Gen-Debatte: Gibt es ein Recht auf Dummheit?
2. September 2010, 20:00
Nicht erst seit Thilo Sarrazins verquirlten Thesen zu Deutschlands Dummheits - Unterwanderung steht die Frage im Raum, ob es etwa ein Recht auf Dummheit gibt. Dumm nur, dass sich die Frage nach dem Dummheitsrecht nicht so ganz leicht und vor allem wenig eindeutig beantworten lässt. Das liegt dummerweise nicht an der Dummheit selbst, sondern an deren Interpretation. weiterlesen




























Falls es zwischen 900 und 1000 schon das Land Deutschland gegeben hätte, dann wären die Magyaren wohl die ersten Migranten in Deutschland gewesen: Rund 60 Jahre lang versuchten sie Teile des Ostfrankenreiches unter ihre Kontrolle zu bringen. Wahrhaftige Historiker, wie der Exkanzler Helmut Schmidt, sehen in Otto den Gründer des deutschen Reichs. Dass er so nebenbei auch König von Italien war, stört solche Reichs-Helmuts nur wenig.
An Googles Projekt "Street View" hat sich eine Datenschutzdebatte entzündet. Dies hat eine zum Teil sehr schrille politische Diskussion ausgelöst. Die Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner warf Google "millionenfache Verletzung der Privatsphäre" und Geheimdienstmethoden vor. Damit hat sich die Debatte stark vom sachlichen Kern entfernt. Im Kern geht es nämlich um die Abwägung verschiedener Ansprüche und die Bestimmung ihrer Grenzen.
r New York verlässt und gen Norden in Richtung Albany fährt, nutzt die Autobahn, die hier Interstate I 87 heißt. Weiter geht es über Westchester, Yonkers und Tarrytown. Langsam verschwindet die Silhouette der großen Metropole und nach der Kreuzung der Tappan Zee Bridge mit einem fantastischen Blick auf den mächtigen Hudson geht es an der Militärakademie West Point vorbei. Genau hier beginnt - fast abrupt und ohne Vorwarnung - eine ganz neue Welt.
Hitler war verrückt: Das wussten im Nachhinein die Deutschen ganz genau. Sarrazin ist ein Provokateur: Das glauben viele zu wissen. Anders als Hitler, der nur Anstreicher war, ist Sarrazin ein echter Bundesbank-Vorstand. Immerhin durfte Hitler schon 1932 vor dem "Industrie-Club" in Düsseldorf reden und seine Ziele darlegen. Der Club war damals der einflussreichste Verein Deutschlands.
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Die moderne Form, ausländerfeindliche Parolen in eine vermeintlich akzeptable und integere Form zu biegen, sind Äußerungen wie etwa: "Der sagt endlich die Wahrheit!" Solche Bewertungen klingen zunächst einmal so, als hätten wir es mit einer mutigen Jeanne d’Arc der Neuzeit zu tun, die in jungfräulicher und gänzlich unberührter, vorurteilsfreien und angriffslustigen Manier der Menschheit die trüben Augen öffnet und kurz vor der Heiligsprechung steht.
Thilo Sarrazin, seineszeichen scheinbar überzeugt, ein deutschstämmiger Gutmensch zu sein, wägt sich auf der sicheren Seite. Der Mann, der von seinen Mitbürgern seit 1975 großzügig gesponsert im Öffentlichen Dienst arbeitet, drängt sich bereits seit vielen Jahren auf geradezu penetrante Weise in den Vordergrund, um brandgefährliche Thesen unter das Volk zu mischen. In seiner aktuellen Publikation setzt er noch einen drauf.
Einige sagen: Das Spiel sei neu. Andere sind sich sicher: Es wäre ein ganz altes Spiel. Wie auch immer, vor Beginn müssen Sie sich entscheiden, ob Sie mit Wahlen entscheiden wollen, wem das Land gehört oder würfeln. Nach eingehender Beratung mit dem Wirtschaftsweisen Ihres Vertrauens entscheidet der für Sie. Wem gehört das Land?
Mit der Vertreibung aus dem Paradies fing alles an. Zuvor hatten sich Adam und Eva keine Gedanken um Ihre Rente gemacht. Danach bekamen sie die Höchststrafe: Lebenslänglich. Bis an das Ende ihrer Tage sollten sie nun für ihr Brot ackern. Soweit will die ganz große Koalition von CDUCSUSPDFDPGRÜNE nicht gehen. Jüngst meldete sich das "DIW" Berlin mit der Forderung, das Renteneintrittsalter auf 70 anzuheben. Wer bietet mehr?
Heiner L. (Name von der Redaktion geändert) geht ganz mit der Zeit. Keine Spur von einem propangasbetriebenen 3-86er mit Röhrenmodem. Nein, Heiner hat ein hypermodernes XXL-Gigahertz-Laptop der Extraklasse. Und Heiner hat eine Daten-Verbindung zur ganzen Welt. Damit geht er von morgens bis tief in die Nacht online und regelt damit so ziemlich alles. Doch nun wird Heiner bedroht.
Es gibt Länder auf dieser Welt, in denen steht die Bekämpfung von Bestechung und Untreue nicht auf der Prioritätenliste. Das ist der perfekte Nährboden für Korruption und Klüngel. Kriminelle Strukturen in Politik und Wirtschaft sind die zwangsläufige Folge. Gemeinhin denkt man in diesem Zusammenhang an Bananenrepubliken in Mittelamerika. Doch auch Österreich und Deutschland sidn dagegen nicht gefeit.
