Domenika Ahlrichs (NETZEITUNG): "In der Erinnerung verklärt man manches"
22. November 2009, 12:00
Im Frühjahr 2000 ging die erste deutsche Internet-Tageszeitung an den Start. Die "Netzeitung", Pionier der virtuellen Blätter, konnte sich fast ein Jahrzehnt im Cyberspace behaupten. Doch am 31. Dezember 2009 gehen in der legendären Redaktion die Lichter aus, die NZ wird in der derzeitigen Form eingestellt. Grund genug für uns, um schnell noch einmal hinter die Kulissen der Redaktion zu blicken. Im Gespräch mit Domenika Ahlrichs, Journalistin und Chefredakteurin der "Netzeitung". weiterlesen



























Institut für Staats-


Mit einem neuen, mutigen Zeitungsprojekt gingen am vergangenen Montag die Studenten Wanja Oberhof und Hendrik Tiedemann an den Start. Das neue Format einer gedruckten Zeitung soll den Markt erobern und spricht dabei vor allem eine jüngere Klientel an. Der Gedanke dahinter: Leser sollen über die Inhalte ihrer Zeitung weitgehend selbst entscheiden.
Im nächsten Jahr sollen Wahlen in Simbabwe stattfinden. Nach der gegenwärtigen Stimmungslage hat Mugabes Partei ZANU/PF gute Aussichten bis zu 20 Prozent der Stimmen zu erhalten. Seit die Regierung der nationalen Einheit im Amt ist, hat sich die Lage im Inland etwas gebessert.
Irgendwann und irgendwo zwischen Hartz IV, Rente mit 67 und dem unbändigen Willen, das Land ohne nennenswerten Konsens mit den Bürgern reformieren zu wollen, ging den Genossen die sozialdemokratische Seele verloren. Mit weitreichenden Folgen. Nach dem Debakel zur Bundestagswahl mühen sich die Sozialdemokraten nun auf ihrem Parteitag in Dresden um Schadensbegrenzung. Zwar wurde heftig diskutiert und bilanziert. Tiefgehende Einsichten zu groben Fehlentscheidungen gab es dennoch nicht.
Am kommenden Montag beginnt in Frankfurt die 12. EURO FINANCE WEEK. Die Creme de la Creme der Europäischen Finanz-Branche und Spitzenvertreter der Politik diskutieren miteinander über "Lehren und Konsequenzen aus der Finanzkrise" Draußen, vor den Türen der heiligen Hallen, stehen Mahnwachen. Stellvertretend für etwa 40.000 Lehman-Geschädigte, die einen Gesamtschaden von über 800 Millionen Euro zu verkraften haben. Sie fordern Gerechtigkeit ein.
Der Transplantationschirurg Prof. Dr. Christoph Broelsch steht nicht mehr im Operationssaal, zumindest nicht in Deutschland. Und dies nicht etwa, weil er mit 65 Jahren ohnehin ausscheidet. Vielmehr wurde Broelsch bereits vor zwei Jahren aufgrund erhobener Vorwürfe suspendiert und steht nun vor Gericht. Eine Spurensuche auf der Grundlage unseres Rechtssystems.
Die "Netzeitung", erste deutsche Internet-Tageszeitung seit dem Jahre 2000, stellt zum 31. Dezember 2009 den Dienst in dieser Form ein. Im Jahre 2003 übernahm Dr. Michael Maier zusammen mit Ralf Dieter Brunowsky das Portal. Maier, der damals bereits verantwortlicher Chefredakteur war, brachte die "Netzeitung" schnell auf Erfolgskurs. Nachgefragt: Im Gespräch mit Dr. Michael Maier, Geschäftsführer der "Blogform Social Media".
Phänomen: Die erste deutsche Internet-Tageszeitung "Netzeitung" zeigt sich gescheitert und gibt den ursprünglichen Dienst zum 31. Dezember 2009 auf. In einer am vergangenen Freitag veröffentlichten Meldung heißt es: "Aus wirtschaftlichen Gründen wird das bisherige Konzept einer Internetzeitung mit eigener Redaktion zum 31. Dezember 2009 aufgegeben.
Die Informationen zur Schweinegrippe werden von Tag zu Tag mysteriöser. Und das nicht nur für uns Laien. Von den derzeit elf angeblichen Grippe-Toten in Deutschland hatten mindestens neun erhebliche bis tödliche Vorerkrankungen. Wie gefährlich ist diese Grippe im Vergleich zu anderen Krankheiten? Was sagen Fachleute zum Gefährdungspotential?
Politisch schlugen die Wogen hoch in der zurückliegenden Woche. Lobeshymnen und rauschender Applaus anlässlich der Rede unserer Kanzlerin vor dem US-amerikanischen Kongress waren noch nicht ganz verklungen, da traf Angela Merkel bereits die Kehrseite der ehrenvollen Medaille. Amerikaner sind eben nicht zimperlich. Schon gar nicht, wenn es um das heilige Business geht.
