BND-Untersuchungsausschuss - Ermittlungen ohne Konsequenzen?
2. Juli 2009, 19:45
Es war ein trüber Bericht, der am heutigen Tage im Bundestag seinen endgültigen Abschluss fand. Nach einer über dreijährigen Tätigkeit beendete der BND-Untersuchungsausschuss den Versuch, Licht in ein überaus dunkles Kapitel zu bringen. Es ging um eine Beteiligung der rot-grünen Regierung am Irak-Krieg und rechtsstaatliche Aspekte, die möglicherweise ausgeheblt wurden. weiterlesen



























In knapp 90 Tagen wählen die Deutschen einen neuen Bundestag. Während nach außen noch alles ruhig wirkt, werden hinter den politischen Kulissen bereits fleißig Stühle gerückt und Pöstchen verteilt. Viel Zeit und Kraft investieren unsere Parlamentarier kurz vor der Sommerpause in diese "Bäumchen-wechsle Dich-Spielchen". Dabei gäbe es hinsichtlich der Wahlen durchaus Wichtigeres zu tun.
Bernard Madoff, größter Anlagebetrüger der Vereinigten Staaten, verschwindet für immer hinter Gittern. So entschied heute Richter Denny Chin im Federal Court in Downtown Manhattan, New York City und verhängte mit 150 Jahren Haft die höchstmögliche Strafe. Noch im vergangenen Dezember galt Madoff als Geheimtipp unter gewieften Investoren und spielte jahrzehntelang perfekt die Rolle des herausragenden Investmentspezialisten und Börsen-Guru.
Die Welt beinahe im Ausnahmezustand: Der plötzliche Tod des "King of Pop", Michael Jackson, mobilisiert die Massen und sorgt weltweit für Bestürzung. Doch nicht nur im Netz bekunden unzählige Menschen ihre Trauer und scheinen tief betroffen. Auch an Orten seines Wirkens wie etwa dem berühmten New Yorker Apollo Theater in New York versammeln sich zahlreiche Leute. Grund genug für Spreerauschen, die Menschen vor Ort nach ihren ganz persönlichen Eindrücken zu befragen.
Anfang Juni kam eine Nachricht über den Ticker, von der in Deutschland praktisch keine Notiz genommen wurde: Die britische Firma "Heritage- Oil" schließt sich mit der türkischen Firma "Genel Energy International" zusammen. Normalerweise können wir solche Nachrichten getrost dem Wirtschaftsteil anderer Zeitungen überlassen. Doch ein Blick hinter die Kulissen lohnt.
Die "kostbare" Tochter der Verlustbank Bayern LB, die austrische Hypo-Alpe-Adria, macht weiter von sich reden. Diesmal geht es um faule Kredite in Osteuropa. Die austrischen Banken sind mit rund 300 Milliarden Euro an Krediten in Osteuropa engagiert. Bisher sollen etwa 40 Milliarden Euro an faulen Krediten aufgelaufen sein. Die Banken bestreiten jedoch diese Zahl und glätten nach unten.
Kennen Sie jedermann? Vermutlich nicht, denn das wäre bei einer Weltbevölkerung von geschätzten 6,75 Milliarden Menschen auch ein wenig zuviel verlangt. Doch vielleicht kennen Sie den legendären "Jedermann" aus dem gleichnamigen Schauspiel von Hugo von Hofmannsthal. Entstaubt und aufgefrischt feiert der Klassiker am kommenden Samstag Premiere im idyllischen Refugium der gemeinnützigen Prenzlkomm GmbH "HAUS TORNOW am See", etwa 50 Kilometer vor den Toren Berlins.
Wer mit dem Namen Gerd Heidemann einzig die Affäre um die Hitler-Tagebücher und vermeintlich größten Schande im deutschen Journalismus in Verbindung bringt, der irrt. Der 1931 in Hamburg geborene Reporter begann in den 1950er Jahren als freier Fotoreporter und war von 1955 bis 1983 Reporter des Magazins "Stern". Dort machte er sich als brillanter Recherche-Spezialist zu unzähligen brisanten Reportagen eine Namen. Unvergessen bleiben seine Hintergrundberichte zum Fall Guillaume und die akribischen Protokollierungen im Fall Hans-Martin Schleyer. Im Gespräch mit Gerd Heidemann, Journalist, Fotograf und Ex-"Stern"-Reporter.
Gerd Heidemann begann in den 1950er Jahren als freier Fotoreporter und war von 1955 bis 1983 Reporter des Magazins "Stern". Dort machte er sich nicht nur als erstklassiger Recherchespezialiast zu unzähligen brisanten Reportagen einen Namen, sondern auch als Kriegsberichterstatter. Unter anderem berichtete er aus Biafra, Angola, Cabinda, Mozambique und Guinea-Bissao. In Teil II unseres vierteiligen Interviews spricht Gerd Heidemann über den ewigen Kreislauf der Gewalt und erklärt, warum er glaubt, dass Antikriegsgeschichten und Antikriegsfilme eigentlich Pro-Kriegsgeschichten sind.
