannte Tiefen. Das Experiment, gegen das Volk regieren zu wollen, scheiterte auf voller Linie und bescherte der einstmals stolzen Partei ein unvergleichliches Desaster.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1998, als Gerhard Schröder &lt;a href=&quot;http://www.kalenderblatt.de/index.php?what=ged&amp;page=1&amp;autorid=4073&amp;tag=27&amp;monat=10&amp;year=2009&amp;dayisset=1&amp;lang=de&quot;&gt;zum Kanzler gekürt wurde&lt;/a&gt;, das Ruder übernahm und maßgeblich als Architekt und Durchsetzer der Agenda 2010 agierte, schmelzen die Mitgliederzahlen der SPD wie Schnee in der Sonne. Es kam bis heute zu einem &lt;a href=&quot;http://www.welt.de/politik/article2248645/CDU-hat-erstmals-mehr-Mitglieder-als-SPD.html&quot;&gt;Mitgliederschwund&lt;/a&gt; um sage und schreibe 50 Prozent.   Solche Einbrüche sind für eine Volkspartei nicht verkraftbar. Nach dem &lt;a href=&quot;http://www.ad-hoc-news.de/baustelle-spd--/de/Fotostrecke/20702418/0?ms=Thema-Des-Tages&quot;&gt;23-Prozent-Debakel zur Bundestagswahl &lt;/a&gt;mühen sich die Sozialdemokraten nun um Schadensbegrenzung. Auf dem an diesem Wochenende stattfindenden &lt;a href=&quot;http://www.spd.de&quot;&gt;Parteitag&lt;/a&gt; wurde zwar heftig diskutiert und bilanziert. Tiefgehende Einsichten zu groben Fehlentscheidungen gab es dennoch nicht. Immerhin - man nimmt &quot;&lt;a href=&quot;http://www.welt.de/die-welt/politik/article5208237/Abschied-vom-heiligen-Franz.html&quot;&gt;Abschied vom heiligen Franz&lt;/a&gt;&quot; und der Kapitän der Partei geht &lt;a href=&quot;http://www.spd.de/de/aktuell/nachrichten/2009/11/Wir-kommen-wieder.html?pg=1&amp;y=2009&amp;m=11&quot;&gt;mit den Worten&lt;/a&gt; von Bord: &quot;Glückauf&quot;, &quot;Es war mir eine Ehre und es war mir ein Vergnügen&quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Auf Gedeih und Verderb&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Dass die vergangenen Jahre für viele Menschen in diesem Land &lt;a href=&quot;http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/639/492001/text/&quot;&gt;alles andere, als ein Vergnügen&lt;/a&gt; waren, lassen wir an dieser Stelle einmal dahingestellt. Die SPD weiß um ihre &lt;a href=&quot;http://www.focus.de/politik/deutschland/wahlen-2009/bundestagswahl/tid-15960/spd-nicht-alles-anders-aber-vieles-besser-machen_aid_447617.html&quot;&gt;diesbezüglichen Defizite&lt;/a&gt; und Beteiligungen an solchen Zuständen, auch wenn sie diese Tatsache öffentlich noch immer viel zu defensiv handhabt. Die Sozialdemokratische Partei ist allerdings auf Gedeih und Verderb auf die Bürger und Menschen in diesem Land angewiesen. Es funktioniert nun einmal nicht ohne Zustimmung des Volkes, wenn die SPD tatsächlich &lt;a href=&quot;http://www.br-online.de/bayern2/jazz-und-politik/demokratischer-sozialismus-sozialdemokratie-spd-ID1257878542567.xml&quot;&gt;wieder auf die Beine kommen will&lt;/a&gt;. Allein mit öffentlichen Diskussionen auf einem Parteitag und dem Austausch der Führungsspitze wird es nicht gelingen, das Ruder herum zu reißen. Es müssen Taten folgen und die sozialdemokratischen Züge auch tatsächlich wieder deutlich erkennbar werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Schützenhilfe von den Medien&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Die überwiegend gnädige und &lt;a href=&quot;http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11658520/492531/Mit-Lust-am-Debattieren-und-ihrem-neuen-Vorsitzenden.html&quot;&gt;wohlmeinende Berichterstattung&lt;/a&gt; durch die Medien zum aktuellen Parteitag in Dresden mag tröstlich sein und heruntergehen wie Honig, reicht aber ebenfalls nicht aus, um die schweren Wunden zu heilen. Der FOKUS sieht das ähnlich. Online-Redakteurin Iris Mayer beschreibt dies in ihrem Artikel &quot;&lt;a href=&quot;http://www.focus.de/politik/deutschland/spd-parteitag-neuanfang-und-nackenschlaege_aid_454095.html&quot;&gt;Neuanfang und Nackenschläge&lt;/a&gt;&quot; und resümiert: &quot;Die Dimension des Problems ist allen klar, doch bei der Lösung wird es naturgemäß ein wenig schwieriger&quot;. &quot;WELT-Online&quot; analysiert erst einmal messerscharf &quot;&lt;a href=&quot;http://www.welt.de/politik/deutschland/article5205950/Wie-sich-die-SPD-selbst-zerlegt-hat.html&quot;&gt;Wie sich die SPD selbst zerlegt hat&lt;/a&gt;&quot; und &quot;Financial Times Deutschland&quot; (FTD) glaubt gar, &quot;&lt;a href=&quot;http://www.ftd.de/politik/deutschland/:pressestimmen-die-spd-ist-nicht-alltagstauglich/50037346.html&quot;&gt;Die SPD ist nicht alltagstauglich&lt;/a&gt;&quot;. Torsten Kraukel, &quot;WELT-Online&quot;, dröselt in seinem Beitrag &quot;&lt;a href=&quot;http://www.welt.de/politik/article5213212/Die-SPD-hat-ihre-Heimat-verloren.html&quot;&gt;Die SPD hat ihre Heimat verloren&lt;/a&gt;&quot; akribisch auf, wie es dazu kam. &quot;Drei mal ist sie seit Willy Brandt zu spät gekommen  erst bei der Umweltfrage, dann bei der deutschen Einheit, dann bei der ins Abseits globalisierten Unterschicht&quot;, glaubt er und trifft damit den Kern. Egbert Niessler zeigt sich in seinem Kommentar im &quot;Hamburger Abendblatt&quot; allerdings hoffnungsvoll. &quot;&lt;a href=&quot;http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article1269738/Auf-der-Suche-nach-Erfolg.html&quot;&gt;Auf der Suche nach Erfolg&lt;/a&gt;&quot; sieht er die SPD schon gereift im Rehabilitationsprozess und bringt es beinahe atemlos in einem überlangen Satz fast ohne Punkt und Komma auf den Nenner: &quot;Mit der Analyse der Wahlschlappe und der offenen Kritik am eigenen Regierungshandeln und dem eigenen Verhalten in den vergangenen Jahren ist die SPD weiter als andere Parteien, die bei der Bundestagswahl auch Verluste hinnehmen mussten und deren Mitgliedern schon nach der Wahl 2005 eine Tiefenprüfung des eigenen Tuns versprochen wurde.&quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Der wild gewordene Handfeger&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Die SPD wäre allerdings gut beraten, wenn sie erst dann wie ein wild gewordener Handfeger &lt;a href=&quot;http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4893187,00.html&quot;&gt;auf die Opposition losginge&lt;/a&gt;, wenn sie sich das auch leisten kann. Dazu ist zunächst ein Zustand größtmöglicher Glaubwürdigkeit vonnöten, die derzeit nicht einmal rudimentär vorhanden ist. &quot;&lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,661288,00.html&quot;&gt;Steinmeier giftet gegen schwarz-gelbe Regierung&lt;/a&gt;&quot;, schreibt  &quot;SPIEGEL-Online&quot;. Und ausgerechnet &lt;a href=&quot;http://www.spd.de/de/aktuell/nachrichten/2009/11/Das-sozialdemokratische-Herz-schlaegt.html?pg=1&amp;y=2009&amp;m=0&quot;&gt;die Hartz IV-Architekten&lt;/a&gt; werfen nun der Bundesregierung vor, &quot;Schwarz-Gelb öffne die Schere zwischen Arm und Reich weiter.&quot; Ob das helfen kann, den giftigen Pfeil aus dem SPD-Herzen zu ziehen?  Wohl kaum. Zwar wurde Sigmar Gabriel mit &lt;a href=&quot;http://www.sueddeutsche.de/politik/105/494442/text/&quot;&gt;überwältigender Zustimmung&lt;/a&gt; der Genossen zum Parteichef gewählt. Doch &quot;Gabriel kann die fast übermenschlichen Erwartungen nicht erfüllen&quot;, glaubt nicht nur die SÜDDEUTSCHE in einem Kommentar von Thorsten Denkler mit dem treffenden Titel: &quot;&lt;a href=&quot;http://www.sueddeutsche.de/politik/127/494463/text/&quot;&gt;Der Schöne und das Biest&lt;/a&gt;&quot;. Und führt weiter aus: &quot;Niemand glaubt, dass jetzt alles in Butter ist&quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stimmt, niemand glaubt das. Da hilft auch keine &lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,661197,00.html&quot;&gt;Gruppentherapie&lt;/a&gt;. Mag der sich selbst gestiftete Applaus an diesem Wochenende auch noch so groß ausfallen. Die Zange muss schon ziemlich scharf geschliffen sein, die den gewaltigen Dorn herausziehen hilft, den sich die SPD selbst hineingerammt hat. Und bevor der nicht vollständig und restlos entfernt ist, bleibt die SPD das, was sie ist: Die Partei mit der verlorenen Seele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Rede Franz Müntefering auf dem Parteitag in Dresden im November 2009:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;560&quot; height=&quot;340&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/KcGUsgjgEJg&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/KcGUsgjgEJg&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;560&quot; height=&quot;340&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Rede Sigmar Gabriel auf dem Parteitag in Dresden m November 2009:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;560&quot; height=&quot;340&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/Xwa-g_XjpTg&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/Xwa-g_XjpTg&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;560&quot; height=&quot;340&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/topics/Unter+uns%3A+der+Kommentar/&quot;&gt;Weitere Kommentare&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Foto: &lt;/b&gt;Screenshot Video YouTube</description>
    <dc:creator>Spreegurke</dc:creator>
    <dc:subject>Unter uns: der Kommentar</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Spreegurke</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-15T07:00:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://spreegurke.twoday.net/stories/6042819/">
    <title>12. EURO FINANCE WEEK: Lehman-Geschädigte mahnen Finanz-Elite ab</title>
    <link>http://spreegurke.twoday.net/stories/6042819/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;163&quot; alt=&quot;lg1&quot; width=&quot;280&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/lg1.gif&quot; /&gt;[&lt;b&gt;up&lt;/b&gt;] Am kommenden Montag beginnt in Frankfurt die &lt;a href=&quot;http://www.malekigroup.com/de/event/12eurofinanceweek-Tag1.html#scroll-1&quot;&gt;12. EURO FINANCE WEEK&lt;/a&gt;. Die Creme de la Creme der Europäischen Finanz-Branche und Spitzenvertreter der Politik diskutieren zu Themen wie etwa dem &quot;Finanzstandort Deutschland  Lehren und Konsequenzen aus der Finanzkrise&quot; sowie dem &quot;Wirtschaftsfaktor Zukunftsfähigkeit&quot;. Zusätzlich begeben sich die Kongressteilnehmer auf die Suche nach Vertrauen und ringen um geeignete Kommunikationsstrategien nach der Krise. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Josef Ackermann wird ein &quot;Season Opening&quot; 2009/2010 vornehmen, begleitet von Grußbotschaften unserer Politiker Dr. Wolfgang Schäuble, Roland Koch und Rainer Brüderle. Bei gemütlichen Empfängen der Deutschen Bundesbank, stilvollen &quot;Get-Togethers im Congress Center&quot; sowie der Preisverleihung für den &quot;European Banker of the Year 2008&quot;  wird sicherlich nicht nur Selters fließen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Unverhoffte Hilfe von außen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Mit der Findung um Lösungswege werden die Kongressteilnehmer allerdings nicht allein gelassen. Zu den benannten Themenschwerpunkten, über die sich  unsere Musketiere aus Finanzwelt und Politik den Kopf zerbrechen, kommt  zumindest für Teilnehmer der Veranstaltung  unverhofft professionelle Hilfestellung von außen. Denn draußen, vor den Türen der heiligen Hallen, stehen Mahnwachen. Stellvertretend für etwa 40.000 Lehman-Geschädigte, die einen Gesamtschaden von über 800 Millionen Euro zu verkraften haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie alle würden lieber ihren wohlverdienten Ruhestand genießen, als zitternd und frierend mit Transparenten vor irgendwelchen Türen und Toren zu stehen. Doch sie können zu den Themen der Tagung wie etwa Vertrauen, Konsequenzen und Zukunftsfähigkeit so einiges beitragen. Und dies werden sie auch lautstark tun, ihre Themen vortragen und Transparente und Plakate vorzeigen. Auch die bereits aus Frankfurt bekannten Stelzenläufer werden dabei sein und erneut die Botschaft nach mehr Gerechtigkeit bei der Schadensabwicklung der Geschädigten einfordern. Denn die Geschädigten, deren Anteil an älteren Menschen, die  über 60 Jahre alt sind, liegt weit über 75 Prozent. Besonders diese Klientel kamen damals dem Drängen der Politik nach und kümmerte sich selbst um eine zusätzliche Altersversorgung. Ihr Vertrauen wurde dann jedoch von sogenannten Profis der Finanzbranche restlos missbraucht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die für Montag geplante Mahnwache, die durch die Frankfurter Lehman-Geschädigten-Gruppe initiiert wird, findet unter dem Motto: &quot;&lt;b&gt;&lt;cite&gt;First Lesson for today: LEHMAN-LOSERS NEED REPAY&lt;/cite&gt;&lt;/b&gt;&quot; statt und erhält Unterstützung von Lehman-Geschädigten aus dem Rheinland. Beginn: 12.00 Uhr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Hintergrund:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Den meist älteren Anlegern und Sparern wurden die Lehman-Zertifikate von Ihren Banken regelmäßig als sichere und konservative Anlageform empfohlen. Tatsächlich sind Zertifikate Schuldverschreibungen mit einer Derivate-Komponente, die das Risiko eines Totalverlusts in sich bergen und nicht vom Einlagensicherungsfonds abgesichert sind. Mit der Insolvenz des US-Bankhauses verloren bundesweit schätzungsweise 40.000 Personen insgesamt mindestens 692 Millionen Euro (Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg). Während institutionelle Investoren in Deutschland mit Hilfe einer staatlichen Kreditgarantie weitgehend durch die Einlagensicherung der Banken entschädigt wurden, sind private Kleinanleger bisher weitgehend leer ausgegangen. Die wenigen Kulanzangebote der Banken zeichnen sich bisher durch fehlende Transparenz und weit reichende sowie willkürliche Ausschlusskriterien aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Erfolge im Kampf um mehr Gerechtigkeit&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Die Lehman-Geschädigten haben es allerdings innerhalb der letzten 12 Monate geschafft durch Hunderte von Mahnwachen vor den Bankfilialen, aufmerksamkeitsstarke Protestzüge, intensive Pressearbeit und kleinteilige Aufklärung der Allgemeinheit das anfängliche Image der &quot;zinsgeilen Zocker&quot; zu korrigieren. Die Öffentlichkeit nimmt die Geschädigten nun als Opfer von zu komplexen Finanzprodukten und bestenfalls unprofessioneller Bankberatung wahr. Auch die bisher von den Gerichten gegen die Banken gefällten Urteile wegen Falschberatung sind - trotz für die Geldinstitute günstiger Gesetzeslage - überwiegend zugunsten der Geschädigten ausgefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Bundesweite Organisation&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;
Die Lehman-Geschädigten haben sich seit der Pleite der US-Investmentbank bundesweit über regionale Treffen organisiert und bereits zahlreiche Protestaktionen und Mahnwachen veranstaltet. Dreh- und Angelpunkt des Informationsaustauschs sind die Webseiten &lt;a href=&quot;http://www.lehman-zertifikateschaden.biz/&quot;&gt;Lehman-Zertifikatschaden&lt;/a&gt; sowie das&lt;a href=&quot;http://lehmanschaden.19.forumer.com/&quot;&gt; Forum Lehman-Zertifikatschaden&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;560&quot; height=&quot;340&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/daF6PVTie24&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/daF6PVTie24&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;560&quot; height=&quot;340&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;560&quot; height=&quot;340&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/zq34e8jq-yQ&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/zq34e8jq-yQ&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;560&quot; height=&quot;340&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Verweise:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/ein-jahr-nach-der-lehman-pleite/&quot;&gt;Jahrestag der Lehman-Pleite: &quot;Business as usual&quot;, doch Kleinanleger stehen weiter im Regen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5311296/&quot;&gt;Verraten und verkauft - Kleinanleger stehen zu Tausenden im Regen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5660525/&quot;&gt;Finanzmarktstabilisierung: &quot;Die sich daraus ergebenden Lasten werden uns bleiben&quot;&lt;br /&gt;
&lt;/a&gt;Artikelsammlung: &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5310462/&quot;&gt;Die Finanzkrise&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Spreegurke</dc:creator>