Wie kann oder sollte Journalismus in zehn Jahren aussehen? Noch gibt es fast 200 Redaktionsmannschaften, die einen eigenen Mantel, also den nicht-lokalen Teil einer Zeitung für ein- oder mehrere Blätter eines regionalen oder überregionalen Verlages in Deutschland produzieren und letztlich mit Gewinn verkaufen müssen. Das Wenigste wird dabei noch selbst recherchiert. Etwa 70 Prozent, manchmal auch 100 Prozent des Zeitungsinhaltes besteht aus Agenturmeldungen, vor allem von der Nachrichtenagentur dpa.
Der Chefarchitekt des fehlgeschlagenen Putsches in Aequatorial Guinea im Jahre 2004, Simon Mann, sowie weitere Söldner aus Südafrika wurden heute begnadigt und aus der Haft in Malabo entlassen. Dies verkündete der Generalstaatsanwalt des ölreichen afrikanischen Landes am heutigen Vormittag. Aus humanitären Gründen habe sich die Regierung des westafrikanischen Landes zu einer vollständigen Amnesie entschlossen, hieß es in einem Dekret.
Gruselinszenierung und traurige Publicity für eine Gescheiterte des DDR-Unrechtsstaates: Die Witwe des ehemaligen Staatsratsvorsitzenden der DDR, Erich Honecker, feiert das Scheitern der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik mit Freunden und Gesinnungsgenossen ausgiebig im Internet. In illustrer Runde und unter kräftigem Applaus schwadroniert sie innerhalb einer längeren Rede von der damaligen Glückseligkeit und lässt die DDR kräftig hochleben.
Als investigativer Journalist ist Ton Biesemaat in den Niederlanden bekannt und gefürchtet. Doch mit brisanten Enthüllungen zur umstrittenen Vergangenheit des im Jahre 2004 verstorbenen Prinz Bernhard hat er sich nicht nur Freunde gemacht. Neben einer Vielzahl an Publikationen erschien auch das Buch "Bernhardgate", das in den Niederlanden für viel Wirbel sorgte und Prinz Bernhard in den Fokus der Kritik brachte.
Als investigativer Journalist in den Niederlanden hat sich Ton Biesemaat so manchen brisanten Themen gewidmet. Neben Enthüllungen zur umstrittenen Vergangenheit des im Jahre 2004 verstorbenen Prinz Bernhard spricht er im zweiten Teil unseres Interviews über den damaligen Lockheed-Skandal, in den auch die Niederlande verstrickt waren und Prinz Bernhard in den Fokus der öffentlichen Kritik rückte.
Als investigativer Journalist in den Niederlanden befasste sich Ton Biesemaat mit Enthüllungen zur umstrittenen Vergangenheit des im Jahre 2004 verstorbenen Prinz Bernhard. Im dritten Teil unseres Interviews beklagt der Journalist mangelnde Transparenz in Regierung und Politik und fordert mehr direkte Demokratie für die Bürger.
Ex-RWE-Chef Dietmar Kuhnt wird Vorsitzender des Aufsichtsrates der Preussag/TUI AG. Er löst damit Ex-Deutsche Bank-Vorstand Jürgen Krumnow ab. Dietmar Kuhnt, Zögling des früheren WestLB-Chefs und Ex-RWE-AR-Vorsitzenden Friedel Neuber, funktioniert bereits seit 1996 als Organ der Preussag/TUI AG und kennt die ungesetzlichen Vorgänge und Abläufe im Detail.
Es ist soweit: Der schwarz-gelbe Koalitionsvertrag ist unter Dach und Fach und auch die Pöstchen wurden schnell und souverän verteilt. Niemand geriet in Vergessenheit, keiner durfte beleidigt sein. Mag der eine oder andere angesichts der Neu- und Umbesetzung des Kabinetts auch skeptisch die Augenbraue hochziehen: Unsere Volksvertreter präsentieren sich als wahre Alleskönner.
Gestern wurden in Paris im sogenannten
Nicht erst seit der Zwei-Klassen-Grippeimpfung fragt sich mancher Bürger, ob er in einer Zwei-Klassen-Gesellschaft lebt. "Sechs Maultaschen reichen für eine Kündigung!" Eine solche Schlagzeile beschreibt den Zustand von Teilen unserer Justiz. Wer in Deutschland eine Bank mit der Pistole ausräumt, landet im Knast. Wer sie indes als Vorstand ausraubt, bleibt in aller Regel unbehelligt.
Schlägt man heute eine deutsche Zeitung auf, hat man den Eindruck, das Wirtschaftswunder sei erneut ausgebrochen. Da ist von Produktionssteigerungen zu lesen, dass es nur so raucht. Der Prozent-Nebel trübt indes den Blick auf die Fakten. Dem Bürger qualmt der Schädel angesichts dramatisch steigender Prozentzahlen. Selbst das Brutto-Inlandsprodukt beginnt zu steigen. Um 0,3 Prozent. Was soll man davon halten? Welchen Zahlen kann der Bürger trauen? Was sagen ihm Prozente?