Zurücktreten, das hatte einmal etwas von Größe. Ein altgedienter Staatsmann, der das Zepter weitergibt, damit frischer Wind durch das Land weht. Ein erfolgreicher Firmenchef, der an der Spitze seines Erfolges die Geschäfte seinem Sohn überträgt, den er nun für fähiger hält als sich selbst. Zurücktreten, das hat in den letzten Jahren einen ganz anderen Geschmack bekommen.
Nachdem wir im Mai diesen Jahres auf eine Geheime PR-Aktion der CIA in Hinblick auf den Afghanistaneinsatz hingewiesen haben, von der die Öffentlichkeit lediglich durch WikiLeaks in Kenntnis gesetzt wurde, stellt die Plattform erneut brisante Dokumente zur Einsicht zur Verfügung. Diesmal handelt es sich um mehr als 75.000 teilweise geheime US-Dokumente zum Afghanistankrieg.
Diskussionen über vermeintliche "Sozialschmarotzer" dominieren noch immer die Schlagzeilen. Haben Außenminister Guido Westerwelle, Tilo Sarrazin und andere Recht, wenn sie mit Blick auf Hartz IV-Empfänger von römischer Dekadenz und "Sozialschmarotzern" sprechen? Oder wird damit lediglich der Blick auf ganz andere Tatsachen verschleiert? Fünf Fragen an Prof. Dr. Michael Hartmann.
Chicago, die "windige" Stadt, liegt direkt am Lake Michigan und den Great Lakes. Gegründet wurde Chicago im Jahre 1833 und ist mit 2,8 Millionen Einwohnern die drittgrößte Stadt in den USA. Das rapide Wachstum verdankt die moderne Metropole ihrem Umschlagplatz zwischen dem Westen und Osten des Landes.
Die Bürger ahnen nicht einmal, dass deutsche Staatsanwälte an der Leine der Politik hängen. Die Bürger gehen davon aus, dass ein Staatsanwalt jeder Straftat nachgeht. Schlechte Bezahlung der Richter steigert darüber hinaus die Korruptionsanfälligkeit. Ist Deutschland etwa eine Bananenrepublik? Ein Kommentar von Hans-Joachim Selenz.
Nicht selten zeigt sich die Welt der Medien geheimnisvoll, mysteriös und nebulös. Schlimmstenfalls verlieren sich in dieser Welt Fakten, Wesentliches wird bewusst verschwiegen und Brisantes regelrecht unterschlagen. Sie glauben, das kann nicht sein? Im Gespräch mit Stefan Enderle, Dipl.-Ing. Audiovisuelle Medien (FH) und Regisseur des medienkritischen Films "Kann nicht sein, was nicht sein darf!?".
Stefan Enderle hat sich in seiner Diplomarbeit mit heiklen Themen zu den Medien befasst. In Teil II unseres Mediengesprächs mit Enderle geht es um Bezahlsysteme für neue Medien, Authentizität der Journalisten, digitale Flugblätter, Aktivisten und Hobbyarchäologen im Netz. Und auch die hochkarätig besetzte Expertenrunde, die im Filmprojekt zu Wort kommt, ist hier Thema.
Times Square New York: Es ist Sonntagmorgen am 4. Juli 2010. Grelle Neonreklame, geschäftige Touristen und Geplärre aus unzähligen Lautsprechern nehmen die Metropole in Beschlag. Dann, inmitten dieser Kackophonie der Großstadt, ein Klavier und Mozart’s Türkischer Marsch - mit Enthusiasmus intoniert von Kathy Sun.
Einige Krankenversicherer kündigten kürzlich gesetzliche Zusatzbeiträge für ihre Versicherten an. Philipp Rösler, neuer Gesundheitsminister im Regierungskabinett, gerät nun mächtig ins Schwitzen und lässt untersuchen, an welchen Stellen Kosten eingedämmt werden können. Abrechnungsbetrug und Transparenz sind hier die Zauberworte.
Die Stellung der Politischen Parteien in Deutschland wird durch Artikel 21 des Grundgesetzes definiert. Danach wirken die Parteien bei der politischen Willensbildung des Volkes mit. Ihre innere Ordnung muss demokratischen Grundsätzen entsprechen. Über die Herkunft und die Verwendung ihrer Mittel müssen sie öffentlich Rechenschaft ablegen. Ebenso über ihr Vermögen. Dennoch wird die Parteienfinanzierung zwischen Harz und Meer immer kreativer.
Es fiel mir auf, als ich Anfang des Monats in New York das Empire State Building besichtigte. Das Gebäude misst 381 Meter und wurde 1931 eingeweiht – mitten in der Weltwirtschaftskrise. Die dramatischen Kursverluste und die beginnende Eintrübung des Konsumklimas hielt die Bauherren nicht davon ab, das Projekt abzublasen. Viele weitere Projekte folgten. Heute sieht es ähnlich aus.
Christian Wulff fiel - quasi über Nacht - eine neue Rolle zu. Er soll Bundespräsident werden. So wollen es zumindest seine Partei-Freunde in CDU und CSU sowie der Koalitionspartner FDP. Die Personalie wurde akut, als Horst Köhler die Brocken hinwarf. Urplötzlich - Hals über Kopf. Ist Wulff eine gute Wahl? Nach Darstellung einiger Presseorgane ist er angeblich die erklärte Nummer 1. Zumindest für Schwiegermütter. Die wählen indes nicht den Bundespräsidenten. 


