    <dc:subject>Spotlight: Im Blickpunkt</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Spreegurke</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-14T10:30:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://spreegurke.twoday.net/stories/6041104/">
    <title>Prof. Dr. Christoph Broelsch, ein Star-Chirurg auf der Anklagebank</title>
    <link>http://spreegurke.twoday.net/stories/6041104/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;258&quot; alt=&quot;gr11&quot; width=&quot;210&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/gr11.gif&quot; /&gt;&lt;b&gt;Dr. Alexander Frhr. von Paleske&lt;/b&gt;] Der Transplantationschirurg Prof. Dr. Christoph Broelsch steht nicht mehr im Operationssaal, zumindest nicht in Deutschland. Und dies nicht etwa, weil er mit 65 Jahren ohnehin ausscheidet. Vielmehr wurde Broelsch bereits vor zwei Jahren aufgrund erhobener Vorwürfe suspendiert und steht nun vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Steuerhinterziehung, Betrug und Bestechlichkeit vor. Demnach soll Boelsch  Krebspatienten systematisch zu Spendenzahlungen erpresst haben. Während sich die Presse teilweise durchaus mit dem Tenor einer &lt;a href=&quot;http://www.zeit.de/2009/39/DOS-Christoph-Broelsch&quot;&gt;  Vorverurteilung &lt;/a&gt;über den bekannten Chirurgen zu Wort meldet, stellen sich uns ganz andere Fragen. Beispielsweise jene, wie es überhaupt dazu kommen konnte, dass ein Chirurg mit einer derartigen Reputation auf der Anklagebank landet. Eine Spurensuche auf der Grundlage unseres Rechtssystems. Demnach hat jeder Beschuldigte und Angeklagte solange als unschuldig zu gelten, solange er nicht rechtskräftig verurteilt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ein Ruf nach Hamburg&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Im Universitätskrankenhaus Hamburg- Eppendorf gab es seinerzeit  Transplantationen von Leber und Pankreas bestenfalls in rudimentärer Form. Der dortige transplantierende Oberarzt war in erster Linie Abdominal-Chirurg, der auch gelegentlich einmal eine Lebertransplantation vornahm. Mit der Emeritierung des damaligen Leiters der Abdominalchirurgie, Prof. H.W. Schreiber, sollte nun - neben der Knochenmarktransplatation, die sich damals im Aufbau befand - auch die Transplantation von Leber und Bauchspeicheldrüse auf Weltstandard gehoben werden. Dafür kam aus Deutschland kaum jemand in Frage, der mit entsprechender Erfahrung aufwarten konnte. Bis auf Broelsch, der  einen erheblichen Teil seiner Karriere in den USA verbrachte. Und zwar nicht irgendwo, sondern an einer der renommiertesten Universitäten in den USA, der Universität von Chicago (UoC). Broelsch erhielt den Ruf nach Hamburg, denn er konnte durch die von ihm initiierten Fortschritte im Bereich der Transplantationsmedizin die erforderlichen Voraussetzungen mitbringen. Der spätere Star-Chirurg legte los  zunächst in Hamburg, später am Universitätsklinikum in Essen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Grenzgänger und Tabubrecher&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Allerdings muss man Broelsch wohl auch als Grenzgänger und gleichzeitig als einen Tabubrecher bezeichnen. Grenzgänger insoweit, als er dort weitermachte, wo andere längst aufgaben. Tabubrecher insoweit, als er einstmals die Pfortader in einer intraoperativ festgestellten terminalen Situation bei einer Patientin öffnete, woran die Patientin schließlich verblutete. Im nachfolgenden Strafverfahren konnte eine signifikante Kausalität des Eingriffs als letztliche Todesursache jedoch nicht festgestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wem er helfen konnte, der wurde zu seinem Bewunderer. Wer starb, dessen Angehörige wurden enttäuscht und zählten später nicht gerade zu seinem Freunden. Grundsätzlich wird die Enttäuschung umso größer, je mehr die mit solchen Operationen verbundenen Risiken vor der Operation heruntergespielt werden. Inwieweit auch ein solcher Aspekt im Fall Broelsch zutraf, wird möglicherweise im Prozess zur Sprache kommen. Broelsch war  auch hier steht er nicht allein  offenbar ein &quot;Besessener&quot; und sah seine Herausforderungen dort, wo andere keinerlei Chance mehr einräumten. Broelsch war  und das steht zweifelsfrei außer Frage - nicht nur ein guter Chirurg sondern ein Star-Chirurg. Er zählte zu den absolut Besten und auch daran gibt es nicht den geringsten Zweifel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Maßlosigkeit als Resultat einer Erwartungshaltung?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Dennoch - ohne dem Ergebnis des Prozesses vorgreifen zu wollen - lässt sich wohl zweierlei feststellen: Es kam zu einem gewissen Maß an Maßlosigkeit und zusätzlich zu einem Environment, das diese Maßlosigkeit nicht zurechtstutzte, sondern offenbar noch zusätzlich förderte. Broelsch verstand es mit seinem ausgezeichneten Ruf, Patienten aus aller Welt nach Hamburg und später nach Essen zu bewegen, um sich dort behandeln zu lassen. Darunter befanden sich vor allem jene, die sich eine solche Behandlung leisten konnten. Auch der ehemalige Bundespräsident Johannes Rau ließ sich von Broelsch eine von Krebs befallene Niere herausoperieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Der große Kuchen wird aufgeteilt&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Doch bevor nun der Fingerzeig mögliche nimmersatte Mediziner trifft, lohnt der Blick hinter die Kulissen. Anders als noch vor 20 Jahren, müssen Chefärzte heute mehr als die Hälfte ihrer Privatliquidationen an die Krankenhausverwaltung abführen. Auch Broelsch, der die Ladenkassen der entsprechenden Universitätskliniken sicher ordentlich zum Klingeln bringen konnte. Auch sonst wurden die Krankenhaus-Verwaltungen gegenüber den leitenden Ärzten in den letzten Jahren  mächtiger und mächtiger. Ja, man möchte fast sagen, dreister und dreister. Fluten an neuen Vorschriften und Kürzungen erschweren den Medizinern zunehmend das Leben. Für Broelsch, das Ausnahmetalent, hat das vermutlich nicht gegolten. Zudem: Je höher ein Talent in der Medizinerhierarchie aufsteigt - und so hoch wie Broelsch kommen nur sehr, sehr Wenige  umso unangreifbarer werden sie, ganz gleich auch, was sie tun. Das hat in Deutschland eine lange Tradition. Das schlimmste Beispiel für ein solches Prozedere ist das berufliche Ende des wohl bedeutendsten Chirurgen Deutschland,  Prof. Dr. Ferdinand Sauerbruch, in Buchform glänzend beschrieben durch Jürgen Thorwald &quot;Die Entlassung. Das Ende des Chirurgen Ferdinand Sauerbruch&quot;. Heute gibt es  - anders als zu Sauerbruchs Zeiten - eigentlich genügend Sicherungen, die in den Krankenhäusern vorsorglich eingebaut sind: Ethik-Kommission, Mortality Meetings, pathologische Konferenzen, Maßnahmen also, um aus Todesfällen die nötigen Konsequenzen zu ziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Wenn der Professorentitel lockt&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Wer mit dem Alltag in den Krankenhäusern, insbesondere in den Universitätskrankenhäusern vertraut ist, der weiß allerdings, dass dies eine Sicherung ist, die überhaupt nur unter einer Bedingung funktioniert. Nämlich dann, wenn der Klinik-Chef nicht mit Furchtverbreitung sondern mit Überzeugung agiert. Also dann, wenn er Kritik nicht nur zulässt, sondern geradezu dazu einlädt. Diese Art der intellektuellen Bescheidenheit ist an Universitätskliniken allerdings keineswegs wie selbstverständlich vorhanden. Wer eine Krankenhaus- oder gar Universitätskarriere anstrebt, der muss sich habilitieren. Selbst kleinere Krankenhäuser verlangen für Chefärzte heute diese Qualifikation, die allerdings nichts über die praktischen Fähigkeiten und klinischen Erfahrungen aussagt. Also darüber, was besonders in kleineren Krankenhäusern am meisten gebraucht wird. Der Titel &quot;Professor&quot; soll vor allem Patienten anlocken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das Pech hat, unter einem autoritären Chef zu arbeiten und sich mit ihm anlegt, der kann seine Karriere an den Nagel hängen. Diese Karriereabhängigkeit, die auch Einstellungen bei anderen Kliniken oftmals unmöglich macht, führt in der Folge zu dem, was in Zeitungsartikeln einmal als &quot;Duckmäuserei&quot; bezeichnet wurde. Eine höchst ungerechte Betrachtungsweise. &quot;Halbgott in Weiß&quot; - Dr. Mausbach und Professor Ungeheuer in Frankfurt, wer erinnert sich noch an die Auseinandersetzung in den 70er Jahren?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Politiker auf der Anklagebank&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.wdr.de/themen/gesundheit/gesundheitswesen/uniklinik_essen/090921b.jhtml&quot;&gt;Der vor Gericht verhandelte Fall&lt;/a&gt; steht allerdings nicht stellvertretend für Machtstrukturen an Krankenhäusern, sondern eher für das Versagen der staatlichen Gesundheitspolitik unter der inzwischen ausgeschiedenen Gesundheitsministerin Ulla Schmidt. Eine Ministerin, die ohnehin kaum eine Gelegenheit ausließ, um die Ärzteschaft anzugreifen. Da kam der &quot;Fall Broelsch&quot; wohl quasi wie gerufen. Dabei ist es nicht so leicht, wie es sich so mancher Politiker gerne machen möchte. Dieser Fall hat nämlich vor allem auch mit der Unterversorgung der Krankenhäuser zu tun und mit der Abkehr vom Tagessatz zur Fallpauschale. Sie zwingt Kliniken, Patienten möglichst schnell zu entlassen und verhindert oftmals eine geordnete Gesundheitspolitik, die auch den Ärzten eine längerfristige Planung ermöglicht. Auch hat der Fall Broelsch mit vernünftiger Forschung zu tun, deren Einwerbung von sogenannten Drittmitteln nicht nur wünschenswert, sondern zwingend erforderlich ist. Eine nicht unerhebliche Anzahl von Ärzten wird mittlerweile über Drittmittel finanziert. Dies, obgleich sie - zumindest teilweise - an der Patientenversorgung teilnehmen, also eigentlich insoweit von den Universitätskliniken bezahlt werden müssten. Doch selbst dafür fehlen  abgesehen von notwendigen Forschungsgeldern  die Mittel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Die falschen Mittel des Star-Chirurgen Broelsch&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;
In dieser Situation hat Broelsch offenbar zu einem Mittel gegriffen, das angreifbar und moralisch inakzeptabel ist. Ob sein Handeln notwendigerweise auch strafrechtliche Relevanz hat, müssen die  weiteren Umstände erst noch offenbaren, die nun im Prozess aufgeklärt werden sollen. Es geht um die Leistung einer Zahlung bereits vor der Operation oder die Spende, je nachdem, wie man es bezeichnen möchte. Auch, wenn das Geld nicht in der Privatschatulle von Broelsch landete. Verzweifelte Patienten möchten natürlich immer die beste Behandlung bekommen und versuchen dann  so es ihnen möglich ist - Mittel aufzutreiben,wenn dies den Zugang zu einem Star-Chirurgen  erleichtern kann. In den USA, dort, wo Broelsch seine Weiterbildung hinter sich brachte, gehört es übrigens für viele vermögende Patienten zum Ausdruck ihrer Dankbarkeit oder sogar zur Verpflichtung gegenüber der Allgemeinheit, teilweise auch große Summen bereitzustellen. Es wäre sicherlich erfreulich, wenn eine derartige Einstellung sich auch hier durchsetzen würde. Besonders auch wenn, wenn dadurch auch Menschen mit wenig oder keinen Mitteln Zugang zu den fachlichen Koryphäen erhielten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Eine Frage der Kommunikation&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;
Mit der Verzweiflung kranker Menschen dürfen keine Geschäfte gemacht werden. Insofern lässt sich der Fall Broelsch als inakzeptabel beurteilen - wenn diese Merkmale tatsächlich zutreffen. Hingegen lässt sich wohl kaum etwas dagegen einwenden, wenn nach der Operation um Zuwendungen geworben wird. Allerdings löst Dankbarkeit oftmals eine weniger starke Spendenbereitschaft aus, als Verzweiflung. Insofern mag hier der Schlüssel liegen, der zu den Handlungen des Star-Chirurgen Broelsch führte. Dass es auch auch anders geht, zeigt eine Vielzahl anderer Beispiele, wie etwa die seinerzeitige Initiative der Krebskinderklinik Eppendorf. Damals sammelte die Ärzteschaft unter Leitung von Prof. Landbeck in der Innenstadt Gelder für eine Krebskinderklinik. Das Echo war enorm und das Geld kam zusammen. Und auch Prof. Hossfeld konnte mit Erfolg die Abteilung für Knochenmarkstransplantation in Eppendorf aus Spendengeldern aufbauen - und zwar nicht mit  einer fragwürdigen Hilfe durch hoffnungslos verzweifelte Patienten. Es gibt also bessere Wege, die jene von Broelsch verfolgten Ziele verwirklichen können. Und gerade in der Medizin gilt nicht uneingeschränkt der Satz, dass der gute Zweck automatisch auch die Mittel heiligt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Auch eine Frage der Relation&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
In Anbetracht der Gesamtsumme, die Broelsch auf seine Weise &quot;zusammengetragen&quot; hat - es sind  weniger als 200.000 Euro - und in Relation gesetzt zu dem, was sich Banker - bisher  straflos -  geleistet haben, dann ist der eine oder andere doch geneigt, Fragen zu stellen. Unangenehme Fragen, denn als Folge der Zockereien und Veruntreuungen im ganz großen Stil bleiben uns Verschuldungen in Milliardenhöhe und Zehntausende Arbeitslose, von denen einige aus Verzweiflung in den Selbstmord getrieben wurden. Eine Straftat lässt sich nicht durch den Hinweis auf eine andere entschuldigen. Doch der eine praktiziert möglicherweise eine fragwürdige Spendenpolitik und landet flugs vor Gericht. Andere - und deren Anzahl ist nicht gerade gering - fahren beinahe die gesamte Volkswirtschaft an die Wand, nehmen die Steuerzahler in Geiselhaft für das unerträgliche Desaster und bleiben  strafrechtlich völlig unbehelligt. Warum dies so ist - besonders der Beantwortung dieser Frage sollte sich die Staatsanwaltschaft im Fall Broelsch ebenfalls zuwenden. Denn es geht nicht allein um eine mögliche Straftat des Star-Chirurgen, sondern auch um eine Verhältnismäßigkeit und damit um die &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5285804/&quot;&gt;Glaubwürdigkeit unseres Rechtsstaates&lt;/a&gt; insgesamt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Der Verfasser ist leitender Arzt in Gaborone/Botswana und ehemaliger Rechtsanwalt beim Landgericht Frankfurt (M)&lt;/i&gt;

&lt;ul&gt;  
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/3696026/&quot;&gt;Giftgas, Aids und Leichen.&lt;/a&gt; Ein Interview mit Dr. Alexander Frhr. von Paleske&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;ul&gt;  
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/search?q=Paleske&quot;&gt;Weitere Beiträge von Dr. Alexander Frhr. von Paleske&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;</description>
    <dc:creator>Spreegurke</dc:creator>
    <dc:subject>Reportagen und Dokumentationen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Spreegurke</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-13T09:45:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://spreegurke.twoday.net/stories/6034667/">
    <title>Dr. Michael Maier: &quot;Das Ende der Netzeitung ist auch ein Menetekel für die Branche&quot;</title>
    <link>http://spreegurke.twoday.net/stories/6034667/</link>