Gerd Heidemann, der in den 1950er Jahren als freier Fotoreporter begann und von 1955 bis 1983 als Reporter für das Nachrichtenmagazin "Stern" tätig war, befasste sichi auch intensiv mit NS-Recherchen und Reportagen zu Alt-Nazis. Und zwar so intensiv, dass es zu Spekulationen kam. Heidemann habe - so wurde vermutet - insbesondere in Hinblick auf die vielen Treffen mit Alt-Nazis auf der ehemaligen Yacht Hermann Görings ernsthafte Begeisterung für die NS-Vergangenheit entwickelt. In Teil III unseres vierteiligen Interviews berichtet Gerd Heidemann über brisante Recherchen zu Alt-Nazis, die stets zu ernsthaften Konsequenzen führten.
Ex-"Stern"-Reporter Gerd Heidemann, der in den 1950er Jahren als freier Fotoreporter begann und fast drei Jahrzehnte für das Nachrichtenmagzin "Stern" tätig war, fasste nach dem Desaster um die Hitler-Tagebücher bis auf wenige, einzelne Aufträge als Freier Journalist beruflich nie wieder Fuß. Im letzten Teil unseres vierteiligen Interviews erzählt Gerd Heidemann, womit er sich seit dem Medienskandal befasst, welche Pläne er derzeit hegt und was er vom heutigen Journalismus hält.
Edouard Stern, ein französischer Banker, wurde am 28. Februar 2005 tot in seiner Genfer Wohnung aufgefunden. Niedergestreckt von vier Schüssen, gekleidet in Latex. Stern und das Callgirl Cécile B. sollen sich vor den Schüssen sado-masochistischen Sexspielen gewidmet haben. Das 40-jährige Callgirl soll die Tat erst im zweiten Anlauf eingestanden haben. Gestern fand in Genf der erste Prozesstag in diesem Fall statt.
Sie wurden deutlich abgestraft, die beiden einstmals großen Volksparteien. Doch während die Union die Mehrheiten nach der Europawahl unter dem Aspekt einer mageren Wahlbeteiligung von nur 43,55 Prozent rein rechnerisch auf sich vereinen kann, hat es die SPD heftig erwischt. Nun wird eilig nach den Schuldigen gesucht. Die sind schnellstens ausgemacht: Nichtwähler, die unbekannten Wesen, bescheren den Parteien die schlechten Ergebnisse. Weil nicht sein kann, was nicht sein soll, gibt es auch gleich ein Patentrezept.
Wer die Demonstrationen in Teheran heute gesehen hat, der fühlt sich vielleicht unwillkürlich an die letzten Tage des Schahs im Jahre 1979, also vor dreißig Jahren, erinnert. Die Demonstranten wollen nicht aufgeben, vorerst jedenfalls nicht. Doch wer spielt die Rolle, die einst Ayatollah Khomeini im Jahre 1979 gespielt hat? Die Antwort lautet: Ali Akbar Hashemi Rafsandschani, der die Präsidentschaftswahlen vor vier Jahren gegen Mahmoud Ahmadinejad demokratisch und glatt verloren hatte.
Benyamin Netanyahu hat gesprochen. Die in Israel und den USA mit kritischer Spannung erwartete Replik auf die große, visionäre Rede des amerikanischen Präsidenten im Auditorium der Kairoer Universität fand in der Bar Ilan Universität bei Tel Aviv vor ausgewähltem Publikum statt. Doch sie war bestenfalls der Abklatsch einer historischen Ansprache. Trotz oder vielleicht gerade wegen ihrer Schalheit und hohler Phrasen hat sie unterschiedlichste Reaktionen in Israel hervorgebracht.
Das peruanische Parlament hat am vergangenen Mittwoch zwei Gesetze außer Kraft gesetzt, die zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen indianischen Ureinwohnern und Polizei nahe der Stadt Bagua im Amazonas-Gebiet geführt hatten. Mindestens 30 Tote und Hunderte Verletzte sind die vorläufige Bilanz der Proteste. Der Konflikt war am Freitag eskaliert, als die Polizei mit Schnellfeuergewehren und Hubschraubern gegen eine Straßenblockade vorrückte.
Die außergewöhnliche Erfolgsgeschichte des einstigen Mechanikers, der zu einem der bekanntesten Werbe-Giganten Deutschlands aufstieg, begann Ende der 70er Jahre mit einer cleveren und gleichsam ungewöhnlichen Idee. Was 1977 mit einem mittelbadischen Kleinbetrieb begann, wuchs zu einem Weltunternehmen, das in über 50 Metropolen und Großstädten in sieben Ländern der Welt vertreten ist. Im Gespräch mit Hans Wall, Aufsichtsratsvorsitzender der Wall AG.