Im Club der Ausgedienten geht es hoch her. Hier werden nicht nur Anträge über Neuaufnahmen alt gedienter Politiker bearbeitet und illustre Diskussionsrunden geführt. Was die tagesaktuelle Politik nicht zu lösen vermag, landet im Club. Denn dort regieren Kohl, Schröder, Blüm & Co. Wie das Profi-Team auch diesmal wieder ganze Arbeit leistet und auch die Finanz- und Wirtschaftskrise schnellstens in den Griff bekommt und was Jürgen Klinsmann damit zu tun hat - einfach in die 4-minütige Audiodatei reinhören.
Vom 14. bis 18. Oktober fand in Berlin der "World Health Summit" statt. Eingeladen hatten die Charité Berlin und die Universität Descartes in Paris. Es kamen 600 Delegierte aus mehr als 60 Ländern. "Wir stehen vor enormen medizinischen und strukturellen Herausforderungen", führte Detlev Ganten, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Charité in Berlin gleich zu Beginn aus. Doch das klang angesichts der Realität eher wie Hohn.
Sie arbeiten unter härtesten Bedingungen, damit der Traum vom israelischen Luxusappartment Wirklichkeit werden kann: die palästinensischen Arbeiter. Sie werden aus den sogenannten 'Gebieten', dem von Israel besetzten Westjordanland, illegal nach Israel gebracht, wo sie für geringe Löhne unter schwierigen und gefährlichen Bedingungen israelische Häuser bauen. Ein Gespräch mit zwei Palästinensern, die illegal auf einer israelischen Baustelle arbeiten.
Lobbyisten zählen in Deutschland inzwischen zum festen Bestandteil der Politik. Im Auftrag und bezahlt von großen Wirtschaftsunternehmen sind sie Ministern stets dicht auf den Fersen und lauern auf ihre großen Chancen. Ihre Macht ist inzwischen gewaltig und ihr Einfluss nicht zu unterschätzen.Und – sie formulieren sogar Gesetze mit. Nachgefragt: Im Gespräch mit Ulrich Müller, Vorstandsmitglied von LobbyControl.
Jordantal, September 2009, etwa 20 Kilometer nördlich des Toten Meeres. Eine Delegation Schweizer Diplomaten trifft zusammen mit Projektleitern der palästinensischen Organisation 'Solutions' Bauern, einer Kooperative, die in diesem Gebiet hochwertiges Gemüse produzieren – aber nicht oder kaum verkaufen. Denn die landwirtschaftlichen Flächen im Jordantal liegen meist in der so genannten 'Zone C' des von Israel besetzten Westjordanlandes. Ein Besuch bei Landwirten im Jordantal.
Die außergewöhnliche Erfolgsgeschichte des einstigen Mechanikers, der zu einem der bekanntesten Werbe-Giganten Deutschlands aufstieg, begann Ende der 70er Jahre. Was 1977 mit einem mittelbadischen Kleinbetrieb begann, wuchs zu einem Weltunternehmen, das in über 50 Metropolen und Großstädten in sieben Ländern der Welt vertreten ist. Im Gespräch mit Hans Wall, Aufsichtsratsvorsitzender der Wall AG.
Der Krieg in Afghanistan hat mittlerweile auf fast alle Provinzen übergegriffen. Die hohe Zahl der Opfer unter der Zivilbevölkerung nach Lufteinsätzen hat dazu beigetragen, die Bevölkerung gegen die internationale Truppe aufzubringen. Aus Anlass der aktuellen Ereignisse hat SPREERAUSCHEN.net nachgefragt. Dr. Alexander Frhr. von Paleske im Gespräch mit dem Botschafter a.D. Dr. Werner Kilian, der zu Beginn seiner diplomatischen Karriere drei Jahre in Afghanistan war.
Vor wenigen Tagen erschien im B&S Siebenhaar Verlag Berlin eine beeindruckende Dokumentation: "Barschel – Die Akte". Der Herausgeber und derzeitige Spiegel-Redakteur Sebastian Knauer erinnert damit eindringlich an einen der größten politischen Skandale in der Geschichte der Bundesrepublik. Knauer - damals noch für das Nachrichtenmagazin STERN tätig – war jener Reporter, der am 11. Oktober 1987 im Genfer Hotel Beau Rivage den toten Uwe Barschel auffand.
Unter den Zweiflern und Kritikern der offiziellen Todesursache der Marilyn Monroe gibt es durchaus glaubwürdige Zeugen. Einer von ihnen ist der damalige, in der Todessache Monroe ermittelnde Staatsanwalt John Miner. Mit über 90 Jahren lebt er - gesundheitlich angeschlagen - in Los Angeles. 2005 besuchte ihn eine deutsche Journalistin: Im Gespräch mit Anna Maria Gadebusch.
28 Staatsanwälte, 53 Beamte des Landeskriminalamtes und 18 Polizisten haben am vergangenen Mittwoch zeitgleich die BayernLB Zentrale in München und die Zentrale der Hypo-Alpe Adria Bank in Klagenfurt durchsucht. Es geht um den Vorwurf der Untreue. Doch es geht durchaus auch um mehr: Konkret um 145 Millionen Euro, die der Finanzinvestor Tilo Berlin im Zusammenhang mit dem Verkauf der Skandalbank an die Bayern LB verdient haben soll. 


