    <description>&lt;b&gt;I N T E R V I E W &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Dr. Michael Maier&quot; height=&quot;208&quot; alt=&quot;Dr. Michael Maier&quot; width=&quot;216&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/Dr-Michael-Maier.gif&quot; /&gt;[&lt;b&gt;Ursula Pidun&lt;/b&gt;] Die &quot;&lt;a href=&quot;http://www.netzeitung.de&quot;&gt;Netzeitung&lt;/a&gt;&quot;, erste deutsche Internet-Tageszeitung seit dem Jahre 2000, stellt zum 31. Dezember 2009 den Dienst in dieser Form ein. Im Jahre 2003 übernahm Dr. Michael Maier &lt;a href=&quot;http://www.manager-magazin.de/koepfe/artikel/0,2828,241970,00.html&quot;&gt;zusammen mit Ralf Dieter Brunowsky&lt;/a&gt; das Portal. Maier, der damals bereits verantwortlicher Chefredakteur war, brachte die &quot;Netzeitung&quot; schnell auf Erfolgskurs. Unter seiner Leitung entwickelte sich die Online-Plattform zu einem anerkannten und erfolgreichen Nachrichtenportal. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Tätigkeiten als Chefredakteur der Zeitung &quot;&lt;a href=&quot;http://diepresse.com/&quot;&gt;Die Presse&lt;/a&gt;&quot; (Wien), der &lt;a href=&quot;http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/&quot;&gt;Berliner Zeitung&lt;/a&gt; (Berlin) sowie des Nachrichtenmagazins &lt;a href=&quot;http://www.stern.de&quot;&gt;STERN&lt;/a&gt; (Hamburg), engagierte sich Maier  von 2007 bis 2009 als Fellow an der &lt;a href=&quot;http://www.harvard.edu/&quot;&gt;Kennedy School/Harvard University&lt;/a&gt;. Darüber hinaus ist er Gründer der &lt;a href=&quot;http://www.readersedition.de&quot;&gt;READERS EDITION,&lt;/a&gt; der ersten Plattform im Bereich Bürgerjournalismus in Deutschland und befasst sich heute äußerst aktiv mit dem Bereich Social Media. Eine im August 2008 erschienene Publikation &quot;&lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/ersten-Zukunft-Internet-Denken-ver%C3%A4ndern/dp/3866121717/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1257781764&amp;sr=8-1&quot;&gt;Die ersten Tage der Zukunft&lt;/a&gt;. &lt;i&gt;Wie wir mit dem Internet unser Denken verändern und die Welt retten können&lt;/i&gt;&quot; befasst sich mit dem Internet als Revolution, gesellschaftlichen Quantensprung und Echoraum. Nachgefragt: Im Gespräch mit Dr. Michael Maier, Geschäftsführer der &quot;&lt;a href=&quot;http://www.blogformgroup.com/&quot;&gt;Blogform Social Media&lt;/a&gt;&quot;.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Michael Maier, die &quot;Netzeitung&quot;, die im Jahre 2000 gegründet wurde und von 2003 bis 2005 in Ihren Händen lag, geht zum Jahresende vom Netz. Hat Sie diese Meldung überrascht?&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja schon, vor allem tut es mir sehr leid um die Mitarbeiter, die sich wirklich unglaublich reingehängt haben und nun auf der Straße stehen. Und natürlich bedaure ich, dass das einstmals meistzitierte Online-Medium Deutschlands auf der Strecke bleibt. Andererseits: Man kann sogar mit wenigen Menschen ein gutes Produkt machen  mit null Menschen dagegen gar nichts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Das Alleinstellungsmerkmal einer Internetzeitung mit dem Vorteil der Echtzeitnachrichten rund um die Uhr fiel weg, als Printmedien  - nach einer relativ langen Zeit des Zögerns  mit ihren jeweiligen Online-Auftritten nachzogen. Hat es die &quot;Netzeitung&quot; versäumt,  den Lesern eine neue Spezialität  zu präsentieren, um attraktiv zu bleiben? &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ganze Nachrichtengeschäft verändert sich dramatisch. Der Begriff der Öffentlichkeit wird neu definiert. Noch hat niemand eine klare Antwort, wie Medien in einem interaktiven Umfeld aussehen. Und noch weniger hat jemand eine Antwort, wie man damit Geld verdienen kann. Ich glaube aber, dass Journalisten immer gebraucht werden. Denn je mehr Information allgemein verfügbar ist, desto mehr braucht eine Gesellschaft Menschen, die diese Informationen auch verstehen und einordnen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Laut Ankündigung soll die Zukunft der &quot;Netzeitung&quot; darin liegen, sich als automatisiertes Nachrichtenportal zu präsentieren. Auch da wartet die  Konkurrenz, denn solche Portale gibt es schon. Was könnte Werbekunden dazu bringen, dann bei der vollautomatisierten &quot;Netzeitung&quot; zu ankern? &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich kenne dieses Konzept nicht und kann daher dazu auch nichts sagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Halten Sie persönlich das Modell &quot;Vollautomatisiertes Nachrichtenportal&quot; tatsächlich für eine Möglichkeit, Erfolgsgeschichte zu schreiben?&lt;/b&gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gibt es ja schon: Google News, und das ist eine zumindest interessante Geschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Die &quot;Netzeitung&quot; steht nicht allein da mit dem Problem einer adäquaten Vermarktung. Viele Nachrichtenportale mühen sich um Finanzierungsmodelle. Im Gespräch sind derzeit vor allem auch Bezahldienste. Eine gute oder eher eine fixe Idee? Lassen sich damit ausreichend User binden oder schreckt das im Web nicht noch besonders ab?  &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In gewisser Hinsicht ist das Ende der Netzeitung auch ein Menetekel für die Branche: Für beliebige Inhalte zahlen die Leser nicht, und auch die Werbekunden entscheiden sich im Fall von mangelnder Einzigartigkeit für die Reichweite. Erfolgreiche Finanzierungsmodelle wird es nur dort geben, wo die Verlage den Journalismus ins Zentrum ihrer Aktivitäten rücken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Wenn Inhalte so attraktiv sind, dass sie ausreichend User anziehen und damit genügend visits erzielen, wäre das Modell &quot;Bezahldienst&quot; also möglicherweise gar nicht erforderlich? Werbekunden würden bei einer solchen Attraktivität und Nutzerquantität in ausreichender Zahl auf den Zug aufspringen? &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt zwei grundlegende Herausforderungen für jedes Verleger-Modell: Google, die sich 70 Prozent der Werbeerlöse holen; und die Tendenz der Werbetreibenden, sich selbst im Internet zu positionieren und auf den Vermittler zu verzichten. Vor diesem Hintergrund muss man fragen: Was ist attraktiv, und welche Reichweite ist notwendig? Vielleicht werden wir hier einiges ganz neu definieren müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Dann aber sind wir wieder bei einer erstklassigen Redaktionsmannschaft, die dazu völlig unverzichtbar ist?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, das glaube ich auch. Wobei auch der Begriff des &quot;Redakteurs&quot; neu definiert werden muss. Das ist, kulturell gesehen, meiner Meinung nach die schwierigste Aufgabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Die Akquise von Werbekunden wird ebenfalls nicht selten völlig unterschätzt. Mancherorts macht das eine Redaktion quasi nebenher. Abgesehen von einem möglichen Neutraltätsverlust fehlt es an entsprechendem Know-How. Auch darin liegen Ursachen des Scheiterns?&lt;/b&gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Netzeitung haben wir in den guten Zeiten ausreichend Werbung mit einem eigenen Team akquiriert, um auch ordentlichen Journalismus zu machen. Aber in Zeiten von social media wird auch Werbung neu definiert, und da stehen wir erst ganz am Anfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Stichwort social media: Sie persönlich sind ein großer Verfechter von Netzwerken und Netzgemeinschaften. social media setzt auf Dialog und aktive Beteiligung der Nutzer und unterstützt demokratische Prozesse. Langfristig müssen sich Portale im Bereich social media aber ebenfalls rechnen. Sind die Schwierigkeiten der Vermarktung hier ähnlich oder ggf. noch  größer?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin ein großer Anhänger der Partizipation. Auch die klassischen Medien leben von der Mitwirkung der Rezipienten. Als Chefredakteur habe ich auch in den traditionellen Medien die spannendsten Geschichten immer über Leser-Tipps erfahren. Die sozialen Netzwerke werden am Ende selbst entscheiden, inwieweit sie kommerzialisierbar sind. Wikipedia zum Beispiel kann nur ohne Werbung leben. Die community wird darüber bestimmen, wann Informationen &quot;Lebensmittel&quot; sind, also ein so wichtiges Allgemeingut, welches nicht dem unwägbaren Meer der Werbezyklen ausgesetzt werden darf. Ich glaube, wir werden hier auch das Entstehen von neuen non-profits sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Die sogenannten Massenmedien haben hierzulande oftmals noch große Probleme mit dem Phänomen social media und grenzen sich gerne deutlich davon ab. Begründet wird dies mit fraglicher Authentizität und Glaubwürdigkeitsproblemen  obwohl sich durchaus auch etablierteste Verlagen nicht davon freisprechen können, &lt;/b&gt;&lt;a href=&quot;http://www.focus.de/panorama/vermischtes/medienskandale-erst-sensation-dann-skandal-zu-was-journalistische-schlamperei-fuehren-kann_aid_297175.html&quot;&gt;&lt;b&gt;unfehlbar zu sein&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was authentisch ist, bestimmt die Gemeinschaft und nicht der Markt. Es ist doch heute schon so, dass bestimmte Blogger glaubwürdiger sind als manche Medienmarke. Ich glaube, dass die größte Schwierigkeit für alle darin besteht, dass wir uns in einem Prozess befinden. Es gibt keine abgeschlossenen Systeme, in denen wir uns alle auf lange Zeit sicher bewegen. So gesehen sind neun Jahre Lebenszeit für die Netzeitung eigentlich auch eine wirklich bemerkenswerte Leistung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Die Rolle der Medienmacher hat sich ebenso verändert, wie die Rolle der Leser. Journalisten werfen den jeweiligen Beitrag quasi in den Ring der Leserschaft und stoßen damit Userbeteilung und Debatte an. Der Leser lässt nicht mehr denken, er denkt selbst. Bühne frei für Diskussionen. Damit müssen Journalisten allerdings auch mit Kritik rechnen. Viele kommen damit immer noch nicht so gut zurecht. Macht es dies so schwer, Massenmedien und social media adäquat miteinander zu verbinden? &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es geht noch weiter: Ein Leser setzt den Gedanken eines anderen fort, auch das Denken ist ein interaktiver Prozess. Das finde ich den größten Fortschritt des Internet, weil es jede Art von Fehlbarkeit in Sekundenschnelle korrigieren kann. Für manchen Meinungs-Papst ist das natürlich ein schmerzhafter Vorgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Zu einem Ihrer Projekte im Bereich social media zählt die &lt;/b&gt;&lt;a href=&quot;http://www.readersedition.de&quot;&gt;&lt;b&gt;READERS EDITION&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;b&gt;, die schon Jahre besteht. Solche Portale im Bereich Bürgerjournalismus gibt es in den Vereinigten Staaten ganz selbstverständlich in einer Vielzahl. Worin liegen die Gründe, dass Amerikaner den Bürgerjournalismus viel höher schätzen, als es hier der Fall ist? &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Amerika ist &quot;free speech&quot; eines der wichtigsten Güter der Gesellschaft. In Deutschland haben wir ein unvergleichlich breites Netz des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Information wird also von Natur aus als etwas eher Offiziöses gesehen und nicht als die Pflicht des einzelnen. Das ist ein gewaltiger Unterschied, der sich nachhaltig auf die Gestaltung des Mediensystems auswirkt. Readers Edition ist vor diesem Hintergrund ein nachhaltiges Projekt, und ich bin sehr stolz auf die Resonanz und die exzellenten Beiträge unserer Leser, die sich erfrischend vom Mainstream abheben.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Sie haben anlässlich der zurückliegenden Bundestagswahlen ein weiteres Projekt initiiert. Es nennt sich &quot;&lt;/b&gt;&lt;a href=&quot;http://www.buergerinfo09.de/&quot;&gt;&lt;b&gt;BÜRGERINFO09&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&quot; &lt;b&gt;und soll künftig weitergeführt werden. Welche Klientel sprechen Sie damit an und wohin führt der Weg?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben ein ähnliches Projekt schon in den USA umgesetzt, damals zu den Präsidentschaftswahlen, gemeinsam mit fünf amerikanischen Journalistenschulen. Wie damals wollen wir einen Service für die politischen Entscheider liefern und Transparenz schaffen  auch im Sinne der Reflexion einer neuen politischen Realität, in der die Stimmen der einzelnen mehr Gewicht erhält. Wir haben erstmals alle wichtigen Stimmen aus dem Internet zusammengefasst und das Echo war überwältigend. Wohin der Weg führt, kann man noch nicht sagen. Auch hier haben wir es mit einem dynamischen Prozess zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Sie sind heute Geschäftsführer der &quot;&lt;/b&gt;&lt;a href=&quot;http://www.blogformgroup.com/&quot;&gt;&lt;b&gt;BLOGFORMGROUP&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&quot;. &lt;b&gt;Wie kam dieses Kooperationsprojekt zustande und welche Ziele verfolgt das Unternehmen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir versuchen, neue Modelle des Journalismus auszuprobieren. Zugleich sind wir stark im Corporate Publishing tätig, weil auch dort die Expertise gebraucht wird, die wir durch unser Engagement im Internet erworben haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Herzlichen Dank für das Interview und viel Erfolg bei den künftigen Herausforderungen.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interview führte Ursula Pidun&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Verweise:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/6032616/&quot;&gt;&quot;Netzeitung&quot; vom Netz: Bankrotterklärung der ersten deutschen Internet-Tageszeitung&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4080676/&quot;&gt;Montgomery und das Wolkensystem der Netzeitung&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4117113/&quot;&gt;Montgomerys neue Schäfchen im System&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5407199/&quot;&gt;Rupert Murdoch  Der Retter des unabhängigen Qualitätsjournalismus?&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4148441/&quot;&gt;Rupert Murdoch  Citizen Kane in der Ära der Globalisierung&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5371988/&quot;&gt;Die ZEIT und das Jammern über das Sterben der Printmedien&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5151179/&quot;&gt;Bürgerjournalismus als Totengräber der Tageszeitungen?&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/6031495/&quot;&gt;Zukunft der Medien: Zurück zum &quot;Sturmgeschütz der Demokratie&quot;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Weitere Interviews:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5912798/&quot;&gt;Dr. Hermann Otto Solms:&lt;/a&gt; &quot;Die FDP hält Wort, das hat sie oft genug bewiesen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5827307/&quot;&gt;Jens Seipenbusch (Piratenpartei):&lt;/a&gt; &quot;Es geht um Bürgerrechte im digitalen Zeitalter&quot;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5654982/&quot;&gt;Dr. Volker Wissing (FDP): &lt;/a&gt;Die HRE-Enteigung kann auch zum Super-GAU werden&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5519503/&quot;&gt;Dr. Michael Meister (CDU/CSU):&lt;/a&gt; &quot;Nichtstun würde uns am Ende teurer zu stehen kommen&quot;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5476957/&quot;&gt;Volker Beck (Grüne): &lt;/a&gt;&quot;Unser Ziel ist Platz 3 in der Parteienlandschaft&quot;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5475092/&quot;&gt;Dirk Niebel (FDP): &lt;/a&gt;&quot;Wir lehnen eine staatliche Bad Bank ab&quot;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5333358/&quot;&gt;Sir Quett Ketumile Joni Masire:&lt;/a&gt; &quot;The solution could be in dialogue&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans Wall:&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5754067/&quot;&gt;&quot;Wir müssen in diesen schweren Zeiten mehr zusammenrücken&quot;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Anton Wolfgang Graf von Faber-Castell.: &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5703341/&quot;&gt;&quot;Tradition und Fortschritt schließen sich gegenseitig nicht aus&quot; &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Dr. Hermann Bühlbecker: &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5682684/&quot;&gt;&quot;Wir werden auch den Geschmack von Barack Obama treffen&quot;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Wolfgang Grupp: &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5524977/&quot;&gt;Die Verantwortung muss auf allen Ebenen wieder zurückkommen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/httpspreegurketwodaynetstories5975527/&quot;&gt;&quot;Barschel  Die Akte&quot;: Im Gespräch mit SPIEGEL-Redakteur Sebastian Knauer&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teil I: &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5769781/&quot;&gt; Ex-&quot;Stern&quot;-Reporter Gerd Heidemann: Jenseits der Hitler-Tagebücher &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Tel II:&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5769846/&quot;&gt; Ex-&quot;Stern&quot;-Reporter Gerd Heidemann: Kriege werden am Schreibtisch geplant &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Teil III:&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5769916/&quot;&gt; Ex-&quot;Stern&quot;-Reporter Gerd Heidemann: NS-Recherchen führten zu Konsequenzen &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Teil IV: &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5769943/&quot;&gt; Ex-&quot;Stern&quot;-Reporter Gerd Heidemann: &quot;Journalisten sind immer nur so gut wie ihre letzte Geschichte&quot;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5435532/&quot;&gt;Dschungelbuch: &lt;/a&gt;Auf den Spuren der Lobbyisten in Berlin&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5273837/&quot;&gt;Prof. Dr. Hans-Joachim Selenz&lt;/a&gt;, Wirtschaftsethiker&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5358850/&quot;&gt;Dr. Timo Grunden&lt;/a&gt;, Universität Duisburg-Essen&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5285804/&quot;&gt;Andrea Titz&lt;/a&gt;, Staatsanwältin Staatsanwaltschaft München II &lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5293486/&quot;&gt;Prof. Dr. Joachim Bohnert&lt;/a&gt;, Freie Universität Berlin &lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5109482/&quot;&gt;Dieter Mörlein&lt;/a&gt;, Bürgermeister Eppelheim/Baden-Württemberg&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5224620/&quot;&gt;Stephan Braun&lt;/a&gt;, MdL der SPD in Baden-Württemberg, Journalist&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5226503/&quot;&gt;Prof. Dr. Perry Reisewitz&lt;/a&gt;, Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation (München)&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5171765/&quot;&gt;Prof. Dr. Friedrich Thießen&lt;/a&gt;, Technische Universität Chemnitz&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5119548/&quot;&gt;Dr. Werner Hoyer&lt;/a&gt;, Stellvertretender Vorsitzender und außenpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5090643/&quot;&gt;Univ.