Die Vorstellung des neuen VW-Polo am 11. Mai auf Sardinien nutzte Porsche-Gesellschafter und VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch zu "einer Hinrichtung für Porsches Management". Eckhard Schimpf, Reporter der Braunschweiger Zeitung, berichtete direkt aus Olbia. An Piëchs Seite: VW-Vorstandschef Winterkorn, Betriebsratschef Osterloh und Staatssekretär Glaeseker als Vertreter von Niedersachsens Ministerpräsident Wulff. Die Runde sei sich so einig, dass "kein Blatt zwischen uns passt", so Piëch.
Mit Zinswetten, den so genannten Spread-Ladder-Swaps, wollten sich Kommunalbetriebe der Stadt Würzburg aus den Miesen befreien. Doch das Gegenteil trat ein. Statt einer Minderung der Kreditlast schleppen die Versorgungsbetriebe jetzt eine weitaus höhere Verschuldung mit sich herum. Und wie in vielen Fällen hat nun die Bank das Lachen. Die Bürger hingegen zahlen einmal mehr die Zeche.
Sie arbeiten unter härtesten Bedingungen, damit der Traum vom israelischen Luxusappartment Wirklichkeit werden kann: die palästinensischen Arbeiter. Sie werden aus den sogenannten 'Gebieten', dem von Israel besetzten Westjordanland, illegal nach Israel gebracht, wo sie für geringe Löhne unter schwierigen und gefährlichen Bedingungen israelische Häuser bauen. Ein Gespräch mit zwei Palästinensern, die illegal auf einer israelischen Baustelle arbeiten.
Sie nehmen härteste Bedingungen, Schläge und Festnahmen in Kauf: die palästinensischen Arbeiter. Ein Leben in der Illegalität bestimmt ihren Alltag. Und sie träumen von einer besseren Zukunft - für sich und ihre Familien. Ein Einblick in die Lebenswirklichkeit von Hassan und Djibril, zwei Palästinenser, die illegal auf einer israelischen Baustelle arbeiten.
Im Club der Ausgedienten geht es hoch her. Hier werden nicht nur Anträge über Neuaufnahmen alt gedienter Politiker bearbeitet und illustre Diskussionsrunden geführt. Was die tagesaktuelle Politik nicht zu lösen vermag, landet im Club. Denn dort regieren Kohl, Schröder, Blüm & Co. Wie das Profi-Team auch diesmal wieder ganze Arbeit leistet und auch die Finanz- und Wirtschaftskrise schnellstens in den Griff bekommt und was Jürgen Klinsmann damit zu tun hat - einfach in die 4-minütige Audiodatei reinhören.
Mit einer beeindruckenden Rede wandte sich Barack Obama heute in Kairo an die rund 1,5 Milliarden Muslime und stimmte auf einen umfassenden Versöhnungskurs ein.
Lobbyisten zählen in Deutschland inzwischen zum festen Bestandteil der Politik. Im Auftrag und bezahlt von großen Wirtschaftsunternehmen sind sie Ministern stets dicht auf den Fersen und lauern auf ihre großen Chancen. Ihre Macht ist inzwischen gewaltig und ihr Einfluss nicht zu unterschätzen.Und – sie formulieren sogar Gesetze mit. Nachgefragt: Im Gespräch mit Ulrich Müller, Vorstandsmitglied von LobbyControl.
New York City, "financial capital of the world", ehemals stolze Bastion des Kapitalismus, steht vor einem Dilemma. Neben acht Prozent Arbeitslosigkeit weist der derzeitige Stadthaushalt von 44 Milliarden Dollar ein Defizit von fast sechs Milliarden auf. Das gigantische Finanzloch vergrößert sich täglich. In dieser Zeit der Ungewissheit muss ein neuer Bürgermeister gewählt werden. 8,2 Millionen verunsicherte New Yorker fragen sich, wer sie aus dieser Misere herausführen wird.
Die Managergagen beherrschen die Schlagzeilen. Landauf landab. Die Vorstandsvergütungen in deutschen Aktiengesellschaften haben abgehoben, schießen raketengleich in den Einkommenshimmel. Seit einiger Zeit sticht bei diesem Gagenfeuerwerk ein Manager ganz besonders hervor - Porsche-Chef Wendelin Wiedeking. Er ist der neue Shooting-Star in der nach oben hin offenen Gagen-Skala. Doch woher kommt das viele Geld? Hat Wiedeking bei Porsche den Dukaten-Esel gefunden?
"Graf isser ja nun nich', dieser Baron aus Bayern", soll Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) Anfang vergangener Woche mit Blick auf unseren Wirtschaftsminister gelästert haben. Der seltsame Unterton lässt zumindest einen Schluss zu: Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) beeindruckt auch die Sozialdemokraten. Zu recht, denn er macht eine gute Figur. Auch und besonders in der aktuellen Opel-Situation. Auch und besonders, weil ihm übel mitgespielt wird. Sogar aus den eigenen Reihen.
































