Zukunft der Medien: Zurück zum "Sturmgeschütz der Demokratie"
7. November 2009, 18:30
Wie kann oder sollte Journalismus in zehn Jahren aussehen? Noch gibt es fast 200 Redaktionsmannschaften, die einen eigenen Mantel, also den nicht-lokalen Teil einer Zeitung für ein- oder mehrere Blätter eines regionalen oder überregionalen Verlages in Deutschland produzieren und letztlich mit Gewinn verkaufen müssen. Das Wenigste wird dabei noch selbst recherchiert. Etwa 70 Prozent, manchmal auch 100 Prozent des Zeitungsinhaltes besteht aus Agenturmeldungen, vor allem von der Nachrichtenagentur dpa. weiterlesen

























Institut für Staats-


Politisch schlugen die Wogen hoch in der zurückliegenden Woche. Lobeshymnen und rauschender Applaus anlässlich der Rede unserer Kanzlerin vor dem US-amerikanischen Kongress waren noch nicht ganz verklungen, da traf Angela Merkel bereits die Kehrseite der ehrenvollen Medaille. Amerikaner sind eben nicht zimperlich. Schon gar nicht, wenn es um das heilige Business geht.
Der Chefarchitekt des fehlgeschlagenen Putsches in Aequatorial Guinea im Jahre 2004, Simon Mann, sowie weitere Söldner aus Südafrika wurden heute begnadigt und aus der Haft in Malabo entlassen. Dies verkündete der Generalstaatsanwalt des ölreichen afrikanischen Landes am heutigen Vormittag. Aus humanitären Gründen habe sich die Regierung des westafrikanischen Landes zu einer vollständigen Amnesie entschlossen, hieß es in einem Dekret.
Gruselinszenierung und traurige Publicity für eine Gescheiterte des DDR-Unrechtsstaates: Die Witwe des ehemaligen Staatsratsvorsitzenden der DDR, Erich Honecker, feiert das Scheitern der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik mit Freunden und Gesinnungsgenossen ausgiebig im Internet. In illustrer Runde und unter kräftigem Applaus schwadroniert sie innerhalb einer längeren Rede von der damaligen Glückseligkeit und lässt die DDR kräftig hochleben.
Ex-RWE-Chef Dietmar Kuhnt wird Vorsitzender des Aufsichtsrates der Preussag/TUI AG. Er löst damit Ex-Deutsche Bank-Vorstand Jürgen Krumnow ab. Dietmar Kuhnt, Zögling des früheren WestLB-Chefs und Ex-RWE-AR-Vorsitzenden Friedel Neuber, funktioniert bereits seit 1996 als Organ der Preussag/TUI AG und kennt die ungesetzlichen Vorgänge und Abläufe im Detail.
Gestern wurden in Paris im sogenannten
Es ist soweit: Der schwarz-gelbe Koalitionsvertrag ist unter Dach und Fach und auch die Pöstchen wurden schnell und souverän verteilt. Niemand geriet in Vergessenheit, keiner durfte beleidigt sein. Mag der eine oder andere angesichts der Neu- und Umbesetzung des Kabinetts auch skeptisch die Augenbraue hochziehen: Unsere Volksvertreter präsentieren sich als wahre Alleskönner.
Nicht erst seit der Zwei-Klassen-Grippeimpfung fragt sich mancher Bürger, ob er in einer Zwei-Klassen-Gesellschaft lebt. "Sechs Maultaschen reichen für eine Kündigung!" Eine solche Schlagzeile beschreibt den Zustand von Teilen unserer Justiz. Wer in Deutschland eine Bank mit der Pistole ausräumt, landet im Knast. Wer sie indes als Vorstand ausraubt, bleibt in aller Regel unbehelligt.
Sie arbeiten unter härtesten Bedingungen, damit der Traum vom israelischen Luxusappartment Wirklichkeit werden kann: die palästinensischen Arbeiter. Sie werden aus den sogenannten 'Gebieten', dem von Israel besetzten Westjordanland, illegal nach Israel gebracht, wo sie für geringe Löhne unter schwierigen und gefährlichen Bedingungen israelische Häuser bauen. Ein Gespräch mit zwei Palästinensern, die illegal auf einer israelischen Baustelle arbeiten.
Sie nehmen härteste Bedingungen, Schläge und Festnahmen in Kauf: die palästinensischen Arbeiter. Ein Leben in der Illegalität bestimmt ihren Alltag. Und sie träumen von einer besseren Zukunft - für sich und ihre Familien. Ein Einblick in die Lebenswirklichkeit von Hassan und Djibril, zwei Palästinenser, die illegal auf einer israelischen Baustelle arbeiten.