-Prof. Dr. Markus Heintzen&lt;/a&gt;, Dekan der Freien Universität Berlin&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4736615/&quot;&gt;Dr. Hermann Otto Solms&lt;/a&gt;, FDP, Vizepräsident des Deutschen Bundestages&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4461163/&quot;&gt;Prof. Dr. iur. Christian Pestalozza&lt;/a&gt;, Freie Universität Berlin&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4430340/&quot;&gt;Dr. Heinrich Leonhard Kolb (MdB)&lt;/a&gt;, Abgeordneter der FDP-Bundestagsfraktion&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4372680/&quot;&gt;Prof. Dr. Dr. h.c. Gerhart von Graevenitz&lt;/a&gt;, Rektor der Universität Konstanz&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4768390/&quot;&gt;Stefan Collet&lt;/a&gt;, Vorstandsvorsitzender Studentisches Magazin 360 Grad&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4028582/&quot;&gt;Hans-Christian Ströbele&lt;/a&gt;, Bündnis 90/Die Grünen &lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/3987269/&quot;&gt;Dr. Gregor Gysi&lt;/a&gt;, &quot;Die Linke&quot;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4075795/&quot;&gt;Rainer Brüderle&lt;/a&gt;, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FDP&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4300295/&quot;&gt;Dr. Alexander Freiherr von Paleske&lt;/a&gt;, Jurist und Mediziner, Südafrika&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/3793812/&quot;&gt;Bernhard Docke&lt;/a&gt;, Anwalt von Murat Kurnaz&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4330470/&quot;&gt;Dr. Michael Philipp&lt;/a&gt;, Historiker und Publizist&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.freie-publizistin.de/index.php?o=artikel&amp;fs=13&amp;artikel=330__Interview%20-%20Malte%20Olschewski&quot;&gt;Dr. Malte Olschewski&lt;/a&gt;, Journalist und Publizist in Wien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Foto: Blogform Social Media</description>
    <dc:creator>Spreegurke</dc:creator>
    <dc:subject>Im Gespräch mit:</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Spreegurke</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-10T05:00:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://spreegurke.twoday.net/stories/6032616/">
    <title>&quot;Netzeitung&quot; vom Netz: Bankrotterklärung der ersten deutschen Internet-Tageszeitung</title>
    <link>http://spreegurke.twoday.net/stories/6032616/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;189&quot; alt=&quot;nz11&quot; width=&quot;270&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/nz11.jpg&quot; /&gt;[&lt;b&gt;Ursula Pidun&lt;/b&gt;] Trauer um ein Phänomen: Die erste deutsche Internet-Tageszeitung &quot;&lt;a href=&quot;http://www.netzeitung.de&quot;&gt;Netzeitung&lt;/a&gt;&quot; zeigt sich gescheitert und gibt den ursprünglichen Dienst zum 31. Dezember 2009 auf.  In einer am vergangenen &lt;a href=&quot;http://www.netzeitung.de/medien/1511499.html&quot;&gt;Freitag veröffentlichten Meldung&lt;/a&gt; unter der Rubrik &quot;Über Uns&quot; heißt es: &quot;Aus wirtschaftlichen Gründen wird das bisherige Konzept einer Internetzeitung mit eigener Redaktion zum 31. Dezember 2009 aufgegeben. Aus diesem Grund wird sämtlichen Mitarbeitern in Kürze betriebsbedingt gekündigt werden.&quot; In Kürze bedeutet, dass alle fest angestellten Mitarbeiter sowie weitere Freie bereits zum Jahresende  freigesetzt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;Kaltschnäuzigkeit&quot; und Managementfehler &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
In den Medien wurde die Meldung &lt;a href=&quot;http://news.google.de/news/story?pz=1&amp;cf=all&amp;ned=de&amp;cf=all&amp;ncl=dQDN6HAJUtyOP2M1BA5yZCPuwnG3M&quot;&gt;zur Kenntnis genommen&lt;/a&gt;, von den Großen der Branche allerdings nur vermeldet und bisher nicht oder nur andeutungsweise kommentiert. &quot;Ein Konkurrent weniger..&quot;, mag sich der eine oder andere Verlag gedacht haben, der selbst um das Überleben ringt. Anders zeigen sich Reaktionen in der Bloggerszene. Hier stößt das Sterben der ersten deutschen Internet-Tageszeitung auf aufrichtiges Bedauern. So macht sich Andreas Grieß angesichts der doch etwas &lt;a href=&quot;http://www.netzeitung.de/medien/1511499.html&quot;&gt;kühlen und distanzierten Mitteilung&lt;/a&gt; seine Gedanken und glaubte hinsichtlich der &quot;kaltschnäuzigen&quot; Publikation zunächst  an eine &quot;Aktion von Hackern&quot; oder an einen Aprilscherz. Und er stellt die Frage &quot;&lt;a href=&quot;http://carta.info/17791/netzeitung/&quot;&gt;Print- oder Onlinemedien, wer stirbt zuerst?&lt;/a&gt;&quot; Doch sterben muss niemand, wenn die Inhalte einer Qualität standhalten, die Nachfrage erzeugt. Es ist eben wie in jedem anderen Business auch. Und das mit der Kaltschnäuzigkeit ist so eine Sache. Denn die ist nicht selten Ausdruck von Hilflosigkeit und ein in ungeschickte Worte gekleidetes Versagen des Managements.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ende - kurz vor dem zehnjährigen Jubiläum&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Dabei hatte das Medium &quot;Netzeitung&quot; alle Chancen, ein Erfolgsschlager auch über das erste Jahrzehnt hinaus zu werden. Das einstmals hoffnungsvolle Blatt nahm im Jahre 2000 den Dienst auf, steht also kurz vor dem  zehnjährigen Jubiläum. Gründungsvater war damals &quot;&lt;a href=&quot;http://www.nettavisen.no/&quot;&gt;Nettavisen.no&lt;/a&gt;&quot;, ein norwegischer Vorreiter in Sachen Online-Journalismus. Noch im Gründungsjahr nahm &lt;a href=&quot;http://www.bertelsmann.de/bertelsmann_corp/wms41/bm/index.php?language=1&quot;&gt;Bertelsmann&lt;/a&gt; Besitz von dem vielversprechenden Online-Projekt. Die Akzeptanz des e-Blattes wuchs, allerdings führten Unsicherheiten hinsichtlich der Inhalte und ein ebenso wackliger wie etwas ratloser Umgang mit den neuen Medien zu einem häufigen Wechsel der Besitzer und Geschäftsführer. Eine taffe Strategie, gepaart mit langem Atem und dem unerschütterlichen Glauben an den Erfolg sowie der Bereitschaft, Rückschlägen und Angriffen die Stirn zu bieten, zeigte sich eigentlich nur unter dem damaligen Chefredakteur &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Maier_%28Journalist%29&quot;&gt;Michael Maier&lt;/a&gt;. &lt;a href=&quot;http://www.manager-magazin.de/koepfe/artikel/0,2828,241970,00.html&quot;&gt;Zusammen mit Ralf Dieter Brunowsky&lt;/a&gt; übernahm er im Jahre 2003 die &quot;Netzeitung&quot;, die er &lt;a href=&quot;http://www.manager-magazin.de/geld/artikel/0,2828,93279,00.html&quot;&gt;zuvor schon als verantwortlicher Chefredakteur&lt;/a&gt; leitete und baute sie mit viel Geschick und Know-How auch für vermeintlich randläufige Bereiche der Neuen Meiden zu einem sehr erfolgreichen Nachrichtenportal aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Der nächste bitte...!&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Das langsame Sterben der &quot;Netzeitung&quot; war mit den später folgenden, beträchtlichen Wechselspielchen der Besitzer im Grunde vorprogrammiert. Viele Köche verderben den Brei und &lt;a href=&quot;http://www.dwdl.de/story/8950/grnder_michael_maier_verlsst_die_netzeitung/&quot;&gt;so gelangte&lt;/a&gt; die &quot;Netzeitung&quot; im Jahre 2005&lt;a href=&quot;http://news.magnus.de/business-medien/artikel/orkla-media-kauft-netzeitung-de.html&quot;&gt; in den Besitz des schwedischen  Medienunternehmens &quot;Orkla Media&quot;&lt;/a&gt;, bevor sie im Juli 2007 an die &lt;a href=&quot;http://www.golem.de/0706/52776.html&quot;&gt;BV Deutsche Zeitungsholding GmbH &lt;/a&gt;ging, die auch Eigentümerin des Berliner Verlags ist. Nach &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4117113/&quot;&gt;Turbulenzen der seltsamen Art &lt;/a&gt;in der Abteilung Chefredaktion folgte eine redaktionell im wahren Wortsinn sehr ruhige - wenn nicht zu ruhige - Phase innerhalb eines optisch eher schwachen Onlineauftritts nach kompletter Neugestaltung. Ein deutliches Manko, nachdem das Alleinstellungsmerkmal einer Internetzeitung inzwischen weggefallen war und sich viele weitere Nachrichtenportale etablieren konnten. Schließlich wurde 2009 das Kölner Medienhaus &lt;a href=&quot;http://www.netzeitung.de/medien/1253099.html&quot;&gt;M. DuMont Schauberg neuer Eigentümer&lt;/a&gt; der &quot;Netzeitung&quot;. Das Unternehmen, das schon so einige Wackelkandidaten der Branche aufkaufte, war nun letztes Glied einer langen Wechselkette, konnte aber wohl die einbrechenden Nutzerzahlen auch nicht mehr stoppen. Vorläufige Endstation also für die Zeitung in dieser Form, die jede erdenkliche Chance hatte, die unglaublichen Ressourcen aber selten und nur unzulänglich zu nutzen wusste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Die neuen Medien sehen ziemlich alt aus&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Neben dem viel zu häufigen Wechselspiel der Besitzer boten die Inhalte am Ende auch nicht den Anreiz, der notwendig ist, um kontinuierliche Nachfrage zu generieren. Im Kampf um Userzahlen stand und steht die &quot;Netzeitung&quot; keinesfalls allein auf weiter Flur. Die &quot;Neuen Medien&quot; bestehen inzwischen &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Internet#Geschichte&quot;&gt;seit vielen Jahren&lt;/a&gt;, da scheint es einigermaßen vermessen, überhaupt noch von &quot;neu&quot; zu sprechen. Doch die zurückliegenden, weiten Zeiträume der Fortentwicklung des Webs wurden von den meisten Medienmachern nur schlecht und unzureichend genutzt und allzu viele zeigen sich so ratlos wie eh und je. Erfolgsstrategien - so sie denn überhaupt auftauchen - zeigen sich in Geschäftsmodellen wie etwa einem Ausbau von Ratgebern für jede Lebenslage, umrahmt von zusammengegoogelten Nachrichten. Gelegentlich wird das Ganze untermalt von fast unerträglichen schulmeisterlichen Vorträgen einiger Meinungsmacher, die wie Werbetrommeln politischer Parteien wirken. Von Innovationen, investigativen oder gar kritisch hinterfragenden Beiträgen kaum oder keine Spur. Ein solches Prozedere mag eine gewisse Kostendisziplin widerspiegeln, hat aber mit professionellem Journalismus nichts mehr zu tun. Die Herzen der Leser werden so jedenfalls nicht erobert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Wenn zudem das Herzstück des Verlages verkommt&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Wenn das Herzstück des Verlages - also die Redaktion - nurmehr mit  Content-Managern, News-Aggregatoren, Google-Optimisern und Channel-Managern &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4080676/&quot;&gt;besetzt wird&lt;/a&gt;, während professionelle Journalisten und Redakteure die Klinken der Arbeitsagentur putzen, muss sich niemand über das Sterben der Print- und elektronischen Medien wundern. Wer Jahrzehnte nach Einführung des Internet nicht in der Lage ist, ein zukunftsweisendes und tragfähiges Erfolgskonzept auf die Beine zu stellen, sollte sich aus dem Geschäft zurückziehen und jenen Platz machen, die es verstehen, ihren Job zu machen. Immerhin - die gute Nachricht lautet, dass ein gigantischer Markt nur darauf wartet, endlich im Sturm erobert zu werden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Die Formel für den Misserfolg&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Die Erfolgsformel dafür steht natürlich bei jenen unter Verschluss, die es &quot;drauf haben&quot; und die lassen sich bisher nur vereinzelt blicken. Die Formel für den Misserfolg und Untergang einer Zeitung hingegen hat  &quot;&lt;a href=&quot;http://www.faz.net/s/Rub8A25A66CA9514B9892E0074EDE4E5AFA/Doc~E260277BA65BD49C2A12B071C287C8AFF~ATpl~Ecommon~Scontent.html&quot;&gt;faz.net&lt;/a&gt;&quot; schon im Jahre 2006 für jedermann zugänglich veröffentlicht. Damals bezog sie sich noch explizit auf &lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-64845694.html&quot;&gt;Medienmogul Montgomery&lt;/a&gt;, trifft aber heutzutage auch auf viele andere zu. Demnach müssen Verantwortliche  eine &quot;Zeitung finanziell nur auspressen wie eine Zitrone, der Redaktion den Idealismus austreiben, dem Blatt die Symbole überregionaler Bedeutung rauben - und nach außen unverdrossen die Formel vom &quot;Investieren in Qualität&quot; verkünden.&quot; Dann dauert es garantiert nicht mehr lange, und ein Medium kann verkünden, was die &quot;Netzeitung&quot; zwangsläufig verkünden musste: &quot;In der derzeitigen Form ist die Internetzeitung wirtschaftlich nicht zu betreiben.&quot; Eine auf ihre Weise tragische Bankrotterklärung, die bestenfalls allerdings auch wachrütteln und damit dem Journalismus, der Innovations- , Gestaltungs- und effizienten Managementfähigkeit wieder auf die Sprünge helfen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Verweise:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4080676/&quot;&gt;Montgomery und das Wolkensystem der Netzeitung&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4117113/&quot;&gt;Montgomerys neue Schäfchen im System&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5407199/&quot;&gt;Rupert Murdoch  Der Retter des unabhängigen Qualitätsjournalismus?&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4148441/&quot;&gt;Rupert Murdoch  Citizen Kane in der Ära der Globalisierung&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5371988/&quot;&gt;Die ZEIT und das Jammern über das Sterben der Printmedien&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5151179/&quot;&gt;Bürgerjournalismus als Totengräber der Tageszeitungen?&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/6031495/&quot;&gt;Zukunft der Medien: Zurück zum &quot;Sturmgeschütz der Demokratie&quot;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Foto: Screenshot &quot;&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4080676/&quot;&gt;Netzeitung&lt;/a&gt;&quot;</description>
    <dc:creator>Spreegurke</dc:creator>
    <dc:subject>Unter uns: der Kommentar</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Spreegurke</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-09T13:15:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://spreegurke.twoday.net/stories/6034949/">
    <title>Schweinegrippe  Pandemie oder Finanzspritze für Pharmakonzerne?</title>
    <link>http://spreegurke.twoday.net/stories/6034949/</link>
    <description>&lt;b&gt;K O M M E N T A R&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;141&quot; alt=&quot;sp18&quot; width=&quot;249&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/sp18.gif&quot; /&gt;&lt;b&gt;[Hans-Joachim Selenz&lt;/b&gt;] Die Informationen zur Schweinegrippe werden von Tag zu Tag mysteriöser. Und das nicht nur für uns Laien. Von den derzeit elf angeblichen Grippe-Toten in Deutschland hatten mindestens neun erhebliche bis tödliche Vorerkrankungen. Ist die Impfung gegen Schweinegrippe also so etwas wie eine Versicherung gegen Lawinenschäden an Nord- und Ostsee? Wie gefährlich ist diese Grippe im Vergleich zu anderen Krankheiten? Was sagen Fachleute zum Gefährdungspotential?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu ein interessantes Zitat aus der mexikanischen Tageszeitung &quot;La Jornada&quot;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;cite&gt;Mexikanische Gedanken zur Schweinegrippe - Pandemie der Profitg(e)ier?

&lt;ul&gt;  
&lt;li&gt;Auf der Erde sterben jedes Jahr  2 Mio. Menschen an der Malaria, die ganz einfach durch ein Moskitonetz geschützt werden könnten. Und den Nachrichten ist es keine Zeile wert.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;ul&gt;  
&lt;li&gt;Auf der Erde sterben jedes Jahr zwei Millionen Mädchen und Jungen an Durchfall-Erkrankungen, die mit einer isotonischen Salzlösung im Wert von ca. 25 Cent behandelt werden könnten. Und den Nachrichten ist es keine Zeile wert. Die Masern, Lungenentzündungen und andere, mit relativ preiswerten Impfstoffen heilbare Krankheiten rufen jedes Jahr bei fast &lt;br /&gt;
zehn Millionen  Menschen den Tod hervor. Und den Nachrichten ist es keine Zeile wert.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;ul&gt;  
&lt;li&gt;Aber als vor einigen Jahren die famose &quot;Vogelgrippe&quot; ausbrach, überfluteten uns die globalen Informationssysteme mit Nachrichten. Mengen an Tinte wurden verbraucht und beängstigende Alarmsignale &lt;br /&gt;
ausgegeben. Eine Epidemie, die Gefährlichste von allen! Eine Pandemie!&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;ul&gt;  
&lt;li&gt;Die Rede von der schrecklichen Krankheit der Hühner ging um den Globus. Und trotz alledem, die Vogelgrippe hatte weltweit &quot;nur&quot; 250 Menschen zu beklagen. 250 Menschen in zehn Jahren, das ist ein Mittel von 25 Menschen pro Jahr. Die normale Grippe tötet jährlich weltweit etwa 500.000 Menschen. Eine halbe Million gegen 25.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
Einen Moment mal. Warum wird ein solcher Rummel um die Vogelgrippe veranstaltet? &lt;/cite&gt; (Ende des Zitats)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine mögliche Antwort gab der Chefarzt am Helios-Klinikum Berlin-Buch. Seine Antwort ist nachzulesen im &lt;a &gt;Berliner Tagesspiegel vom 1. November&lt;/a&gt; 2009. Der Artikel ist - Tagesspiegel-like - objektiv, ausgewogen und frei von Verschwörungstheorien: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;cite&gt;&quot;Warum aber mobilisieren dann die WHO und mit ihr mehr als 100 Regierungen für eine teure, globale Massenimpfung? Warum wurde die Verbreitung einer neuen Influenza-Variante, die bisher nicht mal ein Zehntel jener tödlichen Erkrankungen verursacht, die auf das Konto der ganz normalen Wintergrippe gehen, zur gefährlichen &quot;Pandemie&quot; erklärt? Handelt es sich am Ende gar um eine &quot;Inszenierung, mit der die Pharmakonzerne schlichtweg Geld verdienen wollen&quot;, wie Wolf-Dieter Ludwig, Chefarzt im Helios-Klinikum Berlin-Buch und Vorsitzender der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, &lt;br /&gt;
beklagt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[...]Zugleich tue sich ein weiteres Risiko auf, das nicht minder groß sei, warnt auch Wolf-Dieter Ludwig, der Leiter der unabhängigen Arzneimittelkommission: &quot;Wer bei harmlosen Infektionskrankheiten Panik&quot; &lt;br /&gt;
verbreite, verliere &quot;seine Glaubwürdigkeit&quot; und laufe so &quot;Gefahr, dass sinnvolle Empfehlungen im wirklichen Ernstfall nicht mehr beachtet werden&quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders ausgedrückt: Auch ein Fehlalarm kann tödliche Folgen haben.&quot;&lt;/cite&gt;  (Ende des Zitats)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.hans-joachim-selenz.de/lebenslauf/index.html&quot;&gt;Prof. Dr. Ing. Hans-Joachim Selenz&lt;/a&gt; ist Wirtschaftsethiker und &lt;br /&gt;
1. Vorsitzender der Initiative &lt;a href=&quot;http://www.cleanstate.de/&quot;&gt;CLEANSTATE &lt;/a&gt;e.V.&lt;br /&gt;
Für Recht und Gerechtigkeit in Politik, Staat und Wirtschaft
&lt;ul&gt;  
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://wstreaming.zdf.de/zdf/veryhigh/081009_finanzkrise_jbk.asx&quot;&gt;Hans-Joachim Selenz zu Gast bei Johannes B. Kerner&lt;/a&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

Foto: tommyS/&lt;a href=&quot;http://www.pixelio.de/details.php?image_id=415380&amp;mode=search&quot;&gt;Pixelio.de&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Spreegurke</dc:creator>
    <dc:subject>Unter uns: der Kommentar</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Spreegurke</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-08T07:20:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://spreegurke.twoday.net/stories/6030614/">
    <title>Opel: Blitzschlag aus Detroit versetzt Deutschland in Schockstarre</title>
    <link>http://spreegurke.twoday.net/stories/6030614/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;143&quot; alt=&quot;o15&quot; width=&quot;247&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/o15.gif&quot; /&gt;[&lt;b&gt;Ursula Pidun&lt;/b&gt;] Politisch schlugen die Wogen hoch in der zurückliegenden Woche. Lobeshymnen und rauschender Applaus anlässlich &lt;a href=&quot;http://www.abendblatt.de/politik/ausland/article1257206/Angela-Merkels-historischer-Auftritt.html&quot;&gt;der Rede unserer Kanzlerin&lt;/a&gt; vor dem US-amerikanischen Kongress waren noch nicht ganz verklungen, da traf Angela Merkel bereits die Kehrseite der ehrenvollen Medaille. Amerikaner sind eben nicht zimperlich. Schon gar nicht, wenn es um das heilige Business geht. &lt;a href=&quot;http://www.welt.de/wirtschaft/article5082215/Opel-und-GM-die-Chronik-eines-Wirtschaftskrimis.html&quot;&gt;GM verkauft Opel nun doch nicht&lt;/a&gt;, hieß es lapidar. Business as usual. Punkt, Aus, Ende! Detroit hat gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Das Ass im Ärmel der Kanzlerin&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Wie denn das..., wunderte sich der eine oder andere Zeitgenosse, der das Opel-Dilemma längst in trockenen Tüchern sah. Hatte sich unsere Kanzlerin doch höchstpersönlich für den Magna-Deal eingesetzt und noch kurz vor &lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=OWPKNOSduIU&amp;feature=player_embedded&quot;&gt;den Wahlen&lt;/a&gt; stolz ihren persönlichen Anteil am Zustandekommen dieses Geschäfts &lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=O5cu1I8tzcs&amp;feature=related&quot;&gt;selbstlobend herausgehoben&lt;/a&gt;. Merkel als Retterin Tausender Arbeitsplätze. Welch ein Ass im Ärmel und der &lt;a href=&quot;http://www.merkur-online.de/nachrichten/wirtschaft-finanzen/merkel-verteidigt-opel-rettung-keine-wahltaktik-465839.html&quot;&gt;Wahlkampf wurde zum Kinderspiel&lt;/a&gt;. Nun dies! Ein Affront gegen die Kanzlerin, die nahezu zeitgleich in den Geschichtshimmel gelobt wurde, als der GM-Vorstand tagte und die Entscheidung kundgab. Der amerikanische Präsident Barack Obama habe angeblich nichts gewusst vom nahenden Desaster. Wie auch? Er war anderweitig beschäftigt, denn er hatte Merkel noch kurz vor ihrer Rede im Oval Office des Weißen Hauses empfangen und &lt;a href=&quot;http://www.bild.de/BILD/politik/2009/11/04/kanzlerin-angela-merkel-rede/hg/und-vor-der-rede-komplimente-von-obama.html&quot;&gt;mit Komplimenten nur so überhäuft&lt;/a&gt;. Nun ja...!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;GM blitzt Deutschland in Schockstarre&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Etwas dreist und vorlaut aber durchaus punktgenau und treffsicher arbeitete sich  SPIEGEL-Online mit den Worten &quot;&lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,659610,00.html&quot;&gt;Wie sich die Opel-Retter von GM vorführen ließen&lt;/a&gt;&quot; an das Thema heran. Empörung allerorten. Die SÜDDEUTSCHE sprach von einer &quot;&lt;a href=&quot;http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/987/493335/text/&quot;&gt;Klatsche für Merkel&lt;/a&gt;&quot; und FINANCIAL TIMES Deutschland zitierte sogar Vladimir Putin, der sich mit den Worten &quot;&lt;a href=&quot;http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/autoindustrie/:gescheiterter-opel-verkauf-putin-ruegt-hoehnische-amerikaner/50033465.html&quot;&gt;höhnische Amerikaner&lt;/a&gt; &quot; eingemischt haben soll. Nun war sie äußerst &quot;&lt;a href=&quot;http://www.welt.de/die-welt/politik/article5091063/Die-duepierte-Kanzlerin.html&quot;&gt;düpiert, die Kanzlerin&lt;/a&gt;&quot; und Deutschland geriet in Schockstarre. Seit Donnerstag kommt das Land  da aber wieder heraus und wird direkt übermütig. Die &lt;a href=&quot;http://www.focus.de/finanzen/news/opel/opel-die-gewerkschaften-blasen-zum-angriff_aid_451603.html&quot;&gt;Gewerkschaften blasen zum Angriff&lt;/a&gt;, demonstrieren also sozusagen gegen sich selbst und  man höre und staune - sogar Hessens Koch soll &lt;a href=&quot;http://www.focus.de/finanzen/news/opel/opel-die-gewerkschaften-blasen-zum-angriff_aid_451603.html&quot;&gt;zum Arbeiterführer mutiert sein&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Politik, treffsicher und zielgenau&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;
Politiker, allen voran unsere Kanzlerin, forderten unverzüglich Konsequenzen in Gestalt von Sanierungsplänen und vor allem &lt;a href=&quot;http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/232/493578/text/&quot;&gt;einer Rückabwicklung&lt;/a&gt; des großzügigen 1,5- Milliarden-Euro-Kreditrahmens aus Steuergeldern. Der nämlich - so lässt sich &lt;a href=&quot;http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article1179170/Endgueltige-Opel-Rettung-steht-noch-aus.html&quot;&gt;folgerichtig vermuten&lt;/a&gt;  wurde allein aufgrund mündlicher Absprachen hinsichtlich des Magna-Deals bereitgestellt. Verträge? Fehlanzeige! Wen wundert es da noch, wie treffsicher und zielgenau die vollmundigen Äußerungen unserer Politiker von gestern waren. Das  erfahren wir keine 24 Stunden später von den leicht abgekühlten Gemütern. Schadensbegrenzung in Form   &lt;a href=&quot;http://www.focus.de/finanzen/news/geplatzter-magna-deal-koch-gibt-us-regierung-die-schuld-am-opel-drama_aid_451925.html&quot;&gt;eines Schuldigen&lt;/a&gt; musste her. Schnell wurde der alleinige Übeltäter ausgemacht und der heißt GM. Spitzfindig sind sie ja, unsere Volksvertreter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Wie aus Verlierern Retter werden&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Nun folgt, was Kenner der Szene für die wahre Kunst der hohen Politik halten und erklärt, warum sie für viele Bürger wohl auf ewig ein Buch mit sieben Siegeln bleibt. Denn entgegen der noch vor nicht einmal 24 Stunden relativ einhellig formulierten Anti-GM-Stimmung werden nun &lt;a href=&quot;http://www.zeit.de/politik/deutschland/2009-11/opel-verkauf-konsequenz&quot;&gt;Rufe nach umfangreichen Hilfestellungen&lt;/a&gt; für den Konzern laut. Inklusive dem &lt;a href=&quot;http://www.noows.de/schaeuble-hilfe-fur-opel-denkbar-12140&quot;&gt;erneuten Angebot&lt;/a&gt; des bereits benannten Rahmenkredites. Ein wahrer Schildbürgerstreich, denn  so jedenfalls hoffen politisch Verantwortliche -  auf diese Weise werden aus Verlierern am Ende doch noch Retter in der Not. Für Kanzlerin  Merkel sicher keine ganz so unwichtige Komponente. Denn allein &quot;&lt;a href=&quot;http://www.sueddeutsche.de/politik/967/493316/text/&quot;&gt;Auferstanden aus Ruinen&lt;/a&gt;&quot; wird ihr zum Ruhme nicht gereichen. Schließlich glaubt die SÜDDEUTSCHE, Merkel sei &lt;a href=&quot;http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/204/493550/text/&quot;&gt;gedemütigt&lt;/a&gt; und &quot;stehe nun ziemlich gelackmeiert da&quot; und  BILD  titelt völlig uncharmant: &quot;&lt;a href=&quot;http://www.bild.de/BILD/politik/wirtschaft/2009/11/5/opel/wird-nicht-von-general-motors-an-magna-verkauft.html&quot;&gt;Amis haben sogar die Kanzlerin verarscht.&lt;/a&gt;&quot;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Die Rechnung ohne den Wirt gemacht&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Zu befürchten bleibt, dass die Akteure einmal mehr die Rechnung ohne den Wirt machen. Denn das Roulette-Spiel um Opel &lt;a href=&quot;http://www.welt.de/die-welt/politik/article5091047/Fuer-Opel-beginnt-die-Haengepartie-von-vorne.html&quot;&gt;beginnt von vorne&lt;/a&gt; und die Sanierungspläne von GM werden straffer ausfallen, als bisher von Magna geplant. Dem scheidenden Europachef &lt;a href=&quot;http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/265/493610/text/&quot;&gt;Carl-Peter Forster&lt;/a&gt; folgt Nick Reilly als &lt;a href=&quot;http://www.mdr.de/thueringen/6835538.html&quot;&gt;sicheres Zeichen&lt;/a&gt; für eine beinharte Vorgehensweise. General Motors wird natürlich haushoch pokern - hinsichtlich weiterer Forderungen ebenso, wie in Punkto Lohnverzicht. Doch wenn Opel nicht zu einem gigantischen Verlustgeschäft und Fass ohne Boden für Deutschland werden soll, muss endlich &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5549961/&quot;&gt;jenen Stimmen&lt;/a&gt; Gehör verschafft werden, die einstmals Vernunft suggerierten. Zu diesen Stimmen zählte besonders auch der &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5731592/&quot;&gt;damalige Wirtschaftsminister&lt;/a&gt; zu Guttenberg, der eine geordnete Insolvenz favorisierte. Glaubt man einschlägigen Medien, soll sich zu Guttenberg allerdings -  auf Drängen  aus den politischen Reihen? - am 17. Oktober auf ein &lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,659898,00.html&quot;&gt;Spiel mit dem Feuer&lt;/a&gt; eingelassen und sich kräftig die Finger verbrannt haben. Davon abgesehen warnte aber auch der neue Wirtschaftsminister Rainer Brüderle &lt;a href=&quot;http://www.medienhandbuch.de/news/bundeswirtschafsminister-ruegt-vorgehensweise-von-gm-scharf-soziale-marktwirtschaft-lebt-auch-von-fairness-und-vom-umgang-miteinander-31108.html&quot;&gt; anlässlich der damaligen Verhandlungen oft genug &lt;/a&gt;vor einer einseitigen Festlegung auf Magna und zeigte sich hinsichtlich der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens nur wenig hoffnungsfroh. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Brüderles Bewährungsprobe&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Für Brüderle schlägt die Stunde der Bewährung genau jetzt, kurz nach &lt;a href=&quot;http://www.welt.de/wirtschaft/article5068918/Bruederle-endlich-am-Ziel-seiner-Traeume.html&quot;&gt;seinem Amtsantritt&lt;/a&gt;. Inmitten vieler kopfloser Arbeitsplatz-Samariter, die allesamt mit dem Eintrag im Geschichtsbuch und einer traumhaften Karriere in der Zukunft liebäugeln, braucht es jemanden mit klarem Blick, uneitlen Motiven, einem klugen Kopf und Mut zu einem unerschütterlichen NEIN! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Nein!&quot; zu der Annahme, Politiker könnten weiterhin Möchtegern-Unternehmer spielen und &quot;nein!&quot; zu weiteren &lt;a href=&quot;http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/gm-will-milliarden-in-opel-stecken;2452387&quot;&gt;Steuergeldern&lt;/a&gt;, die in das unüberschaubare Projekt gepumpt werden. Eine &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5549961/&quot;&gt;geordnete Insolvenz&lt;/a&gt; unter professioneller Leitung hätte dem Unternehmen und vor allem den zuverlässigen und fleißigen Mitarbeitern mehr genutzt. Sie werden seit über einem Jahr völlig respektlos wie Schachfiguren hin- und hergeschoben. Ein geradezu unanständiges, ja sogar unethisches Verhalten. Unternehmen, die zum Spielball der Politik werden, sind zum Scheitern verurteilt. Das beweisen ausreichend viele Fälle, wie unter anderem auch die unsägliche &lt;a href=&quot;http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/art271,2194240&quot;&gt;Holzmann-Geschichte  &lt;/a&gt;oder das &lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,656672,00.html&quot;&gt;Quelle-Desaster&lt;/a&gt;.  Das steuerspendende Beatmungsgerät muss abgestellt werden. Erst dann besteht Hoffnung, dass der Patient Opel wieder selbständig atmen kann. Zum Nutzen unseres Landes und nur darum geht es. Punkt, Aus, Ende! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;560&quot; height=&quot;340&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/Po-OsJuLf6k&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/Po-OsJuLf6k&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;560&quot; height=&quot;340&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Verweise: &lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5731592/&quot;&gt;Karl-Theodor zu Guttenberg: Von der Notlösung zum Hoffnungsträger&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5549961/&quot;&gt;Opel, zu Guttenberg und die süßen Verlockungen der Wählergunst&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Foto: &lt;a href=&quot;www.pixelio.de&quot;&gt;Pixelio.de&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Spreegurke</dc:creator>
    <dc:subject>Unter uns: der Kommentar</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Spreegurke</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-05T20:50:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://spreegurke.twoday.net/stories/6031495/">
    <title>Zukunft der Medien: Zurück zum &quot;Sturmgeschütz der Demokratie&quot;</title>