Schlägt man heute eine deutsche Zeitung auf, hat man den Eindruck, das Wirtschaftswunder sei erneut ausgebrochen. Da ist von Produktionssteigerungen zu lesen, dass es nur so raucht. Der Prozent-Nebel trübt indes den Blick auf die Fakten. Dem Bürger qualmt der Schädel angesichts dramatisch steigender Prozentzahlen. Selbst das Brutto-Inlandsprodukt beginnt zu steigen. Um 0,3 Prozent. Was soll man davon halten? Welchen Zahlen kann der Bürger trauen? Was sagen ihm Prozente?
Vom 14. bis 18. Oktober fand in Berlin der "World Health Summit" statt. Eingeladen hatten die Charité Berlin und die Universität Descartes in Paris. Es kamen 600 Delegierte aus mehr als 60 Ländern. "Wir stehen vor enormen medizinischen und strukturellen Herausforderungen", führte Detlev Ganten, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Charité in Berlin gleich zu Beginn aus. Doch das klang angesichts der Realität eher wie Hohn.
28 Staatsanwälte, 53 Beamte des Landeskriminalamtes und 18 Polizisten haben am vergangenen Mittwoch zeitgleich die BayernLB Zentrale in München und die Zentrale der Hypo-Alpe Adria Bank in Klagenfurt durchsucht. Es geht um den Vorwurf der Untreue. Doch es geht durchaus auch um mehr: Konkret um 145 Millionen Euro, die der Finanzinvestor Tilo Berlin im Zusammenhang mit dem Verkauf der Skandalbank an die Bayern LB verdient haben soll.
Der Krieg in Afghanistan hat mittlerweile auf fast alle Provinzen übergegriffen. Die hohe Zahl der Opfer unter der Zivilbevölkerung nach Lufteinsätzen hat dazu beigetragen, die Bevölkerung gegen die internationale Truppe aufzubringen. Aus Anlass der aktuellen Ereignisse hat SPREERAUSCHEN.net nachgefragt. Dr. Alexander Frhr. von Paleske im Gespräch mit dem Botschafter a.D. Dr. Werner Kilian, der zu Beginn seiner diplomatischen Karriere drei Jahre in Afghanistan war.
Der ehemalige Drogenbaron, spätere Umweltverschmutzer und nunmehr Minenmagnat Robert Friedland hat es mit seiner kanadischen Firma Ivanhoe endlich geschafft: Die Regierung der Mongolei plante für heute die Unterzeichnung eines Abkommens mit seiner Firma Ivanhoe über die Ausbeutung der Bodenschätze in Oyu Tolgoi, 60 Kilometer von der chinesischen Grenze entfernt.
Vor wenigen Tagen erschien im B&S Siebenhaar Verlag Berlin eine beeindruckende Dokumentation: "Barschel – Die Akte". Der Herausgeber und derzeitige Spiegel-Redakteur Sebastian Knauer erinnert damit eindringlich an einen der größten politischen Skandale in der Geschichte der Bundesrepublik. Knauer - damals noch für das Nachrichtenmagazin STERN tätig – war jener Reporter, der am 11. Oktober 1987 im Genfer Hotel Beau Rivage den toten Uwe Barschel auffand.
Der Wirtschaftsethiker, ehemalige Vorstand der Preussag AG und heutige Vorsitzende der Initiative Cleanstate e.V., Prof. Dr. Hans-Joachim Selenz, wendet sich mit einem weiteren offenen Brief nun auch an den Bundestagsabgeordneten Otto Fricke (FDP). Dabei geht es um die horrenden Beträge, die im Rahmen einer Bürgschaft für Hapag-Lloyd aktuell bereitgestellt werden sollen.
Im Club der Ausgedienten geht es hoch her. Hier werden nicht nur Anträge über Neuaufnahmen alt gedienter Politiker bearbeitet und illustre Diskussionsrunden geführt. Was die tagesaktuelle Politik nicht zu lösen vermag, landet im Club. Denn dort regieren Kohl, Schröder, Blüm & Co. Wie das Profi-Team auch diesmal wieder ganze Arbeit leistet und auch die Finanz- und Wirtschaftskrise schnellstens in den Griff bekommt und was Jürgen Klinsmann damit zu tun hat - einfach in die 4-minütige Audiodatei reinhören.