    <link>http://spreegurke.twoday.net/stories/6031495/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;159&quot; alt=&quot;nm13&quot; width=&quot;270&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/nm13.jpg&quot; /&gt;[&lt;b&gt;Bernhard Fütterer&lt;/b&gt;] Wie kann oder sollte Journalismus in zehn Jahren aussehen? Noch gibt es fast 200 Redaktions-Mannschaften, die einen eigenen Mantel, also den nicht-lokalen Teil einer Zeitung für ein- oder mehrere Blätter eines regionalen oder überregionalen Verlages in Deutschland produzieren und letztlich mit Gewinn verkaufen müssen. Das Wenigste wird dabei noch selbst recherchiert. Etwa 70 Prozent, manchmal auch 100 Prozent des Zeitungsinhaltes besteht aus Agenturmeldungen, vor allem von der Nachrichtenagentur dpa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Immer das Gleiche - nur anders verpackt&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Hat diese Art von Journalismus überhaupt noch eine Chance? Im Zeitalter des Internets lassen sich Agenturmeldungen kinderleicht und überall abrufen. Während sich Heerscharen von Medienmachern mit der Verwurstung dieser Agenturmeldungen beschäftigen, die dann beinahe zeitgleich in allen einschlägigen Medien als Content präsentiert werden,  tauchen dort kaum noch fundierte Meldungen auf. Ebenso mangelt es an spezifizierten Berichten aus unseren Nachbarländern wie etwa Frankreich und Polen. Und dies in Zeiten einer Europäisierung vieler Politikfelder. Kenner der Länder können nur über die Berichterstattung großer,  überregionaler Zeitungen zu diesen Ländern lachen und angesichts der zahlreichen Fehlinformationen und oberflächlichen Analysen den Kopf schütteln. Doch von nichts kommt eben nichts. Anstatt Dutzende von Redaktionen damit zu beschäftigen, die immer gleichen Agenturmeldungen mit dann nur geringfügigen Abweichungen für die Leser zu verpacken, sollte die Konzentration wesentlich stärker auf die eigene Mantelproduktion gelegt werden. Regionalverlage können kleinere Defizite im Mantel durch eine gründliche regionale und lokale Berichterstattung - der wesentliche Grund, Regionalzeitungen zu lesen - als Alleinstellungsmerkmal ausgleichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ignoranz und Bagatellisierung&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Die Leser sind wesentlich weniger dumm, als so mancher Verlag glaubt. Ewig Widergekäutes und nur mäßig Originelles erkennen sie mit einem Blick. Der Mangel an erstklassigen Berichten und Reportagen zu fehlenden gesellschaftlichen Entwicklungen oder zum bedingungslosen Grundeinkommen wird am Ende zum Problem für den Verlag. Denn ein solcher Mangel an Themen, die den Lesern tatsächlich auf den Nägeln brennen sowie eine deutlich zu beobachtende Zunahme einer Bagatellisierung von sehr ernst zu nehmenden Problemen hat sich in der Bevölkerung schon längst herumgesprochen oder als common sense unbewusst in Form eines &quot;mulmigen&quot; Gefühls festgesetzt. So werden Themen, wie etwa weiter zunehmende und gesellschaftlich nicht erwünschte Einflüsse einer inzwischen völlig &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5435532/&quot;&gt;überdimensionierten Lobby-Klientel&lt;/a&gt; oder die noch immer existente &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5285804/&quot;&gt;Weisungsgebundeheit der Staatsanwälte&lt;/a&gt; von den Medien gar nicht oder nur sehr unzulänglich berührt. Dies sind nur zwei von unzähligen, relevanten Themen, deren Bedeutung in den gemütlichen Redaktionsstuben scheinbar überhaupt noch nicht angekommen sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Können, Grips und Arbeitszeit&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Können, Grips und die Arbeitszeit der Journalisten sollten Verlage in eigenrecherchierte Themen investieren, anstatt das zumeist sehr qualifizierte Personal zu einer Art Agentur-Verwertungsmaschine zu degradieren. Auch die Weiterbildung etablierter Journalisten, für die Blogs und Feed-Reader häufig noch Fremdwörter sind, könnten deutlich stärker in den Fokus der Verlage rücken. Die Leser-Klientel unter 30 Jahren wird kaum mehr von den althergebrachten Zeitungen angesprochen und erreicht. Sobald kleine handliche und faltbare, elektronische Lesegeräte auf dem Markt etabliert sind, könnte es für einige Papierprodukte sehr schwierig werden, im medialen Überlebenskampf zu bestehen. Dazu und für andere elektronische Medienangebote in Text, Ton und Bewegtbild müssen zukünftig wesentlich mehr Journalisten zuarbeiten. Es gibt also einiges zu lernen für Journalisten, die nicht auf der Strecke bleiben wollen und sich ihre Neugier und Kreativität bewahrt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Das &quot;Sturmgeschütz der Demokratie&quot;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Für die Medien als vierte Gewalt mit ihrem Auftrag, das &quot;Sturmgeschütz der Demokratie&quot;(1) zu verkörpern und diese zu schützen und zu bewahren, ist es letztlich nicht relevant, in welcher Form die Nachrichten-Inhalte,  Reportagen und Interviews den Empfänger erreichen. Daher wird es - wie in allen Bereichen - auch im Journalismus auf eine stärkere Arbeitsteilung hinauslaufen. Im Extremfall spezialisieren sich Journalisten auf das Gebiet der Themenfindung. Redaktionell tätige Journalisten wachen über den Gesamtprozess, wenn Recherche-Experten, die entsprechenden  Inhalte in Ton, Bild oder Text in die Endverwertung - also Zeitung, Radio, Fernsehen und Internet verbringen. Diese Prozesse finden nicht mehr zwingend nur im Verlagshaus statt, sondern existieren zunehmend als Netzwerk aus wenigen Festangestellten, festen Freien und den selbständigen Freien. Sie bieten ihre Themen den verschiedenen Produktionsnetzwerken an oder nehmen Bestellungen der Netzwerke entgegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Rendite-Gier und Sparmaßen sind nicht die Zukunft&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Spezialisierung bedeutet hier nicht, dass ein Journalist nur in einem eng abgegrenzten Bereich tätig sein wird. Er kann - je nach Ehrgeiz und Begeisterung für qualifizierte Weiterbildung - in verschiedenen Bereichen aktiv werden, allerdings immer nur bei ausreichend hoher Qualität seiner Arbeitsergebnisse. Den &quot;Hans-Dampf in allen Gassen&quot; wird es aufgrund der technischen Komplexität nicht allzu häufig geben. Für die Gesellschaft ist es entscheidend, dass auch in Zukunft Journalisten den Antrieb zum investigativen Arbeiten in sich tragen und sich nicht von Politikern mit ihrem Stab an Medienprofis im Hintergrund dirigieren und die Themen vorgeben lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Der Glücksfall für die Demokratie&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Rendite-Gier begleitet von radikalen Sparmaßnahmen, die zur bloßen Pseudo-Nachrichtenproduktion zwischen dem Anzeigengeschäft der Verlage führen, gehört sicher nicht die Zukunft. Hier dürfen sich die Medien-Manager an den vielen mittelständischen Familienfirmen orientieren, die Weltmarktführer im jeweiligen Bereich sind. Für alle gilt gleichermaßen: Nur Qualität und Innovation wird langfristig von den Medienkonsumenten akzeptiert und dann auch durch gute Renditen honoriert werden. Phantasielose Rationalisierer unter den Verlagen werden untergehen oder von größeren und vor allem besseren Verlagen geschluckt werden. Und vielleicht ist genau dies dann ein Glücksfall für die Demokratie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1) Rudolf Augstein nannte in den sechziger Jahren sein Magazin einmal das &quot;Sturmgeschütz der Demokratie&quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Verweise:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4080676/&quot;&gt;Montgomery und das Wolkensystem der Netzeitung&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4117113/&quot;&gt;Montgomerys neue Schäfchen im System&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5407199/&quot;&gt;Rupert Murdoch  Der Retter des unabhängigen Qualitätsjournalismus?&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4148441/&quot;&gt;Rupert Murdoch  Citizen Kane in der Ära der Globalisierung&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5371988/&quot;&gt;Die ZEIT und das Jammern über das Sterben der Printmedien&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5151179/&quot;&gt;Bürgerjournalismus als Totengräber der Tageszeitungen?&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Foto: Jeger/&lt;a href=&quot;http://www.pixelio.de/details.php?image_id=364362&amp;mode=search&quot;&gt;Pixelio.de&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Spreegurke</dc:creator>
    <dc:subject>Unter uns: der Kommentar</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Spreegurke</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-05T17:30:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://spreegurke.twoday.net/stories/6025285/">
    <title>Aequatorial Guinea begnadigt Simon Mann und weitere britische Söldner</title>
    <link>http://spreegurke.twoday.net/stories/6025285/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;191&quot; alt=&quot;sm11&quot; width=&quot;260&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/sm11.jpg&quot; /&gt;[&lt;b&gt;Dr. Alexander Frhr. von Paleske&lt;/b&gt;] Der Chefarchitekt des fehlgeschlagenen Putsches in Aequatorial Guinea im Jahre 2004, &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4671712/&quot;&gt;Simon Mann&lt;/a&gt;, sowie weitere Söldner aus Südafrika wurden heute begnadigt und aus der Haft in Malabo entlassen. &lt;a href=&quot;http://www.google.com/hostednews/ap/article/ALeqM5gIcSfvvAKGxwxsvnxJFXiKjZKLowD9BO5E2G0&quot;&gt;Dies verkündete der Generalstaatsanwalt&lt;/a&gt; des ölreichen afrikanischen Landes, Olo Obono, am heutigen Vormittag. Aus humanitären Gründen habe sich die Regierung des westafrikanischen Landes zu einer vollständigen Amnesie entschlossen, hieß es in einem Dekret. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Simon Mann und Nick du Toit wurden im Juli 2008 wegen des Putschversuchs zu mehr als 34 Jahren Haft verurteilt. Erst im vergangenen Februar wurde Mann von Simbabwe an Äquatorialguinea ausgeliefert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Putsch war auch der Deutsche Gerhard Eugen Merz sowie eine Offenbacher Luftfrachtfirma verwickelt, &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4671712/&quot;&gt;wir berichteten mehrfach darüber&lt;/a&gt;. Merz starb am 17. März 2004 im berüchtigten Black Beach Gefängnis von Malabo, vermutlich als Folge dort erlittener Folter. Ebenfalls in den Putschversuch verwickelt war Sir Mark Thatcher, der missratene Sohn der ehemaligen britischen Premierministerin Margaret Thatcher. Bereits im Jahre 2005 wurde er in Südafrika zu einer Freiheitsstrafe auf Bewährung und einer saftigen Geldstrafe verurteilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Staatsanwaltschaft Darmstadt und ihr folgend die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt stellten sämtliche Ermittlungen gegen die Verantwortlichen der Luftfrachtfirma in Offenbach ein -  trotz erdrückender Beweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verweise:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4671712/&quot;&gt;Wonga Coup und der Prozess in Malabo&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4666802/&quot;&gt;Britischer Chefsöldner Simon Mann ausgeliefert&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/4218725/&quot;&gt;Giftgas und Milliardenbetrug&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Weitere &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/search?q=Paleske&quot;&gt;Artikel&lt;/a&gt; von Dr. Alexander Freiherr von Paleske&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Foto: Podknox/&lt;a href=&quot;http://www.flickr.com/photos/wapster/2245739919/&quot;&gt;Flickr.com&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Spreegurke</dc:creator>
    <dc:subject>Spotlight: Im Blickpunkt</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Spreegurke</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-02T17:30:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://spreegurke.twoday.net/stories/6020428/">
    <title>Margot Honecker: &quot;Lila Hexe&quot; feiert DDR-Unrechtsstaat</title>
    <link>http://spreegurke.twoday.net/stories/6020428/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;176&quot; alt=&quot;113&quot; width=&quot;257&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/113.jpg&quot; /&gt;[&lt;b&gt;Ursula Pidun&lt;/b&gt;] Gruselinszenierung und traurige Publicity für eine Gescheiterte des &lt;a href=&quot;http://www.focus.de/politik/deutschland/politische-strafjustiz-die-ddr-war-ein-unrechtsstaat_aid_383676.html&quot;&gt;DDR-Unrechtsstaates&lt;/a&gt;: Die Witwe des ehemaligen Staatsratsvorsitzenden der DDR, &lt;a href=&quot;http://www.hdg.de/lemo/html/biografien/HoneckerErich/index.html&quot;&gt;Erich Honecker&lt;/a&gt;, feiert kräftig und lässt alle Welt via Internet daran teilhaben. Der Grund für das Jubelfest liegt nicht etwa im erwiesenen Scheitern der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik. Die Runde stößt lieber auf den &lt;a href=&quot;http://www.hdg.de/lemo/html/Nachkriegsjahre/EntstehungZweierDeutscherStaaten/gruendungDerDDR.html&quot;&gt;Gründungstag&lt;/a&gt; an und der liegt nun genau 60 Jahre zurück. In illustrer Gesellschaft und unter kräftigem Applaus der vermeintlich Verbündeten  allesamt deutsche und chilenische Freunde -  schwadroniert Margot Honecker innerhalb einer längeren Rede von der &lt;a href=&quot;http://www.cdu-schoemberg.de/lokal_1_1_30_Es-ging-um-Leben-und-Tod,-nicht-nur-um-die-Bananen!.html&quot;&gt;damaligen Glückseligkeit&lt;/a&gt; und lässt die Ex-DDR kräftig hochleben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feierlich umrahmt wird das Szenario von Kampfliedern aus alten Tagen im Unrechtssystem. Abstrus und makaber wirkt es, wenn Margot Honecker zur Lobeshymne schwingt. Mit verklärten Blick spricht die nun bereits 82-Jährige, die ihren Lebensabend bei der Familie ihrer Tochter Sonja Yánez Betancourt (geb. Honecker) in Santiago de Chile verbringt, von der Vergangenheit. Die Wiedervereinigung wertet sie als &quot;Verrat&quot; und &lt;a href=&quot;http://www.tagesspiegel.de/magazin/wissen/geschichte/art15504,2339037&quot;&gt;verschluckt tunlichst &lt;/a&gt;Unrecht, Inhaftierungen und Ermordungen politisch Andersdenkender, Folter und Zwangsadoptionen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;206&quot; alt=&quot;321&quot; width=&quot;240&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/321.jpg&quot; /&gt;&lt;b&gt;Die tiefen Spuren verblassen nicht &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Gespenstisch schwadroniert sie weiter: &quot;40 Jahre immerhin waren wir da. Diese 40 Jahre haben Spuren hinterlassen&quot;. An diesem Punkt müssen wir tatsächlich zustimmen und sogar Recht geben. Denn die Spuren ließen sich nicht nur anhand der &lt;a href=&quot;http://www.focus.de/politik/deutschland/standpunkt-bonner-wirtschaftspolitik-nach-weimarer-muster_aid_144968.html&quot;&gt;verrotteten&lt;/a&gt; DDR nachweisen, deren Bilanz nur noch den völlig &lt;a href=&quot;http://upr.database-lab.de/veranstalt/ss97/wipol/projekt/pro31.htm&quot;&gt;abgewirtschafteten&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://www.staatsverschuldung.de/ddr.htm&quot;&gt;hoch verschuldeten&lt;/a&gt; Staat und unzählige Opfer widerspiegeln konnte. Besonders die massiven Menschenrechtsverletzungen und kaltblütigen Morde an unschuldigen Bürgern sorgen dafür, dass die Spuren nie verwischt und die tiefen Verletzungen keinesfalls vergessen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Die &quot;lila Hexe&quot;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;189&quot; alt=&quot;42&quot; width=&quot;240&quot; align=&quot;right&quot; class=&quot;right&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/42.jpg&quot; /&gt;Margot Honecker, die aufgrund einer bunt gefärbten Haarsträhne&lt;br /&gt;
auch &quot;lila Hexe&quot; &lt;a href=&quot;http://www.focus.de/politik/deutschland/zeitgeschichte-die-noten-der-lila-hexe_aid_197704.html&quot;&gt;genannt wurde&lt;/a&gt;, war im Unrechtsstaat zunächst als Stenotypistin tätig. Dank Ehemann Erich Honecker, dem Staatsratsvorsitzenden und Übervater der ehemaligen DDR, brachte sie es ziemlich weit im Land der deutlich begrenzten Möglichkeiten. Denn Erich wuppte Madame mit einem Federstreich auf den Sessel der Volksbildungsministerin der DDR, wo sie fortan ihr Unwesen trieb. Dass sie davon hinlänglich Gebrauch machte, ist allseits bekannt. Lange sah sie sich auch mit erheblichen Vorwürfen konfrontiert, sie habe maßgeblich an Anordnungen bei&lt;a href=&quot;http://www.vaeter-aktuell.de/politik/politik-1949-1989-DDR/1971-1989-Zwangsadoption-DDR.htm&quot;&gt; Zwangsadoptionen&lt;/a&gt; von&lt;br /&gt;
Kindern mitgewirkt, deren Eltern zu den politisch Unliebsamen und Abtrünnigen zählten. Nach der Wende kam es deshalb auch zu einer Reihe von Strafanträgen im Zusammenhang mit diesen Vorwürfen. Direkte Anweisungen an die Jugendhilfen konnten allerdings &lt;a href=&quot;http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1994/0309/berlinrundschau/0046/index.html&quot;&gt;nicht eindeutig nachgewiesen werden&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;203&quot; alt=&quot;52&quot; width=&quot;240&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/52.jpg&quot; /&gt;&lt;b&gt;Bühne frei für eine Akteurin im Unrechtsstaat&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Nun also nutzt die &quot;lila Hexe&quot; das Internet, um Publicity für ihre kruden Nachwehen zu schaffen und gibt sich doch nur der Lächerlichkeit preis. Zwischen DDR-Fahne mit Hammer, Zirkel und Ährenkranz, heimischem Wein und erfrischendem Bier redet sie über Deutschlands Feldzug gegen die seit langem nicht mehr existente sozialistische DDR und erklärt sie für unsterblich. Obwohl längst mausetot, glaubt sie fest daran, die DDR sei nicht totzukriegen und überhaupt würden sich immer mehr Leute darauf besinnen, was sie an der DDR gehabt haben. &lt;br /&gt;
Sprach&apos;s und streicht sich die inzwischen schlohweiß gewordene lila Strähne aus dem Gesicht. Noch ein Prösterchen und ein Kampflied des Proletariats  fertig ist die grufti-haft anmutende Inszenierung aus einer anderen, längst vergangenen und glücklicherweise restlos gescheiterten Welt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Fragwürdige Publicity für eine Akteurin des DDR-Unrechtsstaates:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;560&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/GloRTnlXWlc&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/GloRTnlXWlc&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;560&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/search?q=Ursula+Pidun&quot;&gt;Weitere Publikationen&lt;/a&gt; von Ursula Pidun&lt;br /&gt;
Fotos: &lt;br /&gt;
(1) Screenshot &lt;a href=&quot;http://www.youtube.com&quot;&gt;YouTube-Video&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
(2) Michael Werner Nickel, &lt;a href=&quot;http://www.pixelio.de/details.php?image_id=421821&amp;mode=search&quot;&gt;Pixelio.de&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
(3) Berthold Kamps &lt;a href=&quot;http://www.pixelio.de/details.php?image_id=417573&amp;mode=search&quot;&gt;Pixelio.de&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
(4) Jurec, &lt;a href=&quot;http://www.pixelio.de/details.php?image_id=379489&amp;mode=search&quot;&gt;Pixelio.de&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
(5) marctwo, &lt;a href=&quot;http://www.pixelio.de/details.php?image_id=340061&amp;mode=search&quot;&gt;Picelio.de&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Spreegurke</dc:creator>
    <dc:subject>Unter uns: der Kommentar</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Spreegurke</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-02T11:00:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://spreegurke.twoday.net/stories/5875150/">
    <title>Enthüllungsjournalist Ton Biesemaat: Kritisches über das Königshaus wird totgeschwiegen...</title>
    <link>http://spreegurke.twoday.net/stories/5875150/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;Ton Biesemaat&quot; height=&quot;236&quot; alt=&quot;Ton Biesemaat&quot; width=&quot;220&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/tb2.jpg&quot; /&gt;[&lt;b&gt;Ursula Pidun&lt;/b&gt;] Als investigativer Journalist ist Ton Biesemaat in den Niederlanden bekannt und gefürchtet. Doch mit brisanten Enthüllungen zur umstrittenen Vergangenheit des im Jahre 2004 verstorbenen Prinz Bernhard hat er sich nicht nur Freunde gemacht. &lt;a href=&quot;http://www.tonbiesemaat.nl/content/artikelen.html&quot;&gt;Der Journalist und Enthüllungsreporter&lt;/a&gt;, der in Den Haag lebt, arbeitete auch an Radio-, Fernseh- und BBC-Dokumentationen mit. Bekanntheit erlangte Biesemaat zudem als Autor von Sachbüchern. So erschien unter anderem die Publikation &quot;Bernhardgate&quot;, die in den Niederlanden für viel Wirbel sorgte. Derzeit arbeitet Biesemaat an einer weiteren Veröffentlichung, die sich mit Mord, Anschlägen und Verschwörungen im politischen Umfeld der Niederlande in den Jahren 1944 bis heute befasst. Wir haben nachgefragt. Im Gespräch mit Ton Biesemaat, niederländischer Journalist, Autor und Enthüllungsreporter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ton Biesemaat, Sie sind als Enthüllungsjournalist und Sachbuchautor in Holland sehr bekannt, respektiert und durchaus auch gefürchtet. Damit auch wir in Deutschland mehr von ihnen erfahren: Erzählen Sie uns ein wenig von Ihrem Werdegang, beruflichen Stationen und Publikationen.&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;
Mit meiner Tätigkeit als Journalist habe ich 1995 begonnen. Ich bin ein passionierter Bergsteiger und war damals Redakteur einer Zeitschrift im Bereich Outdoor. Damals schrieb ich über abenteuerliche Sachen wie Expeditionen, ferne Länder und vieles mehr. Doch allein nur für diesen Bereich zu schreiben, das wurde mir dann doch zu eng und bald schrieb ich auch als freiberuflicher Journalist über populärwissenschaftliche und historische Sachen für holländische und belgische Zeitschriften. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;In den Niederlanden sind Sie auch als Autor von Radio- und Fernsehdokumentationen bekannt.&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;
Ja, denn damals habe ich auch damit begonnen, an Radio- und Fernsehdokumentationen mitzuarbeiten. Zum Beispiel an einer sechsteiligen Radiodokumentation über die Geschichte des holländischen Walfangs vom 16. Jahrhundert bis ungefähr zum Jahre 1960. Außerdem habe ich an zwei BBC-Radio-Dokumentationen mitgearbeitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Zeitchriften-Cover OPMAAT. Die Zeitschrift setzt sich für Soldaten ein. &quot; height=&quot;249&quot; alt=&quot;Zeitchriften-Cover OPMAAT. Die Zeitschrift setzt sich für Soldaten ein. &quot; width=&quot;180&quot; align=&quot;right&quot; class=&quot;right&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/opmaat.jpg&quot; /&gt;In der Zeit habe ich auch für eine Zeitschrift gearbeitet, die sich damit beschäftigt, Interessen ehemaliger holländischer Soldaten mit Kriegserfahrung zu vertreten. Dort schrieb ich über Soldaten aus den Zweiten Weltkrieg, den holländischen Kolonial-Krieg von 1945-1949 in Indonesien und dem Krieg Anfang den 1960er Jahre in Neu Guinea. Und ich schrieb über den Einsatz der Vereinten Nation im Libanon und in Jugoslawien. Ebenfalls zu der Zeit habe ich für die damals größte holländische Internet-Webseite gearbeitet und lieferte für dieses Medium Content über populärwissenschafftliche Themen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Wie kam es dazu, sich speziell mit investigativem Journalismus zu beschäftigen? &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Nach den Terroranschlägen von 09/11 zielte mein Interesse besonders auf die Geheimdienste und jenen Kräften der Schattenseiten unser Welt, die einfache Bürger überhaupt nicht kennen. Diese gesamte Thematik beschäftigte mich sehr. Und Ende 2001 bekam ich den Tipp, mich einmal näher mit Recherchen zu der sehr reichen und einflussreichen Familie Heerema zu befassen. Diese Familie hat sehr viele internationale Betriebe in der Offshore/Öl- und Gasökonomie. Der Gründer der Familienbetriebe war einer holländischer SS-Offizier im Zweiten Weltkrieg. Durch meine intensiven Recherchen in diesem Fall stieß ich auch  quasi im Sinne eines thematischen Seitensprungs  auf einen anderen und ziemlich bekannten Namen. Es war Prinz Bernhard der Niederlande. Das war gleichzeitig der Beginn einer immens intensiven Recherche hinsichtlich der Vergangenheit unser ehemaligen Kronprinzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Der &quot;Fall&quot; Prinz Bernhard der Niederlande ist sozusagen Ihr spektakulärster Fall? Also jener, der Sie am meisten beschäftigt und umtreibt? &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;310&quot; alt=&quot;26&quot; width=&quot;200&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/26.jpg&quot; /&gt;Ja, absolut! Und noch immer stecke ich tief in Recherchen hinsichtlich seiner Vergangenheit und habe dabei natürlich auch nicht die Heerema-Geschichte vergessen. Gerade habe ich ein Buch über Prinz Bernhard veröffentlicht. Es trägt den Titel &apos;Bernhardgate&apos; und  - wie im Watergate-Skandal -  beschreibt es geheimdienstliche Tätigkeiten von Prinz Bernhard für die deutsche Abwehr, also für den damaligen militärischen Geheimdienst des Dritten Reiches. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor diesem Buch gab es aber auch schon andere Publikationen. Eines handelt von Kriegserfahrungen meines Vaters während den Zweiten Weltkrieg auf einer Holländischer U-Boot gegen das Dritte Reich, Italien und Japan. Ein anderes beschreibt meiner Erfahrungen mit Bergsteigen und Polarexpeditionen und ist auch angereichert mit populärwissenschaftlichen Themen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Augenblicklich arbeite ich an einen weiteren Buch. Es geht um  Mord, Anschläge und Verschwörungen mit politischem Hintergrund in den Niederlanden von 1944 bis heute. Und wieder ein anderes Buch, das derzeit ebenfalls in Arbeit ist und in Kooperation mit einem anderen Autor erstellt wird, der sich seit mehr als 30 Jahren mit der inhaltlichen Thematik befasst, geht ungefähr 100 Jahr zurück. Allzuviel darf ich dazu noch nicht verraten, doch was ich darüber sagen kann: Es geht um Mord und rituelle Vergewaltigung im Bereich des holländischen Königshauses  mit starken Beziehungen zum deutschen Kaiserreich im Ersten Weltkrieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Setzen wir zunächst den Fokus auf Ihr Recherchen im &quot;Fall&quot; Prinz Bernhard, die sich mit dem Zweiten Weltkrieg befassen. Welche dahingehenden Recherche-Ergebnisse und Erkenntnisse haben Sie besonders überrascht, erstaunt und verwundert?  &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Zwei Sachen haben mich sehr überrascht. Erstens: Aus Dokumenten lässt sich feststellen, dass Prinz Bernhard als Holländer bis zum Mai 1940, als die deutsche Wehrmacht in den Niederlanden einmarschierte, für die deutsche Abwehr  also den militärischen Geheimdienst der Nationalsozialisten Deutschlands - gearbeitet hat. Bis zu seiner Verlobung mit Prinzessin Juliana  im Sommer 1936 arbeitete Prinz Bernhard für die IG Farben. Präziser gesagt arbeitete er für den Geheimdienst von IG Farben, der sich &quot;NW7&quot; nannte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Michael Graf Soltikow, Journalist, Schriftsteller und ehemaliger Geheimdienst-Beamter&quot; height=&quot;208&quot; alt=&quot;Michael Graf Soltikow, Journalist, Schriftsteller und ehemaliger Geheimdienst-Beamter&quot; width=&quot;196&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/m52.jpg&quot; /&gt;&lt;b&gt;Woher kamen denn diese Informationen?&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;
Die Informationen hinsichtlich der Mitarbeit Prinz Bernhards für den deutschen Geheimdienst  bekam ich aus Dokumenten von einem deutschen Journalisten. Er war auch Schriftsteller und ehemaliger Beamter des Geheimdienstes und hieß Michael Graf Soltikow. Prinz Bernhard hatte damals nach dem Zweiten Weltkrieg in der Anlaufphase für das damals neutrale Holland geheime holländische Verteidigungsinformationen, die vom Generalstab in Den Haag stammten, nach Berlin geschickt. Er tat dies unter dem Codenamen &quot;Observator&quot;. Das ist eindeutig Landesverrat! Dennoch wurde und wird Prinz Bernhard bis heute vom Volk als Held betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.freie-publizistin.de/jh_gross.jpg&quot;&gt;&lt;img title=&quot;Jan Heitink unterschreibt seine Aussagen.&quot; height=&quot;209&quot; alt=&quot;Jan Heitink unterschreibt seine Aussagen.&quot; width=&quot;260&quot; align=&quot;right&quot; class=&quot;right&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/jh_klein.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;b&gt;Konnten Sie - angesichts der Brisanz Ihrer Feststellungen - die Vorwürfe durch weitere Beweise untermauern?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Nach den Entdeckung dieser Soltikow-Dokumente traf ich den schon älteren, stellvertretenden Chefredakteur der größten Tageszeitung in den Niederlanden &apos;De Telegraaf&apos;. Er hieß Jan Heitink und hatte schon in den 1960er Jahren sehr enge und gute Verbindungen zu den französischen und amerikanischen Geheimdiensten. Und er hatte auch beste Kontakte zum holländischen Geheimdienst und zu Beamten des ehemaligen Bundesamtes für Verfassungsschutz. Nach sehr langen Gesprächen erzählte er mir, dass  er auch Agent des französischen Geheimdienstes war. Dies wurde auch durch seine enormen Frankreich-Kenntnisse untermauert. Er bestätigte die Dokumente von Soltikow ebenso, wie später auch der ehemalige Beamte des holländischen Geheimdienstes Frits Hoekstra die Dokumente beglaubigte. (Klick auf Image zeigt Vergrößerung: Jan Heitink unterschreibt seine Aussagen. In diesen Bericht beschreibt er seinen Besuch im Büro des französischen Geheimdienstes und die Entdeckung des Statthalterbriefes. Ferner dokumentiert er in diesem Schreiben sein Gespräch mit Michael Graf Soltikow, dem ehemaligen deutschen Beamten der Abwehr).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.freie-publizistin.de/brief3.jpg&quot;&gt;&lt;img title=&quot;Aussage (Brief) Jan Heitink&quot; height=&quot;213&quot; alt=&quot;Aussage (Brief) Jan Heitink&quot; width=&quot;290&quot; align=&quot;right&quot; class=&quot;right&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/brief3_klein.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Doch Jan Heitink erzählte mir auch, dass Prinz Bernhard am 24. April 1942 zusammen mit Juliana einen Brief an Adolf Hitler geschrieben hat. Und zwar mit dem Angebot, er könne Statthalter von Holland werden, falls sich die Deutschen aus Holland zurückziehen, Holland aber in der deutschen Interessensphäre bliebe. Bernhard wollte eine Art stellvertretenden Diktator namens Adolf Hitler bekommen. Jan Heitink hat diesen Brief im Büro des französischen Geheimdienstes &apos;La Piscine&apos; in Paris gesehen. Er erzählte mir, dass er danach mit französischer Hilfe zur Cote d&apos;Azur flog und sich dort in Begleitung des Geheimdienstes mit Michael Graf Soltikow traf, der damals dort wohnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.freie-publizistin.de/bentivegni_1956.jpg&quot;&gt;&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;185&quot; alt=&quot;bentivegni1&quot; width=&quot;305&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/bentivegni1.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Soltikow hat Heitink die Briefe, die Prinz Bernhard seiner Mutter nach Deutschland schrieb, gezeigt. So schrieb Prinz Bernhard unter anderem im April 1940, dass er sich sehr über den Sieg der deutschen Wehrmacht in Norwegen und Dänemark gefreut habe. Und er schrieb in diesem Brief, dass er angesichts der Siege dreimal den Hitlergruß in in Richtung Prinzessin Juliana und Königin Wilhelmina der Niederlande ausrufen wolle. Aus vielen Vorgängen zeigt sich, dass Prinz Bernhard ein Landesverräter war. Die Aussagen von Jan Heitink habe ich selbstverständlich auch schriftlich erhalten. Er hatte das schon für sich selbst niedergeschrieben, lange bevor wir uns kennenlernten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Mit Ihren Recherchen zur Vergangenheit von Prinz Bernhard haben Sie sich ja bestimmt nicht nur Freunde gemacht. Gab es Schwierigkeiten und wenn ja, welche? &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Würde Prinz Bernhard noch leben, er wäre wütend über meine Veröffentlichungen, die ich beispielsweise über den Kunstschmuggel nach dem Zweiten Weltkrieg machte. Schließlich hatte Prinz Bernhard daran ja einen großen Anteil. In einen nicht öffentlichen Archiv, zu dem ich mir mittels einem geschickten Trick Zugang verschaffte, fand ich Dokumente des holländischen Außenministeriums und enthielt eindeutige Angaben über den Schmuggel eines Bildes des italienischen Mahlers Correggio. Prinz Bernhard hatte dieses Bild, das vermutlich aus der alte Gemäldegalerie von Dresden gestohlen wurde, von seinen Freunden und engsten Mitarbeitern  nach Holland schmuggeln lassen. Seitdem fehlt jegliche Spur von diesem Bild. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Hat sich Prinz Bernhard zu Lebzeiten denn zu Veröffentlichungen von Ihnen geäußert und hat er sich gewehrt?&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;
Unmittelbar nach der Publikation meines Artikels über die Beteiligung Prinz Bernhards an diesem Schmuggel wollte er gegen mich vorgehen. Dies teilte mir mein Verleger mit. Das ist dann allerdings doch nicht passiert. Etwas später konnte ich einen Professor der Universität Amsterdam entlarven. Er hatte in einer Publikation, die er über deutsche Verwandte von Prinz Bernhard schrieb, behauptet, dass sowohl die Mutter als auch der Bruder von Prinz Bernhard angeblich keinerlei Nazi-Sympathien hegten. Doch ich konnte von einem inzwischen ausgeschiedenen Beamten eine Kopie von einem noch unfertigen Manuskript dieses Professors einsehen. Und dort gab es Aufzeichnungen darüber, dass der Universitätsprofessor bei Prinz Bernhard nachfragte, wie und in welcher Form er denn weiterschreiben sollte, um die Verwandten frei von Nazi-Sympathien zu beschreiben. Dies alles übrigens, obwohl ja bekanntermaßen beispielsweise der Bruder von Prinz Bernhard, Prinz Aschwin zur Lippe Biesterfeld, ein NSDAP-Mitglied war. Und Prinz Bernhard selbst war bis zu seiner Verlobung mit Prinzessin Juliana auch NSDAP- und auch SS-Mitglied. Mit diesem Vorfall war das Buch dieses Professors jedenfalls in keinem Fall mehr eine objektive, akademische Arbeit. In einem Artikel in einer holländischen Wochenzeitschrift habe ich über diesen Schwindel berichtet und gleichzeitig viele Fehler aufgezeigt, die in dieser so genannten Publikation des Professors enthalten sind.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Prinz Bernhard in Franco-Uniform&quot; height=&quot;180&quot; alt=&quot;Prinz Bernhard in Franco-Uniform&quot; width=&quot;271&quot; align=&quot;right&quot; class=&quot;right&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/fra1.gif&quot; /&gt;Das Buch erschien übrigens kurz nach den Tod von Prinz Bernhard in Dezember 2004. Königin Beatrix unterbrach damals extra die offizielle Hoftrauer, um das Buch im Empfang zu nehmen. Mein Artikel hat  so nehme ich an - viel Ärger im königlichen Palast verursacht. In der gleichen Zeitschrift veröffentlichte ich später auch noch einen Foto von Prinz Bernhard. &lt;br /&gt;
Es zeigte ihn kurz vor seiner Heirat mit den späteren Königin Juliana in einer spanisch-fazistischen Franco-Uniform. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.freie-publizistin.de/art1.jpg&quot;&gt;&lt;img title=&quot;Artikel 1&quot; height=&quot;139&quot; alt=&quot;Artikel 1&quot; width=&quot;231&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/art1_klein.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;             &lt;a href=&quot;http://www.freie-publizistin.de/art2.jpg&quot;&gt;&lt;img title=&quot;Artikel 2&quot; height=&quot;139&quot; alt=&quot;Artikel 2&quot; width=&quot;237&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/art2_klein.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;                  &lt;a href=&quot;http://www.freie-publizistin.de/art3.jpg&quot;&gt;&lt;img title=&quot;Artikel 3&quot; height=&quot;137&quot; alt=&quot;Artikel 3&quot; width=&quot;118&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/art3_klein1.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