Als investigativer Journalist ist Ton Biesemaat in den Niederlanden bekannt und gefürchtet. Doch mit brisanten Enthüllungen zur umstrittenen Vergangenheit des im Jahre 2004 verstorbenen Prinz Bernhard hat er sich nicht nur Freunde gemacht. Neben einer Vielzahl an Publikationen erschien auch das Buch "Bernhardgate", das in den Niederlanden für viel Wirbel sorgte und Prinz Bernhard in den Fokus der Kritik brachte.
Als investigativer Journalist in den Niederlanden hat sich Ton Biesemaat so manchen brisanten Themen gewidmet. Neben Enthüllungen zur umstrittenen Vergangenheit des im Jahre 2004 verstorbenen Prinz Bernhard spricht er im zweiten Teil unseres Interviews über den damaligen Lockheed-Skandal, in den auch die Niederlande verstrickt waren und Prinz Bernhard in den Fokus der öffentlichen Kritik rückte.
Als investigativer Journalist in den Niederlanden befasste sich Ton Biesemaat mit Enthüllungen zur umstrittenen Vergangenheit des im Jahre 2004 verstorbenen Prinz Bernhard. Im dritten Teil unseres Interviews beklagt der Journalist mangelnde Transparenz in Regierung und Politik und fordert mehr direkte Demokratie für die Bürger.
In komplexen Strafverfahren, wenn die Angeklagten jede Schuld abstreiten, kann manchmal die Aussage eines einzigen Zeugen Klarheit schaffen und die Wende bringen. Ein solcher Zeuge ist gestern offenbar im Clearstream-Prozess aufgetreten. Es handelt sich um den französischen General a. D. Philippe Rondot.
Die außergewöhnliche Erfolgsgeschichte des einstigen Mechanikers, der zu einem der bekanntesten Werbe-Giganten Deutschlands aufstieg, begann Ende der 70er Jahre. Was 1977 mit einem mittelbadischen Kleinbetrieb begann, wuchs zu einem Weltunternehmen, das in über 50 Metropolen und Großstädten in sieben Ländern der Welt vertreten ist. Im Gespräch mit Hans Wall, Aufsichtsratsvorsitzender der Wall AG.
Unter den Zweiflern und Kritikern der offiziellen Todesursache der Marilyn Monroe gibt es durchaus glaubwürdige Zeugen. Einer von ihnen ist der damalige, in der Todessache Monroe ermittelnde Staatsanwalt John Miner. Mit über 90 Jahren lebt er - gesundheitlich angeschlagen - in Los Angeles. 2005 besuchte ihn eine deutsche Journalistin: Im Gespräch mit Anna Maria Gadebusch.
Auf FAZ.net erschien unter der Rubrik Aktuell - Feuilleton - Bücher ein Beitrag von Jan-Christoph Hauschild, der sich mit "Nachforschungen" zu dem von einer Vielzahl an Mythen, Legenden und Sagen umwobenen Schriftsteller B. Traven befasst. Bemerkenswert an dieser Publikation sind die Recherchen. Der Autor favorisiert jene des englischen Fernsehjournalisten Will Wyatt und bezeichnet sie als mustergültig. Mit den eigenen Recherchen allerdings nahm er es nicht so genau.
Die Bundestagswahlen haben eine schwarz-gelbe Regierung zur Folge. Zwar gibt es die SPD noch, doch nur noch mit mageren 23 Prozent der Stimmen. Das ist gerade einmal die Hälfte von dem, was die SPD unter Willy Brandt 1972 erzielte. Lang, lang ist’s her. So, wie sich die Partei präsentiert, gleicht sie eher einem Dinosaurier, der in die Kreidezeit gekommen ist.
Deutschland hat ein neues Parlament gewählt. Rund 62,2 Millionen Bürger hatten in etwa 80.000 Wahllokalen die Möglichkeit, ihre Stimme für eine der 27 zur Bundestagswahl angetretenen Parteien abzugeben. Die Wahlbeteiligung erlebte mit rund 70 Prozent einen erneuten Tiefstand. Spannend wurde es auch in Schleswig-Holstein und Brandenburg, denn dort fanden zeitgleich die Landtagswahlen statt.
Lobbyisten zählen in Deutschland inzwischen zum festen Bestandteil der Politik. Im Auftrag und bezahlt von großen Wirtschaftsunternehmen sind sie Ministern stets dicht auf den Fersen und lauern auf ihre großen Chancen. Ihre Macht ist inzwischen gewaltig und ihr Einfluss nicht zu unterschätzen.Und – sie formulieren sogar Gesetze mit. Nachgefragt: Im Gespräch mit Ulrich Müller, Vorstandsmitglied von LobbyControl. 


