(Klick auf Images zeigt Vergrößerung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Haben sich andere Medien zu Ihren Publikationen über Prinz Bernhard geäußert?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Es ist in den Niederlanden sehr problematisch, in den großen Massenmedien kritisch über das sehr einflussreiche Königshaus zu berichten. Mein Buch &apos;Bernhardgate&apos; mit den vielen Enthüllungen über die &quot;schwarze&quot; Vergangenheit von Prinz Bernhard wurde also zunächst einmal auch totgeschwiegen. &lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Lesen Sie in Teil II:&lt;/b&gt;  &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5877816/&quot;&gt;Prinz Bernhard, Lockheed und andere Skandale &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5877820/&quot;&gt;Kommentierung unter Teil III möglich.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interview führte Ursula Pidun&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Verweise:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Teil I: Enthüllungsjournalist Ton Biesemaat: &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5875150/&quot;&gt;Kritisches über das Königshaus wird totgeschwiegen (1/3)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Teil II: Enthüllungsjournalist Ton Biesemaat: &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5877816/&quot;&gt;Prinz Bernhard, Lockheed und andere Skandale (2/3)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Teil III: Enthüllungsjournalist Ton Biesemaat: &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5877820/&quot;&gt;Es mangelt an Transparenz in Regierung und Politik (3/3)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Fotos:&lt;/b&gt; Archiv Ton Biesemaat; Archiv Gerd Heidemann; Archiv SPREERAUSCHEN.net; Archiv koninklijkhuis.nl/, Fotos zur freien Verwendung, Archiv minaz.nl/, Fotos zur freien Verwendung</description>
    <dc:creator>Spreegurke</dc:creator>
    <dc:subject>Im Gespräch mit:</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Spreegurke</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-28T18:33:00Z</dc:date>
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    <title>Enthüllungsjournalist Ton Biesemaat: Prinz Bernhard, Lockheed und andere Skandale...</title>
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    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;208&quot; alt=&quot;m211&quot; width=&quot;207&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/m211.jpg&quot; /&gt;&lt;b&gt;Nun bezieht sich die vermeintlich &quot;schwarze&quot; Vergangenheit von Prinz Bernhard ja nicht nur auf die Zeiten in und nach dem Zweiten Weltkrieg. Vielmehr soll er sich in den 1970er Jahren auch tief in den sogenannten Lockheed-Skandal verstrickt haben? Dieser Skandal zeichnete sich durch eine Serie von Bestechungen und Zuwendungen des amerikanischen Flugzeugherstellers Lockheed aus und betraf insbesondere die Bundesrepublik Deutschland, Italien, die Niederlande und Japan. &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Prinz Bernhard war nicht nur in den 1970er Jahren in den Lockheed-Skandal verwickelt. Er war ein  wichtiges Bindeglied im internationalen Militärflugzeug-Netzwerk, dem sogenannten militär-industriellen Komplex. Auch vom Herstellern von Kampfjägern, wie etwa Northrop und dem französischen Dassault (Mirage) hat er Geld bekommen. Allerdings wurde dies nie durch die offizielle holländische Untersuchungskommission, die im Fall Lockheed tätig war, untersucht. Es gibt jedoch sehr konkrete Hinweise darauf, dass Prinz Bernhard in solche Korruptionsgeschichten verwickelt war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In meinen Buch &apos;Bernhardgate&apos; bespreche ich einen Brief des britischen Ministry of Defence. Es wurde damals 1967 versucht, Chieftain-Panzer an die Niederlande zu verkaufen. In dem besagten Brief wird von einer einflussreichen Person aus holländischen Regierungskreisen gesprochen, die Einfluss ausüben wollte, den Panzer zu kaufen. Und zwar für 50.000 Britische Pfund. Ein britischer Beamter verfasste in diesem Brief handschriftlich die Frage, ob es Prinz Bernhard war, der seine Dienste anbot! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Fanden sich Hinweise darauf, dass Prinz Bernhard auch in weitere Skandale verwickelt war?&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;
Ja, solche Hinweise wurden gefunden. Denn nicht nur im Bereich de Militärindustrie war der Prinz im Sinne von Korruptionsskandalen verwickelt. Er sorgte auch dafür, dass sein Bruder Prinz Aschwin mittels eines Geheimkontos in der Schweiz gratis fliegen konnte. Und zwar mit der Fluggesellschaft KLM, dort  war Prinz Bernhard als einflussreicher Kommissar tätig. Auch beschäftigte sich der Prinz  mit verschiedenen, äußerst dubiosen Bankgesellschaften. Wie man auf welche Weise auch immer Geld verdienen konnte, daran hatte Prinz Bernhard stets ein reges Interesse. Schauen Sie, seine Aktivitäten auf dem Gebiet Lockheed hätten ja im Jahre 1976 beinahe die Monarchie gestürzt. (Foto: Prinz Bernhards Bruder Prinz Aschwin). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Prinzessin Armgard und Sohn Prinz Bernhard&quot; height=&quot;197&quot; alt=&quot;Prinzessin Armgard und Sohn Prinz Bernhard&quot; width=&quot;290&quot; align=&quot;right&quot; class=&quot;right&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/m113.jpg&quot; /&gt;&lt;b&gt;Haben Sie zu Prinz Bernhards Verwicklungen in der Lockheed-Affäre selber auch Recherchen angestellt und falls das so ist, mit welchen Ergebnissen?&lt;/b&gt;  &lt;br /&gt;
Ich selbst habe nie Recherchen über Lockheed oder Northrop durchgeführt, aber ich habe Akten gefunden zu Dassault und dem Chieftain-Panzer. Eigentlich war die ganze Lockheed- Bestechungskampagne hinsichtlich des Prinzen vergebens weil die Starfighter, die Holland und auch Deutschland kauften, ja von Northrop hergestellt wurden. Allerdings gibt es viele konkrete Hinweise darüber, dass auch Northrop den Prinzen bezahlte. Was in der Sache des Lockheed-Korruptionsskandals äußerst interessant war, ist vor allem auch das, was die offizielle holländische Untersuchungskommission feststellte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;228&quot; alt=&quot;m322&quot; width=&quot;197&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/m322.jpg&quot; /&gt; Demnach kassierte in der Schweiz ein gewisser Alexis Pantchoulidzew eine Million Dollar von Lockheed. Dieser Pantchoulidzew war der Freund und Liebhaber von Bernhards Mutter Prinzessin Armgard zur Lippe Biesterfeld (Foto: Prinzessind Armgard mit Sohn Prinz Bernhard).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pantchoulidzew war in den 1930er Jahren beim deutschen Geheimdienst als Agent rekrutiert. Er hatte vorgeschlagen, dass Prinz Bernhard schon im Jahre 1940 den Posten des Statthalters in den Niederlanden unter deutschem Einfluss bekommen sollte. Der Geheimdienstbeamte Michael Graf Soltikow hat das in seiner Memoiren auch genau so beschrieben. Prinz Bernhard nannte übrigens Pantchoulidzew bis zu dessen Tod seinen &quot;alten, weißen Bruder&quot;.&lt;br /&gt;
(Foto: Alexis Pantchoulidzew, er kassierte kräftig ab).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Hauser unterzieht sich einem Lügendetektor-Test&quot; height=&quot;217&quot; alt=&quot;Hauser unterzieht sich einem Lügendetektor-Test&quot; width=&quot;260&quot; align=&quot;right&quot; class=&quot;right&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/hs2.jpg&quot; /&gt;&lt;b&gt;Hinsichtlich der Lockheed-Sache war ja auch der holländische &quot;Stern&quot;-Korrespondent Eikenaar beschäftigt. Er soll auch über die Lockheed-Recherchen des damaligen &quot;Stern&quot;-Reporters Gerd Heidemann geschrieben haben. Wissen Sie, was er geschrieben hat?&lt;/b&gt;  &lt;br /&gt;
Der &quot;Stern&quot;-Korrespondent für Holland, Albert Eikenaar, hat im vorigen Jahr in einer holländischen Wochenzeitschrift über die gefälschten Hitler- Tagebücher und dem damaligen Ex-&quot;Stern&quot;-Reporter Gerd Heidemann berichtet. In diesem Artikel schrieb er, dass Heidemann viel zu leichtgläubig gewesen sei hinsichtlich der gefälschten Tagebücher. Gleichzeitig behauptete er in seinem Artikel, Heidemann habe schon 1976 mit gefälschten Dokumenten herumhantiert. Und zwar damals in der Lockheed- Affäre. (Fotorechte: Gerd Heidemann)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heidemann hatte damals von dem Lockheed-Vertreter Ernst Hauser Dokumente erhalten. Diese Dokumente hat Heidemann direkt der offiziellen holländischen Untersuchungskommission gegeben. Dann ergab sich, dass diese Dokumente einen Fälschung waren. &quot;Stern&quot;-Korrespondent Eikenaar behaupte in seinem Artikel auch, dass Heidemann angeblich nicht erreichbar war, um eine Stellungnahme zu dieser Behauptung abgeben zu können. Das war natürlich Unsinn,weil Heidemann stets erreichbar war und ist. Damals erschien auch zum gleichen Zeitpunkt, als der Artikel von Eikenaar erschien, ein Interview mit Heidemann in der Frankfurter Rundschau. (Fotorechte Gerd Heidemann)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;float:left; margin-right: 10px;&quot;&gt;&lt;object  &gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.freie-publizistin.de/lockheed.swf&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;335&quot; height=&quot;311&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt; &lt;/div&gt;&lt;b&gt;Haben Sie selbst den Recherche-Bericht von Heidemann auch erhalten, also wurde er Ihnen von Heidemann zur Verfügung gestellt? Und falls ja, was hielten Sie von dem Bericht?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Zunächst einmal habe ich nach Erscheinen des Artikels von Albert Eikenaar Kontakt mit Gerd Heidemann aufgenommen und er war auch sofort und problemlos erreichbar. Ich fragte ihn damals, was er von dem Eikenaar-Artikel hält. Heidemann gab mir dann auch die Dokumente über &lt;br /&gt;
seine Recherchen im Sachen Lockheed. In diesen Dokumenten konnte ich nichts Falsches erkennen hinsichtlich der Untersuchungsmethodik, die Heidemann im Fall Lockheed angewendet hat. Ein Journalist hat ja niemals dieselben Möglichkeiten und finanziellen Mittel, um eine Fälschung zu prüfen. Und schon gar nicht die Möglichkeiten einer offiziellen, holländischen Untersuchungskommission mit all ihren Staatsdiensten. (Fotorechte Gerd Heidemann,  Flashanimation by up/SPREERAUSCHEN.net)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Umschlag eines gefälschten Hitler-Tagebuchs&quot; height=&quot;236&quot; alt=&quot;Umschlag eines gefälschten Hitler-Tagebuchs&quot; width=&quot;170&quot; align=&quot;right&quot; class=&quot;right&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/ht1.jpg&quot; /&gt;Über die gefälschten Hitler-Tagebücher kann ich mich natürlich gar nicht äußern, weil ich davon viel zu wenig weiß. Als der Eikenaar-Artikel erschien, habe ich &lt;br /&gt;
beim Autor nachgefragt, warum er nicht den Namen des potentiellen holländischen Käufers der Hitler-Tagebücher in seinem Artikel genannt hat. Das war nämlich der ehemalige holländische SS-Offizier Pieter Schelte Heerema, der zu jenen Zeiten, als die Tagebuchgeschichte passierte, sehr reich und vermögend war durch seine internationalen Offshore- Unternehmen. Eikenaar antwortete mir, der Chefredakteur der holländischen Wochenzeitschrift habe angeblich diesen Namen aus der Publiaktion heraus gestrichen. Der Artikel von Eikenaar war ganz generell unfair und ein gezielter  Charaktermord gegen Gerd Heidemann. Das hat Heidemann - insbesondere wenn ich mir die Lockheed-Geschichte betrachte - nicht verdient. (Fotorechte Gerd Heidemann)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Kommen wir zurück zu den Vorwürfen hinsichtlich der Vergangenheit von Prinz Bernhard. Haben Sie jemals versucht, mit dem Königshaus Kontakt aufzunehmen, um die Vorwürfe um Prinz Bernhard zu besprechen und um Stellungnahme zu bitten? &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Das ist gar nicht möglich! Unser Staat ist so eingerichtet, dass das  Königshaus quasi unantastbar ist. Allenfalls sind ganz allgemeine Fragen erlaubt, aber nicht allzu kritische Anfragen. Die werden an die offizielle Presseabteilung der Regierung (RVD) gerichtet, die dann stellvertretend für das Königshaus antwortet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Wenn das also weder mit Prinz Bernhard selbst noch später mit Königin Beatrix  möglich war, so vielleicht doch mit der jungen Generation im Königshaus, die vielleicht offener einem Diskurs und Transparenz gegenübersteht? &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Auch die junge Generation, zu der ja auch Kronprinz Willem Alexander zählt, kann niemals etwas zu dem äußern, was ich berichte. Das wäre viel zu gefährlich für das Königshaus, weil es dann kein moralisches Recht mehr zur Macht hätte. Vergessen Sie nicht, dass das Königshaus im holländischen Staatsapparat noch immer über sehr viel politische Macht verfügt. Das ist ganz anders wie zum Beispiel in den skandinavischen Königshäusern mit ihren nur protokollarischen Aufgabenstellungen. Die Oranje-Familie hat derart viel Macht, weil sie über ein Milliardenkapital verfügt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.freie-publizistin.de/brief10.pdf&quot;&gt;&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;121&quot; alt=&quot;brief101&quot; width=&quot;290&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/brief101.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Ich selbst bin übrigens schon einmal von der RVD, also der offiziellen Presse-Abteilung der Regierung, angeschrieben worden (Siehe Foto, klick auf Bild zeigt Vergrößerung: Brief von der RVD über die vermeintliche Homosexualität von Prinz Claus). Das ist schon eine merkwürdige Situation, wenn eine Presse-Abteilung aus eigener Initiative einen einzelnen Journalisten  anschreibt. Ich hatte damals einen alten Artikel von mir wieder auf die Webseite eines befreundeten Journalisten setzen lassen. Die Publikation beschäftigte sich mit einen sehr dubiosen Freund und Advokaten von Königin Beatrix und Prinz Claus, dem verstorbenen Ehemann von Beatrix. Dieser Freund war homosexuell und stand unter dem Verdacht, Jugendliche vergewaltigt zu haben. Auch wurde der Name dieses Freund des Königshauses in einem Bericht einer Untersuchungskommission über einen Drogenhandel genannt. Die Polizei hatte damals große Drogenmengen durch die Grenze passieren lassen, ohne einzugreifen. Prinz Claus und der Freund wurden gesehen und vermutlich auch von amerikanischen Diensten fotografiert in einer homosexuellen Bar in New York.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.freie-publizistin.de/artikel20.pdf&quot;&gt;&lt;img title=&quot;Artikel über eine mögliche Erpressungsgeschichte rund um Prinz Claus.&quot; height=&quot;170&quot; alt=&quot;Artikel über eine mögliche Erpressungsgeschichte rund um Prinz Claus.&quot; width=&quot;290&quot; align=&quot;right&quot; class=&quot;right&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Spreegurke/images/artikel20.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;b&gt;Ist denn etwas dran an der Geschichte eines angeblich nie veröffentlichten Spiegel-Artikels, der sich ebenfalls mit diesem Thema beschäftigt haben soll?  &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
In meiner Publikation berichte ich auch über diesen, von Ihnen angesprochenen Artikel, der ja nie veröffentlicht wurde. Das war zu Beginn der 1980er Jahre. Dabei ging es um eine mögliche Erpressung von Claus von Amsberg in seinen jungen Jahren, als er noch ein deutscher Diplomat in Afrika war und nach Bonn zurückgerufen wurde. Er soll möglicherweise Kontakte zu einem DDR Diplomaten gehabt haben. Schon damals, zu Beginn der 1980er Jahre, verfügten einige holländische Journalisten über Wissen zu homosexuellen Kontakten von Claus. Man munkelte damals auch, dass der Spiegel-Artikel aufgrund des Einflusses des holländischen Staates nicht erschienen sei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedenfalls erhielt ich nach erneuter Veröffentlichung meines alten Artikels, der ja schon einmal in einem Magazin publiziert worden war, ein Schreiben  von der RVD mit einen überaus befremdlichen Inhalt. Man schrieb im Namen der königliche Familie und äußerte, dass mein Artikel nicht stimme und Prinz Claus niemals homosexuell war oder Kontakte in homosexuelle Kreise gepflegt habe. Ich antwortete dann, dass es mich doch überhaupt nicht interessiere, ob Claus homosexuell, heterosexuell oder was auch immer war. Vielmehr lag mein Interesse auf dieser möglichen Erpressung,  möglichen Kontakten zu dem dubiosen Freund der königliche Familie und einer möglichen Verflechtung von Claus in eine Spionage-Affäre und andere politisch brisante Geschichten. Schließlich aber wollte der Beamte der RVD nicht mehr mit mir sprechen! &lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Lesen Sie in Teil III:&lt;/b&gt; &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5877820/&quot;&gt;Es mangelt an Transparenz in Regierung und Politik &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5877820/&quot;&gt;Kommentierung unter Teil III möglich.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interview führte Ursula Pidun &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Verweise: &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Teil I: Enthüllungsjournalist Ton Biesemaat: &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5875150/&quot;&gt;Kritisches über das Königshaus wird totgeschwiegen (1/3)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Teil II: Enthüllungsjournalist Ton Biesemaat: &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5877816/&quot;&gt;Prinz Bernhard, Lockheed und andere Skandale (2/3)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Teil III: Enthüllungsjournalist Ton Biesemaat: &lt;a href=&quot;http://spreegurke.twoday.net/stories/5877820/&quot;&gt;Es mangelt an Transparenz in Regierung und Politik (3/3)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Fotos:&lt;/b&gt; Archiv Ton Biesemaat; Archiv Gerd Heidemann; Archiv SPREERAUSCHEN.net; Archiv koninklijkhuis.nl/, Fotos zur freien Verwendung, Archiv minaz.nl/, Fotos zur freien Verwendung</description>
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    <dc:date>2009-10-28T18:32:00Z</dc:date>
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